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    15 Mai 2022
    28 min

    Corona-Impfung ausleiten

    Viele Menschen fragen nach Möglichkeiten, wie sich die Corona-Impfstoffe nach der Impfung wieder ausleiten lassen. Wir besprechen, ob es möglich ist, die Corona-Impfstoffe auszuleiten und wenn ja, welche Massnahmen dazu erforderlich sind und wenn nein, was man tun kann, um mögliche negative Auswirkungen der Impfung geringstmöglich zu halten.

    Kann man die Corona-Impfstoffe ausleiten?

    Die Corona-Impfstoffe sind entweder neuartig oder enthalten im Falle der Protein- bzw. Totimpfstoffe teilweise neue oder bislang selten eingesetzte Zusatzstoffe (Adjuvantien). Diese dienen meist der Wirkverstärkung, sollen also das Immunsystem zu mehr Aktivität anregen.

    Beides macht skeptisch und vorsichtig, zumal – wenn auch selten – schwere Nebenwirkungen auftreten können. Da in Österreich die allgemeine Impfpflicht schon beschlossene Sache ist, in Deutschland derzeit (noch) darüber diskutiert wird, aber auch hier die einrichtungsbezogene Impfpflicht bereits abgesegnet wurde und der einzelne Mensch daher u. U. bald keine Wahl mehr hat, wünschten sich viele Leserinnen und Leser ein Konzept zur Ausleitung der Corona-Impfstoffe.

    Welche Impfstoffe gibt es?

    Da es unterschiedliche Corona-Impfstoffe mit unterschiedlichen Wirkmechanismen und unterschiedlichen Inhaltsstoffen gibt, schauen wir uns erst die einzelnen Zusammensetzungen und Eigenschaften der verschiedenen Impfstoffe an. Sie können natürlich auch gleich nach unten zu unseren Hinweisen zur Ausleitung scrollen.

    Die mRNA-Impfstoffe

    Die beiden mRNA-Impfstoffe sind Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® von Moderna. Diese enthalten ein Stück Viruserbgut, die sog. mRNA. Es handelt sich dabei um jenes Stück, das den Bauplan für das Spikeprotein enthält. Das Spikeprotein ist eine Struktur an der Aussenhülle von SARSCoV-2, die für das Immunsystem besonders auffällig ist und sich daher als Antigen gut eignet. Ein Antigen ist ein Stoff, den das Immunsystem als körperfremd einstuft und gegen den es daher Antikörper bildet, um den Stoff zu vernichten.

    Der Bauplan muss nun aber erst in die Zellen des Geimpften transportiert werden. Da die Zellen kein fremdes Erbgut aufnehmen möchten, müssen sie dazu überlistet werden, wozu die entsprechenden Zusätze dienen, u. a. die verschiedenen Lipide. Diese bilden zusammen mit der mRNA winzige Partikelchen (Nanopartikel) und sorgen dafür,

    1. dass der Selbstschutz der Zellen durchbrochen wird,
    2. dass die mRNA vor körpereigenen Enzymen geschützt ist (die Enzyme würden die mRNA auflösen) und
    3. dass die mRNA durch die Zellmembran in die Zelle eindringen kann.

    Ist die Impf-mRNA in der Zelle, muss die Zelle das Spikeprotein des Virus bilden, das nun wiederum die entsprechenden Abwehrzellen auf den Plan ruft, damit – wenn alles gut läuft – Antikörper gegen das Spikeprotein gebildet werden.

    Comirnaty® von BioNTech/Pfizer

    Comirnaty ist ein Phantasiename, der von der Namensagentur Brand Institute, Inc. in Miami entwickelt wurde, die weltweit führend ist in der Entwicklung pharmazeutischer Namen und mit dem Logo wirbt „Where great brands begin“ – im Sinne von: Ein Name von uns ist der Beginn einer grossen Karriere, was uns mal wieder in Erinnerung ruft, dass Impfstoffe nicht ausschliesslich zur Rettung der Menschheit entwickelt werden, sondern zu einem Grossteil deshalb, weil sie ein gutes Geschäft sind, derzeit ein milliardenschweres Geschäft.

    Die Agentur hat sich auch die Namen vier weiterer Covid-19-Impfstoffe ausgedacht, etwa Spikevax (Moderna), Vaxzevria (AstraZeneca), Nuvaxovid (Novavax) oder der leicht von der Zunge gehende Name Vidprevtyn von Sanofi Pasteur.

    Der Wirkstoff in Comirnaty heisst Tozinameran, womit die mRNA bezeichnet wird (pro Impfdosis 30 µg). Die sonstigen Bestandteile sind in Comirnaty die folgenden ( 1 ):

    1. Zwei Lipid-Nanopartikel ALC-0315 ((4-Hydroxybutyl)azandiyl)bis(hexan-6,1-diyl)bis(2-hexyldecanoat) und ALC-0159 (2-[(Polyethylenglykol)-000]-N,N-ditetradecylacetamid)
    2. Colfoscerilstearat (DSPC) – ein Lipid
    3. Cholesterol (Cholesterin) – ebenfalls ein Lipid
    4. Saccharose (Zucker; zum Schutz der Nanopartikel gegen die Kälte, denn der Impfstoff wird zunächst tiefgefroren bei bis zu minus 90 Grad elagert, ohne Zucker würden die Nanopartikel zusammenkleben und ihre Wirkung verlieren)
    5. Wasser für Injektionszwecke
    6. Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung; wird in Wasser zu Natronlauge)
    7. Salzsäure (zur pH-Einstellung)
    8. Kaliumchlorid (gemeinsam mit den folgenden drei Bestandteilen bildet Kaliumchlorid eine Art physiologische Salzlösung, damit der Impfstoff berhaupt erst „bekömmlich“ wird)
    9. Kaliumdihydrogenphosphat (auch als Säureregulator in Lebensmitteln, z. B. Kaffeeweisser enthalten)
    10. Natriumchlorid (Kochsalz)
    11. Dinatriumhydrogenphosphat (auch in Backpulver enthalten)

    Der mRNA-Impfstoff von Pfizer-BioNTech enthält vier Lipide. Sie bilden zusammen mit der mRNA winzige Nanoteilchen und sind dafür zuständig, dass die mRNA die Zellmembran passieren kann.

    Die meisten Inhaltsstoffe sind harmlos. Wer an eine Ausleitung dieses Impfstoffs denkt, will daher insbesondere die Nanopartikel loswerden, also die mRNA plus ALC-0315 und ALC-0159. Letzterer enthält Polyethylenglykol (wird mit PEG abgekürzt) und könnte für Allergiker problematisch sein.

    Allerdings sollten Allergiker gemeinsam mit ihrem Arzt prinzipiell sorgfältig abwägen, welcher Impfstoff für sie geeignet ist ( 21 , 23 ).

    Die Lipid-Nanopartikel in den mRNA-Impfstoffen

    Zwei der vier Lipide im BioNTech-Pfizer-Impfstoff sind neuartig, was bedeutet, dass sie zuvor noch in keinem zugelassenen Arzneimittel oder Impfstoff enthalten waren. Dasselbe trifft auf die beiden Lipide SM-102 und PEG2000-DMG zu, die im Impfstoff von Moderna enthalten sind.

    Da ein Hersteller (Echelon) der beiden erstgenannten auf seiner Webseite schrieb, ALC-0315 und ALC-0159 seien „for research only and not for human use“ (nur für Forschungszwecke und nicht für den Einsatz am Menschen), fühlten sich Hinterfragende verständlicherweise alarmiert. Daraufhin wurde auf der Website des Herstellers der Teil „not for human use“ gestrichen ( 15 ) ( 16 ). (Quelle 15 zeigt die Seite, wie sie seit 9. Dezember zu sehen ist, also ohne Hinweis „not for human use“; Quelle 16 zeigt die Seite aus dem Webarchiv, wie sie noch bis zum 8. Dezember war, also mit dem Hinweis).

    Die Faktenchecker „klären auf“, dass dieser Hersteller zwar die beiden Stoffe herstelle, aber tatsächlich nur zu Forschungszwecken. Zum Einsatz in den Impfstoffen würden die Stoffe von einem anderen Hersteller produziert ( 22 ). Warum aber entfernte dann Echelon den entsprechenden Hinweis? Dieser hätte ja dann durchaus stehen bleiben können – mit dem Hinweis, dass die Echelon-Lipide nicht für den Einsatz am Menschen gedacht sind, dieselben Lipide von anderen Herstellern aber sehr wohl.

    Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass die Eignung dieser Stoffe zur Anwendung am Menschen im Rahmen der Zulassung der mRNA-Impfstoffe sorgfältig geprüft und bewertet worden sei ( 14 ). Wie „sorgfältig“ teilweise „im Rahmen der Zulassung“ vorgegangen wurde, darüber berichten wir z. B. hier: Schlampereien bei Zulassungsstudie von Corona-Impfstoff

    Graphenoxid im Corona-Impfstoff

    Zur Aussage, dass Graphenoxid enthalten sein soll, liegen uns keine zuverlässigen Quellen vor. Es heisst, u. a. eine spanische Universität bzw. der dort beschäftigte Professor Pablo Campra Madrid hätte eine entsprechende Analyse dazu angefertigt ( 24 ). Diese Analyse gibt es zwar, doch distanziert sich die Universität von dieser Arbeit - und Prof. Campra reagiert nicht auf Anfragen.

    Seine Probe war offenbar unbekannter Herkunft und seine Analyse beruhte nur auf einem Bildervergleich, so dass auch Prof. Campra von einem Hinweis (ohne schlüssige Beweise) auf ein mögliches Vorhandensein von Graphenoxid spricht.

    Abgesehen davon, dass doch impfkritische Wissenschaftler, Ärzte etc., die es ja durchaus gibt, längst Prof. Campras Vermutungen in weiteren Analysen hätten überprüfen können, könnte eine relativ unerprobte Substanz unserer Ansicht nach auch völlig ohne Graphenoxid unerwartete Langzeitfolgen haben, womit wir betonen möchten, dass wir mit Langzeitfolgen Folgen meinen, die sich erst in einigen Jahren zeigen werden und die daher augenblicklich niemand ausschliessen kann.

    Update 5.2.2022 - Antwort Prof. Campra

    Prof. Campra antwortete inzwischen auf unsere Bitte um Stellungnahme zu den Vorwürfen aus den Reihen der Faktenchecker, allerdings mit nur einem Satz: "Wenn Sie den Faktencheckern glauben, finden Sie nie die Wahrheit" und gab erneut den Link zu seiner uns bereits bekannten Arbeit an.

    Diese Reaktion ist für einen Wissenschaftler merkwürdig. Denn wer seriös forscht und hinter seiner Arbeit steht, sollte die Vorwürfe der Faktenchecker mit Leichtigkeit aushebeln können und auf diese Weise automatisch dazu beitragen, dass man eben nicht blindlings diesem oder jenem glauben muss, sondern sich ein eigenes Bild von der Glaubwürdigkeit der einzelnen Parteien machen kann.

    Wenn beispielsweise wir - das ZDG - von den sog. Faktencheckern kritisiert werden, verfassen wir eine Stellungnahme, die wir entweder veröffentlichen oder jedem Leser, der danach fragt, zusenden.

    Spikevax® von Moderna

    Der mRNA-Impfstoff Spikevax® von Moderna enthält ( 3 ):

    1. mRNA pro Impfdosis 100 µg (Booster 50 µg)
    2. eingebettet in Lipid-Nanopartikel SM-102 (Polyethylenglykol-2000-dimyristoyl-glycerol (DMG))
    3. Cholesterol (Cholesterin)
    4. Colfoscerilstearat (DSPC)
    5. Tromethamin und Tromethaminhydrochlorid (werden gemeinsam mit den folgenden beiden Zutaten als Puffer zur pH-Wert-Einstellung ingesetzt; sind in Kosmetika als Emulgatoren zugelassen)
    6. Essigsäure
    7. Natriumacetattrihydrat (Salz der Essigsäure)
    8. Saccharose (Zucker)
    9. Wasser für Injektionszwecke

    Auch hier sind etliche Zutaten harmlos. Tromethamin und Tromethaminhydrochlorid können jedoch zu allergischen Reaktionen führen, genauso PEG (Polyethylenglykol) im Lipid-Nanopartikel SM-102 ( 21). Wer den Moderna-Impfstoff ausleiten möchte, hat ebenfalls insbesondere die Nanopartikel im Visier.

    Die Vektor-Impfstoffe

    Zu den Vektor-Impfstoffen gehören der Impfstoff Vaxzevria®von AstraZeneca sowie der Einfach-Impfstoff Janssen® von Johnson & Johnson. Beide werden derzeit nicht mehr empfohlen. Bei Letzterem wird als Grund ein unzureichender Schutz angegeben.

    Warum zu Vektor-Impfstoffen nicht mehr geraten wird

    Beim Impfstoff von AstraZeneca kam es zu teils schweren Nebenwirkungen ( Thrombosen im Gehirn und im Bauchbereich). Auch wurden in manchen Chargen Verunreinigungen gefunden ( 12 ).

    Zwar wurden diese anschliessend mit der Erklärung verharmlost, dass diese Verunreinigungen nicht unüblich seien (und auch im Impfstoff von Johnson & Johnson enthalten seien), doch konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sie für die genannten Nebenwirkungen sowie für eine häufiger berichtete Verschlimmerung von bestehenden Autoimmunerkrankungen verantwortlich sein könnten. Letzteres wurde als Zufall abgetan ( 13 ). Vaxzevria® wird seit November 2021 in Deutschland nicht mehr eingesetzt.

    So funktionieren die Vektor-Impfstoffe

    Vektor-Impfstoffe oder vektorbasierte Impfstoffe bestehen aus sog. Vektorviren. Dabei handelt es sich um Viren, die keine Fortpflanzungsabsichten mehr haben, da man ihnen den entsprechenden Teil ihres Erbguts (ihrer DNA) entfernt hat. Stattdessen hat man ihnen jenes DNA-Stück von SARSCoV-2 eingepflanzt, das den Bauplan für das Spikeprotein enthält.

    Dieses DNA-Stück wird von den Vektorviren nun – sobald sie im Körper eintreffen – in die Zellen des jeweiligen Geimpften transportiert, damit diese nun das Spikeprotein bilden.

    Beim AstraZeneca-Impfstoff ist das verwendete Vektorvirus ein Adenovirus, der bei Schimpansen zu Erkältungen führt. Gezüchtet werden diese Transportviren in speziellen Zellen, nämlich in Nierenzellen, die ursprünglich – so vermutet man – aus dem embryonalen Nierengewebe eines im Jahr 1973 abgetriebenen gesunden Kindes stammen.

    Unterschied: mRNA-Impfstoffe und Vektor-Impfstoffe

    Während bei den mRNA-Impfstoffen der Bauplan relativ lose und lediglich von ein paar Lipidnanopartikeln umhüllt geimpft wird, wird der Bauplan bei den Vektor-Impfstoffen in den Vektorviren verpackt geimpft. Die Vektorviren dienen somit als Transportmittel.

    Ein weiterer Unterschied zwischen mRNA-Impfstoffen und Vektor-Impfstoffen ist ausserdem, dass bei Ersteren der Bauplan (die mRNA) nur ins Zellplasma gelangt und nicht in den Zellkern (wo sich das Erbgut des Menschen befindet).

    Im Zellplasma nun agieren kleine Zellorgane (die Ribosomen). Sie lesen den Bauplan und setzen ihn um, produzieren also das jeweilige Protein gemäss den Anleitungen im Plan. Man bezeichnet die Ribosomen daher auch als die Proteinfabriken der Zelle.

    Da die Impf-mRNA nicht in den Zellkern zu den menschlichen Chromosomen gelangt, könne es hier („nach allem, was wir wissen“) zu keiner Interaktion kommen, heisst es stets. Hoffen wir, dass „alles, was wir wissen“ auch alles ist, was es zu wissen gibt.

    Warum Vektor-Impfstoffe u. U. zu Krebs führen können

    Bei den Vektor-Impfstoffen ist die Sache kritischer. Hier transportieren die Vektorviren den Bauplan direkt in den Zellkern. Dort wird die Spikeprotein-DNA in eine mRNA umgewandelt und ins Zellplasma zu den Ribosomen geschickt (die Ribosomen arbeiten nur mit mRNA, nie mit DNA).

    Doch auch wenn die Spikeprotein-DNA in den Zellkern gelangt, heisst es offiziell, dass hier keine Vermischung mit dem menschlichen Erbgut stattfinden könne. Wäre das doch der Fall, könnte als Langzeitfolge Krebs entstehen.

    Ganz so sicher ist die Fachwelt dann aber nicht ( 10 ). Christian Münz, Professor für virale Immunbiologie an der Uni Zürich, meinte beispielsweise in einem Artikel in Spektrum vom Februar 2021: „Mich macht das ein bisschen nervös“ (die Tatsache, dass Virus-DNA zur Menschen-DNA in den Zellkern gebracht wird).

    In Mäusestudien habe sich gezeigt, dass die Vermischung nicht ganz so selten passiert, wie man es sich erhofft, so Münz. In Mäusen werde eines von einer Million injizierten Viren in die DNA der Mäusezelle integriert. Bei den Vektor-Impfstoffen werden jedoch viele Milliarden Viren gespritzt.

    Die bei den Vektor-Impfstoffen verabreichten Viren sind zwar andere (als in den Mäuseversuchen), bei denen man das Risiko nicht so hoch einschätzt, auch sei natürlich die Gefahr, durch Corona Schäden davonzutragen höher, dennoch heisst es, dass man mögliche Langzeitfolgen in Form von Krebs ja erst Jahre später bemerken würde.

    Auch wären beim Menschen insbesondere Muskelzellen betroffen (man impft bekanntlich in den Oberarmmuskel), bei den Mäusen standen jedoch Leberzellen im Fokus der Untersuchungen, so dass Vergleiche nicht unbedingt möglich sind.

    Experten formulieren ihre Einschätzungen dann häufig so:

    „Wir gehen davon aus, dass die Integrationsrate (Vermischungsrate) in Muskelzellen niedriger ist als in Leberzellen“ oder auch „sehr wahrscheinlich würde das Immunsystem entsprechend entartete Zellen nach wenigen Wochen abgetötet haben.“

    Man weiss es also nicht, geht nur davon aus oder glaubt, dass etwas „sehr wahrscheinlich“ passieren wird.

    Janssen® von Johnson & Johnson

    Der Impfstoff von Johnson & Johnson enthält ( 11 ):

    Der Vektor-Virus heisst: Adenovirus Typ 26

    1. 2-Hydroxypropyl-β-Cyclodextrin (HPBCD)
    2. Citronensäure-Monohydrat
    3. Ethanol
    4. Salzsäure
    5. Polysorbat 80 (E 433; Stabilisator und Emulgator, der auch in manchen Eiscremes und anderen Lebensmitteln und ahrungsergänzungsmitteln enthalten sein kann)
    6. Natriumchlorid
    7. Natriumhydroxid
    8. Trinatriumcitrat-Dihydrat (Packung mit 10 Mehrdosendurchstechflaschen)
    9. Wasser für Injektionszwecke

    Vaxzevria® von AstraZeneca

    Der Impfstoff von AstraZeneca enthält ( 9 ):

    Der Vektor-Virus ist ein Schimpansen-Adenovirus

    1. Histidin
    2. Histidinhydrochlorid-Monohydrat
    3. Magnesiumchlorid-Hexahydrat
    4. Polysorbat 80 (E 433; Stabilisator und Emulgator, der auch in manchen Eiscremes und anderen Lebensmitteln und ahrungsergänzungsmitteln enthalten sein kann)
    5. Ethanol (Alkohol)
    6. Saccharose (Zucker)
    7. Natriumchlorid (Kochsalz)
    8. Dinatriumedetat-Dihydrat (wird auch EDTA genannt, gilt als Stoff zur Chelattherapie, was bedeutet, dass er Schwermetalle binden kann und daher von Umweltmedizinern auch zur Schwermetallausleitung verwendet wird; im Impfstoff dient EDTA als Stabilisator und Konservierungsmittel)
    9. Wasser für Injektionszwecke

    In der Packungsbeilage steht: „Dieses Produkt enthält genetisch veränderte Organismen (GVOs)“, womit die genmanipulierten Vektor-Viren gemeint sind, denen man jene Gene entfernte, die sie zur Fortpflanzung benötigen, und ihnen stattdessen die Gene für das Spikeprotein einpflanzte.

    Der Proteinimpfstoff

    In Sachen Corona gibt es derzeit nur einen Protein-Impfstoff – und zwar jener von Novavax.

    Nuvaxovid® von Novavax

    Als Alternative zu den Vektor- und mRNA-Impfstoffen wird der Impfstoff von Novavax (Nuvaxovid®) insbesondere den bisherigen Impfkskeptikern ans Herz gelegt – obwohl er kein wirklich klassischer Impfstoff ist. Es ist ein rekombinanter Proteinimpfstoff, also kein Totimpfstoff (der das vollständige, aber inaktivierte („tote“) Virus enthalten würde).

    Es gibt bisher nur wenige rekombinante Proteinimpfstoffe. Einer davon ist ein Hepatitis-B-Impfstoff, den es tatsächlich schon seit 1986 gibt und der – wie jede Impfung – natürlich auch Nebenwirkungen haben kann (z. B. neurologische Störungen) ( 4 ).

    So funktioniert der Proteinimpfstoff

    Rekombinant bedeutet, dass man in bestimmte Zellen im Labor einen Teil des Virus-Erbguts einpflanzt, so dass diese Zellen dann das gewünschte Virusprotein bilden. Beim Novavax-Covid-Impfstoff verwendet man Zellen aus den Eierstöcken eines Nachtfalters. Diese Zellen infiziert man nun mit einem Baculovirus, dem man den Bauplan für das Spikeprotein von SARSCoV-2 einpflanzte. Das Baculovirus ist also gentechnisch manipuliert. (Baculoviren sind Viren, die normalerweise Insekten befallen).

    Nun bilden die Nachtfalter-Eierstockzellen das Spikeprotein, das man jetzt „nur“ noch isolieren und in einen Impfstoff „verpacken“ muss.

    Beim Novavax-Impfstoff erfolgt die Spikeproteinbildung also im Labor in den genannten Zellkulturen und nicht in unseren eigenen Zellen, wie bei den mRNA- oder Vektor-Impfstoffen.

    Die Wirkverstärker

    Der Novavax-Impfstoff braucht wie auch der unten beschriebene Totimpfstoff von Valneva einen Wirkverstärker. Wirkverstärker sorgen dafür, dass das Immunsystem entsprechend stark auf die Impfung reagiert. Der Wirkverstärker im Novavax-Impfstoff heisst Matrix-M oder Matrix M-1 und stammt aus der Rinde des chilenischen Seifenrindenbaums (Quillaja saponaria Molina), was sehr natürlich klingt.

    Nun kann ein isolierter Stoff aus einer Pflanze zwar vollkommen unproblematisch sein. Allein die pflanzliche Herkunft garantiert jedoch nicht dafür, dass ein solcher Stoff in jedem Fall harmlos ist. So gibt es beispielsweise auch Medikamente in der Krebstherapie, die man aus Pflanzen gewinnt, z. B. Vincristin, ein Chemotherapeutikum, das aus dem Madagaskar-Immergrün gewonnen wird und zahlreiche teilweise schwere Nebenwirkungen hat. Nur wird dieser natürlich hochdosiert verabreicht und deutlich häufiger und in kürzeren Abständen als eine Impfung.

    Nichtsdestotrotz ist auch der Novavax-Impfstoff ein neuer Impfstoff, der neu zugelassen wird und Erfahrungen dazu bisher nur aus den Zulassungsstudien vorliegen.

    Eine Impfdosis von Nuvaxovid® (0,5 ml) enthält:

    1. 5 µg Spikeprotein von SARSCoV-2
    2. 50 µg Matrix-M
    3. Dinatriumhydrogenphosphat-7 H2O
    4. Natriumdihydrogenphosphat-1 H2O
    5. Dinatriumhydrogenphosphat-2 H2O
    6. Natriumchlorid (Salz)
    7. Polysorbat 80 (E 433; Stabilisator und Emulgator, der auch in manchen Eiscremes und anderen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sein kann)
    8. Cholesterol
    9. Phosphatidylcholin (Lecithin, ein Emulgator) (einschliesslich all-rac-α-Tocopherol = synthetisches Vitamin E)
    10. Kaliumdihydrogenphosphat
    11. Kaliumchlorid
    12. Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts)
    13. Salzsäure (zur Einstellung des pH-Werts)
    14. Wasser für Injektionszwecke ( 2 )

    Abgesehen von den ersten beiden Zutaten handelt es sich ausschliesslich um Stoffe, die aus der Impfstofflösung eine physiologisch verträgliche Lösung machen. Wer daher den Novavax-Impfstoff ausleiten möchte, will das Spikeprotein und Matrix-M loswerden.

    Der Totimpfstoff

    Das französisch-österreichische Pharmaunternehmen Valneva hat den bislang einzigen Totimpfstoff gegen SARSCoV-2 entwickelt, der in Kürze in der EU zugelassen werden soll. Der Impfstoff heisst VLA2001 und wird deshalb als Totimpfstoff bezeichnet, weil er das SARSCoV-2 sozusagen in „toter“ (inaktivierter) Form enthält, was bedeutet, dass sich das Virus nicht vermehren und damit auch keine Krankheit verursachen kann.

    Der Valneva-Impfstoff wird auch als Ganzvirus-Impfstoff bezeichnet. Denn er enthält das ganze Virus und nicht nur das Spikeprotein des Virus. Somit kann das Immunsystem auch Antikörper bilden, die nicht nur das Spikeprotein im Blick haben, sondern auch andere Strukturen des Virus, was zu einem besseren Schutz im Hinblick auf vorhandene oder nahende Varianten führen könnte.

    Da das gesamte Virus für den Impfstoff benötigt wird, muss dieser natürlich irgendwo gezüchtet werden, was in einer Zellkultur mit den Nierenzellen der Afrikanischen Grünen Meerkatze (einer Primatenart) stattfindet.

    Inaktivierte Viren interessieren das Immunsystem bekanntlich nicht so sehr. Daher werden dem Impfstoff zwei Wirkverstärker hinzugefügt: Aluminiumhydroxid, das als Wirkverstärker von Impfstoffen bereits lange bekannt ist, sowie CpG-Oligonukleotid 1018, ein deutlich weniger bekannter Stoff, der in der EU bisher lediglich in einem einzigen Impfstoff enthalten ist, nämlich einem Hepatitis-B-Impfstoff (Heplisav B). Er wurde in der EU erst am 19.2.2021 zugelassen, während er in den USA schon seit 2017 zugelassen ist ( 17 ) ( 18 ) ( 19 ).

    Allerdings weisen erste Studien darauf hin, dass CpG-Olignukleotid 1018 zwar das Immunsystem aktiviert, aber nicht überaktiviert, so dass Autoimmunprozesse eher nicht wahrscheinlich sind.

    Falls der Valneva-Impfstoff noch rechtzeitig zugelassen wird, interessiert hierbei insbesondere die Ausleitung der Wirkverstärker Aluminiumhydroxid und CpG-Oligonukleotid.

    Gute Vorbereitung auf die Impfung

    Wenn Sie nun planen, sich impfen zu lassen, was ist zu tun? Wichtig ist, dass Sie sich gut vorbereiten, sich anschliessend gut beobachten und mit den folgenden Massnahmen schon etwa 2 Wochen vor der Impfung starten (ausser Aspirin) und auch noch in den folgenden Wochen beibehalten (so zumindest würden wir vorgehen):

    1. Vorbeugend gegen Thrombosen/Embolien könnte man 50 bis 100 mg ASS einnehmen (ab 2 Tage vorher und einige Tage nach der Impfung), alternativ Nattokinase und/oder Omega-3-Fettsäuren – Näheres dazu unten unter „Blutverdünner einnehmen“.
    2. Auch sollten Sie mit allen Vitaminen und Mineralstoffen gut versorgt sein, denn alle diese Stoffe sorgen für ein starkes Immunsystem und eine gute Leistungsfähigkeit der Ausleitorgane, damit der Impfstoff möglichst wenig Schaden anrichten kann.
    3. Dazu gehört ein hochdosierter Vitamin-B-Komplex, um u. a. möglichen Nervenschäden vorzubeugen.
    4. Des Weiteren sollte der Vitamin-D-Spiegel in einem gesunden Bereich liegen (40 - 50 ng/ml).
    5. Zusätzlich würden wir Vitamin C in Dosen von etwa 1000 – 2000 mg pro Tag einnehmen.
    6. Genauso spielen Magnesium, Zink und Selen eine wichtige Rolle. Kümmern Sie sich also auch diesbezüglich um eine gute Versorgung, z. B. 400 mg Magnesium, 20 mg Zink und 200 µg Selen.
    7. Bewegung ist immer enorm wichtig! In den ersten Tagen oder auch Wochen nach einer Corona-Impfung würden wir Leistungssport und hartes Training jedoch unbedingt vermeiden und dieses erst wieder in 2 bis 3 Wochen starten. Gar nichts tun, scheint aber auch nicht gut zu sein. In einer Studie, die im Mai 2022 in Brain, Behavior, and Immunity erscheinen wird, heisst es, dass ein leichtes bis gemässigtes Training direkt nach der Impfung (90 Minuten lang) die Antikörperbildung deutlich fördern würde ( 25 ). Die Teilnehmer waren entweder flott spazieren oder betätigten sich auf dem Spinning Bike - und zwar so, dass ihr Puls bei 120 - 140 pro Minute lag. Dabei ist der Puls wichtiger als die in den 90 Minuten zurückgelegte Strecke. Bei einer sportlichen Betätigung von 45 Minuten konnte man keinen Effekt beobachten.
    8. Ernähren Sie sich gesund und trinken Sie ausreichend Wasser!
    9. Trinken Sie keinen Alkohol!
    10. Bleiben Sie entspannt und optimistisch! Kümmern Sie sich um sich und Ihre Gesundheit!

    Die Ernährung nach der Impfung

    Da an mancher Stelle behauptet wird, man müsse sich nach der Corona-Impfung auf bestimmte Weise ernähren, haben wir dazu einen eigenen Artikel geschrieben: Die Ernährung nach der Impfung

    Wie leitet man die Corona-Impfstoffe aus?

    Die meisten Menschen erwarten nun ein einfaches Mittel oder wenigstens ein Konzept aus verschiedenen Mitteln, mit dem sich rundweg die Corona-Impfstoffe, insbesondere das Spikeprotein, ausleiten im Sinne von aus dem Körper entfernen lassen. Ein solches Mittel gibt es nicht – zumindest keines, das entsprechend überprüft wurde und dessen ausleitende Wirkung belegt wäre.

    Lediglich zum Aluminiumhydroxid im Valneva-Impfstoff gibt es Massnahmen, wie dieses Adjuvans konkret ausgeleitet werden kann: Aluminium ausleiten

    Gerade bei den mRNA- und Vektor-Impfstoffen besteht das Problem jedoch weniger in den Inhaltsstoffen an sich (die sich tatsächlich relativ schnell wieder auflösen bzw. im Körper abgebaut werden, sehr wahrscheinlich auch das Spikeprotein) als vielmehr an der Wirkung, die ja sofort eintritt: Die geimpfte mRNA wird in eigene Körperzellen geschleust, wobei die körpereigenen Schutzmechanismen ausser Gefecht gesetzt werden. Dann werden (offenbar nur kurzfristige) Neuprogrammierungen der Zelle vorgenommen, so dass die eigenen Körperzellen nun Virenbestandteile bilden.

    Wollte man diesen Vorgang aufhalten (dann aber wirkt die Impfung nicht), müsste man schon vorab Vorsorge treffen, damit etwas im Blut zirkuliert, dass die Wirkung von z. B. ALC-0315 und ALC-0159 blockiert. Das aber gibt es unseres Wissens nach nicht.

    Unerwünschte Immunreaktionen vermeiden

    Schaut man sich ferner an, wie die schlimmen Nebenwirkungen der AstraZeneca-Impfung zustande kamen, so war auch das die Folge der Immunreaktion, die von den Impfstoffen ausgelöst wurde. Es bildeten sich schädliche Antikörper, die das Gerinnungssystem angegriffen haben.

    Sollte es zu einer Vermischung des Virus-Erbgutes mit menschlichem Erbgut kommen, dann könnten sich im Nachhinein verstärkt Krebszellen bilden. Mit Sicherheit kommt es noch zu weiteren Reaktionen, die aufgrund der Neuartigkeit der Impfstoffe noch nicht bekannt sind.

    Kann man das Spikeprotein ausleiten?

    Wenn Sie daher Vorsorge treffen möchten, geht es bei den Corona-Impfungen weniger um „Ausleitung“. Verlassen Sie den Fokus auf Nanopartikel, Spikeprotein, mRNA, ALC-0315, ALC-0159, Matrix-M, CpG-Oligonukleotid oder was auch immer. Es geht also auch nicht darum, das Spikeprotein auszuleiten (wozu es keine nachweislich wirksame Methode gibt und sich das Spikeprotein nach einigen Wochen - so heisst es zumindest - automatisch im Zuge des natürlichen Zellabbaus und der Zellerneuerung abbaut). Es lässt sich daher auch nicht sagen - wie häufig gefragt wird - wie lange es dauert, bis das Spikeprotein ausgeleitet ist. Darum geht es unserer Ansicht auch nicht.

    Es geht viel mehr darum, den Organismus so vorzubereiten und das Immunsystem so zu stärken, dass es zu keinen ungewöhnlichen Immunreaktionen und auch zu keinen anderen unerwünschten Reaktionen (z. B. Krebsbildung) kommt und dass die Impfstoffzutaten schnell abgebaut werden können – und zwar über die körpereigenen Entgiftungs- und Ausleitfähigkeiten.

    Man weiss beispielsweise, dass Kinder deshalb so gut vor Corona geschützt sind, weil ihr Immunsystem stärker ist, als man bisher dachte. Die Thymusdrüse – ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems – ist bei Kindern noch voll ausgebildet und aktiv. Bei Erwachsenen bildet sich die Thymusdrüse immer weiter zurück.

    Statt Ausleitung besser Vorsorge treffen!

    Wenn Sie also eine Ausleitung nach der Impfung planen, ist es sinnvoller, schon Vorsorge zu treffen, wobei die Ziele folgendermassen aussehen. (Auch wenn bereits geimpft wurde, ändert sich an den folgenden Zielen (Punkte 2 und 3) nichts.)

    1. Organismus vorbereiten (wie oben beschrieben)
    2. Immunsystem stärken, wie hier beschrieben: Immunsystem stärken , denn dann werden auch möglicherweise gebildete Krebszellen schnell erkannt und eliminiert.
    3. Körpereigene Entgiftungs- und Ausleitfähigkeiten aktivieren, z. B. wie in unserer Anleitung zur Entgiftung beschrieben

    Denken Sie daran, dass auch bei einem Virusinfekt Fremd-mRNA oder -DNA in Ihre Zellen geschleust wird, eben jene mRNA oder DNA des jeweiligen Virus. Ihr Körper kennt die Masche daher und kommt – wenn Sie sich gut um Ihre Gesundheit kümmern – damit klar!

    Auch die kleinen Mengen an Adjuvantien wird Ihr Organismus mit Ihrer Hilfe bewältigen! Bedenken Sie, dass Ihr Körper tagtäglich mit zig verschiedenen Fremdstoffen aus der Luft, dem Wasser, der Nahrung oder auch aus Medikamenten in Kontakt kommt, von denen Sie gar nichts wissen oder die Sie ignorieren, die es aber deutlich notwendiger machen würden, eine regelmässige Ausleitung und Entgiftung durchzuführen!

    Tun Sie jedoch nicht zuu viel. Denn auch das kann Ihren Organismus überlasten. Entscheiden Sie sich für einen der beiden Wege unter 2. oder 3. oder stellen Sie sich aus den genannten Komponenten ein eigenes individuell für Sie passendes Konzept zusammen. Denn nicht jeder hat denselben Bedarf und dieselbe körperliche Verfassung.

    Schulmedizinische Massnahmen nach der Impfung

    Neben ganzheitlichen und naturheilkundlichen Mitteln, die den Körper stärken, damit er mit der Impfung besser zurecht kommt, kann Ihnen auch die Schulmedizin helfen, das Risiko für Nebenwirkungen gering zu halten, besonders wenn Sie bereits vorerkrankt sind.

    Regelmässig Blutwerte checken

    Wenn Sie Angst vor Nebenwirkungen nach der Impfung haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber und bitten Sie ihn, Sie in den Wochen danach engmaschig zu kontrollieren, um Ihnen wenigstens etwas Sicherheit zu geben. Überprüft werden sollten zumindest das Blutbild, der D-Dimer-Wert und der Entzündungswert CRP.

    Der D-Dimer-Wert steigt, wenn im Körper verstärkt Blutgerinnsel gebildet werden, was auf eine übermässige Blutgerinnung und damit auf eine nahende Lungenembolie oder auch eine Thrombose hinweisen kann. (Der Wert kann aber auch in der Schwangerschaft oder nach Operationen erhöht sein, genauso bei Leberzirrhose oder Krebs.)

    Die Blutgerinnselbildung gilt als eine der Nebenwirkungen des Covid-19-Impfstoffs von AstraZeneca. Auch die VIPIT, eine impfbedingte prothrombische Immunthrombozytopenie kann als Nebenwirkung auftreten. Dabei handelt es sich um eine ungewöhnliche Kombination aus Thrombosen an untypischen Stellen und einer Thrombozytopenie. Der D-Dimer-Wert lag bei einem entsprechenden Fallbericht bei über 50 mg/l (Normalwerte: 0,02 – 0,4 mg/l) ( 5 ).

    Bei den mRNA-Impfstoffen von BioNTech Pfizer und von Moderna wurde bisher keine VIPIT beobachtet, Thrombosen aber sehr wohl. Wenn Sie daher nach der Impfung Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit/Erbrechen, Luftnot, Brust-und Bauchschmerzen oder Beinschwellungen erleben sollten, gehen Sie sofort zum Arzt oder besser gleich in die Notaufnahme ( 6 ). Melden Sie aber auch andere Beschwerden, die plötzlich in den Tagen oder Wochen nach der Impfung auftreten sollten, Ihrem Arzt bzw. dem Paul-Ehrlich-Institut (siehe weiter unten).

    Wenn Sie an bestimmten Vorerkrankungen leiden, könnten nach der Impfung auch die spezifischen Werte dieser Erkrankung regelmässig überprüft werden, um zu kontrollieren, ob sich diese durch die Impfung verschlechtern.

    Blutverdünner einnehmen

    Eine gewisse vorbeugende Wirkung in Sachen Blutgerinnsel und Thrombosen haben die Thrombozytenaggregationshemmer ( Blutverdünner ), also Mittel, die verhindern, dass sich die Thrombozyten (Blutplättchen) verklumpen und Blutgerinnsel bilden.

    Sie könnten also vorbeugend 50 bis 100 mg Aspirin am Tag nehmen (2 Tage vorher und einige Tage nach der Impfung), wie manche Ärzte empfehlen. Alternativ wäre das Enzym Nattokinase denkbar (100 mg (2.000 FU) pro Tag), das in der Naturheilkunde als natürlicher Blutverdünner zum Einsatz kommt und laut einer Studie von 2018 ähnlich wirksam wie Aspirin sein könnte, aber besser verträglich ist ( 7 ).

    Besprechen Sie dies alles mit Ihrem ganzheitlich orientierten Arzt, da zu Nattokinase – wie häufig in der Naturheilkunde der Fall – nicht derart umfangreiche Studien vorliegen, wie es von der evidenzbasierten Schulmedizin gefordert wird.

    Auch Omega-3-Fettsäuren haben einen gerinnungshemmenden Effekt und können eingesetzt werden. In der Volksheilkunde empfiehlt man dazu 3 EL Leinöl pro Tag oder Omega-3-Kapseln in höherer Dosis, z. B. 1000 bis 3000 mg, aber nur kurweise und keinesfalls in Kombination mit anderen Blutgerinnungshemmern.

    Was tun bei Nebenwirkungen?

    Inzwischen (Mai 2022) zeigte eine Studie der Charité Berlin, dass - nach mehr als 1 Jahr des Impfens - die Zahl der schweren Impfnebenwirkungen unterschätzt wurde, es also mehr Nebenwirkungen durch die Corona-Impfungen gibt als gedacht.

    Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, hängt die Therapie natürlich von der Art der Nebenwirkungen ab und sollte mit einem entsprechend erfahrenen Arzt besprochen werden, im Idealfall einem solchen, der auch tatsächlich an Nebenwirkungen der Impfstoffe denkt, diese nicht im Vorfeld ausschliesst und entsprechende Beschwerden auch nicht routinemässig als zufällig nach der Impfung aufgetretene Ereignisse abtut.

    Bei chronischen Nebenwirkungen sind die ganzheitlichen Basismassnahmen eines jeden naturheilkundlichen Therapiekonzepts wichtig, die Sie zusammengefasst auch in unserem Artikel Chronisch krank – was tun? erklärt finden.

    Bei schweren Nebenwirkungen könnten Sie – begleitend zur Therapie, die Ihnen Ihr Arzt vorschlägt – auch an eine Vitamin-C-Hochdosis-Therapie denken, die ganzheitlichen Ärzten zufolge (12 g pro Tag oral oder 15 bis 22,5 g intravenös 3- bis 5-mal wöchentlich) zur Basisbehandlung von Impfschäden gehört.

    Impf-Nebenwirkungen melden!

    Auch sollten Sie oder besser Ihr Arzt Ihre Nebenwirkungen an das Paul-Ehrlich-Institut melden!

    1. In Deutschland finden Sie die entsprechenden Informationen direkt beim Paul-Ehrlich-Institut: Meldung von Impfnebenwirkungen
    2. In der Schweiz werden Nebenwirkungen direkt an Swissmedic gemeldet, entweder durch den Arzt (Meldung von Nebenwirkungen durch Ärzte) oder durch den Patienten selbst (Meldung von Nebenwirkungen durch den Patienten).
    3. In Österreich werden Nebenwirkungen an das BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) gemeldet: Meldung von Nebenwirkungen

    Staatliche Entschädigung bei Impfschäden

    Das Bundesgesundheitsministerium und auch das Robert-Koch-Institut beteuern beide, dass jeder durch eine Impfung Geschädigte auf Grundlage von § 60 IfSG (Infektionsschutzgesetz) selbstverständlich Anspruch auf staatliche Entschädigung hat ( 20 ). Das klingt zwar einerseits beruhigend, ist aber kein Argument, das impfskeptische Menschen überzeugen wird.

    Denn erstens ist bekannt, dass Beschwerden nach einer Impfung nur in Ausnahmefällen als Impfschäden anerkannt werden, man als Betroffener also u. U. noch mit Anwälten etc. um sein Recht kämpfen muss, was im Krankheitsfalle nicht jedem leicht fallen wird, von den Kosten einmal ganz abgesehen.

    Zweitens: Was bringen ein paar Euro Entschädigung, wenn man womöglich zeitlebens chronisch krank ist oder womöglich an einer unerwarteten Nebenwirkung verstarb, wie es den ersten AstraZeneca-Opfern erging? Und womöglich gehörte man gar nicht zur Risikogruppe, hätte also durch Corona gar keinen schweren Verlauf befürchten müssen.

    Das interessiert eher niemanden, denn Impfschäden gelten als absolute Raritäten (und werden es auch bleiben, weil nur die wenigsten anerkannt werden) und da es immer wieder heisst, der Nutzen überwiege bei weitem, hat der entsprechende Mensch einfach nur Pech gehabt, gilt als tragischer Einzelfall und darf sich damit trösten, dass er sich für die Gesellschaft geopfert hat (denn die kennt jetzt eine Nebenwirkung mehr), sich vorschriftsmässig solidarisch verhalten hat und sein Bestes gegeben hat, um das Gesundheitssystem zu entlasten.

    Hauptproblem unseres Gesundheitssystems ist somit die folgende Situation: Impfungen, Medikamente und ärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind das einzige, was offziell zur Prävention und Heilung anerkannt ist. Würden naturheilkundliche und ganzheitliche Massnahmen in den Vordergrund rücken und von unserem Gesundheitssystem gefördert und unterstützt werden, dann hätte es vielleicht nie eine Pandemie gegeben, weil die Risikogruppen gar nicht so gross gewesen wären!

    Wenn es zu Impfdurchbrüchen kommt

    Zahlreiche Geimpfte erleiden sog. Impfdurchbrüche und landen wider Erwarten im Krankenhaus oder sogar auf der Intensivstation. Die Corona-Impfstoffe schützen also nicht in jedem Fall vor Krankheit und auch nicht in jedem Fall vor schweren oder gar tödlichen Verläufen.

    Allerdings ist das Risiko für einen Impfdurchbruch nicht für jeden Menschen gleich hoch oder gleich niedrig. Auch hier sind es – wie bei den bislang noch Ungeimpften – bestimmte Risikogruppen, die besonders häufig einen schweren Verlauf erleiden.

    Auf jene Menschen, die trotz Impfung an Covid-19 verstarben, trafen laut einer Studie mit 1,2 Millionen zweifach geimpfter Leute mindestens vier der folgenden Faktoren zu. Auf jene, die trotz Impfung schwer erkrankten, traf mindestens einer dieser Faktoren zu. Die Studie erschien im Januar 2022 ( 8 ):

    1. Alter über 65 Jahre und Adipositas
    2. Immunsuppression
    3. chronische Lungenerkrankung
    4. Lebererkrankung
    5. Nierenerkrankung
    6. Neurologische Erkrankung
    7. Diabetes
    8. Herz-Kreislauf-Erkrankungen

    Wie wir schon in unserem Artikel über Möglichkeiten zur Covid-19-Prävention erklärten, wäre es wichtig, alles zu tun, um nicht zu diesen Risikogruppen zu zählen – unabhängig davon, ob man nun geimpft ist oder nicht und auch unabhängig von Corona, denn die genannten Risikogruppen haben bei wohl jedweder gesundheitlichen Bedrohung ein höheres Risiko.

    Natürlich kann man sein Alter nicht mal eben ändern, viele der übrigen Risikofaktoren aber sind lebensstil- und ernährungsbedingt und können daher sehr gut von jedem einzelnen Menschen eigenverantwortlich beeinflusst werden (je früher desto besser) – was überdies auch eine sehr gute Massnahme ist, das Gesundheitssystem zu entlasten.

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    Lieben Dank, Ihre Redaktion vom Zentrum der Gesundheit

    Quellen
    1. (1) Beipackzettel Comirnaty
    2. (2) Beipackzettel Nuvaxovid
    3. (3) Moderna Inhaltsstoffe 
    4. (4) RKI, Gürtelrose, Cholera und Hepatitis-B-Impfung sind rekombinante Impfungen
    5. (5) Thaler J, Ay C, Gleixner KV, et al. Successful treatment of vaccine-induced prothrombotic immune thrombocytopenia (VIPIT). J Thromb Haemost. 2021;19(7):1819-1822. doi:10.1111/jth.15346
    6. (6) Priv.-Doz. Dr. med. Christian M. Schambeck, SARS-CoV-2-Impfung und Blutgerinnung, Aktuelle Hinweise für Ärzte und Patienten, 27.3.2021, Hämostasikum München, Labor im Dialog
    7. (7) Chen H, McGowan EM, Ren N, et al. Nattokinase: A Promising Alternative in Prevention and Treatment of Cardiovascular Diseases. Biomark Insights. 2018;13:1177271918785130. Published 2018 Jul 5. doi:10.1177/1177271918785130
    8. (8) C. Yek et al; Risk Factors for Severe COVID-19 Outcomes Among Persons Aged >/=18 Years Who Completed a Primary COVID-19 Vaccination Series — 465 Health Care Facilities, United States, December 2020–October 2021; Weekly (2022); 71(1);19–25
    9. (9) Beipackzettel Vaxzevria von AstraZeneca
    10. (10) Jötten F, Wird Adenovirus-DNA ins Genom eingebaut?, Spektrum, 17.2.2021
    11. (11) Infoblatt Johnson & Johnson
    12. (12) Ärzteblatt, Forscher finden Verunreinigungen im Astra­zeneca-Impfstoff, Donnerstag, 27. Mai 2021
    13. (13) Staudacher T, Umla S, Paul-Ehrlich-Institut: Entwarnung bei Astrazeneca-Verunreinigung, 1.6.2021, swr.de
    14. (14) Paul-Ehrlich-Institut, Stimmt es, dass in Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) Hilfsstoffe verwendet werden, die in Arzneimitteln nicht erlaubt sind? Aktualisiert 23.12.2021
    15. (15) Echelon Biosciences, ALC-0159 Product Number: N-2010, Stand 9. Dezember 2021
    16. (16) Echelon Biosciences, ALC-0159 Product Number: N-2010, Stand 8. Dezember 2021
    17. (17) Precision Vaccinations, Valneva VLA2001 COVID-19 Vaccine, Updated January 19, 2022
    18. (18) Ärzteblatt, SARS-CoV-2: Europäischer Impfstoff aus inaktivierten Viren besteht Phase-3-Test, 18. Oktober 2021
    19. (19) Arznei-News, Heplisav-B, 20/02/2021 von Christian Hilscher
    20. (20) Bundesgesundheitsministerium, faq Covid-19-Impfstoffe
    21. (21) Klimek L, Eckrich J, Hagemann J, Casper I, Huppertz J. Allergische Reaktionen auf COVID-19-Impfstoffe – Evidenz und praxisorientiertes Vorgehen [Allergic reactions to COVID-19 vaccines: evidence and practice-oriented approach]. Internist (Berl). 2021 Mar;62(3):326-332. German. doi: 10.1007/s00108-021-00959-5. Epub 2021 Feb 13. PMID: 33580823; PMCID: PMC7881317.
    22. (22) Rößler A, Absurde Diskussion um Lipide ALC-0315 und ALC-0159, In impfkritischen Internetforen wird behauptet, die im Covid-19-Impfstoff Comirnaty® von Biontech und Pfizer enthaltenen Hilfsstoffe ALC-0315 und ALC-0159 seien nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt. Das ist aber nicht korrekt, Pharmazeutische Zeitung, 18.01.2022
    23. (23) Worm M, 17.12.2020, Stellungnahme: Schwere allergische Reaktionen nach COVID-19-Impfung mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech in Großbritannien, Springer Medizin
    24. (24) Analyse von Prof. Pablo Campra Madrid zum Thema Graphenoxid
    25. (25) Justus Hallam et al, Exercise after influenza or COVID-19 vaccination increases serum antibody without an increase in side effects, Brain, Behavior, and Immunity (2022). DOI: 10.1016/j.bbi.2022.02.005