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Grüner Star – Wie vorbeugen, wie aufhalten?

Grüner Star – Wie vorbeugen, wie aufhalten?

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(Zentrum der Gesundheit) – Der grüne Star (auch Glaukom genannt) ist eine Augenkrankheit, die zur Erblindung führen kann und zwei Prozent aller Menschen über 45 Jahre betrifft. Für die Schulmedizin gibt es in Sachen Prävention keine andere Massnahme als die Früherkennung. Wissenschaftler veröffentlichten im Januar 2016 jedoch eine Studie, der zufolge eine bestimmte Ernährung eindeutig vor dem grünen Star schützen kann. Zusätzlich gibt es noch viele andere Massnahmen, die es zu beachten gilt – und die dabei helfen, den grünen Star zu stoppen oder ihm vorzubeugen.

Der grüne Star – Ursachen

Drei Millionen Amerikaner leiden am grünen Star – davon sind 120.000 bereits erblindet. In Deutschland ist es eine geschätzte Million Menschen, die vom grünen Star betroffen sind. Meist spürt man den grünen Star im Anfangsstadium nicht, und er wird zufällig bei einer Routineuntersuchung beim Augenarzt entdeckt. Ist er schon weiter fortgeschritten, dann grenzt sich das Gesichtsfeld immer weiter ein, so dass im Laufe der Zeit eine Erblindung die Folge sein kann.

Ein erhöhter Augeninnendruck soll das Problem sein. Dabei fliesst das Kammerwasser aus den beiden Augenkammern nicht mehr ab. Der Druck im Auge steigt (von 10 – 20 mmHg auf 50 – 80 mmHg) und kann jetzt den Sehnerv schädigen.

Allerdings liegt bei 30 Prozent der Glaukompatienten kein erhöhter Augendruck vor. Und es gibt sehr viele Menschen, die einen erhöhten Augendruck haben, aber nie ein Glaukom entwickeln (80 Prozent aller Menschen mit erhöhtem Augendruck bekommen nie ein Glaukom). Der erhöhte Augendruck allein ist also nicht die Ursache des grünen Stars. Aus schulmedizinischer Sicht kommen noch die üblichen Bösewichte (Rauchen und Übergewicht) als Risikofaktor in Frage sowie eine längerfristige Einnahme von Cortison und Antidepressiva.

Der grüne Star – Die Folge einer Verschlackung

Ganz gleich, was nun die Ursache ist, eines ist klar: Beim grünen Star sind die Gefässe im Auge erkrankt. Einerseits sind die Abflusskanäle des Augenkammerwassers verstopft (dadurch steigt der Augeninnendruck), andererseits sind die versorgenden Blutgefässe verengt, so dass es zu Durchblutungsstörungen im Auge kommt und der Sehnerv nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden kann.

Im Augenkammerwasser bei Glaukompatienten lassen sich ferner Entzündungsstoffe finden, so dass wir hier ausserdem eine chronische Entzündung haben. Alle drei Begebenheiten – verstopfte Abflusskanäle, Durchblutungsstörungen und chronische Entzündungen – lassen sich aus naturheilkundlicher Sicht relativ einfach erklären:

Stoffwechselschlacken fallen infolge einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise in zu grosser Menge an, überlasten die Ausleitungsmöglichkeiten des Körpers, hier des Auges, verstopfen infolgedessen die Gefässe (Abfluss- und Blutgefässe) und führen gleichzeitig zu erhöhtem oxidativen Stress und chronischen Entzündungen.

Schlacken sind auch aus schulmedizinischer Sicht mit der Grund dafür, dass Cortison bei manchen Menschen zum grünen Star führen kann. Cortison nämlich initiiert bei den sog. High Respondern (Menschen, die auf Cortison empfindlich reagieren) eine verstärkte Schlackenbildung im Auge, so dass es bei diesen Menschen während einer Cortisontherapie zu Ablagerungen und somit zu verstopften Abflusswegen im Auge kommt. Der Augeninnendruck steigt und mit ihm das Risiko für ein Glaukom.

Chronische Entzündungen wiederum sind natürlich nicht nur schlackenbedingt. Sie werden noch durch viele andere Fehler in der Ernährungs- und Lebensweise gefördert. Dazu gehören beispielsweise ein Mangel an Antioxidantien, die oxidativen Stress eindämmen könnten, ein Mangel an Magnesium, ein Mangel an den richtigen Fettsäuren, ein Mangel an Entspannung, an Bewegung uvm.

Der grüne Star: Die schulmedizinischen Lösungen

Die Schulmedizin setzt nun auf Medikamente (Tropfen, die den Augendruck senken), auf Laserbehandlungen und Operationen. Allerdings – so heisst es – können die Operationen auch nur für eine Senkung des Augendrucks sorgen, aber möglicherweise schon bestehende Sehschäden nicht mehr rückgängig machen, ja, es könne durchaus sein, dass man nach der OP schlechter sehe als zuvor.

Die Augenschäden, die der grüne Star anrichtet, sollen also unwiderruflich sein, doch kann man dem grünen Star natürlich vorbeugen, und man kann sein Fortschreiten stoppen, falls er doch schon da sein sollte. Doch wie?

Will der Patient wissen, was er selbst gegen den grünen Star tun könnte, kann ihm kaum ein Augenarzt hilfreiche Informationen an die Hand geben, ausser er möge einfach regelmässig zur Kontrolluntersuchung erscheinen und brav seine Medikamente nehmen. Fragen nach bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln oder einer bestimmten Ernährungsweise werden nach wie vor belächelt. Vermutlich nicht mehr lange.

Denn eine Studie vom Januar 2016, die im Fachmagazin JAMA Ophthalmology veröffentlicht wurde, zeigt eine einfache Methode, wie man dem grünen Star auf natürliche Weise Einhalt gebieten kann – nämlich mit dem Essen von viel grünem Blattgemüse. Spätestens jetzt ist also die Zeit für Spinat, Mangold, Rucola & Co. gekommen.

Schutz vor grünem Star: Nitratreiches Gemüse

Besonders das sog. Weitwinkelglaukom (die mit Abstand häufigste Glaukomform), das mit erhöhtem Augendruck und einer schleichenden Verschlechterung der Sehfähigkeit einhergeht, lässt sich von einer optimalen Ernährung sehr gut abschrecken. Eine solche Ernährung ist u. a. reich an nitratreichen Gemüsearten, wozu hauptsächlich die grünen Blattgemüse, aber auch Rote Bete und Radieschen zählen.

Die entsprechenden Forschungen wurden unter der Leitung von Dr. Jae H. Kang am Brigham & Women`s Hospital und an der Harvard Medical School in Boston durchgeführt. Analysiert wurden dazu die Daten der Nurses` Health Study und der Health Professionals Follow-up Study. Insgesamt handelte es sich um über 100.000 Menschen, deren Daten zu Forschungszwecken herangezogen wurden. Alle Teilnehmer waren über 40 Jahre alt und waren noch nicht am Glaukom erkrankt. Im Laufe von 30 Jahren kam es zu 1.483 Fällen des Weitwinkelglaukoms.

Man berechnete nun anhand der Ernährung der Teilnehmer ihren Verzehr an grünem Blattgemüse sowie die damit einhergehende Nitrataufnahme. Diejenigen, die täglich um die 240 mg Nitrat mit Gemüse zu sich nahmen, hatten ein bis zu 50 Prozent geringeres Risiko ein Weitwinkelglaukom zu entwickeln als jene Menschen, die nur 80 mg Nitrat aufnahmen.

Wie viel Gemüse liefert ausreichend Nitrat?

240 mg Nitrat nimmt man beispielsweise auf, wenn man 100 g Bio-Feldsalat und ein Gemüsegericht aus 150 g Bio-Kohlrabi isst. Auch die Kombination 150 g Brokkoli, 100 g Fenchel und ein Salat aus 50 g Bio-Kresse würde um die 240 mg Nitrat liefern – natürlich auch immer abhängig von der Art des Anbaus, wobei Bio-Erzeugnisse weniger Nitrat liefern als konventionelle Gemüse und Gemüse aus dem Treibhaus viel mehr Nitrat liefert als Freilandgemüse.

Das bedeutet aber nicht, dass Bio oder der Freilandanbau in diesem Falle schlechter wären, sondern vielmehr, dass konventionelles Gemüse und auch Treibhausgemüse so viel Nitrat liefern, dass man hier schon mit geringen Verzehrmengen in die Überdosis geraten würde – und zwar noch bevor man ausreichende Vitalstoffmengen aufgenommen hätte.

Wie wirkt Nitrat beim grünen Star?

Das Nitrat (NO3-) aus grünem Blattgemüse kann die Gefässgesundheit verbessern – natürlich nicht nur jene der Augen. Nitrat bessert den Zustand der Gefässe im gesamten Herz-Kreislauf-System. Nitrate halten die Sauerstoffsättigung des Blutes hoch, und sie verdünnen das Blut. Nitrate senken überdies den Blutdruck und verhindern die Bildung gefährlicher Blutgerinnsel (Thrombosen, Embolien), die andernfalls zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen können.

Aufgrund dieser bekannten Wirkungen werden Nitrate schon lange als Medikamente eingesetzt. Sie sind dermassen wirksam, dass sie in der Notfallmedizin, z. B. bei einem Angina pectoris Anfall, verabreicht werden. Ein solcher Anfall zeigt sich in Herzschmerzen und einem plötzlichen Engegefühl in der Herzgegend.

Nitrathaltige Medikamente setzen jetzt im Körper Stickstoffmonoxid (NO) frei. NO erweitert die Gefässe und entspannt die Muskulatur der Gefässwände. Das Herz wird wieder gut durchblutet und die Schmerzen lassen nach. Auf diese Weise kann das Nitrat in kürzester Zeit den Anfall unterbrechen.

In nitratreichem Gemüse ist selbstverständlich nicht eine derart hohe Nitratdosis enthalten wie in den entsprechenden Herzmedikamenten. Doch genügt die Dosis laut der oben genannten Studie allemal, um ausreichend NO bilden zu können, das jetzt die Augen vor Durchblutungsstörungen und damit vor dem grünen Star zu schützen kann.

Welche Gemüse eignen sich zur Glaukom-Prophylaxe?

In der Bostoner Studie zeigte sich ein um bis zu 50 Prozent reduziertes Glaukom-Risiko, wenn regelmässig grünes Blattgemüse gegessen wurde. Der Blattkohl aber (z. B. Grünkohl) konnte das Glaukomrisiko noch weiter senken als andere grüne Blattgemüse, nämlich um bis zu 70 Prozent. Dabei genügte schon eine einzige Portion pro MONAT, um das Glaukomrisiko derart dramatisch zu reduzieren. Kaum auszudenken, was geschieht, wenn man den Kohl beispielsweise zweimal wöchentlich isst!

Nitratreiche Gemüse, die zur Prävention und Eindämmung des grünen Stars empfohlen werden, sind die folgenden:

  • Alle Blattkohlarten (Grünkohl, Markstammkohl, Kale etc.)

  • Andere Kohlgemüse (Brokkoli und Weisskohl)

  • Blattsalate

  • Kresse

  • Sellerie (Bleichsellerie, also nicht der nitratarme Knollensellerie)

  • Radieschen und Rettich

  • Spinat und Mangold

  • Rote Bete

Nun weiss man natürlich nicht erst seit dieser Studie, wie gesund die genannten Gemüse sind. Längst wird Rote-Bete-Saft zur Blutdrucksenkung empfohlen, und grünes Blattgemüse wird gegen Diabetes und Alzheimer verspeist. Bei allen diesen Gesundheitsproblemen geht es um Durchblutungsstörungen, um Ablagerungen und um eine insgesamt in Mitleidenschaft gezogene Gefässgesundheit.

Die Gefässe können sich nicht mehr weiten oder sind durch Ablagerungen und chronische Entzündungsprozesse verengt. Es geht also um dieselben Zustände wie beim Glaukom – die jetzt allesamt vom Nitrat bzw. NO wieder aufgehoben werden können, idealerweise bevor die Krankheit überhaupt erst ausbricht.

Grünes Blattgemüse schützt vielfach vor grünem Star

Gleichzeitig liefert kaum eine Lebensmittelgruppe so viel Folsäure (ein B-Vitamin) und Lutein wie das grüne Blattgemüse. Je besser man aber mit Folsäure versorgt ist, umso seltener wird man Opfer eines Glaukoms – so eine weitere Studie (2014) der Harvard Medical School in Boston.

Lutein ist ein antioxidativ wirksamer sekundärer Pflanzenstoff aus der Familie der Carotinoide. Er ist besonders für seine Wirkung bei der Makuladegeneration bekannt, einer anderen schweren Augenkrankheit, die ebenfalls zu massiven Sehbeeinträchtigungen führen kann. Da Lutein jedoch als Antioxidans mitten im Auge wirkt, kann der Stoff auch beim grünen Star die vorhandenen chronischen Entzündungsprozesse eindämmen. Mehr zum Lutein finden Sie hier: Nährstoffe für die Augen

Zum grünen Blattgemüse gehören – wie oben aufgeführt – auch die Kohlgewächse (Grünkohl, Weisskohl, Brokkoli usw.). Genau diese sind es aber, die den menschlichen Magen vor dem heute so verbreiteten Magenbakterium Helicobacter pylori schützen können (oder dieses vertreiben, sollte es schon anwesend sein).

Das Helicobacter pylori gilt als Verursacher von Magen-Darmgeschwüren inkl. Magenkrebs. Zusätzlich entdeckte man aber, dass Menschen mit einer Helicobacter-Infektion überdurchschnittlich häufig an grünem Star leiden.

Der Verzehr von grünem Gemüse bringt also sehr viele Vorteile gleichzeitig mit sich. Dabei handelt es sich um eine Massnahme, die so einfach umzusetzen ist. Nutzen Sie sie!

Guter Schutz vor Glaukom: Mediterran essen & Sport treiben

Eine weitere Studie bestätigt, dass eine gesunde Ernährung bei Augenkrankheiten das A und O zu sein scheint. Im Jahr 2012 las man im International Journal of Ophthalmology – dem internationalen Fachblatt für Augenheilkunde – dass die mediterrane Ernährung kombiniert mit tropischen Früchten und Gemüsearten, die ausserordentlich reich an Antioxidantien sind, ganz eindeutig vor Erblindung sowie vor dem grauen und dem grünen Star schützen kann.

Man hatte dies bei 500 Typ-2-Diabetikern überprüft, die bekanntlich besonders anfällig für Augenkrankheiten sind. Hier zeigte sich überdies, dass auch jene Menschen häufiger den grünen Star entwickelten, die sich nur wenig sportlich betätigten.

Doch genau so, wie bestimmte Lebensmittel den grünen Star bekämpfen oder ihm vorbeugen können, gibt es auch Ernährungsgewohnheiten, die den grünen Star geradezu hervorrufen, wie z. B. hoher Kaffeekonsum oder mit Glutamat versetzte Speisen.

Grüner Star häufig in Asien: Ist Glutamat der Grund?

In Ostasien gibt es überdurchschnittlich viele Menschen, die an einem Glaukom leiden. Spätestens seit dem Jahr 2002 glaubt man auch, den Grund dafür zu kennen.

Professor Hiroshi Ohguro von der University of Hirosaki in Japan stellte damals fest, dass der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat (kurz: Glutamat) die Netzhaut schädigt und zu einer Form des grünen Stars führen kann, die ohne erhöhten Augendruck einhergeht. Gerade aber in Ostasien isst man meist tagtäglich mit Glutamat gewürzte Speisen. Und es tritt dort hauptsächlich grüner Star ohne erhöhten Augendruck auf.

Achten Sie daher beim Kauf von Fertiggerichten darauf, dass kein Glutamat enthalten ist. In Restaurants dagegen ist es heute kaum noch möglich, Mahlzeiten ohne Glutamat zu bekommen. Daher lohnt es sich auch in Bezug auf das Glutamat ganz enorm, wieder häufiger selbst zu kochen – und zwar aus frischen Zutaten. Würzen Sie mit Kräutersalz, Kräutern oder Gewürzen wie Muskat, Pfeffer, Paprika, Curry oder auch mit dem ganz besonders augenfreundlichen Kurkuma.

Kurkuma schützt vor grünem Star

Sowohl in einer italienischen (2014) als auch in einer chinesischen Studie (2013) zeigte sich, dass Kurkuma u. a. aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften bei ganz unterschiedlichen Augenkrankheiten hilfreich sein kann. Dazu zählen nicht nur der grüne Star, sondern auch die diabetische Retinopathie, die Makuladegeneration und das sog. Trockene Auge (Keratokonjunktivitis sicca).

Wer Kurkuma nicht oder nicht jeden Tag mag, kann auch auf Kurkuma in Kapseln zurückgreifen (z. B. Curcuperin Kapseln), womit wir schon mitten bei den einfachen Massnahmen sind, die jeder für seine Augen durchführen kann. Denn auch wenn eine gesunde Ernährung nicht immer möglich ist, die Einnahme hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel kann man fast immer und fast überall organisieren.

Therapie und Prävention von grünem Star mit naturheilkundlichen Massnahmen

Nachfolgend stellen wir Ihnen die wichtigsten ganzheitlichen Massnahmen aus der Naturheilkunde und Orthomolekularmedizin vor, die Ihnen bei der Therapie und Prävention des grünen Stars ganz ausserordentlich helfen werden:

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Glaukom viel häufiger bei Vitamin D-Mangel

Mindestens zwei Studien (2014 und 2015) stellten fest, dass der grüne Star umso eher auftritt, je niedriger der Vitamin-D-Spiegel einer Person ist. Lassen Sie daher Ihren Vitamin-D-Spiegel untersuchen (oder tun Sie dies mit einem im Internet bestellbaren Test (30 Euro) selbst). Anhand des Ergebnisses sehen Sie, ob Sie einen Vitamin-D-Mangel haben.

Schauen Sie dann im folgenden Link nach, wie viel Vitamin D Sie täglich einnehmen sollten, um einen gesunden Vitamin-D-Spiegel zu erreichen: Ihr Vitamin-D-Spiegel

Omega-3-Fettsäuren schützen das Auge vor grünem Star

Denken Sie überdies an die obligatorischen Omega 3-Fettsäuren. Diese können laut einer Studie der deutschen Universität in Erlangen (2012) oxidative Stressreaktionen im sog. Trabekelmaschenwerk des Kammerwinkels verhindern. Der Kammerwinkel ist im Auge jene Struktur, durch die eigentlich das Kammerwasser abfliessen sollte.

Beim grünen Star klappt aber genau das ja nicht mehr – und zwar u. a. aufgrund von Schäden im Trabekelmaschenwerk, die infolge oxidativen Stresses entstanden sind. Omega-6-Fettsäuren hatten hier keinen Schutzmechanismus zeigen können.

Omega-3-Fettsäuren sind über das Krillöl sehr gut aufnehmbar, aber auch über vegane Omega-3-Fettsäuren-Quellen wie Lein- und Hanföl oder gemahlene Chiasamen. Algenöl ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, sich auf gesunde Weise mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen. Es ist in Flaschen oder in Kapseln erhältlich.

Nahrungsergänzung bei Glaukom

Weitere mögliche Nahrungsergänzungen beim Glaukom oder zu seiner Prävention sind Ginkgo Biloba, Ginseng, Quercetin, Resveratrol und Zeaxanthin. Sie alle wirken entzündungshemmend, entgiftend und/oder durchblutungsfördernd und stellen daher vielversprechende Nahrungsergänzungsmittel bei sogar sehr schweren Augenkrankheiten dar – wie Forscher im Jahr 2013 im Fachmagazin Botanical Compounds berichtet hatten.

Grüntee statt Kaffee

Wer viel Kaffee trinkt, bekommt häufiger grünen Star, so weiss man. Besser also, man steigt auf Grüntee um – zumal dieser auch nachweislich vor dem Glaukom schützt. Grüntee enthält die sog. Catechine, eine antioxidativ wirksame Stoffgruppe. Nur wusste man lange nicht, ob die Catechine, wenn man Grüntee trinkt, auch vom Magen bzw. Darm ins Auge wandern können.

Im Jahr 2010 aber veröffentlichte das Journal of Agricultural and Food Chemistry eine Untersuchung, in der sich gezeigt hatte, dass die Catechine sogar in ganz signifikanten Mengen im Augengewebe von Grünteetrinkern vorhanden waren. Während in der Netzhaut besonders das Gallocatechin nachgewiesen werden konnte, war es im Kammerwasser das Epigallocatechin. Beide Catechine mindern den schädlichen oxidativen Stress im Auge für bis zu 20 Stunden und schützen auf diese Weise vor vielen schweren Augenkrankheiten, wie eben auch dem grünen Star.

Entschlackung und Entgiftung gegen grünen Star

Wie oben erklärt, entsteht der grüne Star u. a. infolge einer massiven Verschlackung im Auge. An dieser Verschlackung können auch Giftstoffe beteiligt sein, wie z. B. Quecksilber. Die University of California verkündete dies nach einer entsprechenden Untersuchung im Jahr 2015.

Die beteiligten Forscher hatten herausgefunden, dass grüner Star umso wahrscheinlicher wird, je höher die Quecksilberbelastung im Blut. Gleichzeitig entdeckten sie, dass niedrige Manganwerte ebenfalls das Glaukomrisiko erhöhten. (Mangan ist besonders reichlich in Amaranth, Haferflocken, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten.)

Also sind beim Glaukom (oder zu dessen Vorbeugung) regelmässige entschlackende und entgiftende Massnahmen angesagt, um die Schlacken und Schwermetalle aus dem Körper inkl. Augengewebe auszuleiten. Genaue Anleitungen zu einer Entschlackung (kurweise 1- bis 2-mal jährlich) oder Entgiftung finden Sie hier: Entschlackung – aber richtig und Die ganzheitliche Entgiftungskur

Meditation beim grünen Star

In jedem Falle sollten Sie Ruhe bewahren – ob Ihnen nun Ihr Arzt einen grünen Star diagnostiziert oder ob er Sie "nur" ängstigt, weil sie lediglich einen erhöhten Augeninnendruck haben. Oft klingt es bei Augenärzten so, als führe ein hoher Augeninnendruck umgehend zum Glaukom. Das aber ist nicht der Fall. Wie eingangs erwähnt, bekommen nur sehr wenige Menschen mit hohem Augendruck auch tatsächlich ein Glaukom.

Eine gute Idee ist in jedem Fall, wenn Sie mit dem Meditieren beginnen. Es hilft nicht nur, die nötige Ruhe zu bewahren, sondern senkt praktischerweise auch gleich den Augendruck – so eine Studie aus dem Jahr 2014, die im Fachmagazin Neuro-Ophthalmology & Visual Neuroscience veröffentlicht wurde. Dabei war es einerlei, ob die Teilnehmer schon eine mehrjährige Meditationserfahrung hatten oder erst Einsteiger waren.

Akupunktur beim grünen Star

Eine Therapie mit Akupunktur könnte Ihren grünen Star ebenfalls merklich verbessern – wie mindestens zwei chinesische Studien zeigen. In einer der Studien (2011) wurden 39 Patienten mit Glaukom einer Akupunktur unterzogen. Nach der Behandlung war der Augeninnendruck stets niedriger als zuvor. Dabei wurde der Druck nicht nur kurzfristig reduziert, sondern er konnte für mindestens 24 Stunden auf dem niedrigeren Level stabilisiert werden.

In der anderen Studie (2012) entfernte man über die Akupunktur die Leber-Qi-Stagnation und aktivierte die Durchblutung. Mit dieser Methode konnten besonders beim grünen Star ohne erhöhten Augendruck Besserungen erzielt werden.

Baicalein – Ein Pflanzenstoff gegen Glaukom?

Ganz neu sind offenbar die Forschungen um den Pflanzenstoff Baicalein, ein Flavonoid, das u. a. im Helmkraut (Scutellaria baicalensis) enthalten ist. Wissenschaftler berichteten beim jährlichen Meeting (2015) der Association for Research in Vision and Ophthalmology (ARVO) in Denver, Colorado von einer spannenden Neuigkeit: Baicalein aus dem Helmkraut kann – wenn als Tropfen ins Auge gegeben – den Augendruck ganz signifikant senken. Es könne daher in Zukunft als vollkommen natürliches Therapeutikum beim grünen Star eingesetzt werden.

Die Tropfen sind noch nicht erhältlich – und ob das Trinken von Helmkrauttee (der erhältlich wäre) etwas nützt, ist leider nicht bekannt. Da Helmkraut jedoch viele weitere positive Wirkungen hat (krebshemmend, beruhigend auf die Nerven, heilend auf das Herz-Kreislauf-System uvm.), würde ein Versuch mit dem Trinken des Tees keinesfalls schaden.

Ganzheitliche Massnahmen gegen grünen Star – Auf einen Blick

Nun liest man auf fast jeder Glaukom-Webseite den folgenden Satz: "Lebensgewohnheiten, Beruf und Ernährung haben nach heutiger Kenntnis keinen bedeutenden Einfluss auf die Entstehung eines Glaukoms."

Diese Aussage ist also mittlerweile längst überholt. Werden Sie aktiv und unternehmen Sie etwas gegen Ihren grünen Star. Halten Sie ihn auf oder beugen Sie ihm vor – besonders, wenn Sie eine genetische Veranlagung für den grünen Star vermuten. Hier noch einmal zusammengefasst die wichtigsten Massnahmen:

  1. Grüne Blattgemüse: Essen Sie diese Gemüse mindestens zweimal wöchentlich, besser täglich – als Salat oder in Form gedünsteter Gemüse.

  2. Kohlgemüse: Essen Sie diese Gemüse mindestens zweimal wöchentlich.

  3. Überprüfen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel und nehmen Sie ggf. Vitamin D ein.

  4. Optimieren Sie Ihre Folsäure-, Mangan- und Magnesiumversorgung. (Klappt meist hervorragend, wenn Sie auf eine basenüberschüssige Ernährung umsteigen, wie hier erklärt: Die basenüberschüssige Ernährung).

  5. Suchen Sie sich ein Nahrungsergänzungsmittel aus den folgenden aus: Ginseng, Resveratrol (z. B. im Rotweinextrakt), Ginkgo Biloba oder Quercetin.

  6. Nehmen Sie ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu sich – entweder über die Nahrung oder als Nahrungsergänzung.

  7. Trinken Sie weniger Kaffee, und steigen Sie besser auf Grüntee um.

  8. Kaufen Sie keine Nahrungsmittel mit Glutamat; in Restaurants können Sie nachfragen, welche Gerichte ohne Glutamat zubereitet werden.

  9. Starten Sie mit regelmässiger Meditation.

  10. Probieren Sie Akupunktur aus.

  11. Kümmern Sie sich um eine regelmässige Entschlackung und Entgiftung.

  12. Denken Sie an Bewegung und bleiben Sie fit!

  13. Wenn Sie mit all diesen Massnahmen überfordert sind, suchen Sie einen ganzheitlichen Gesundheitsberater auf und lassen sich von diesem ein persönliches Programm zusammenstellen.

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Quellen:



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