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Gürtelrose – Lösungen aus der Naturheilkunde

Gürtelrose – Lösungen aus der Naturheilkunde

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(Zentrum der Gesundheit) – Gürtelrose beschreibt eine Viruserkrankung, die sich in Unwohlsein, Nervenschmerzen sowie einem juckenden Hautauschlag äussert. Die Ursachen können sowohl psychischer als auch körperlicher Natur sein, sind aber noch lange nicht geklärt. Wie bei vielen Viruserkrankungen versucht die Schulmedizin dem Virus mit Impfungen und starken Medikamenten beizukommen, ohne sich den eigentlichen Auslösern anzunehmen. Wie aber kann man einer Gürtelrose vorbeugen? Und was schlägt die Naturheilkunde bei einer akuten Gürtelrose vor?

Gürtelrose – Ein Nachlass der Windpocken

Gürtelrose steht im Volksmund für die Viruserkrankung Herpes Zoster und wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Dieses Virus kann nicht nur die Gürtelrose, sondern auch die Windpocken verursachen. Ja, die Windpocken erscheinen meist zuerst, nämlich in der Kindheit als bekannte Kinderkrankheit. Die besten Hausmittel bei Kinderkrankheiten finden sie hier.

Sind die Windpocken überstanden, verbleibt das Virus im Körper – zunächst in einem inaktiven und somit unschädlichen Zustand. Unter gewissen Voraussetzungen kann das Virus aber zu einem späteren Zeitpunkt – meist viele Jahre oder auch Jahrzehnte später – wieder aktiv werden. Es kommt zu einem erneuten Ausbruch, den man jetzt als Gürtelrose bezeichnet. Dieser ist zwar meist nicht so stark ausgeprägt wie einst die Windpocken, doch handelt es sich dennoch um eine belastende Erkrankung.

Da die meisten Menschen in ihrer Kindheit die Windpocken bekommen, geht man davon aus, dass über 90 Prozent der Bevölkerung das Varizella-Zoster-Virus in sich tragen.

Verlauf der Gürtelrose

Die Symptome der Gürtelrose beginnen mit einer juckenden und schmerzenden Hautpartie. Gleichzeitig kann es zu Erschöpfung, Kopfschmerzen und sogar Fieber kommen. Nach 2 bis 3 Tagen bilden sich dann kleine Bläschen auf der entzündeten Haut. Der Ausschlag juckt und geht mit starkem Unwohlsein, Hautempfindungsstörungen sowie einem teils sehr heftigen Nervenschmerz in den betroffenen Hautpartien einher.

Die Entzündung beschränkt sich oft nur auf eine Körperpartie oder sogar nur auf eine Körperhälfte. Auffällig ist in vielen Fällen, dass sich der Hautausschlag gürtelförmig ausbreitet, was letztlich zur entsprechenden Namensgebung führte.

Haben sich die Bläschen erst einmal ausgebreitet, kann es 2 Wochen dauern, bis diese verkrusten und zu heilen beginnen. In dieser Zeit geht eine deutliche Ansteckungsgefahr vom flüssigen Inhalt der Bläschen aus. Die Heilungsphase kann wiederum 2 Wochen und länger andauern, wobei es in dieser Zeit nicht mehr zu einer Ansteckung kommen kann. Je nach Schwere der Ausprägung kann eine Gürtelrose dabei auch Narben hinterlassen.

Ist eine Gürtelrose überstanden, kann es in einigen Fällen noch zu einer Folgeerscheinung namens Post-Zoster-Neuralgie (PZN) kommen, die sich durch teils starke Nervenschmerzen äussert. Besonders ältere Menschen leiden viele Jahre darunter, da die betroffenen Nerven dauerhaft beschädigt werden können.

Gürtelrose – Die Auslöser

Da das Virus nach einer Windpockeninfektion im Körper verbleibt, wartet es nur auf die passende Gelegenheit, wieder aktiv zu werden. Besonders gefährdet sind deshalb Menschen, deren Immunsystem auf irgendeine Art und Weise geschwächt ist. Vorwiegend sind deshalb Senioren ab 60 Jahren betroffen, deren Abwehrkräfte oftmals nicht mehr einwandfrei funktionieren.

Ebenfalls anfällig sind Menschen, deren Immunsystem durch starke Medikamente schwer beansprucht wird. Das ist zum Beispiel bei einer Krebs- oder HIV-Therapie der Fall, bei der die Patienten mit teils sehr toxischen Substanzen behandelt werden.

Die dritte Gruppe mit einem hohen Gefährdungspotential ist die der Stress- und Angstgeplagten. Diese Gefühle rauben dem Körper enorme Mengen an Energie. Zusätzlich macht der chronisch erhöhte Stresshormonpegel anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten und Infektionen und damit auch für eine Gürtelrose.

Häufig erscheint die Gürtelrose auch nach dem Tod eines nahestehenden Menschen, nach einem heftigen Beziehungsstreit oder nach anderen anstrengenden Auseinandersetzungen im Berufs- oder Privatleben.

Häufiger Gürtelrose infolge Windpockenimpfung?

In der Schulmedizin wird kräftig für eine Impfung gegen Windpocken und inzwischen auch gegen Gürtelrose geworben. Man versucht nun schon seit einigen Jahren, Windpocken als Kinderkrankheit auszumerzen, indem man fleissig alle frisch gebackenen Eltern dazu aufruft, ihre Kinder impfen zu lassen. Diese Impfung kann jedoch aus mehreren Gründen in Zweifel gezogen werden. Zum einen sind Windpocken im Kindesalter eine ungefährliche Krankheit mit einem recht milden Verlauf, bei der das Immunsystem des Kindes auf natürliche Weise trainiert wird. Zum anderen ist die auf natürliche Weise erworbene Immunität ganz offensichtlich eine andere, als die durch eine Impfung erworbene.

Denn ein Kind, das Windpocken hatte, kann diese im Alter nicht noch einmal bekommen, sondern höchstens eine Gürtelrose. Geimpfte Kinder jedoch können als Erwachsene sehr wohl noch Windpocken bekommen. Anders als bei Kindern ist das Ausmass der Windpocken bei Erwachsenen weitaus dramatischer und kann sogar gefährlich werden. Besonders schwangere Frauen, die noch niemals Windpocken hatten, sollten sehr vorsichtig sein, da eine Windpocken-Infektion ein grosses Risiko für das Ungeborene darstellt.

Weiterhin deuten Studien darauf hin, dass die Windpockenimpfung hauptverantwortlich für die heutzutage immer öfter auftretende Gürtelrose sein könnte. Wer als Kind gegen Windpocken geimpft wurde, ist demnach besonders gefährdet, im Alter eine schmerzhafte Gürtelrose zu entwickeln. In Deutschland kam es 2013 im Klinikum Wuppertal sogar dazu, dass ein fünfjähriges Mädchen die Symptome einer Gürtelrose entwickelte, nachdem es die Windpockenimpfung erhalten hatte. Eine Gürtelrose in diesem Alter ist jedoch absolut untypisch.

Nichtsdestotrotz wird jetzt ein ähnlicher Impfstoff den für Gürtelrose besonders gefährdeten Gruppen empfohlen, also insbesondere älteren Menschen. Tatsächlich bekommen geimpfte Menschen weitaus seltener Gürtelrose als Nicht-Geimpfte. Welche langfristigen Folgen diese Manipulation des Immunsystems hat, weiss man jedoch noch nicht.

Gürtelrose: Die schulmedizinische Therapie

Ist die Gürtelrose einmal ausgebrochen, verschreibt der Arzt meist Schmerzmittel und ein Virostatikum, also ein Medikament, das die Ausbreitung der Viren hemmen soll. Die Krankheitsdauer wird damit in manchen Fällen verkürzt, was aufgrund der gürtelrosenbedingten Schmerzen äusserst willkommen ist. Nachteilig sind – wie immer bei Medikamenten – die möglichen Nebenwirkungen: Es kann zu blutigen Ausscheidungen, Taubheitsgefühlen, Zuckungen, Schwindel oder Ohnmacht kommen. Es besteht bei der wiederholten Einnahme von Virostatika, wie Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir oder Brivudin, ausserdem die Gefahr, dass die Viren eine Immunität gegen diese Wirkstoffe entwickeln, so dass sie bei einer erneuten Gürtelrosenattacke nicht mehr wirken. Leider wird das ursächliche Problem (das schwache Immunsystem) nicht in die schulmedizinische Therapie miteinbezogen.

Wie würden nun naturheilkundliche Massnahmen aussehen, die bei einer Gürtelrose in Frage kämen?

Gürtelrose: Die naturheilkundlichen Massnahmen

Um den für die Gürtelrose zuständigen Viren auf den Leib zu rücken, braucht es nicht immer starke Medikamente mit all ihren Nebenwirkungen. Entwickelt sich die Gürtelrose an einer unkritischen Stelle, zum Beispiel am Oberkörper, können natürliche Mittel für eine schnelle Genesung sorgen.

Vitamin C bei Gürtelrose

Vitamin C wirkt als starkes Antioxidans und stimuliert das Immunsystem, indem es u. a. die Produktion von Interferonen steigert. Interferone sind körpereigene Botenstoffe, die das Immunsystem motivieren und es stark gegen Viren machen.

Eine Studie aus Deutschland mit 67 Teilnehmern zeigte, dass 7,5 Gramm Vitamin C täglich intravenös gegeben, die Symptome von Gürtelrose effektiv lindern können und den Krankheitsverlauf zuverlässig verkürzen. Zudem konnte damit das Aufkommen der weiter oben beschriebenen Post-Zoster-Neuralgie reduziert werden.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam es in einer weiteren Studie, in der 2 Frauen mit ausgeprägter Post-Zoster-Neuralgie innerhalb von 6 Tagen schmerzfrei waren und nach 12 Tagen komplett beschwerdefrei. Hierfür wurde ihnen alle 2 Tage 15 Gramm Vitamin C intravenös verabreicht, wobei bereits in den Tagen nach der ersten Infusion deutliche Hautverbesserungen zu erkennen waren.

Beobachtungen zufolge hilft auch die orale Einnahme von hochdosiertem Vitamin C gegen die Symptome einer Gürtelrose. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, nicht die isolierte Ascorbinsäure einzunehmen, sondern magen- und darmfreundliche Verbindungen, wie Magnesiumascorbat oder Calciumascorbat.

Magnesium bei Gürtelrose

Einen ähnlichen Effekt auf die Post-Zoster-Neuralgie hat die Gabe von Magnesium. Es ist in der Lage, die entsprechenden Schmerzrezeptoren zu blockieren und sorgt so für eine Beruhigung der Nerven.

In einer Studie wurde dies deutlich, als es bereits 30 Minuten nach einer Magnesium-Infusion zu einer erheblichen Schmerzlinderung kam, während es in der Placebo-Gruppe, die lediglich eine Kochsalzlösung erhielt, kaum Veränderungen gab.

Enzyme bei Gürtelrose

Enzyme sind Proteine, die in unserem Organismus lebensnotwendig sind, da sie an nahezu jeder Stoffwechsel- oder Immunreaktion beteiligt sind. Relevant für die Behandlung der Gürtelrose sind die sogenannten Peptidasen, die in der Lage sind, Proteine zu spalten. Zu den Peptidasen gehören zum Beispiel Papain (aus der Papaya), Bromelain (aus der Ananas), Trypsin und Chymotrypsin.

Peptidasen wirken im Körper entzündungshemmend und scheinen auch Viren bekämpfen zu können. In einer Studie mit 192 Teilnehmern konnte beobachtet werden, dass eine Enzymtherapie die gleichen Erfolge erzielte wie eine Therapie mit dem Virustatikum Aciclovir. Dazu wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe nahm einen Enzymkomplex ein (bestehend aus 160 mg Trypsin, 160 mg Chymotrypsin und 400 mg Papain), die andere Gruppe erhielt die schulmedizinische Therapie. Nach 14 Tagen stellte man fest, dass es keine relevanten Unterschiede im Heilungsverlauf zwischen den beiden Gruppen gab. Allerdings zeigten sich bei der Enzym-Therapie im Gegensatz zur Virustatikagabe keine Nebenwirkungen. Im Gegenteil, sie wirkte sich sogar positiv auf andere Körperfunktionen aus.

Olivenblattextrakt bei Gürtelrose

Olivenblattextrakt gehört aufgrund seines hohen Gehalts an Elenolsäure und dem Antioxidans Oleuropein zu den stärksten Mitteln gegen jegliche Krankheitserreger. Er wurde bereits erfolgreich bei einer Vielzahl von Pathogenen angewandt, unter anderem bei Candida-Infektionen, bei Grippe und auch bei Gürtelrose. In kürzester Zeit konnten die Erreger durch den Olivenblattextrakt unschädlich gemacht werden. Gleichzeitig unterstützt der Extrakt die Heilung der betroffenen Hautpartien.

Trägt man den Extrakt auf ein Baumwolltuch auf und legt man dieses auf die betroffene Hautpartie, lässt es die Hautbläschen innerhalb weniger Tage verschwinden und reduziert dabei sogar die Narbenbildung. Für die innere Anwendung kann man Olivenblattextrakt in Kapselform einnehmen. Hierbei ist auf einen möglichst hohen Anteil von Oleuropein zu achten (empfohlen sind 15-20 Prozent), um eine optimale Wirkung zu erreichen.

Neben den bereits erwähnten Methoden berichten ehemals Betroffene von der positiven Wirkung folgender Mittel auf Gürtelrose.

Kolloidales Silber bei Gürtelrose

Kolloidales Silber ist ein altbewährtes Mittel. Die feinen Silberkolloide sorgen dafür, dass bösartige Bakterien und Viren keinen Sauerstoff mehr aufnehmen können und dadurch zu Grunde gehen. Kolloidales Silber kann innerlich und äusserlich angewandt werden.

Grüntee bei Gürtelrose

Auch der Grüne Tee stellt durch seinen hohen Gehalt an speziellen Antioxidantien (EGCG) ein potentes Mittel zur Abwehr von Viren und Bakterien dar. Es hindert sie daran, gesunde Zellen zu befallen und als Wirt zu benutzen. So gelingt es den Viren nicht, sich weiter zu vermehren, wodurch eine bestehende Infektion gelindert wird. Besonders bemerkenswert ist, dass sich diese Wirkung bereits bei handelsüblichen Mengen entfaltet. Bei einer bestehenden Infektion soll daher schon ein halber Liter Grüner Tee pro Tag oder eine Kapsel mit dem konzentrierten Extrakt hilfreich sein.

Lysin bei Gürtelrose

Die Aminosäure Lysin wird für die Produktion von Enzymen und Antikörpern benötigt. Erfahrungsgemäss führen 3 Mal täglich 1 Gramm Lysin zu einem schnellen Abklingen der gürtelrosebedingten Schmerzen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, darf gleichzeitig nur wenig Arginin in der Nahrung vorhanden sein. Besonders reich an Arginin sind Nüsse, Samen, Sojaprodukte, Schokolade, Hafer und Vollkornprodukte. Über die Dauer der Gürtelrose hinaus sollte Lysin jedoch nicht in hohen Dosierungen eingenommen werden, da sonst das Gleichgewicht zwischen den Aminosäuren gestört werden kann. Details zur Lysin-Arginin-Methode lesen Sie hier: Herpes (unter Arginin meiden, Lysin bevorzugen)

Vitamin-B-Komplex bei Gürtelrose

Da es bei und auch nach der Gürtelrose zu extremen Nervenschmerzen kommen kann, ist eine perfekte Versorgung mit dem nervenwichtigen Vitamin-B-Komplex äusserst wichtig, damit sich die Nerven wieder umfassend regenerieren können und es zu keinen Nervenschäden kommt.

In Studien zeigte sich die Injektion von hochdosiertem Vitamin B12 als schmerzlindernd innerhalb von 2 Stunden, was Sie natürlich mit Ihrem Arzt besprechen müssen. Nehmen Sie in jedem Fall zusätzlich zu einem Komplex-Präparat (das meist geringere B12-Dosen enthält) ein Mono-B12-Präparat in höheren Dosen ein. Insgesamt sollte die B12-Tagesdosis bei Gürtelrose bei 1000 bis 2000 Mikrogramm liegen.

Im Komplex-Präparat sollte von den übrigen B-Vitaminen jeweils 100 mg pro B-Vitamin und Tagesdosis enthalten sein (entspricht beispielsweise täglich 2 Kapseln (morgens und abends eine) vom B-Vitamin-Mix von effective nature).

Natürliche Hausmittel zur äusseren Anwendung bei Gürtelrose

Der Juckreiz ist wohl das schlimmste Symptom bei einer Gürtelrose. Kratzen sollte unbedingt vermieden werden, denn wird die Haut beschädigt oder platzen die Bläschen auf, können Bakterien eindringen und die bestehende Entzündung weiter verschlimmern. Folgende Massnahmen lindern Juckreiz und Schmerzen effektiv.

  • Ein kühler Umschlag lindert den Juckreiz. Bevor der Umschlag mit Wasser getränkt wird, kann noch ein Esslöffel Natron (Natriumhydrogencarbonat) hinzugegeben werden, was zusätzlich gegen die Entzündung hilft und die Haut beruhigt.

  • Aloe Vera Gel hat einen kühlenden Effekt und beruhigt die Haut. Es schützt ausserdem vor einer Austrocknung.

  • Naturbelassener Honig, insbesondere Manuka-Honig, hat eine starke, entzündungshemmende Wirkung und wirkt sogar gegen Infektionen. Im Jahr 2012 wurde die signifikante Wirkung von Honig auf das Gürtelrosenvirus in vitro bereits bestätigt und auch dem artverwandten Herpes-Virus konnte man mit Honig beikommen. Hierbei liess man in einer Studie aus Dubai eine Aciclovir-Salbe gegen Honig antreten und stellte fest, dass die Heilung und Schmerzreduzierung bei der Anwendung von Honig um bis zu 59 Prozent effektiver war. Eine ähnliche Wirkung ist also auch bei der Behandlung von Gürtelrose anzunehmen.

  • Knoblauch ist ein altes und günstiges Hausmittel, das den Schmerz lindert und Infektionen vorbeugt. Zerkleinert man 5 Knoblauchzehen und verarbeitet sie zu einer Paste, kann man diese auf die Bläschen auftragen und 15 Minuten lang einwirken lassen, bevor man sie wieder abspült. Tut man dies 3 Mal täglich, verschwinden die Bläschen merklich schneller.

  • Mit Propolistinktur kann man den Ausschlag der Gürtelrose waschen und anschliessend mit Propolissalbe eincremen. Propolis ist das Kittharz der Bienen, das antimikrobiell, antioxidativ, immunstärkend und heilfördernd wirkt.

  • Ringelblumensalbe kann die Heilung unterstützen, vor allem, wenn die Hautpartien bereits verschorft sind und verhindert eine Narbenbildung.

Gürtelrose natürlich vorbeugen

Bevor es zu einem Ausbruch von Gürtelrose kommt, sollte man bei einer Neigung zu Gürtelrose versuchen, präventiv tätig zu werden.

Vorbeugen mit optimaler Nährstoffversorgung

Es ist bereits deutlich geworden, dass bestimmte Vitamine und Mineralstoffe bei einer bestehenden Gürtelrose helfen können, doch benötigt unser Immunsystem die komplette Bandbreite an Nährstoffen, um effektiv arbeiten zu können.

Eine Studie aus dem Jahre 2012 hat offengelegt, dass der überwiegende Teil der von Gürtelrose Betroffenen einen Mangelzustand an bestimmten Nährstoffen aufweist, was nicht nur das Risiko für eine Infektion mit Gürtelrose erhöht, sondern auch die Schwere der Ausprägung beeinflusst.

Verursacht wird solch ein Mangel grösstenteils durch den übermässigen Verzehr von Back- und Teigwaren aus Auszugsmehlen in Verbindung mit zuckerhaltigen Produkten und einer gleichzeitigen Abneigung gegenüber Gemüse und Salaten. Die Verdauung von diversen Fertigprodukten und Softdrinks raubt dem Körper ebenfalls grosse Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen, ohne dass dieser Verlust ausgeglichen würde.

Mit einer ausgewogenen basenüberschüssigen Ernährung kann jeder einem Mangel vorbeugen, während gleichzeitig der Körper entgiftet und entsäuert wird.

Vorbeugen mit einem gesunden Darm

Bei keiner vorbeugenden Massnahme darf die Darmflora vergessen werden. Eine basenüberschüssige Ernährung und eine gezielte Darmsanierung, stellen eine grosse Entlastung für den Körper dar. Eine gesunde Darmflora sorgt insbesondere für einen enormen Schub der Abwehrkräfte und mindert das Infektionsrisiko.

Vorbeugen mit Vitamin D

Eine Studie mit 126 Patienten konnte zeigen, dass die Gabe von Vitamin D eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus verhindern kann. Wenn man sich die Wirkungsweise dieses  Vitamins in unserem Körper anschaut, ist auch dieses Ergebnis wenig verwunderlich.

Vitamin D ist essentiell für ein starkes Immunsystem und wird schon länger mit einem therapeutischen Effekt bei Viruserkranken in Verbindung gebracht. Über die Nahrung kann es allerdings nur in winzigen, fast wirkungslosen Mengen aufgenommen werden, da es hauptsächlich über die Haut durch Sonneneinstrahlung produziert wird. Wer das Jahr über viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringt und kaum Sonne für die kalten Wintermonate tanken kann, sollte zur Vorbeugung auf spezielle Vitamin-D-Präparate zurückgreifen.

Vorbeugen durch Stressvermeidung

Stress, Angst und Depressionen gehören zu den grössten Energieräubern und können in kürzester Zeit einen Grossteil unseres Immunsystems lahm legen. Einige Studien belegen, dass fast alle Patienten mit Gürtelrose in den Monaten vor Krankheitsausbruch übermässigen Stress durchlebten. Und eine Studie aus Taiwan mit insgesamt über 114.000 Patienten zeigte deutlich, dass Menschen mit Depressionen ein bis zu 30 Prozent höheres Risiko haben, an Gürtelrose zu erkranken.

Anders als es bei der Ernährung der Fall ist, sind Massnahmen zur Stressbewältigung weitaus schwerer umzusetzen und können sogar tiefe Einschnitte im Leben bedeuten. Es ist zum Beispiel nicht jeder in der Lage, spontan seinen stressigen Job zu kündigen oder sich von seinem fürchterlichen Partner zu trennen, auch wenn dies eine Wohltat für die geistige Gesundheit wäre. In solchen Situationen ist es wichtig, Probleme anzusprechen und Lösungen anzustreben, bevor der permanente Druck zu noch mehr Unwohlsein führt.

Meditation, Yoga, Tai Chi und andere Entspannungsübungen können ebenfalls viel bewirken, genauso wie das Beachten und Befriedigen der eigenen Bedürfnisse ein wesentlicher Aspekte ist. Wer ausserdem regelmässig nicht genügend Schlaf bekommt und im schlimmsten Fall nur noch mit Aufputschmitteln leistungsfähig ist, setzt seinen Körper zusätzlich unter enormen Stress. Im Notfall sollte auch die Hilfe eines ganzheitlich denkenden Therapeuten in Anspruch genommen werden, wenn man selbst keinen Ausweg mehr findet.

Gürtelrose – Wann zum Arzt?

Will man sich die erwähnten Vitamin-C-Injektionen geben lassen, ist der Gang zum Therapeuten unverzichtbar. Auch wenn sich die Gürtelrose im Bereich des Kopfes ausbreitet, sollte ein erfahrener Therapeut oder ganzheitlicher Arzt aufgesucht werden, da es durchaus zu einer Schädigung der Augen, des Gehörs oder des Geschmackssinns kommen kann. Genauso sollten Menschen mit einem extrem geschwächten Immunsystem, wie es bei Krebs- oder AIDS-Patienten der Fall ist, besser nichts auf eigene Faust unternehmen.

In den meisten Fällen lässt sich eine Gürtelrose jedoch mit den genannten ganzheitlichen Massnahmen zuverlässig auskurieren. Gönnt man sich ausreichend Ruhe und kombiniert die natürlichen Heilmittel, wird man überrascht sein, wie schnell und unkompliziert der Heilungsprozess verlaufen kann.

Gab es keinen anderen Ausweg als schulmedizinische Mittel, lässt sich im Anschluss daran das Immunsystem mit natürlichen Mitteln wieder aufbauen, z. B. mit dem Aufbau der Darmflora, die von Medikamenten oftmals geschädigt wird sowie Entschlackungsmethoden, die dem Körper Gifte ausleiten und Kraft tanken helfen.

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Quellen:



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