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Westliche Ernährung und erblich bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall ist besonders bei Männern ein verbreitetes Phänomen und kommt weltweit vor. Die Genetik wird dabei häufig als alleinige Ursache genannt. Allerdings zeigen immer mehr Studien, dass auch die Lebensumstände, insbesondere die Ernährung, einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung von Haarausfall haben können. Gerade die westliche Ernährung scheint hier ein ursächlicher Faktor zu sein.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 01 Juli 2024

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Westliche Ernährung und Haarausfall: Gibt es einen Zusammenhang?

Die androgenetische Alopezie, bekannt als anlagebedingter oder erblich bedingter Haarausfall, betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Bei Männern tritt sie jedoch deutlich häufiger auf und manifestiert sich vor allem im Schläfenbereich und am Oberkopf. Diese Form des Haarausfalls kommt weltweit vor, wobei hellhäutige Menschen („Kaukasier“) besonders häufig betroffen sind.

Der zunehmende Verlust der Kopfhaare kann erhebliche psychische Auswirkungen auf die Betroffenen haben. Viele Männer entscheiden sich daher für die Einnahme von Medikamenten oder für ästhetische Behandlungen wie Haartransplantationen, um dem Haarausfall entgegenzuwirken.

Neuere Studien legen jedoch nahe, dass nicht nur die Genetik, sondern auch die Lebensweise und insbesondere die westliche Ernährung einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von erblich bedingtem Haarausfall haben können.

Eine besonders aufschlussreiche wissenschaftliche Publikation, die diese Zusammenhänge beleuchtet, stammt von Nicholas John Sadgrove, einem australischen Chemiker und Pharmakologen, und ist 2021 in der Zeitschrift Trends in Foods Science & Technology erschienen ( 1 ). In genannter Publikation werden die Forschungsergebnisse zahlreicher Studien zusammengefasst. Die wichtigsten Ergebnisse stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Die Ernährung beeinflusst unsere Genetik

Sadgrove beschreibt folgende Beobachtungen:

  1. Das Phänomen der Glatzenbildung tritt vor allem in westlichen Nationen auf und hat im Zuge der Industrialisierung sowie der Veränderung der Ernährung und Lebensweise stark zugenommen.
  2. Auch bei Nationen, wie z. B. asiatischen Ländern, die erst später die typisch westliche Ernährungsweise übernommen haben, zeichnet sich derselbe Prozess ab.
  3. Der Haarausfall beginnt zunehmend früher, sodass immer mehr junge Männer betroffen sind.

Unsere Ernährung und Lebensweise haben einen wichtigen Einfluss auf unsere Genetik, genauer gesagt unsere Epigenetik. Unter der Epigenetik versteht man bestimmte „Markierungen“ an der DNA, die bestimmen, welche Gene aktiv sind und damit abgelesen werden.

Für viele der sogenannten Zivilisationskrankheiten sind bereits epigenetische Zusammenhänge bekannt. Damit ist gemeint, dass eine ungesunde Ernährung und Lebensweise zum verstärkten Ablesen von Genen führen, die die Entstehung solcher Erkrankungen begünstigen. Oder andersherum kann es auch dazu kommen, dass gesundheitsförderliche Gene „ausgeschaltet“ werden.

Sadgrove erklärt mit Hilfe der Epigenetik auch die aufgeführten Beobachtungen zum erblich bedingten Haarausfall: Durch epigenetische Veränderungen kommt es dazu, dass Gene, die den Verlust des Haupthaars begünstigen, verstärkt abgelesen werden, was zu vermehrtem Haarverlust führt. Diese epigenetischen Veränderungen können sich über Generationen akkumulieren, sodass der Haarausfall von Generation zu Generation früher stattfindet und stärker wird.

In anderen Worten könnte man auch sagen: Durch die ungesunde westliche Ernährung und Lebensweise schaffen wir uns epigenetische Veränderungen, die die Entstehung von Krankheiten begünstigen, und sprechen später von erblichen Erkrankungen. Frei nach dem Motto: Die Gene sind schuld und wir können nichts dagegen tun. Dabei ist es die praktizierte westliche Ernährung, die wir sehr wohl ändern könnten.

Wie entsteht die androgenetische Alopezie?

Bevor wir auf die verschiedenen Einflussfaktoren eingehen und erklären, wie die westliche Ernährung und Lebensweise Haarausfall begünstigen, möchten wir zum besseren Verständnis einen kurzen Überblick über die grundlegenden Vorgänge bei der Entstehung des androgenetischen Haarausfalls geben:

  1. Bei Menschen mit einer genetischen Prädisposition für die androgenetische Alopezie kann es mit zunehmendem Alter dazu kommen, dass die Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Sexualhormon Dihydrotestosteron (DHT) empfindlicher werden. DHT wird durch das Enzym 5α-Reduktase aus Testosteron hergestellt.
  2. Diese erhöhte Empfindlichkeit bzw. verstärkte DHT-Wirkung wird durch eine erhöhte Zahl an Androgenrezeptoren (Rezeptoren für männliche Geschlechtshormone) oder durch ein lokal an der Kopfhaut erhöhtes Vorkommen des Enzyms 5-alpha-Reduktase ausgelöst.
  3. DHT bindet an die Androgenrezeptoren der Haarfollikel (Haarwurzel), was zu einer Verkürzung der Anagenphase (Wachstumsphase) des Haares und zur Verlängerung der Telogenphase (Ruhephase) führt. Dieser Effekt wird durch die verstärkte DHT-Wirkung im Laufe der Zeit immer stärker.
  4. Durch die wiederholte Verkürzung der Wachstumsphase und Verlängerung der Ruhephase werden die Haarfollikel allmählich kleiner, man spricht von einer Miniaturisierung. Die Haare, die aus diesen miniaturisierten Follikeln wachsen, werden dünner und kürzer. Schließlich produzieren die betroffenen Haarfollikel keine sichtbaren Haare mehr.
  5. Weiterhin kommt es auch zu einer Schädigung der Blutgefäße, die die Haarwurzeln versorgen. Auch dies trägt zur Miniaturisierung bei.

Der häufig eingesetzte Wirkstoff Finasterid hemmt die 5α-Reduktase und reduziert somit die Entstehung von DHT. Mögliche Nebenwirkungen sind jedoch eine nachlassende Sexualfunktion bis hin zur Impotenz.

Ein weiterer Wirkstoff, der häufig eingesetzt wird, ist Minoxidil. Dieser Wirkstoff wird auch zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt. Lokal auf die Kopfhaut aufgetragen, stimuliert Minoxidil auch das Haarwachstum. Man nimmt an, das dies durch einer verbesserte Durchblutung erfolgt. Bei längerer Anwendung kann es jedoch zu Juckreiz und Schuppenbildung kommen.

Haarausfall oft gemeinsam mit anderen Erkrankungen

Die androgenetische Alopezie tritt oft gemeinsam mit anderen Erkrankungen bzw. mit erhöhten Risikofaktoren für Zivilisationserkrankungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ II auf. Als zentrale Zusammenhänge beschreibt Sadgrove die Entstehung einer Insulinresistenz, erhöhte LDL-Cholesterinwerte, oxidativen Stress sowie eine proentzündliche Lage im Körper - Beschwerden, die bekanntlich allesamt von einer westlichen Ernährung begünstigt, wenn nicht sogar ausgelöst werden.

Welche Merkmale hat die westliche Ernährung?

Die westliche Ernährung zeichnet sich durch einen hohen Konsum von Zucker und kurzkettigen Kohlenhydraten (z. B. Weißmehlprodukte), ungesunden Fetten und verarbeiteten Produkten mit diversen Zusatzstoffen und insgesamt durch zu viele Kalorien aus. Gleichzeitig besteht oft ein gravierender Mangel an vitalstoffreichem Obst und Gemüse, Ballaststoffen sowie an gesunden Proteinen und Fetten.

Wie kann die westliche Ernährung Haarausfall verursachen?

Die beschriebene westliche Ernährung fördert nun Haarausfall sowie die Risikofaktoren der oben genannten Erkrankungen und Beschwerden - und zwar über die folgenden Mechanismen:

Insulinresistenz durch westliche Ernährung

Der häufige Konsum von Zucker und Weißmehl ist typisch für die westliche Ernährung und führt zu sogenannten Blutzuckerspitzen, also einem schnellen Anstieg und Abfall des Blutzuckers. Der rapide Abfall des Blutzuckers führt wiederum zu Heißhunger, trotz des eigentlich bestehenden Kalorienüberschusses. Als Folge wird oft der nächste süße Snack konsumiert, sodass die nächste Blutzuckerspitze folgt.

Auf Dauer kommt es so zu einer Störung der Blutzuckerregulation und es entsteht eine Insulinresistenz. Damit ist gemeint, dass die Körperzellen immer schlechter auf Insulin reagieren, wodurch es dauerhaft zu erhöhten Blutzucker- und Insulinwerten kommt. Dies hat viele Schadeffekte zur Folge und ist laut Sadgrove zentral bei der Entstehung des erblich bedingten Haarausfalls.

Entzündung und oxidativer Stress durch westliche Ernährung

Die erhöhten Blutzucker- und Insulinwerte führen gemeinsam mit weiteren Schadfaktoren wie Toxinen aus der Nahrung oder einem Mikronährstoffmangel zu einer erhöhten Belastung des Körpers mit oxidativem Stress. Damit ist gemeint, dass mehr freie Radikale als Antioxidantien vorhanden sind. Freie Radikale können Zellen und Gewebe angreifen, während Antioxidantien freie Radikale unschädlich machen.

Auch die Stammzellen der Haarwurzeln und die kleinen Blutgefäße (Mikrozirkulation), die die Haarwurzeln versorgen, sind von diesem oxidativen Stress betroffen und werden geschädigt. Dies spielt insbesondere bei den vom Haarausfall betroffenen Bereichen der Kopfhaut eine Rolle, da hier noch weitere Schadfaktoren hinzukommen. Diese stellen wir in den folgenden Abschnitten vor.

Sadgrove erwähnt außerdem, dass schon die Ernährung in der Kindheit eine wichtige Rolle spielt und erklärt, dass hohe Blutzuckerwerte in Kombination mit UV-Strahlung zu epigenetischen Änderungen der Stammzellen der Haarfollikel führen können, die im Erwachsenenalter den Haarausfall weiter vorantreiben.

Entstehung einer Fettleber durch westliche Ernährung

Durch die beschriebene westliche Ernährung kann es außerdem auf lange Sicht zur Entstehung einer Fettleber kommen. Die Leber hat unzählige Aufgaben, denen sie im verfetteten Zustand, wie es bei vielen Menschen der Fall ist, nicht mehr gerecht werden kann.

Eine Aufgabe der Leber ist auch die Bildung des Sexualhormon-bindenden Globulins (SHBG). SHBG bindet Hormone wie DHT und Testosteron im Blut. Der überwiegende Anteil von DHT wird im Blut an SHBG gebunden transportiert. Mangelt es an SHBG, so liegt vermehrt freies DHT vor, das aktiv ist und so auch an den aufgrund der genetischen Prädisposition besonders empfindlichen Haarfollikeln wirken kann.

Die vermehrte Wirkung von DHT fördert die Ausschüttung von proentzündlichen Botenstoffen in den Zellen der Haarwurzel und erhöht die lokal vorhandene Menge an freien Radikalen.

Erhöhte Menge an oxidiertem LDL-Cholesterin durch westliche Ernährung

Sadgrove führt außerdem einen erhöhten Spiegel an LDL-Cholesterin (Low Densitiy Lipoprotein Cholesterin) als weiteren Schadmechanismus der westlichen Ernährung an. Hierbei geht es insbesondere um das Vorliegen von oxidiertem LDL-Cholesterin, das sich an die Blutgefäßwände anlagern und zu deren Schädigung beitragen kann.

In unserem Beitrag zum Cholesterinspiegel erhalten Sie ausführliche Informationen über die Ursachen und Bedeutung erhöhter Cholesterinwerte. Lesen Sie unter folgendem Link außerdem, wie Sie Ihr Cholesterin natürlich senken können.

Schädigung der Blutgefäße der Haarfollikel

Um wachsen und Haare bilden zu können, benötigen die Zellen der Haarwurzel Sauerstoff und Nährstoffe. Diese erhalten sie über die Blutgefäße, die den Haarfollikel umgeben. Viele der genannten Faktoren (die durch westliche Ernährung begünstigt werden), wie Entzündungsfaktoren, oxidativer Stress, oxidiertes LDL-Cholesterin usw. tragen zu einer Schädigung dieser Blutgefäße bei, wodurch die Haarfollikel weiter geschwächt werden und der bekannte Prozess der Miniaturisierung voranschreitet.

Vergrößerte Talgdrüsen und Vermehrung von Propionibakterien

Im Zusammenhang mit der gestörten Blutzuckerregulation durch die ungünstige westliche Ernährung kommt es zur Überaktivität sogenannter PPAR-γ-Rezeptoren in der Kopfhaut. Dies führt zu einer verstärkten Fettsäurebildung und zu vergrößerten Talgdrüsen. Dadurch wird die Vermehrung der fettliebenden Propionibakterien in den Haarbälgen verstärkt.

Dies führt zur vermehrten Bildung bestimmter Zellbotenstoffe durch die Zellen der Haarwurzel. Dies hat über komplexe biochemische Vorgänge verschiedene Folgen:

  1. Die Empfindlichkeit der Zellen der Haarfollikel gegenüber Insulin steigt. Dies erhöht aufgrund der Insulinresistenz und Hyperglykämie im restlichen Körper jedoch den oxidativen Stress in der Haarwurzel.
  2. Die Botenstoffe fördern eine Konstriktion (Verengung) der Blutgefäße der Haarwurzel, sodass die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen weiter verschlechtert wird.
  3. Die vermehrten Bakterien fördern eine entzündliche Reaktion.

Geschädigte Mitochondrien durch westliche Ernährung

Der oxidative Stress in der Haarwurzel und die schlechte Durchblutung - verursacht durch die westliche Ernährung - führen zu einer Schädigung der Mitochondrien (Zellkraftwerke), wodurch es zu einem Energiemangel in der Haarwurzel kommt. Dies begünstigt den Haarausfall zusätzlich.

Magnesiummangel durch westliche Ernährung fördert Haarausfall

Sadgrove beschreibt außerdem, dass die westliche Ernährung oft mit einem Magnesiummangel einher geht. Dies fördert auf gleich mehreren Wegen den Haarausfall.

So erhöht ein Mangel an dem Mineralstoff u. a. die Muskelspannung. Eine erhöhte Muskelspannung durch Magnesium-defiziente Muskeln am Hinterkopf und im Schläfenbereich erzeugt eine mechanische Spannung auf die sogenannte Galea aponeurotica. Die Galea aponeurotica ist eine derbe Sehnenplatte auf dem Schädeldach, die sich zwischen der Stirn und dem Hinterkopf aufspannt.

Durch den Zug der Muskeln auf diese Sehnenplatte, kommt es zu einer verschlechterten Durchblutung der Haarwurzeln und zu einem reduzierten Abtransport von freien Radikalen aus diesem Bereich. Interessanterweise entspricht die Lage der Sehnenplatte ziemlich genau dem Kopfbereich, an dem es zum erblich bedingten Haarausfall kommt.

Ein Magnesiummangel verstärkt außerdem die Insulinresistenz und beeinträchtigt den Cholesterinstoffwechsel.

Ästhetische Maßnahmen gegen Haarausfall

Sadgrove spricht in seiner Veröffentlichung auch verschiedene ästhetische Maßnahmen an, die gegen Haarausfall eingesetzt werden. Hierzu zählen z. B. die Eigenbluttherapie (PRP, Platelet Rich Plasma), die Stammzellentherapie oder Haartransplantationen. Der Autor macht dabei deutlich, dass diese Therapien nur dauerhaft effektiv sind, wenn die Begleitumstände stimmen, also eine Umstellung der typisch westlichen Ernährung auf eine gesunde Ernährung und Lebensweise.

Weiterhin werden diese Maßnahmen bei Fortschreiten des Haarausfalls immer weniger erfolgreich, da es zu zunehmenden morphologischen Veränderungen der Kopfhaut kommt, wie einer Fibrosierung der Haarfollikel und einer Schädigung der Blutgefäße.

Fazit – Westliche Ernährung begünstigt Haarausfall

Zusammenfassend lässt sich also feststellen:

  1. Die westliche Ernährung führt zu ungünstigen epigenetischen Veränderungen, die einerseits bei der jeweiligen Person selbst im weiteren Leben den Haarausfall begünstigen und zudem an folgende Generationen weitervererbt werden.
  2. Die ungünstigen epigenetischen Veränderungen akkumulieren sich über Generationen.
  3. Die westliche Ernährung führt zu vielfältigen Schadwirkungen im Körper, die über unzählige Mechanismen den Haarausfall weiter verstärken.

Sadgrove sieht daher eine gesunde Ernährung, die reich an Vitalstoffen, Antioxidantien und Ballaststoffen ist und das Vermeiden einer zucker- und kalorienüberschüssigen Ernährung als zentrales Element, um dem erblich bedingten Haarausfall entgegen zu wirken.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.