Zentrum der Gesundheit
  • Normalbefrund vor Abkühlung
3 min
5 Kommentare

Thermographie zur Früherkennung bei Brustkrebs

Die Thermographie ist eine hochtechnologische Methode, die Wärmefelder bildlich darstellen kann und sich daher besonders gut für die Ermittlung von Entzündungen im Körper eignet. Die Thermographie kann zudem als effektive Alternative zur gefährlichen Mammographie bei der Aufspürung von aktiven Bereichen, in denen sich Krebszellen bilden, eingesetzt werden.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 19 Mai 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Was ist Thermographie?

Wie der Name schon sagt, ist die Thermographie ein Messverfahren, welches die Wärmeverteilung eines Objektes in Bildern darstellt. Dieses Verfahren hat verschiedene Einsatzmöglichkeiten, die von der Isolationstechnik bei Häusern bis hin zur Humanmedizin reichen.

Denn nicht nur undichte Stellen an Hauswänden zeigen eine Veränderung im Wärmebild, sondern auch Entzündungen im Körper. Entzündungen strahlen Wärme aus.

Wärmesymmetrie des Körpers

Der Körper sollte normalerweise eine Wärmesymmetrie haben. Asymmetrische Bereiche können Hinweise auf Probleme sein. Werden diese asymmetrischen Problemzonen im Körper mit Hilfe der Thermographie aufgezeigt, können sie speziell auf dahinter verborgene Krankheiten untersucht werden.

Thermographie und Krebs

Krebszellen teilen sich bekanntlich sehr schnell und brauchen daher eine erhöhte Blut- und Nährstoffzufuhr. Um diesen Bedarf zu decken, bilden sich um aktive Krebszellen auch vermehrt Blutzellen.

Die Thermographie kann solch geringfügige physiologische Veränderungen der Blutgefäße aufspüren. Denn eine erhöhte Blutzufuhr in bestimmten Regionen des Körpers erhöht auch die Hitze in diesem Bereich (1).

Krebsfrüherkennung durch Thermographie

Betrachtet man beispielsweise eine gesunde weibliche Brust, sollte diese kaum Wärme aufzeigen und daher im Thermographie-Bild blau erscheinen - so wie in unserem Titelbild.

Dringender Karzinom-Verdacht
© B. Hoffmann

Sind nun verstärkt rote oder gelbe Stellen zu sehen, deutet dies auf eine erhöhte Aktivität und wärmere Stellen hin - so wie im Bild links.

Dies könnte auf Brustkrebs, kranke Gefäße oder Entzündungen hinweisen und sollte genauer untersucht werden.

Durch die Thermographie kann eine anormale Blutversorgung bei Krebs scheinbar sehr früh entdeckt werden – noch bevor der Krebs groß genug ist, um als Knoten bei einer Brustuntersuchung entdeckt zu werden.

Mit der Mammografie soll man den Tumor hingegen erst erkennen können, wenn er schön größer ist.

Thermographie vs. Mammografie

Die Thermographie ist eine Scan-Methode, die mit Hilfe eines Infrarot-Messgeräts die Temperatur des Körpers misst und die Informationen als digitalisiertes Bild präsentiert (2). Im Gegensatz zu Mammographien senden Thermographien keine schädliche ionisierende Strahlung aus. Denn bei der Mammografie wird mit Hilfe von Röntgenstrahlung nach anatomischen Veränderungen gesucht, wie zum Beispiel Knoten und Klumpen in der Brust.

Mammographien zählen auf Grund dieser hohen Mengen dieser Strahlung zu den gefährlicheren medizinischen Methoden, die heutzutage eingesetzt werden. Die Infrarot-Technologie, die bei der Thermographie angewandt wird, ist hingegen absolut sicher.

Zudem wird bei einer thermographischen Untersuchung das Brustgewebe nicht zusammengedrückt, wie es bei der Mammographie der Fall ist. Falls sich nämlich Krebszellen in der Brust befinden, kann dieser Druck ein Auslöser dafür sein, dass die Krebszellen aufbrechen und sich dadurch über den Blutkreislauf im Körper ausbreiten.

Thermographie in der Praxis

Bei der ersten Sitzung, die man erhält, wird eine grundlegende Messung durchgeführt. Viele Ärzte bezeichnen diese Messung als „Wärmesignatur“. Eine zweite Messung wird normalerweise 3 Monate später empfohlen, um Veränderungen jeglicher Art feststellen zu können.

Nachdem diese beiden Wärmebilder analysiert wurden, wird den Patienten normalerweise empfohlen, einmal im Jahr eine Thermographie durchzuführen, um kleine Veränderung der Gefäße und der Blutversorgung feststellen zu können.

Thermographie ist sehr zuverlässig

Die Thermographie ist eine sehr zuverlässige und genaue Methode, die präzise und objektive Daten zur Körperwärme liefert. Diese Information kann für erfolgreiche Diagnosen, Behandlungen und Prognosen verwendet werden. Die Thermographie ist schnell (15 Minuten), wird nur von außen durchgeführt und ist völlig schmerzfrei.

Langzeitstudien mit Thermographie

Die Thermographie wird seit mehr als 30 Jahren erforscht. Es gibt eine Datenbank, in welcher über 250 000 Frauen eingetragen sind, die an thermographischen Studien teilgenommen haben. Diese großen Langzeitstudien zeigen eine durchschnittliche Sensitivität und Spezifizität der Methode von 90 %.

Die Studien zeigen zudem, dass ein anhaltend anormales Thermographie-Bild mit einem 22-mal höheren Risiko für eine zukünftige Erkrankung an Brustkrebs einhergeht.

All diese Fakten zeigen, dass die Thermographie eine unschädliche und doch zuverlässige Methode ist (3), um versteckte oder sich anbahnende Erkrankungen frühzeitig aufzuspüren. Bevor Sie eine Mammografie durchführen lassen, sollten Sie sich vielleicht besser mit einem Therapeuten bezüglich der Thermographie in Verbindung setzen.

Wo kann man eine Thermographie machen lassen?

Leider liegt uns keine Liste mit Therapeuten vor, die mit der Thermographie arbeiten. Geben Sie in Ihre Suchmaschine "Thermographie Krebsfrüherkennung" oder "Thermographie Kliniken" ein. Dann finden Sie Therapeuten/Kliniken, die aktuell die Methode anbieten. Meist handelt es sich um Naturheilkliniken oder Heilpraktiker, die mit der Thermographie arbeiten.

Eine der Praxen, die mit der Thermographie arbeiten ist die Praxis Dr. Sauer in 76337 Waldbronn, die uns auch freundlicherweise die beiden im Artikel gezeigten Thermographie-Fotos zur Verfügung stellte. Herzlichen Dank dafür.

Bezahlt die Krankenkasse eine Thermographie?

Die Thermographie wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, aber oft von privaten Kassen. Fragen Sie am besten direkt Ihre Krankenkasse.

Spende

Ihre Spende hilft uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten