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Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose

Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose

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(Zentrum der Gesundheit) – Gemeinsam mit der richtigen Ernährung können gezielt eingesetzte und richtig dosierte Nahrungsergänzungen bei der Arthrose sehr gute Wirkung zeigen. Sie lindern den Schmerz und hemmen die Entzündung, fördern die Regeneration von Knochen und Knorpel, verhindern das weitere Fortschreiten der Arthrose, verbessern die Beweglichkeit und erhöhen auf diese Weise die Lebensqualität. Wir stellen die bei Arthrose wirksamen Nahrungsergänzungsmittel vor: Heilpflanzen, Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe und Spurenelemente

Arthrose – Die passenden Nahrungsergänzungsmittel

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung in den westlichen Zivilisationsländern. Im Verlauf der Erkrankung baut sich die Knorpelmasse immer weiter ab, bis die Knochenenden im Gelenk aufeinander zu reiben beginnen, was zu Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen führt.

Da die Wissenschaft bislang noch nicht die molekularen Abläufe der Arthrose entschlüsselt hat, weiss die Schulmedizin nur sehr wenig über die Arthrose. Auch gibt es keine ursächliche Behandlung.

Die üblichen Schmerzmittel und Entzündungshemmer wirken rein symptomatisch, sind aber aufgrund der unterschiedlichsten Nebenwirkungen keinesfalls als zufriedenstellende Therapie zu bezeichnen. Und selbst das Einsetzen der künstlichen Gelenke verläuft nicht immer erfolgreich. Ja, in manchen Fällen geht es den Patienten mit einer guten Physio- und Bewegungstherapie deutlich besser als nach einer OP. Details rund um die Arthrose lesen Sie hier: Arthrose – Was wirklich hilft

Nahrungsergänzungsmittel können bei Arthrose zu einer angenehmen Linderung der Beschwerden führen. Sie können problemlos mit herkömmlichen Medikamenten und Therapien kombiniert werden – natürlich in Absprache mit Ihrem Arzt.

Meist dauert es einige Wochen, bis Sie eine Wirkung der Nahrungsergänzungen spüren. Achten Sie dann jedoch auf eine Besserung Ihrer Arthrose, um Ihre Schmerzmittel rechtzeitig reduzieren zu können.

Viele bei Arthrose hilfreichen Nahrungsergänzungsmittel haben wir bereits hier vorgestellt: Tipps bei Gelenkschmerzen. Weitere finden Sie nachfolgend:

Glucosamin und Chondroitin

Glucosamin und Chondroitin gelten als Mittel zur Knorpelregeneration. Denn beide befinden sich als natürliche Bestandteile im gesunden Knorpel. Wie gut Chondroitin bei Arthrose helfen kann und auf welche Dosierung Sie achten müssen, haben wir hier beschrieben: Chondroitin wirkt bei Arthrose besser als Arzneimittel

In der dort vorgestellten Studie hatte sich gezeigt, dass Chondroitin den Knorpelabbau sowie die Entzündung der Gelenkinnenhaut teilweise besser reduzieren konnte als ein gebräuchlicher COX-2-Hemmer – selbstverständlich ohne dessen Nebenwirkungen. Ödeme und Schwellungen am Gelenk gingen ebenfalls dank Chondroitin zurück, so dass das Mittel das Fortschreiten der Arthrose sehr gut verlangsamen konnte.

Glucosamin ist – genau wie Chondroitin – ein wichtiger Baustein des Gelenkknorpels, aber auch der Gelenkflüssigkeit, die als Art Schmiermittel im Gelenk agiert und die reibungsfreie Beweglichkeit des Gelenks garantiert.

Glucosamin stimuliert überdies den Aufbau der sog. Proteoglykane. Dabei handelt es sich um Substanzen, die im Knorpel Wasser speichern und den Knorpel auf diese Weise prall halten. Er kann jetzt perfekt als Stossdämpfer fungieren.

Praktischerweise können Glucosamine auch gegen Krebs eingesetzt werden und überdies das Leben verlängern, wie wir hier berichtet haben: Glucosamin verlängert das Leben

Beide Mittel sollten langfristig eingenommen werden, also über Jahre hinweg.

Da Chondroitin aus Fischknorpel hergestellt wird, gibt es mittlerweile ein gleichwertiges, aber veganes Produkt, das statt Chondroitin das sog. Phytodroitin enthält und aus Algen hergestellt wird. Auch veganes Glucosamin gibt es mittlerweile.

Wenn Sie also auf rein pflanzliche Qualität Wert legen, denken Sie beim Einkauf daran und googeln Sie nach Glucosamin bzw. Chondroitin vegan.

MSM bei Arthrose

MSM ist der organische Schwefel, der fast schon zum Basisprogramm bei Arthrose gehört. MSM hemmt Entzündungen im Gelenk, fördert dort Reparaturprozesse und verbessert die Beweglichkeit. Wir haben ausführlich hier darüber berichtet: MSM – DAS Mittel bei Arthrose. Besonders gut wirkt MSM in Kombination mit Glucosamin, wie eine Studie zeigte, die im vorhergehenden Link beschrieben wird.

Teufelskralle bei Arthrose

Die Teufelskralle ist eine Heilpflanze, die für ihre schmerzlindernde Wirkung bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen bekannt ist. Sie muss jedoch als Extrakt eingesetzt werden, da der Tee nicht wirken würde. Geduld ist hier angesagt, doch wenn man den Extrakt regelmässig einnimmt (täglich etwa 2000 mg), tritt der Effekt nach etwa 4 bis 5 Monaten ein, was dazu führt, dass man Schmerzmittel reduzieren kann.

Curcumin bei Arthrose

Auch Curcumin kann bei Arthrose eingesetzt werden. Der Wirkstoff aus der gelben Kurkuma-Wurzel hat stark entzündungshemmende Eigenschaften und ist daher bei nahezu jeder chronisch entzündlichen Krankheit wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Therapie.

Im Jahr 2009 zeigten Forscher aus Bangkok sodann auch, dass Curcumin bei Arthrose genauso gut wirkt wie das Schmerzmittel Ibuprofen. Die 107 Probanden mit Kniearthrose nahmen entweder täglich 800 mg Ibuprofen oder 2000 mg Curcuma-Extrakt, und zwar 6 Wochen lang. In beiden Gruppen konnten die Schmerzen gleich gut gelindert werden.

Wer Curcumin nimmt kommt natürlich gleichzeitig in den Genuss all der anderen Wirkungen des Curcumins. So hilft der Stoff beispielsweise gegen Krebs, er unterstützt die Ausleitung von Quecksilber, schützt das Gehirn, heilt die Leber, beugt Gallensteinen vor und vieles mehr, wie Sie hier lesen können: Curcuma – Tipps zur Anwendung

Sie können Curcuma in jedem Fall auch als Gewürz in Ihren Speisen verwenden, gezielter einsetzbar sind jedoch Kapseln mit Curcumin. Da das Curcumin so gut wie gar nicht wasserlöslich ist, sollten die Kapseln in jedem Fall mit einer etwas fetthaltigen Speise eingenommen werden, also am besten zu den Hauptmahlzeiten.

Ingwer bei Arthrose

Auch den Ingwer sollten Sie bei Arthrose reichlich in Ihren Speiseplan einbauen oder ihn in Extraktform gegen Ihre Schmerzen und Entzündungen einnehmen. In einer Studie aus 2012 zeigten russische Wissenschaftler an 43 Patienten mit Hüft- oder Kniearthrose, dass über einen Zeitraum von 4 Wochen hinweg täglich 340 mg Ingwerextrakt genauso gut die Arthroseschmerzen stillen konnte wie 100 mg Diclofenac.

Während jedoch die Diclofenac-Gruppe an Magen-Darm-Beschwerden litt, war dies in der Ingwer-Gruppe nicht der Fall. Im Gegenteil, Untersuchungen der Magenschleimhaut zeigten, dass sich der Ingwer auf den Magen sogar sehr positiv auswirkte.

Avocado-Sojabohnenextrakt ASU bei Arthrose

Die bislang noch weniger bekannte Nahrungsergänzung ASU besteht aus einem Avocado/Sojabohnenextrakt mit hohen Anteilen unverseifbaren Substanzen (Phytosterolen). Sie beeinflussen die Arthrose sehr positiv. Das Mittel wird im englischsprachigen Raum als ASU bezeichnet, für "Avocado Soybean Unsaponifiables".

ASU bringt laut einer Studie vom Januar 2015 anabolische Eigenschaften mit sich, die einen weiteren Abbau des Knorpels verhindern und gleichzeitig die Reparatur des Knorpels fördern, da sie die Kollagen- und Aggrecansynthese stimulieren und gleichzeitig die entzündungsfördernden Zytokine hemmen.

Aggrecan ist ein Protein im Knorpel, das aus vielen Chondroitinmolekülen zusammengesetzt ist. Der Knorpel besteht zu 10 Prozent aus diesem Protein. Gemeinsam mit dem Kollagen ist das Aggrecan für die Elastizität des Knorpels verantwortlich.

Auch werden durch ASU Abnormalitäten im Bereich der Wachstumsfaktoren korrigiert, was knorpelschützende Effekte mit sich bringt.

All das führt daszu, dass ASU den Schmerz lindert, die Steifigkeit aufhebt, die Gelenkfunktionen verbessert und somit die Abhängigkeit von Schmerzmitteln reduziert. Die Dosis ist vom Produkt abhängig. Normalerweise nimmt man täglich 300 mg ASU.

Mineralstoffe und Spurenelemente bei Arthrose

Bei Arthrose ist natürlich auch die richtige Versorgung mit allen Mineralstoffen und Spurenelementen erforderlich. Liegen Mängel vor, müssen diese behoben werden. Manche Mineralstoffe (z. B. Magnesium) können jedoch auch therapeutisch in höheren Dosen eingesetzt werden. In diesem Fall gelten sie als naturheilkundliche Heilmittel und nicht mehr nur als einfache Nahrungsergänzung.

Silicium bei Arthrose

Silicium ist für die Knochen und auch für das Bindegewebe unverzichtbar. Es ist an der Synthese von Kollagen beteiligt, dem wichtigsten Faserprotein, das zum Aufbau von Knochen, Knorpel, Blutgefässwänden, Sehnen und der Haut benötigt wird. Auch bei der Mineralisierung des Knochens spielt Silicium eine wichtige Rolle. Kein Wunder kann eine Nahrungsergänzung mit Silicium die Knochendichte erhöhen und wird überdies zur Prävention und Therapie von Krankheiten der Knochen, Gelenke und des Bindegewebes empfohlen.

Die täglich benötigte Siliciummenge liegt bei mindestens 75 mg, besonders dann, wenn das Mineral therapeutisch und nicht nur präventiv eingesetzt wird. Sie können dazu das im Handel erhältliche Silicea Balsam verwenden oder das organische Silicium-Konzentrat.

Besonders siliciumreiche Lebensmittel sind die Hirse und der Hafer. Als siliciumreiche ganzheitliche Nahrungsergänzung bieten sich ferner die Braunhirse sowie das Brennnesselblattpulver an.

Details zum Siliciumthema finden Sie hier: Organisches Silicium, wo auch beschrieben wird, wie man einen Schachtelhalmtee zubereitet, um überhaupt an das Silicium im Schachtelhalm gelangen zu können.

Selen bei Arthrose

Seit Jahren weiss man, dass auch Selen ein wichtiges Spurenelement bei Arthrose ist. In einer Studie der University of North Carolina entdeckte man anhand der Selenwerte von 940 Probanden: Je besser die Personen mit Selen versorgt waren, umso geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Arthrose bekamen. Bei jenen Patienten, die bereits eine Kniearthrose hatten, war die Arthrose umso schlimmer, je niedriger der Selenspiegel war.

Bei Arthrose sollte also der Selenspiegel überprüft und ggf. Selen eingenommen werden. Näheres zu Selen finden Sie hier: Selen

Zink, Mangan & Kupfer bei Arthrose

Arthrosepatienten weisen aber nicht nur regelmässig einen Selenmangel auf, sondern in manchen Fällen auch einen Zink-, Mangan- und Kupfermangel.

Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, beheben Sie den Mangel mit den passenden Produkten. Alle drei Spurenelemente finden sich beispielsweise in diesem natürlichen Kombi-Produkt: Mineralstoffkomplex Zink, Kupfer und Mangan

Eine interessante Kombination aus Zink und Silicium ist ferner dieses hoch bioverfügbare Flüssigpräparat: Organisches Silicium, das zusätzlich in kleinen Dosen auch Chondroitin und Glucosamin liefert.

Zink

Da ein Übermass an Zink aber eine Arthrose möglicherweise auch fördern könnte, wie eine Studie aus 2014 ergeben hatte, sollten Sie Zink wirklich nur einnehmen, wenn Sie an einem Zinkmangel leiden.

Man glaubt sogar, dass eine vegane Ernährung bei Arthrose u. a. deshalb so hilfreich sein könnte, da sie nicht die üblichen Zinküberschüsse liefert, wie das bei Fleisch, Milchprodukten und Meeresfrüchten der Fall ist.

Mangan

Mangan wird für das Wachstum von Knorpel-, Knochen- und Bindegewebe benötigt. Es ist meist als Bestandteil von Enzymen aktiv, z. B. der Glykosyltransferase, die wiederum an der Bildung von Chondroitinsulfat für den Knorpel beteiligt ist. Fehlt Mangan, sinkt die Konzentration des Aggrecans im Knorpel ab und die Knorpelstruktur nimmt qualitativ ab, sprich der Knorpel wird brüchig und dünn.

In Studien zeigte sich daher auch, dass die Gabe von Chondroitin und Glucosamin einen umso höheren Effekt auf den Knorpelstoffwechsel hatten, wenn zusätzlich ausreichend Mangan eingenommen wurde. Die Bildung der Proteoglykane war deutlich erhöht und die knorpelabbauenden Enzyme wurden gehemmt.

Überdies ist Mangan das Zentralatom der Mangan-Superoxiddismutase, einem Enzym, das freie Radikale bekämpft und deren Angriffe auf den Knorpel geringstmöglich hält – eine Massnahme, die zu einer verminderten Entzündungsreaktion führt. Neben der Mangan-Superoxiddismutase gibt es auch die Zink- und die Kupfer-Superoxiddismutase mit ähnlicher Funktion, wobei die Mangan-Superoxiddismutase bei der Arthrose eine bessere entzündungshemmende Wirkung hat.

Kupfer

Kupfer hat – wie eben erklärt – als Bestandteil der Kupfer-Superoxiddismutase entzündungshemmende und oxidativen-Stress-bekämpfende Eigenschaften. Auch hier sollte daher ein möglicher Mangel behoben werden.

In Form der Kupferarmbänder ist das Kupfer hingegen weniger sinnvoll, zumindest hat sich in entsprechenden Studien keine diesbezügliche Wirkung gezeigt. Die Bänder konnten weder Schmerz noch Entzündung lindern und auch die Beweglichkeit nicht verbessern.

Magnesium bei Arthrose

Magnesium ist jener Mineralstoff, der bei fast jeder chronischen Erkrankung therapeutisch eingesetzt werden kann. Magnesium wirkt konkret entzündungshemmend.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2012 zeigte beispielsweise, dass eine Kniearthrose umso seltener auftrat, je besser eine Person mit Magnesium versorgt ist.

Und in einer Studie aus 2014 stellte man fest: Je mehr Magnesium verzehrt wird, umso geringer die Entzündungsmarker (CRP) im Blut, die auch bei rheumatischen Erkrankungen regelmässig erhöht sind.

Die gute Wirksamkeit des Magnesiums bei Arthrose liegt einerseits an den entzündungshemmenden Eigenschaften des Mineralstoffs. Andererseits führt ein Magnesiummangel rasch zu Knorpelschäden, einer fehlerhaften Chondrozytensynthese (Knorpelzellbildung), abnormaler Kalkablagerungen und zusätzlich zu einer schwächeren Wirksamkeit von Schmerzmitteln.

Magnesium sollte bei Arthrose daher täglich eingenommen werden. Details zu Magnesium finden Sie hier: Magnesiumbedarf mit der Ernährung decken und hier: Die besten Magnesiumpräparate

Eisen bei Arthrose

Eisen gehört im Gegensatz zum Magnesium nicht zu jenen Mineralstoffen, die man bei Arthrose therapeutisch einsetzen könnte. Eisen sollte also nur dann genommen werden, wenn die persönliche Eisenversorgung nicht stimmt und ein Eisenmangel vorliegt. Ein Eisenüberschuss nämlich kann die Entwicklung einer Arthrose (und vieler anderer Erkrankungen) beschleunigen und fördern.

Sollte bei Ihnen ein Eisenmangel vorliegen, dann lesen Sie bitte hier weiter: Eisenmangel beheben

Vitamine bei Arthrose

Liegen konkrete Vitaminmängel vor, müssen diese ebenfalls behoben werden. Lassen Sie sich diesbezüglich durchchecken und nehmen Sie die fehlenden Vitamine in der für Sie richtigen Dosis ein, z. B. die Vitamin D und K:

Vitamin D bei Arthrose

Ein Vitamin-D-Mangel wird bekanntlich bei den meisten chronischen Erkrankungen festgestellt und sollte in jedem Fall behoben werden. Lassen Sie daher Ihren Vitamin-D-Spiegel bestimmen und orientieren Sie sich in Bezug auf die für Sie erforderliche Dosis am besten hier: Ihr Vitamin-D-Spiegel – Was Sie wissen müssen.

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel und ist daher auch für die Gelenke von grosser Bedeutung. Bei der Arthrose kommt es zu einer Sklerose der Knochenenden im Gelenk. Das heisst, die Knochenenden, die sich unter der schwindenden Knorpelmasse befinden, werden porös und die Knochendichte nimmt an diesen Stellen ab.

Vitamin D nun hat genau auf diese Zellen im beschädigten Knochen enormen Einfluss. Fehlt Vitamin D ist der Knochen im Gelenk natürlich anfälliger und die Arthrose kann schneller fortschreiten. Daher muss Vitamin D in jedem Fall Bestandteil einer umfassenden Arthrose-Therapie sein.

Im Jahr 2015 las man sodann auch in der Januarausgabe von The Clinical Journal of Pain, dass Übergewichtige mit Arthrose viel besser gehen und sich bewegen konnten, wenn ihr Vitamin-D-Spiegel gesund war als Betroffene mit Vitamin-D-Mangel.

Studienautor Toni L. Glover erklärte daraufhin:

Ausreichend Vitamin D scheint bei einer Arthrose den Schmerz reduzieren zu können, da das Vitamin die Knochenqualität beeinflusst und Entzündungen reduziert."

Vitamin D kooperiert stets mit Vitamin K, weshalb natürlich auch ausreichend Vitamin K aufgenommen werden sollte:

Vitamin K bei Arthrose

Während Vitamin D u. a. für die Resorption von Calcium aus dem Darm verantwortlich ist, kümmert sich das Vitamin K um die richtige Umverteilung des Calciums im Körper. Es sorgt dafür, dass das Calcium in die Knochen wandern kann, so dass diese stark und widerstandsfähig sind. Ohne Vitamin K würde sich das Calcium stattdessen an den Blutgefässwänden ablagern, diese verhärten und so zu Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.

Von offiziellen Stellen wird gerne behauptet, dass die Bevölkerung ganz wunderbar mit Vitamin K versorgt sei und es daher nicht nötig sei, verstärkt auf dieses Vitamin zu achten. Ganz anders die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre.

Schon 2006 las man im Fachjournal Arthritis & Rheumatology, dass eine mangelhafte Vitamin-K-Versorgung weithin üblich sei, was zu Knochen- und Knorpelkrankheiten führen könne. Die Entstehung sog. Osteophyten (degenerative Knochenveränderungen), wie bei der Arthrose gang und gäbe, sei ein Prozess, der bei Vitamin-K-Mangel einsetze.

Man untersuchte sowohl den Vitamin-K-Status als auch Röntgenbilder der Knie- und Handgelenke von 672 Patienten. Es zeigte sich: Je höher der Vitamin-K-Spiegel der Probanden, umso gesünder ihre Gelenke.

Forscher der Tufts University in Boston verkündeten ein Jahr später (2007), dass ein Vitamin-K-Mangel zu allerlei Krankheiten führe wie z. B. zu verstärkten Knochenbrüchen, zu einem Schwund der Knochendichte, zu einer Verhärtung der Arterien und eben auch zu einer Arthrose.

Informationen zum Vitamin K und zu Vitamin-K-reichen Lebensmitteln sowie Tipps für den Kauf von Vitamin-K-Präparaten finden Sie hier: 14 Regeln – vegan und gesund (Regel Nr. 11).

Selbstverständlich sollten Sie auch mit allen anderen essentiellen Vitaminen rundum gut versorgt sein. So weiss man beispielsweise, dass ausreichend Vitamin C bei der Vorbeugung von Arthrose wichtig ist und Vitamin E eine bestehende Arthrose lindern kann.

Die B-Vitamine sind überdies an so vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, dass sie IMMER in genügenden Mengen eingenommen werden sollten – ob nun mit der Nahrung oder zusätzlich als Vitamin-B-Komplex.

Antioxidantien

Bei Arthrose muss zudem unbedingt der Antioxidantien-Status des Organismus optimiert werden. Antioxidantien schützen die Gelenke, indem sie freie Radikale neutralisieren und auch manche Enzyme hemmen, die andernfalls den Knorpel schädigen würden.

Eine starke antioxidative Kraft liegt in vielen Vitaminen und auch manchen Spurenelementen verborgen. Die Meister unter den Antioxidantien sind jedoch die sekundären Pflanzenstoffe, wie z. B. Polyphenole (Flavonoide, Anthocyanide), Carotinoide (z. B. Astaxanthin) und die Isothiocyanate (z. B. Sulforaphan). Wie nimmt man diese Stoffe am besten in ausreichender Menge zu sich?

Manchmal schafft man es nicht, sich täglich mit genügend Antioxidantien aus frischen grünen Smoothies, Salaten, Früchten und Gemüsen zu versorgen.

Für solche Fälle kann man sich hochwertige und ganzheitliche Nahrungsergänzungsmittel bereithalten, wie z. B. die bereits genannten: Sulforaphan (Broccoraphan), Astaxanthin oder auch OPC.

Gerade Sulforaphan hat sich als wichtige Komponente in der ganzheitlichen Arthritis-Therapie einen Namen gemacht. Wenn Ihre Arthrose also mit stark entzündlichen Gelenkproblemen einhergeht, dann sollten Sie Sulforaphan in Ihr Repertoire aufnehmen. Lesen Sie hier, wie Sulforaphan gegen arthritische Beschwerden vorgeht.

Hormone bei Arthrose

Bei Frauen tritt eine Arthrose häufig mit den Wechseljahren auf. Hier ist weniger das Alter verantwortlich als vielmehr der Hormonhaushalt. Oft heisst es, ein Östrogenmangel verstärke die Arthrose. Nicht selten ist es jedoch eine Östrogendominanz, also ein gestörtes Östrogen-Progesteron-Verhältnis, das die Arthrose verstärkt.

In einer Studie vom Juli 2013 zeigte sich dann auch, dass sich die Arthrose-Beschwerden nach dem regelmässigen Auftragen einer Creme mit bioidentischem Progesteron deutlich besserten.

Lassen Sie daher Ihren Hormonspiegel überprüfen ("Hormonspeicheltest" googeln) und lassen Sie sich dann von Ihrem Gynäkologen die entsprechende Creme verschreiben.

Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose – Beispiel-Protokoll

Bitte stellen Sie sich nun – gerne mit Hilfe Ihres Arztes oder Heilpraktikers – aus den genannten Nahrungsergänzungsmitteln jene zusammen, die für Sie persönlich und Ihre Arthrosesymptome ideal sind.

Unser nachfolgendes Einnahmeprotokoll mit Nahrungsergänzungen bei Arthrose ist daher nur ein Beispiel zur Orientierung, damit Sie sehen, wie ein solches zusammengestellt werden könnte. Sie können es problemlos Ihren Bedürfnissen entsprechend erweitern, ändern oder verkürzen:
 

  • Glucosamin 1500 mg und Chondroitin 1200 mg auf jeweils zwei Dosen täglich verteilt.
  • MSM 2250 mg (1.500 mg nüchtern am Morgen nach dem Aufstehen und 750 mg vor dem Mittagessen).
  • Ingwerextrakt 340 – 500 mg und/oder Curcumin 1000 - 2000 mg mit den Mahlzeiten.
  • Silicium 75 mg kurz vor dem Essen mit etwas Wasser.
  • Magnesium 400 mg auf mindestens zwei tägliche Dosen verteilt, z. B. zweimal täglich je 200 mg, z. B. Magnesiumcitrat, -orotat oder Magnesiumglycinat
  • Vitamin D3 je nach Bedarf und Vitamin K2 100 – 200 µg mit dem Essen, 200 µg sind erst erforderlich, wenn Sie mehr als 2500 IE Vitamin D benötigen oder wenn Ihr Vitamin-K-Spiegel sehr niedrig ist.
  • Sulforaphan (z. B. Broccoraphan) zweimal täglich einen Messlöffel in Getränke, Shakes, Dressings, Dips oder Smoothies mischen.
  • Falls Sie Zink, Mangan und Kupfer benötigen, mischen Sie 1 g des entsprechenden Mineralstoffkomplexes in einen Smoothie oder ein Müsli – ebenfalls idealerweise in zwei Dosen aufgeteilt.
  • Zusätzlich empfehlen wir die Einnahme von täglich 800 – 1000 mg Omega-3-Fettsäuren, weil diese bei Arthrose wie hier beschrieben sehr gut schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken: Omega-3-Fettsäuren lindern Arthrose-Schmerzen
  • Ein hochdosierter Vitamin-B-Komplex kann die Wirkungen der genannten Mittel verstärken und das Allgemeinbefinden verbessern. Es handelt sich um wasserlösliche Vitamine, so dass eine Überdosis nicht befürchtet werden muss, Sie den B-Komplex also auch ohne entsprechende Blut-Analyse einnehmen können.
     

Da aus naturheilkundlicher Sicht die Arthrose nicht selten die Folge einer chronischen Übersäuerung und Überlastung des Organismus mit Schadstoffen darstellt, kann auch ein Entsäuerungsprogramm sehr hilfreich sein. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Entsäuerung bei Arthrose

Vergessen Sie überdies die richtige Ernährung nicht und bleiben Sie in Bewegung. Die passenden Informationen zur Ernährung bei Arthrose und welche Bewegungsarten ideal sind, finden Sie hier: Arthrose – was wirklich hilft

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Quellen:



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