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  • Nahaufnahme einer strahlenden Frau in einem weißen Gewand, die ein Nahrungsergänzungsmittel zeigt
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Nahrungsergänzung bei Arthrose

Gemeinsam mit der richtigen Ernährung können gezielt eingesetzte und richtig dosierte Nahrungsergänzungen bei einer Arthrose sehr gute Wirkung zeigen. Sie lindern den Schmerz und hemmen die Entzündung. Sie fördern außerdem die Regeneration von Knochen und Knorpel und verhindern das weitere Fortschreiten der Arthrose. Auch verbessern sie die Beweglichkeit und erhöhen auf diese Weise die Lebensqualität. Wir stellen die bei Arthrose wirksamen Nahrungsergänzungsmittel vor: Heilpflanzen, Vitamine, Antioxidantien, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 02 Mai 2026
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Arthrose – Die passenden Nahrungsergänzungsmittel

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung in den westlichen Zivilisationsländern. Im Verlauf der Erkrankung baut sich die Knorpelmasse immer weiter ab, bis die Knochenenden im Gelenk aufeinander zu reiben beginnen, was zu Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen führt.

Da die Wissenschaft bislang noch nicht die molekularen Abläufe der Arthrose entschlüsselt hat, weiß die Schulmedizin nur sehr wenig über die Krankheit. Auch gibt es keine ursächliche Behandlung.

Die üblichen Schmerzmittel und Entzündungshemmer wirken rein symptomatisch, sind aber aufgrund der unterschiedlichsten Nebenwirkungen keinesfalls als zufriedenstellende Therapie zu bezeichnen.

Und selbst das Einsetzen der künstlichen Gelenke verläuft nicht immer erfolgreich. Ja, in manchen Fällen geht es den Patienten mit einer guten Physio- und Bewegungstherapie deutlich besser als nach einer OP.

Details rund um die Arthrose lesen Sie in unserem Artikel Arthrose - mit natürlichen Maßnahmen verbessern. Sie finden ihn, wenn Sie ganz nach unten scrollen, bei den weiterführenden Artikeln.

Nahrungsergänzungsmittel können bei der Gelenkerkrankung zu einer angenehmen Linderung der Beschwerden führen. Sie können problemlos mit herkömmlichen Medikamenten und Therapien kombiniert werden – natürlich in Absprache mit Ihrem Arzt.

Meist dauert es einige Wochen, bis Sie eine Wirkung spüren. Achten Sie dann jedoch auf eine Besserung Ihrer Arthrose, um Ihre Schmerzmittel rechtzeitig reduzieren zu können.

Ist Ihnen der Artikel zu lang? Scrollen Sie gleich nach unten zum Einnahmeprotokoll.

Glucosamin und Chondroitin

Glucosamin und Chondroitin gelten als wichtige Nahrungsergänzungsmittel zur Knorpelregeneration. Denn beide Stoffe befinden sich als natürliche Bestandteile im gesunden Knorpel.

Chondroitin reduziert Knorpelabbau und Entzündungen

Schon 2016 zeigte sich in einer Studie, dass Chondroitin als Nahrungsergänzung den Knorpelabbau sowie die Entzündung der Gelenkinnenhaut teilweise besser reduzieren konnte als ein gebräuchlicher Entzündungshemmer (Celecoxib; 200 mg) – ohne dessen Nebenwirkungen. Die Teilnehmer nahmen täglich 1200 mg Chondroitin über 2 Jahre hinweg.

Chondroitin mindert Schwellungen

Ödeme und Schwellungen am Gelenk gingen ebenfalls dank Chondroitin zurück, so dass das Mittel das Fortschreiten der Arthrose sehr gut verlangsamen konnte.

Glucosamin macht Gelenke beweglicher

Glucosamin ist – genau wie Chondroitin – ein wichtiger Baustein des Gelenkknorpels, aber auch der Gelenkflüssigkeit, die als Art Schmiermittel im Gelenk agiert und die reibungsfreie Beweglichkeit des Gelenks garantiert.

Glucosamin stimuliert den Knorpelaufbau

Glucosamin stimuliert den Aufbau der sog. Proteoglykane. Dabei handelt es sich um Substanzen, die im Knorpel Wasser speichern und den Knorpel auf diese Weise prall halten. Er kann jetzt perfekt als Stoßdämpfer fungieren.

In einer Übersichtsarbeit von 2023 wurden insgesamt 15 Studien zum Thema "Glucosamin bei Arthrose" überprüft. Es zeigte sich, dass Glucosamin im Vergleich zu Placebopräparaten Arthroseschmerzen und Steifigkeit signifikant reduzierte (31) und die Beweglichkeit verbesserte.

Chondroitin und Glucosamin verringern Gelenkschmerzen

Zudem prüften indische Forscher in einer Übersichtsarbeit von 2024 insgesamt 25 Studien zur Einnahme von Chondroitin und Glucosamin bei Kniearthrose (32).

Chondroitin konnte die Schmerzen signifikant verringern und verbesserte die Gelenkfunktion. Glucosamin verhinderte, dass sich der Gelenkspalt verengt.

Chondroitin und Glucosamin wirken am besten kombiniert

In einer Übersichtsarbeit von 2025 überprüfte man 146 Studien aus den letzten 35 Jahren zu den beiden Mitteln. Hierbei zeigte sich, dass Glucosamin und Chondroitin bei Arthrose und Gelenkschmerzen am besten wirkten, wenn man sie kombiniert statt jeweils einzelne verwendet (46). Dies deutet auf eine synergistische Beziehung zwischen den beiden Inhaltsstoffen hin.

Die Kombination wirkt unter anderem entzündungshemmend und antioxidativ und verhindert den Knorpelabbau. So wird z. B. IL-1b gehemmt, ein wichtiger Entzündungsmarker, der Gelenkentzündungen und Knorpelschäden verursacht.

(Auch die Ernährung ist bei Arthrose entscheiden! Hier erhalten Sie unseren * 7-tägigen Ernährungsplan bei Arthrose zum sofortigen Download.)

Chondroitin und Glucosamin mit weiteren Mitteln kombinieren

Wenn man Chondroitin und Glucosamin mit weiteren Nahrungsergänzungsmitteln kombiniere, könne man weitere Vorteile erzielen – so die Wissenschaftler in der Analyse.

Sie meinen damit z. B. Kollagenpeptide Typ II, S-Adenosylmethionin (SAMe), Curcumin, Weihrauchextrakt, Methylsulfonylmethan (MSM), Quercetin, Hyaluronsäure, Omega-3-Fettsäuren und verschiedene Vitamine (D, C, E).

Gemeint ist aber nicht, dass alles in EINEM Präparat eingenommen werden muss. Im Handel gibt es nämlich zahlreiche Kombi-Präparate, die jedoch nahezu alle unterdosiert sind. Damit man in eine Tagesdosis auch alle Mittel hineinbekommt, wird von jedem Stoff meist nur wenig genommen.

Nehmen Sie daher besser hochwertige Einzelpräparate bzw. Präparate, in denen jeweils nur 2 bis 3 Stoffe enthalten sind.

Chondroitin und Glucosamin gelten als sehr sicher. Es ist kaum mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Wie einnehmen?

Beide Mittel sollten langfristig eingenommen werden, also über Jahre hinweg.

Ideal ist eine tägliche Dosis von 1200 bis 1500 mg Glucosaminsulfat und 1200 mg Chondroitinsulfat – am besten aufgeteilt auf zwei oder drei Portionen pro Tag.

Chondroitin und Glucosamin werden beide meist aus tierischen Rohstoffen hergestellt. Chondroitin aus Rind-, Schweine- oder Fischknorpel und Glucosamin aus der Schale von Krustentieren (Garnelen, Krebse).

Inzwischen gibt es jedoch beide Stoffe in veganer Qualität. Chondroitin (Phytodroitin) wird aus Algen hergestellt, Glucosamin über Fermentation aus Glucose.

* Hier erhalten Sie ein veganes Chondroitin-Glucosamin-Präparat. Die vegane Variante ist besser bioverfügbar, weshalb hier auch eine geringere Dosis genügt.

* Wenn Sie auch nicht-vegane Präparate verwenden, finden Sie hier ein ausreichend dosiertes Kombi-Präparat mit 1500 mg Glucosaminsulfat und 1200 Chondroitinsulfat plus 1800 MSM.

(Die MSM-Dosis ist hier jedoch u. U. zu niedrig. In Studien kamen 2000 bis 6000 mg MSM zum Einsatz. Daher müsste MSM noch separat genommen werden (siehe nächster Abschnitt) - es sei denn natürlich, Sie merken schon eine Wirkung allein durch das obige Präparat).

MSM

MSM ist der organische Schwefel, der fast schon zum Basisprogramm bei Arthrose gehört. MSM hemmt Entzündungen im Gelenk, fördert dort Reparaturprozesse und verbessert die Beweglichkeit.

Denn Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil der Gelenkschmiere und auch der Innenschicht der Gelenkkapseln. Beides wird aufgrund permanenter Belastung der Gelenke vom Körper selbständig immer wieder erneuert – umso besser, wenn auch ausreichend Schwefel zur Verfügung steht.

Lesen Sie mehr über MSM und seine Wirkungen in unserem Artikel MSM: Wirkung und Nebenwirkungen. Sie finden ihn ganz unten bei den weiterführenden Artikeln.

Wie einnehmen?

Im o. g. Artikel stellen wir verschiedene Studien vor, die zeigen, dass die zwei- bis dreimal tägliche Einnahme von MSM bei Arthrose zu einer deutlichen Besserung führten – und zwar ohne gravierende Nebenwirkungen.

Es kamen dabei unterschiedeliche Dosierungen und Einnahmeprotokolle zum Einsatz, so dass Sie testen können, was für Sie persönlich ideal ist, z. B. 2-mal täglich je 1000 bis 3000 mg oder 3-mal täglich je 1000 bis 1500 mg – mindestens 12 Wochen lang.

Die Wirkung war dabei umso besser, wenn MSM mit Chondroitin und Glucosamin kombiniert wurde - siehe oben.

* Hier erhalten Sie MSM-Tabletten mit 1000 mg pro Tablette, die Sie individuell dosieren können.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure wird häufig als Injektion ins Knie gegeben. Doch auch die orale Einnahme zeigte in Studien teilweise gute Ergebnisse. Die Säure wirkt entzündungshemmend, knorpelschützend und hilft beim Aufbau der Gelenkschmiere).

Eine brasilianische Übersichtsarbeit von 2024 untersuchte 11 Studien mit rund 600 Teilnehmern. Die Einnahme von 30 bis 300 mg Hyaluronsäure täglich führte in den meisten Studien zu weniger Schmerzen und einer besseren Gelenkfunktion (33).

Näheres zu den Studien rund um Hyaluronsäure lesen Sie in unserem Artikel Hyaluronsäure - Natürlicher Booster für Gelenke und Haut.

Wie einnehmen?

Meist nahmen Studienteilnehmer die Hyaluronsäure in Kombination ein – z. B. mit Glucosamin, Chondroitin oder MSM. Die Einnahme dauerte von 4 Wochen bis zu 12 Monaten.

Die Dosis sollte bei mindestens 200 mg liegen, damit es zu nachlassenden Schmerzen und geringer werdendem Steifheitsgefühl kommen kann.

* Hier erhalten Sie vegane Hyaluronsäure-Kapseln (ohne Gentechnik) mit 500 mg pro Tagesdosis.

Hagebutte

Schon vor über 15 Jahren wurden erste Studien zur Wirksamkeit der Hagebutte als Nahrungsergänzung bei Arthrose und Arthritis durchgeführt. Die Ergebnisse waren erfolgversprechend. Denn die Hagebutte enthält Galaktolipide - Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken, Knorpelgewebe schützen und die Kollagenbildung aktivieren.

Die Einnahme entsprechender Präparate konnte daher die Beweglichkeit bessern, die arthrosetypischen Schmerzen lindern und den CRP-Wert (einen Entzündungsmarker) senken.

Kombiniert werden sollte die Hagebutte mit Vitamin C. Da zwar die frische Hagebutte viel Vitamin C enthält, aber die verarbeiteten Pulver kaum noch (16 mg pro 5 g), sollte Vitamin C zusätzlich als Präparat genommen werden. Dies auch unabhängig davon, ob Hagebuttenpräparate verwendet werden oder nicht.

* 2 g Camu-Pulver liefern bereits 240 mg Vitamin C.

Denn Vitamin C ist generell für die Kollagenproduktion und viele weitere Aufgaben nötig, die mit einem gesunden Bewegungsapparat in Verbindung stehen.

Wie genau die Hagebutte wirkt, erklären wir in unserem Artikel Hagebutte - Die Vitamin-C-reiche Wunderfrucht.

Wie einnehmen?

In Studien mit der Hagebutte wurde zweimal täglich je 2,5 g Hagebuttenpulver eingenommen - und zwar über 4 Monate hinweg. Man rührt das Pulver einfach in etwas (pflanzlichen) Joghurt, ins Müsli, Saft oder Wasser.

Besonders viele Galaktolipide soll die Sorte AP-4 aufweisen.

* Hier erhalten Sie ein Hagebuttenpulver aus AP-4-Hagebutten.

Teufelskralle

Die Teufelskralle ist eine Heilpflanze, die für ihre schmerzlindernde Wirkung bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen bekannt ist.

Iranische Forscher zeigten 2021 in einer Studie, dass die Teufelskralle Schmerzen gleich gut lindern konnte wie herkömmliche Schmerzmittel (34). Die Probanden mit Kniearthrose (insgesamt 60) nahmen einen Monat lang 2-mal täglich je 480 mg Teufelskrallenextrakt als Tablette ein (5:1-Extrakt).

Die Kontrollgruppe bekam 10 Tage lang täglich 15 mg Meloxicam (ein schmerzlinderndes Antirheumatikum). Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen.

Alles rund um die Teufelskralle lesen Sie in unserem Artikel Teufelskralle gegen Entzündungen und Schmerzen.

Wie einnehmen?

Die Teufelskralle wird 2 bis 3 Monate lang eingenommen. Meist zeigt sich dann auch eine Wirkung, die nach dem Absetzen noch anhält. Beobachten Sie, wie lange die Wirkung anhält. Wenn Sie nachlässt, nehmen Sie die Teufelskralle erneut für 2 bis 3 Monate.

Meist teilt man die Tagesdosis auf 2 bis 3 Portionen auf.

* Hier finden Sie ein fair gehandeltes Teufelskrallenpulver in Kapseln mit fast 80 mg Harpagosid pro Tag.

Curcumin

Auch Curcumin kann bei Arthrose eingesetzt werden. Der Wirkstoff aus der gelben Kurkuma-Wurzel hat stark entzündungshemmende Eigenschaften und ist daher bei nahezu jeder chronisch entzündlichen Krankheit wichtiger Bestandteil der ganzheitlichen Therapie.

Eine thailändische Übersichtsarbeit von 2025 prüfte 17 Studien zum Thema Curcumin bei Kniearthrose (35). Alle untersuchten Präparate konnten die Schmerzen lindern und verbesserten die Gelenkfunktion.

In einer früheren Übersichtsarbeit (2021) hieß es, dass Curcumin ähnlich wirksam sei wie Medikamente, aber deutlich weniger Nebenwirkungen verursache (47).

Wer Curcumin nimmt, kommt natürlich gleichzeitig in den Genuss all der anderen Wirkungen des Curcumins. So gilt der Stoff beispielsweise als Schutz für Leber und Gehirn sowie als natürliches Mittel zur Unterstützung der Therapie bei Diabetes, Depressionen, Migräne und Autoimmunerkrankungen - um nur einige davon zu nennen.

Viele weitere Wirkungen stellen wir in unserem Curcumin-Artikel vor: Curcumin – Wirkung und Anwendung.

Wie einnehmen?

In Studien unterscheiden sich die Dosierungen stark, da meist unterschiedliche Präparate und Extraktqualitäten verwendet werden. Von einem herkömmlichen Kurkuma-Extrakt werden meist täglich 1500-2000 mg eingesetzt.

Von hoch bioverfügbarem Curcumin deutlich weniger, z. B. täglich 180 mg. Die beiden untenstehenden Präparatvorschläge gehören zu den hoch bioverfügbaren Curcuminformen.

Die Einnahmedauer betrug in den meisten Studien 4 bis 12 Wochen. Man teilt die Tagesdosis am besten in 2 bis 3 Portionen auf.

* Hier finden Sie ein Präparat mit Phospholipiden (mit 200 mg Curcumin pro Tag).

* Hier erhalten Sie einen Kurkuma-Extrakt mit Piperin (mit 380 mg Curcuminoide und 252 mg

Ingwer

Wenn Sie Ingwer mögen, könnten Sie diesen reichlich in Ihren Speiseplan einbauen. Denn auch er wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend - insbesondere in Extraktform.

In einer Studie aus 2012 zeigten russische Wissenschaftler an 43 Patienten mit Hüft- oder Kniearthrose, dass über einen Zeitraum von 4 Wochen hinweg täglich eine Nahrungsergänzung mit 340 mg Ingwerextrakt genauso gut die Gelenkschmerzen lindern konnte wie 100 mg Diclofenac.

Während jedoch die Diclofenac-Gruppe an Magen-Darm-Beschwerden litt, war dies in der Ingwer-Gruppe nicht der Fall. Im Gegenteil, Untersuchungen der Magenschleimhaut zeigten, dass sich der Ingwer auf den Magen sogar sehr positiv auswirkte.

Auch eine Studie von 2024 zeigte, dass Ingwer die Schmerzen signifikant reduzieren kann (36). Die Kniearthrose-Patienten (insgesamt 100) hatten über 12 Wochen täglich 480 mg eines standardisierten Ingwer-Extrakts eingenommen. Die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo.

Wie einnehmen?

Am besten wirken Extrakte, da ihr Wirkstoffgehalt höher ist als der von einem Pulver und auch als der von der frischen Wurzel.

Teilen Sie die Tagesdosis auf zwei Portionen auf und nehmen Sie sie zum Essen, z. B. 2-mal täglich je 1 Kapsel vom folgenden Extrakt - mindestens 12 Wochen lang. Natürlich achten Sie auch auf die Verträglichkeit. Nicht jeder verträgt die Scharfstoffe des Ingwers.

* Hier erhalten Sie einen Extrakt mit hoher Wirkstoffdosis (53 mg Gingerole und Shogaole).

PEA - Palmitoylethanolamid

PEA ist ein körpereigener Botenstoff. Er wird also auch natürlicherweise im Körper gebildet, kommt aber auch in manchen Lebensmitteln vor - allerdings in sehr geringen Mengen.

Im Körper hat PEA die Aufgabe, überaktive Immunzellen so zu drosseln, dass Entzündungen und Schmerzen weniger werden, insbesondere bei chronischen Schmerzen. Im Laufe der Zeit sinkt die körpereigene PEA-Bildung. Dann könnte man mit einer PEA-Nahrungsergänzung nachhelfen.

Auch wenn der Stoff letztendlich im Labor hergestellt wird, ist er identisch mit dem körpereigenen PEA - es ist also ein bioidentischer Stoff.

In einer Studie zeigte sich, dass PEA nach 8 Wochen (2-mal täglich je 300 mg) sowohl Schmerzen als auch die Gelenksteifheit bei Kniearthrose bessern konnte. Lesen Sie gerne mehr darüber in unserem Artikel PEA - Das körpereigene Schmerzmittel.

Wie einnehmen?

Ultramikronisiertes PEA wird am besten aufgenommen. Der Stoff ist fettlöslich. Daher immer mit oder kurz nach einer Mahlzeit nehmen - am besten morgens und abends und idealerweise zusammen mit Omega-3-Fettsäuren, da sich beide gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen können.

* Hier erhalten Sie vegane Palmitoylethanolamid-Kapseln ohne Zusatzstoffe.

Avocado-Sojabohnenextrakt ASU

Die bislang noch weniger bekannte Nahrungsergänzung ASU besteht aus einem Avocado/Sojabohnenextrakt mit hohen Anteilen sogenannter Phytosterole. Sie beeinflussen die Arthrose sehr positiv.

Phytosterole sind strukturell mit dem Cholesterin verwandt. Im Gegensatz zu Cholesterin werden Phytosterole jedoch nicht in denselben Stoffwechselweg eingeschleust und zeigen daher keine unerwünschten Effekte auf den Fettstoffwechsel.

ASU wird aus Avocado- und Sojaöl hergestellt. ASU steht für "Avocado Soybean Unsaponifiables". Unsaponifiable heißt unverseifbar. Das bedeutet:

Aus dem Fett (den Triglyzeriden) kann man in Verbindung mit Lauge eine Seife herstellen. Das Fett ist also verseifbar.

Aus den übrigen Stoffen, die neben dem Fett in den beiden Ölen sind, kann man das nicht - und genau um diese geht es bei ASU, um die unverseifbaren. Das sind in erster Linie die bereits genannten Phytosterole, aber auch andere Pflanzenstoffe sowie Vitamine.

In einer brasilianischen Studie von 2016 konnte ASU die Arthrose-Schmerzen lindern und die Lebensqualität verbessern (37).

An der Studie nahmen 14 Frauen mit Kiefergelenks-Arthrose oder generellen Gelenkschmerzen teil. Die Hälfte nahm während 4 Monaten täglich eine ASU-Kapsel (enthält 200 mg Sojaölextrakt und 100 mg Avocadoölextrakt). Die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo.

Der Extrakt hat u. a. anabolische Eigenschaften, die einen weiteren Abbau des Knorpels verhindern und gleichzeitig die Reparatur des Knorpels fördern, da sie die Kollagen- und Aggrecansynthese stimulieren und gleichzeitig die entzündungsfördernde Zytokine hemmen.

Aggrecan ist ein Protein im Knorpel, das aus vielen Chondroitinmolekülen zusammengesetzt ist. Der Knorpel besteht zu 10 Prozent aus diesem Protein. Gemeinsam mit dem Kollagen ist das Aggrecan für die Elastizität des Knorpels verantwortlich.

Auch werden durch ASU Abnormalitäten im Bereich der Wachstumsfaktoren korrigiert, was knorpelschützende Effekte mit sich bringt.

All das führt dazu, dass ASU den Schmerz lindert sowie die Steifigkeit und die Gelenkfunktionen verbessert und somit die Abhängigkeit von Schmerzmitteln reduziert.

Wie einnehmen?

Normalerweise nimmt man täglich 300 mg ASU als Nahrungsergänzung - 1-mal täglich zu einer Mahlzeit, die etwas Fett enthalten sollte.

* Hier erhalten Sie einen ASU-Extrakt mit 300 mg pro Tag.

Mineralstoffe und Spurenelemente bei Arthrose

Bei Arthrose ist natürlich auch die richtige Versorgung mit allen Mineralstoffen und Spurenelementen erforderlich. Liegen Mängel vor, müssen diese behoben werden.

Manche Mineralstoffe (z. B. Magnesium) können jedoch auch therapeutisch in höheren Dosen eingesetzt werden. In diesem Fall gelten sie als naturheilkundliche Heilmittel und nicht mehr nur als einfache Nahrungsergänzung.

Silicium

Silicium ist für die Knochen und auch für das Bindegewebe unverzichtbar. Es ist an der Synthese von Kollagen beteiligt, dem wichtigsten Faserprotein, das zum Aufbau von Knochen, Knorpel, Blutgefäßwänden, Sehnen und der Haut benötigt wird.

Auch bei der Mineralisierung des Knochens spielt Silicium eine wichtige Rolle. Eine Nahrungsergänzung mit Silicium trägt daher zu guter Knochendichte bei und wird zur Prävention und Therapie von Krankheiten der Knochen, Gelenke und des Bindegewebes empfohlen.

Besonders siliciumreich sind der Hafer und Produkte daraus. Es gibt aber auch siliciumhaltige Mineralwässer. Details zum Siliciumthema finden Sie in unserem Artikel Silizium: Wie Sie einen Siliziummangel ausgleichen.

* Hier erhalten Sie ein sehr gut bioverfügbares Siliciumpräparat mit 80 mg Silicium pro Tag zu einer Hauptmahlzeit.

Selen

Seit Jahren weiß man, dass auch Selen ein wichtiges Spurenelement bei Arthrose ist. In einer Studie der University of North Carolina entdeckte man anhand der Selenwerte von 940 Probanden:

Je besser die Personen mit Selen versorgt waren, umso geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Arthrose bekamen. Bei jenen Patienten, die bereits eine Kniearthrose hatten, war die Erkrankung umso schlimmer, je niedriger der Selenspiegel war.

Lassen Sie am besten zunächst Ihren Selenspiegel überprüfen. Denn ein zu hoher Spiegel sollte ebenfalls vermieden werden. Nehmen Sie also nur dann Selen ein, wenn Ihr Spiegel entsprechend niedrig ist (unter 110 µg/l im Vollblut), z. B. 50 - 200 µg pro Tag.

Näheres zu Selen lesen Sie in unserem Artikel: Selen: Selenmangel als Ursache vieler Beschwerden

* Hier finden Sie Selen mit 200 µg pro Tagesdosis - am besten morgens zum Frühstück oder einem Vormittagssnack.

Zink

Arthrosepatienten weisen in manchen Fällen auch einen Zink-, Mangan- und Kupfermangel auf.

Da ein Übermaß an Zink eine Arthrose aber möglicherweise fördern könnte, wie eine Studie aus 2014 ergeben hatte, sollten Sie auch Zink als Nahrungsergänzung nur einnehmen, wenn Sie einen niedrigen Zinkspiegel haben.

Lassen Sie daher vor einer Zinkeinnahme Ihren Zinkstatus überprüfen. Man glaubt sogar, dass eine vegane Ernährung bei Arthrose u. a. deshalb so hilfreich sein könnte, da sie nicht die üblichen Zinküberschüsse liefert, wie das bei Fleisch, Milchprodukten und Meeresfrüchten der Fall ist.

Mangan

Mangan wird für das Wachstum von Knorpel-, Knochen- und Bindegewebe benötigt. Es ist meist als Bestandteil von Enzymen aktiv, z. B. der Glykosyltransferase, die wiederum an der Bildung von Chondroitinsulfat für den Knorpel beteiligt ist. Fehlt Mangan, sinkt die Konzentration des Aggrecans im Knorpel ab und die Knorpelstruktur nimmt qualitativ ab, sprich der Knorpel wird brüchig und dünn.

In Studien zeigte sich daher auch, dass eine Nahrungsergänzung mit Chondroitin und Glucosamin einen umso höheren Effekt auf den Knorpelstoffwechsel hatten, wenn zusätzlich ausreichend Mangan eingenommen wurde. Die Bildung der Proteoglykane (Substanzen, die im Knorpel Wasser speichern und ihn prall halten) war deutlich erhöht und die knorpelabbauenden Enzyme wurden gehemmt.

Überdies ist Mangan das Zentralatom der Mangan-Superoxiddismutase, eines körpereigenen Enzyms, das freie Radikale bekämpft und deren Angriffe auf den Knorpel geringstmöglich hält – eine Maßnahme, die zu einer verminderten Entzündungsreaktion führt.

Neben der Mangan-Superoxiddismutase gibt es auch die Kupfer-Superoxiddismutase (siehe unten) mit ähnlicher Funktion, wobei die Mangan-Superoxiddismutase bei der Arthrose eine bessere entzündungshemmende Wirkung hat.

Kupfer

Kupfer hat als Bestandteil der Kupfer-Superoxiddismutase entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Auch hier sollte daher ein möglicher Mangel mit manganreichen Lebensmitteln oder einer Nahrungsergänzung behoben werden. Meist ist Mangan aber in einem hochwertigen Mineralstoffpräparat in ausreichender Menge enthalten.

In Form der Kupferarmbänder ist das Kupfer hingegen weniger sinnvoll, zumindest hat sich in entsprechenden Studien keine diesbezügliche Wirkung gezeigt. Die Bänder konnten weder Schmerz noch Entzündung lindern und auch die Beweglichkeit nicht verbessern.

* Ein moderat dosiertes Kombi-Präparat mit Zink, Mangan und Kupfer gibt es von effective nature- am besten zum Frühstück nehmen, aber nicht zusammen mit Kaffee. Diesen 30 Minuten vorher trinken oder 60 Minuten nach der Kapseleinnahme.

Magnesium

Magnesium kann bei fast jeder chronischen Erkrankung therapeutisch als Nahrungsergänzung eingesetzt werden. Magnesium wirkt konkret entzündungshemmend. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2012 zeigte beispielsweise, dass eine Kniearthrose umso seltener auftrat, je besser eine Person mit Magnesium versorgt ist.

Und in einer Studie aus 2014 stellte man fest: Je mehr Magnesium verzehrt wird, umso geringer die Entzündungsmarker (CRP) im Blut, die auch bei rheumatischen Erkrankungen regelmäßig erhöht sind.

Die gute Wirksamkeit des Magnesiums bei Arthrose liegt einerseits an den entzündungshemmenden Eigenschaften des Mineralstoffs. Andererseits führt ein Magnesiummangel rasch zu Knorpelschäden, einer fehlerhaften Chondrozytensynthese (Knorpelzellbildung), abnormaler Kalkablagerungen und zusätzlich zu einer schwächeren Wirksamkeit von Schmerzmitteln.

Gleichzeitig führt Magnesium zur Muskelentspannung im Gelenkumfeld, was Schmerzen und Druck reduziert.

Magnesium sollte bei Gelenkproblemen daher täglich als Nahrungsergänzung eingenommen werden - und zwar idealerweise in Form von Magnesiumtaurat. Hier ist Magnesium mit der knorpelzellstabilisierenden und antioxidativen Aminosäure Taurin verbunden.

Taurin kann überdies Entzündungsmediatoren wie TNF-α und Interleukine hemmen und die Mastzellaktivität regulieren, was bei arthrosebedingten Entzündungsschüben von Vorteil ist. Durch die Chelatform wird Taurin gezielt in das Gewebe eingeschleust.

Magnesiumtaurat ist somit eine Kombination, die Gelenkentzündungen beruhigen und den Knorpelstoffwechsel funktionell unterstützen kann.

* Hier erhalten Sie Magnesiumtaurat - wovon man 2-mal täglich je 2 Kapseln bzw. 2-mal täglich je 1000 mg nimmt, am besten morgens zum Frühstück und am frühen Abend zu einer leichten Mahlzeit.

Eisen

Ein Eisenüberschuss kann die Entwicklung einer Arthrose (und vieler anderer Erkrankungen) beschleunigen und fördern. Eisen sollte daher bei Arthrose nur eingenommen werden, wenn ein Mangel vorliegt.

Bor

Bor ist ein Spurenelement, das sich äußerst positiv auf die Knochen- und Gelenkgesundheit auswirken könnte. Überprüfen Sie daher, ob Ihre Ernährung ausreichend Bor enthält. Wenn nicht, könnte eine entsprechende Nahrungsergänzung hilfreich sein. Denn Bor befindet sich direkt in der Gelenkflüssigkeit - und die Gelenkflüssigkeit von Arthrosepatienten enthält weniger Bor als die von Gesunden.

Kleine Studien weisen bereits auf die schmerz- und entzündungslindernden Eigenschaften einer Nahrungsergänzung mit Bor hin. Bor verbessert außerdem die Wirksamkeit von Vitamin D, das - wie Sie gleich nachfolgend lesen werden - ebenfalls schmerz- und entzündungslindernde Eigenschaften bei Arthrose zeigt.

Weitere Wirkmechanismen von Bor bei Arthrose und auch die erforderliche Bor-Dosis einer entsprechenden Nahrungsergänzung sowie eine Liste mit borhaltigen Lebensmitteln finden Sie in unserem Artikel über Bor und Borax - Der Stoff für Knochen und Gelenke.

* Hier finden Sie Borkapseln mit täglich 3 mg - am besten zum Mittagessen nehmen.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), wirken entzündungsmodulierend auf den Gelenkstoffwechsel.

EPA wird in sogenannte Resolvine und Protectine umgewandelt – körpereigene Substanzen, die Entzündungen aktiv beenden, anstatt sie nur zu unterdrücken wie klassische Schmerzmittel. Dadurch kann sich das Gelenkgewebe besser regenerieren, und die Bildung entzündungsbedingter Knorpelabbauprodukte wird reduziert.

DHA unterstützt zusätzlich die Flexibilität der Zellmembranen in Knorpel- und Nervenzellen und kann bei Arthrose-bedingten Nervenschmerzen hilfreich sein.

Zur Gelenkprävention und bei leichten Schmerzen genügen 800-1000 mg pro Tag. Therapeutisch bei aktiver Arthrose werden häufig 2000–3000 mg EPA/DHA täglich empfohlen (ideal EPA-betont (z. B. 60-70 % EPA-Anteil). Die höhere Dosis aber mit dem Arzt besprechen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Curcumin und anderen Antioxidantien - siehe weiter unten - wird die Wirkung der Antioxidantien verstärkt, da Omega-3 die Zellmembran für Wirkstoffe öffnet.

* Hier erhalten Sie ein veganes Omega-3-Präparat mit über 800 mg DHA und EPA. Das Verhältnis von DHA zu EPA ist hier aber 2:1. Bei Arthrose soll ein Verhältnis von 2:3 bis 1:3 besser sein, was es aber unseres Wissens nach in veganer Form nicht gibt.

* Hier erhalten Sie ein nicht-veganes Omega-3-Präparat mit richtigem Verhältnis von 660 mg EPA zu 440 mg DHA pro 2 Kapseln.

Omega-3-Fettsäuren immer mit einer fetthaltigen Mahlzeit nehmen und die Tagesdosis auf 2 Portionen aufteilen.

Vitamine als Nahrungsergänzung bei Arthrose

Liegen konkrete Vitaminmängel vor, müssen diese ebenfalls mit einer entsprechenden Ernährung oder passenden Nahrungsergänzungen behoben werden. Lassen Sie sich diesbezüglich durchchecken und nehmen Sie die fehlenden Vitamine in der für Sie richtigen Dosis ein, z. B. Vitamin D:

Vitamin D

Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel (unter 30 ng/ml) wird häufig bei chronischen Erkrankungen festgestellt und sollte dann in jedem Fall behoben werden. Lassen Sie daher Ihren Vitamin-D-Wert bestimmen und nehmen Sie dann die für Sie individuell passende Dosis ein. Ideal sind Werte zwischen 40 und 60 ng/ml.

Wie viel Vitamin D Sie konkret benötigen, haben wir in verschiedenen Tabellen zusammengefasst (abhängig vom Ist-Wert und vom gewünschten Ziel-Wert).

Bitte schreiben Sie uns eine Mail. Wir senden Ihnen die Tabellen als PDF dann kostenlos zu.

Die Werte der Tabellen beziehen sich immer auf ein Körpergewicht von 75 kg. Oft ist eine Dosis von täglich 4000 IE ideal, die im Sommer dann - wenn man viel in der Sonne ist - auf 2000 IE reduzieren kann.

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel und ist daher auch für die Gelenke von großer Bedeutung. Bei der Arthrose kommt es zu einer Sklerose der Knochenenden im Gelenk. Das heißt, die Knochenenden, die sich unter der schwindenden Knorpelmasse befinden, werden porös und die Knochendichte nimmt an diesen Stellen ab.

Vitamin D nun hat genau auf diese Zellen im beschädigten Knochen enormen Einfluss. Fehlt Vitamin D ist der Knochen im Gelenk natürlich anfälliger und die Arthrose kann schneller fortschreiten. Daher muss Vitamin D in jedem Fall Bestandteil einer umfassenden Arthrose-Therapie sein.

Im Jahr 2015 las man sodann auch in der Januarausgabe von The Clinical Journal of Pain, dass Patienten mit Arthrose viel besser gehen und sich bewegen konnten, wenn ihr Vitamin-D-Spiegel gesund war als Betroffene mit Vitamin-D-Mangel.

* Hier erhalten Sie ein hochwertiges Vitamin-D-Präparat, das sie sehr individuell dosieren können (pro Tropfen enthält es 1000 IE Vitamin D) - am besten zu einer Mahlzeit nehmen.

Vitamin K2

Während Vitamin D u. a. für die Resorption von Calcium aus dem Darm verantwortlich ist, kümmert sich das Vitamin K2 um die richtige Umverteilung des Calciums im Körper. Es sorgt dafür, dass das Calcium in die Knochen wandern kann, so dass diese stark und widerstandsfähig sind.

Schon 2006 las man im Fachjournal Arthritis & Rheumatology, dass eine mangelhafte Vitamin-K2-Versorgung weithin üblich sei, was zu Knochen- und Knorpelkrankheiten führen könne. Die Entstehung sog. Osteophyten (degenerative Knochenveränderungen, die bei Arthrose oft vorkommen), sei ein Prozess, der bei Vitamin-K2-Mangel einsetze.

Man untersuchte sowohl den Vitamin-K2-Status als auch Röntgenbilder der Knie- und Handgelenke von 672 Patienten. Es zeigte sich: Je höher der Vitamin-K-Spiegel der Probanden, umso gesünder ihre Gelenke.

Forscher der Tufts University in Boston verkündeten ein Jahr später (2007), dass ein Vitamin-K2-Mangel zu allerlei Krankheiten führe wie z. B. zu verstärkten Knochenbrüchen, zu einem Schwund der Knochendichte, zu einer Verhärtung der Arterien und eben auch zu einer Arthrose.

Die Tagesdosis beträgt meist 80-100 µg. Nimmt man mehr als 2500 µg Vitamin D ein, kann man die Vitamin-K2-Dosis auf 200 µg erhöhen. (Wenn Sie Blutgerinnungshemmer vom Typ der Vitamin-K-Antagonisten nehmen, besprechen Sie die Vitamin-K-Einnahme mit dem Arzt.)

* Hier erhalten Sie ein Vitamin-K2-Präparat mit 20 µg Vitamin K2 pro Tropfen - gemeinsam mit Vitamin D zu einer Mahlzeit nehmen.

Vitamine B, C und E

Selbstverständlich sollten Sie auch mit allen anderen essentiellen Vitaminen rundum gut versorgt sein. So weiß man beispielsweise, dass ausreichend Vitamin E und Vitamin C bei der Vorbeugung und Therapie von Arthrose wichtig ist.

Vitamin C stimuliert die Kollagenbildung und wirkt knorpelschützend. Vitamin E hemmt die Bildung freier Radikale in der Gelenkflüssigkeit.

Die B-Vitamine sind überdies an so vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, dass sie IMMER in genügenden Mengen eingenommen werden sollten – ob nun mit der Nahrung oder zusätzlich als Nahrungsergänzung (Vitamin-B-Komplex).

Antioxidantien

Bei Arthrose muss zudem unbedingt der Antioxidantien-Status des Organismus optimiert werden. Antioxidantien schützen die Gelenke, indem sie freie Radikale neutralisieren und auch manche Enzyme hemmen, die andernfalls den Knorpel schädigen würden. Die o. g. Vitamine C und E gehören bereits zu diesen Antioxidantien.

Eine starke antioxidative Kraft insbesondere in Bezug auf die Gelenke haben auch Curcumin, OPC und Astaxanthin. Diese drei Substanzen wirken nicht nur allgemein antioxidativ, sondern greifen gezielt in die Entzündungskaskaden ein, die bei Arthrose den Knorpel schädigen.

OPC

OPC (Oligomere Proanthocyanidine) aus Traubenkernen wirken als Radikalfänger im Gelenkgewebe und schützen die Kollagen- und Elastinstrukturen des Knorpels vor oxidativem Stress.

Zusätzlich können OPC Kapillardurchblutung und Mikrozirkulation im Gelenk verbessern, was die Versorgung des Knorpels mit Nährstoffen fördert. OPC zeigen außerdem hemmende Wirkungen auf Entzündungsbotenstoffe wie TNF-α und IL-1β.

* Hier erhalten Sie hochdosiertes OPC.

Astaxanthin

Astaxanthin, ein Carotinoid aus Mikroalgen, zählt zu den stärksten natürlichen Antioxidantien und wirkt besonders zellmembranprotektiv. Es schützt Chondrozyten (Knorpelzellen) vor oxidativem Stress und wirkt gleichzeitig mastzell- und entzündungsregulierend, was bei arthrosebedingten Entzündungsreaktionen hilfreich ist.

Astaxanthin kann zudem die Gelenksteifigkeit reduzieren und die Beweglichkeit verbessern, wie Humanstudien zeigen.

Die effektivste Kombination

Für eine spürbare Wirkung bei Arthrose reicht ein einzelnes Antioxidans oft nicht aus. Am effektivsten ist die Kombination aus Omega-3 und Curcumin, die man dann noch um ein polyphenolreiches Antioxidans wie OPC oder Astaxanthin ergänzt.

Natürlich liefert auch eine gesunde Ernährung aus frischen grünen Smoothies, Salaten, Früchten und Gemüsen viele antioxidativ wirksamen Stoffe.

Hormone bei Arthrose

Bei Frauen tritt eine Arthrose häufig mit den Wechseljahren auf. Hier ist weniger das Alter verantwortlich als vielmehr der Hormonhaushalt. Oft heißt es, ein Östrogenmangel verstärke die Gelenkerkrankung. Nicht selten ist es jedoch eine Östrogendominanz, also ein gestörtes Östrogen-Progesteron-Verhältnis, das die Arthrose verstärkt.

In einer Studie vom Juli 2013 zeigte sich dann auch, dass sich die Beschwerden nach dem regelmäßigen Auftragen einer Creme mit bioidentischem Progesteron deutlich besserten. Lassen Sie daher Ihren Hormonspiegel überprüfen und lassen Sie sich dann - wenn nötig - von Ihrem Gynäkologen die entsprechende Creme verschreiben. (Über hormony.de finden Sie Therapeuten, die sich mit der bioidentischen Hormontherapie auskennen.)

Nahrungsergänzungsmittel bei Arthrose – Beispiel-Protokoll

Bitte stellen Sie sich nun – gerne mit Hilfe Ihres Arztes oder Heilpraktikers – aus den genannten Nahrungsergänzungsmitteln jene zusammen, die für Sie persönlich und Ihre Arthrosesymptome ideal sind.

Unser nachfolgendes Einnahmeprotokoll mit Nahrungsergänzungen bei Arthrose ist daher nur ein Beispiel zur Orientierung, damit Sie sehen, wie ein solches zusammengestellt werden könnte. Sie können es problemlos Ihren Bedürfnissen entsprechend erweitern, ändern oder verkürzen.

Morgens

  1. Glucosamin 1500 mg und Chondroitin 1200 mg - die Hälfte vor der Mahlzeit mit etwas Wasser.
  2. MSM 2000 bis 4000 mg - davon die Hälfte zum Frühstück
  3. Hyaluronsäure 500 mg zum Frühstück
  4. Curcumin - die Hälfte zum Frühstück
  5. OPC - die Hälfte zum Frühstück
  6. Magnesiumtaurat - die Hälfte zum Frühstück
  7. Omega-3-Fettsäuren - die Hälfte zum Frühstück

Mittags

  1. Silicium zum Mittagessen
  2. Bor zum Mittagessen

Abends

  1. Glucosamin 1500 mg und Chondroitin 1200 mg - die zweite Hälfte vor der Mahlzeit mit etwas Wasser.
  2. MSM 2000 bis 4000 mg - davon die zweite Hälfte zum Abendessen
  3. Curcumin - die zweite Hälfte zum Abendessen
  4. OPC - die zweite Hälfte zum Abendessen
  5. Magnesiumtaurat - die zweite Hälfte zum Abendessen
  6. Omega-3-Fettsäuren - die zweite Hälfte zum Abendessen

Bei Schmerzen

Wenn Sie Schmerzmittel benötigen, dann probieren Sie zunächst Teufelskralle und/oder PEA, bevor Sie sich Medikamente verschreiben lassen.

Bei Bedarf einnehmen

Vitamin D, Selen und Zink erst überprüfen lassen - und nur bei Bedarf einnehmen, um einen Mangel zu vermeiden bzw. zu beheben.

Ernährungsplan bei Arthrose

Vergessen Sie überdies die richtige Ernährung nicht und bleiben Sie in Bewegung. Denn gerade ohne Bewegung können Sie Präparate einnehmen, so viel Sie möchten, den erwünschten Durchbruch werden Sie allein dadurch nicht erreichen.

Schon oben hatten wir auf unseren 7-tägigen Ernährungsplan bei Arthrose hingewiesen. Er hilft Ihnen, Ihre Ernährung so umzustellen, dass sich diese langfristig äußerst positiv auf Ihre Gelenkgesundheit auswirken wird. Zusätzlich helfen dann die vorgestellten Nahrungsergänzungsmittel.

Update 13.10.2025

Der Artikel wurde vollständig überarbeitet und aktualisiert.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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