Arthrose kann Mensch und Tier betreffen
Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, die mit Entzündungen, meist unangenehmen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehen kann. Arthrose kann von Bakterien verursacht werden. Betroffene können das arthritische Gelenk nur noch unter heftigen Schmerzen bewegen, was den Alltag und die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt.
Informationen zur ganzheitlichen Arthrosetherapie beim Menschen finden Sie in unserem Artikel Arthrose – mit natürlichen Maßnahmen verbessern.
Von Arthrose können nicht nur Menschen, sondern auch Tiere betroffen sein, z. B. Hunde. Betroffene Hunde schonen das betroffene Gelenk, lahmen und bewegen sich deutlich langsamer. Auch wechseln sie häufig die Schlafposition und möchten nicht mehr lange spazieren gehen.
Das Gelenk kann überdies – wie beim Menschen – geschwollen, heiß und berührungsempfindlich sein.
Schulmedizinische Arthrose-Therapie: Keine Heilung, aber Nebenwirkungen
Die schulmedizinische Therapie ist weder für Menschen noch für Tiere zufriedenstellend und geht mit hohen Risiken für schädliche Nebenwirkungen einher. Eine Heilung wird selbstverständlich nicht in Aussicht gestellt, da Arthrose als degenerative und altersbedingte Erkrankung gilt.
Also werden starke Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente verordnet, die wenigstens zeitweise die Symptome lindern sollen. Ohne Medikamente kehren Schmerz und Entzündung jedoch immer wieder zurück.
Meist muss man zeitgleich sog. Magenschutzmedikamente (PPI) nehmen bzw. seinem Hund geben. Diese aber führen bei manchen Hunden erst recht zu Beschwerden, nämlich zu häufigem Erbrechen und Übelkeit. Weitere Nebenwirkungen der PPI stellen wir im Artikel Der Teufelskreis der PPI vor.
Arthrose-Betroffene bzw. Menschen mit Arthrose-Hunden sind daher nicht selten permanent auf der Suche nach natürlichen Alternativen, die helfen oder vielleicht sogar bis zu einem gewissen Grad heilen können, ohne gleichzeitig zu schaden.
Zwei natürliche Rezepturen aus Heilkräutern und Nahrungsergänzungsmitteln wurden in einer kanadischen Studie getestet – mit Erfolg!
Wirksame Heilkräuter gegen Arthrose
Prof. Éric Troncy und seine Kollegen von der kanadischen Université de Montréal widmen sich seit Jahren der Suche nach einer wirksamen natürlichen Behandlungsmethode gegen Arthrose (1).
Die Forscher entwickelten zwei Rezepturen, die kombiniert gegen Arthrose vorgehen (Formula Alpha und Formula Beta).
Da es die beiden Formulas nicht im Handel gibt, beschreiben wir die Zusammensetzung pro Kapsel ausführlich in einem separaten PDF, damit Sie sich die entsprechenden Einzelmittel organisieren können. Gerne können Sie das PDF per Mail bei uns kostenlos anfordern.
Formula Alpha
Die erste Rezeptur (wurde in der Studie Formula Alpha genannt) wirkt konkret gegen die Entzündung im Gelenk und besteht aus (bei den pflanzlichen Bestandteilen sind es immer Extrakte):
Mutterkraut, Teufelskralle, Blättern der schwarzen Johannisbeere, Indischem Weihrauch, Weidenrinde und Omega-3-Fettsäuren
Wie konkret Omega-3-Fettsäuren bei Gelenkschmerzen helfen, lesen Sie in unserem Artikel Omega-3-Fettsäuren reduzieren Arthrose-Schmerzen.
Die genaue Zusammensetzung von Formula Alpha pro Kapsel finden Sie im o. g. PDF.
Formula Beta
Das zweite Mittel wurde Formula Beta genannt. Es besteht aus (auch hier sind es bei den pflanzlichen Zutaten immer Extrakte):
Teufelskralle, Blättern der schwarzen Johannisbeere, Indischem Weihrauch, Omega-3-Fettsäuren, Bromelain aus der Ananas, Curcumin aus Kurkuma sowie Chondroitinsulfat, Glucosaminsulfat, MSM, Hyaluronsäure und L-Glutamin
Diese Rezeptur lindert nicht nur die Entzündungen der Arthrose, sondern mindert den Schmerz und fördert außerdem die Regeneration der Gelenke, also den Knorpelaufbau.
Über die entzündungshemmende Wirkweise von Curcumin lesen Sie im Artikel Curcumin - Wirkung und Anwendung.
Die genaue Zusammensetzung von Formula Beta pro Kapsel finden Sie im o. g. PDF.
Das Einnahme-Protokoll
An der kanadischen Studie von Prof. Troncy nahmen 32 große Hunde teil, die alle die Diagnose Arthrose erhalten hatten. Die Wissenschaftler teilten die Tiere in zwei Gruppen ein. Die eine Hälfte erhielt ein Placebo.
Bei den anderen Hunden ging man so vor:
Sie erhielten zunächst Formula Alpha – und zwar 28 Tage lang. Anschließend erhielten sie Formula Beta von Tag 29 bis Tag 56.
Jeder Hund (bis 25 kg) erhielt eine Kapsel pro Tag. Hunde, die zwischen 25 und 39 kg wogen, erhielten zwei Kapseln, noch schwerere Hunde erhielten pro 10 Kilogramm mehr auch eine Kapsel mehr.
Nach 8 Wochen weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit
Nach den ersten vier Wochen konnten Prof. Troncy und seine Kollegen nur geringe Verbesserungen bei jener Gruppe feststellen, die das Mittel erhalten hatte. Nach Ablauf der gesamten acht Wochen sah man jedoch deutlichere Ergebnisse:
Die Hunde hatten viel mehr Kraft in den betroffenen Beinen, bewegten sich wieder viel mehr (zwei Stunden pro Tag mehr als zuvor) und belasteten die ursprünglich kranken Gelenke wieder verstärkt. All das deutete auch auf viel weniger Schmerzen hin.
In der Placebogruppe hingegen verschlechterten sich die Arthrose-Symptome und damit das Befinden vieler Tiere kontinuierlich. Gleichzeitig bewegten sich die Tiere aus dieser Gruppe immer weniger.
Pflanzliche Mittel wirken bei Mensch und Tier
Die beiden Kombinationen aus natürlichen Kräutern, Gewürzen, Fettsäuren etc. wirken sich also außerordentlich positiv bei Arthrose aus.
Zwar wurde die Untersuchung an Hunden durchgeführt, doch sind von vielen der eingesetzten Substanzen die positiven entzündungshemmenden und schmerzstillenden Auswirkungen auch auf den Menschen längst bekannt.
Man kann also davon ausgehen, dass auch Menschen mit Arthrose von den beiden Kombinationen profitieren können.
Noch gibt es die beiden Mittel in den beschriebenen Kombinationen nicht im Handel zu kaufen. Doch können die aufgeführten Zutaten natürlich auch einzeln besorgt und dann gemeinsam eingenommen werden. Entsprechende Empfehlungen finden Sie ganz unten bei den Bezugsquellen.
Weitere Maßnahmen bei Arthrose beim Hund
Zusätzlich gibt es weitere Maßnahmen, die bei Arthrose hilfreich sein können:
Natives Kollagen Typ II
Ein Präparat mit nativem Kollagen Typ II kann in Kombination mit Glucosamin- und Chondroitinsulfat die Gelenkgesundheit schützen und entzündliche Schmerzen lindern.
* Hier erhalten Sie ein Kollagen-Typ-II-Präparat. Pro Tagesdosis enthält es für Menschen 40 mg. Hunde ab 25 kg könnten ebenfalls 40 mg erhalten. Kleinere/leichtere Hunde die Hälfte (Kapsel öffnen und Menge halbieren). Geben Sie das Kollagen möglichst nüchtern, also z. B. morgens mit 1-2 TL Nassfutter.
Ein Glucosamin-Chondroitin-Präparat geben wir unten bei den Bezugsquellen an.
Physiotherapie für Hunde
Parallel dazu sollten Sie mit Ihrem Hund eine physiotherapeutische Praxis für Hunde aufsuchen und konsequent die entsprechenden Übungen, die Sie dort gezeigt bekommen, zu Hause durchführen.
Denn das A und O ist auch beim Hund: in Bewegung bleiben sowie Fehlbelastungen (infolge der Schonung) und Muskelabbau vermeiden!
CBD-Öl
Zur Anwendung von CBD-Öl bei Hunden lesen Sie alles im Artikel So können Sie CBD-Öl bei Ihrem Hund einsetzen
Warum Gelenktabletten nicht immer gut sind
Wenn Sie zu Produkten greifen möchten, die "Gelenktabletten" o. ä. genannt werden, so gibt es diese von zahlreichen Herstellern. Achten Sie sehr sorgfältig darauf, ob auch genügend Wirkstoffgehalt vorhanden ist.
Denn oft ist es so: Selbst wenn z. B. Teufelskralle darauf steht, ist davon häufig nur das Pulver enthalten, also kein Extrakt und bei Kombipräparaten oft auch nur verschwindend geringe Mengen.
Mögliche Bezugsquellen der Mittel gegen Arthrose
Da wir immer wieder nach einer Bezugsquelle für die genannten Mittel gefragt werden, es diese aber in den beschriebenen Kombinationen leider nicht fertig im Handel zu kaufen gibt, haben wir nach Produkten mit den einzelnen Zutaten Ausschau gehalten, die man dann entsprechend zusammen geben könnte.
Da Einzelpräparate aber dann wieder oft viel höher dosiert sind, muss man die jeweiligen Kapselinhalte meist teilen. Beim Bromelain (Ananasextrakt) ist das aber nicht möglich, weil es magensaftresistente Kapseln sind, so dass wir hier kein für Hunde geeignetes Präparat finden konnten.
In Sachen Kurkuma könnte man 1/2 TL Kurkumapulver geben (ca. 1,5-2 g), was dann dem im Einnahmeprotokoll genannten Extrakt (35 mg mit 95 % Curcumin) entsprechen würde. Doch hier müssten Sie langsam einschleichen und schauen, wie es Ihr Hund verträgt - und die Tagesdosis evtl. auf zwei Dosen aufteilen (eine morgens und die andere abends).
Wir haben ansonsten die folgenden Präparate gefunden, die man kombinieren könnte und die vermutlich auch für die Hauptwirkung verantwortlich sind.
* Kapseln mit Teufelskrallenextrakt (2,7 % Harpagosid) - Die in der Studie verwendete Menge pro Kapsel entspricht einer halben Kapsel des angegebenen Produkts.
* Kapseln mit Weihrauchextrakt (85 % Boswelliasäuren) - auch hier genügt die Hälfte der Kapsel.
* Omega-3-Fettsäuren für Ihren Hund.
* Glucosamin, Chondroitin, MSM und Hyaluronsäure gibt es kombiniert im Präparat Cosequin für Hunde.
Fazit: Natürliche Mittel helfen bei Arthrose
Natürliche Mittel können also laut vorgestellter Studie gut bei Arthrosebeschwerden helfen. Vielleicht könnten Sie auch Ihren Tierarzt fragen, ob er inzwischen ein passendes Kombi-Präparat kennt bzw. zwei.