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  • Frau leidet unter Verstopfungen
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Verstopfung - Symptome, Ursachen und Lösungen

Verstopfung kann zahlreiche Ursachen haben. Meist lässt sie sich ohne Medikamente beheben. Wir stellen die möglichen Ursachen einer Darmträgheit vor sowie die passenden Lösungen, zeigen Ihnen also, was Sie bei akuter oder chronischer Verstopfung tun können.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 16 Mai 2026
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Verstopfung - Was hilft?

  1. Verstopfung entsteht, wenn sich der Stuhl zu langsam durch den Darm bewegt und zu viel Wasser entzogen wird – der Stuhl wird hart und trocken.
  2. Häufige Ursachen sind Bewegungsmangel, ballaststoffarme Ernährung, zu wenig Flüssigkeit, Stress, Medikamente und das Unterdrücken des Stuhldrangs.
  3. Typische Symptome sind harter Stuhl, seltene Darmentleerung, Blähungen, Bauchschmerzen und starkes Pressen beim Stuhlgang.
  4. Chronische Verstopfung kann langfristig zu Hämorrhoiden, Divertikulitis, Darmvorfall und sogar Herz-Kreislauf-Problemen beitragen.
  5. Besonders hilfreich sind Bewegung, ausreichend Wasser, ballaststoffreiche Ernährung sowie natürliche Maßnahmen wie Flohsamenschalen, ausgewählte Hausmittel oder Einläufe.

Wie entsteht eine Verstopfung?

Verstopfung wird auch Darmträgheit genannt. Sie entsteht dann, wenn der Stuhl sich zu langsam durch den Darm bewegt und zu viel Wasser absorbiert wird. Dadurch wird der Stuhl hart und trocken, was zu einer erschwerten Ausscheidung führt.

Wie viele Menschen sind betroffen?

In den westlichen Industrieländern zählt die chronische Verstopfung mittlerweile zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. In Deutschland leiden ca. 15 Millionen Erwachsene an chronischer Darmträgheit, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Gelegentlich verstopft sind ein Drittel aller Deutschen.

Allerdings liegt die Dunkelziffer sehr viel höher, da viele Betroffene wegen ihrer Verdauungsbeschwerden erst gar keinen Arzt aufsuchen. Auch bei Kindern treten Verstopfungen immer häufiger auf.

Am häufigsten sind Menschen über 65 Jahren betroffen. 75 Prozent der älteren Menschen, die sich im Krankenhaus oder in einem Seniorenheim befinden, nehmen regelmäßig Abführmittel.

Welche Symptome treten auf?

Bei Verstopfung handelt es sich um eine unregelmäßige Stuhlentleerung mit hartem und trockenem Stuhl, die auch mit Anstrengung (Pressen) oder sogar Schmerzen verbunden sein kann.

Auch kann ein Gefühl bestehen bleiben, dass der Darm nicht vollständig entleert wurde. Zudem kann es zu weiteren Symptomen wie Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Krämpfen kommen.

Wer ab und zu verstopft ist, z. B. im Urlaub, muss sich noch keine Sorgen machen. Anders aber sieht es bei der chronischen Verstopfung aus. Eine solche liegt vor, wenn über einen Zeitraum von insgesamt 12 Wochen innerhalb eines Jahres mindestens zwei der folgenden Merkmale auftreten:

Harter Stuhl, das Gefühl einer unvollständigen Entleerung, das Gefühl einer Darmverengung, Anstrengung bei der Stuhlentleerung und weniger als dreimal Stuhlgang pro Woche.

Welche Folgen kann eine chronische Verstopfung haben?

Aus Sicht der Naturheilkunde sollte man täglich mindestens einmal Stuhlgang haben. (Bei einer ballaststoffreichen Vollwerternährung mit hohem Frischeanteil kommt man idealerweise sogar auf zwei bis drei Stuhlgänge pro Tag (man kann sagen 1 Stuhlgang pro Mahlzeit)).

Eine chronische Darmträgheit hingegen ist nicht nur kurzfristig unangenehm. Sie kann auch langfristig unangenehme Folgen haben:

Hämorrhoiden und/oder Analfissuren (Schleimhauteinrisse am After)

Hämorrhoiden können durch starkes Pressen beim Stuhlgang verursacht werden. Analfissuren entstehen, wenn harter Stuhl den Schließmuskel überdehnt. Dadurch kann es auch zu Blut im Stuhl kommen. Beides sind lästige und teilweise äußerst schmerzhafte Beschwerden, denen man besser mit entsprechenden Maßnahmen vorbeugt.

Gerade Analfissuren heilen auch nur sehr schlecht und langsam - und natürlich nur, wenn der Stuhl ab sofort weniger hart ist und auch nicht mehr heftiges Pressen nötig ist.

Rektalprolaps (Darmvorfall)

Durch das starke Pressen beim Stuhlgang - vor allem bei angeborener oder erworbener Bindegewebsschwäche - kann ein Teil des Mastdarms durch den After nach außen gedrückt werden. Oft gleitet er von selbst wieder zurück oder kann mit dem Finger zurückgedrückt werden. In schwereren Fällen kann eine Operation notwendig werden.

Divertikulitis

Eine relativ häufige Folge einer chronischen Verstopfung ist die so genannte Divertikulitis. In der Schleimhaut des Enddarms bilden sich bei vielen Menschen Ausstülpungen (Divertikel).

Wenn nun infolge einer Darmträgheit Stuhl in diese Schleimhautsäckchen gedrückt wird, dann kann dieser dort zu Entzündungen führen – eine Divertikulitis entsteht. Die Divertikulitis geht mit Übelkeit, Schmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit einher.

Herzprobleme

Verstopfung kann das Risiko schwerer Herzereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz erhöhen. Eine Studie zeigt, dass Darmträgheit ein oft unterschätzter Risikofaktor für Herzprobleme sein könnte (1)

Was sind die Ursachen?

Eine Darmträgheit kann entweder akut oder chronisch sein. Die Symptome einer akuten Verstopfung beginnen im Allgemeinen plötzlich und sind von kurzer Dauer. Die häufigsten Ursachen einer akuten Darmträgheit sind die folgenden:

Bewegungsmangel und eine ballaststoffarme Ernährung, Wassermangel, Stress, häufige Unterdrückung des Stuhldrangs (z. B. weil man gerade unterwegs ist oder aus anderen Gründen keine Zeit hat oder sich keine nehmen will), Reisen, Bettlägerigkeit bei Krankheit oder nach einer Operation, Medikamente (mit Nebenwirkung Verstopfung) oder hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder Schwangerschaft.

Manche Krankheiten können mit Darmträgheit einhergehen, z. B. Parkinson, Multiple Sklerose, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Darmkrebs oder das Reizdarmsyndrom

Was kann man tun?

Aus den oben aufgeführten möglichen Ursachen ergeben sich sodann auch die erforderlichen Maßnahmen, die man umsetzen kann, um das Problem im wahrsten Sinne des Wortes zu lösen. Bei einer Darmträgheit können Sie daher folgendes tun:

Bewegen Sie sich!

Regelmäßige Bewegung fördert eine gesunde Verdauung, aktiviert außerdem die Darmbewegung und verkürzt so die Aufenthaltsdauer des Speisebreis im Verdauungstrakt.

Je aktiver Sie sind, umso weniger wahrscheinlich ist ein träger Darm. Speziell Bauchmuskeltraining massiert den Darm auf besondere Weise und sorgt letztendlich für eine gesunde physiologische Druckerhöhung im Bauchraum beim Stuhlgang.

Essen Sie ballaststoffreich!

Die häufigste Ursache für eine Verstopfung sind Bewegungsmangel gemeinsam mit einer ballaststoffarmen Ernährung. Verarbeitete Nahrungsmittel (Backwaren aus Weißmehlen, Süßigkeiten, Wurst, Milchprodukte) sind nicht nur ballaststoffarm.

Verarbeitete Produkte haben außerdem einen hohen Gehalt an Fett, Salz und Zucker, die den Verdauungsprozess verlangsamen können. Dadurch wird zu viel Flüssigkeit aus dem Stuhl absorbiert und eine Darmträgheit entsteht.

Aber auch bestimmte Inhaltsstoffe in der Milch wie z. B. Casomorphine wirken obstipationsfördernd. Sie bremsen die Darmbewegung und verlängern die Darmpassagezeit. Besonders Kinder reagieren auf Kuhmilchprodukte daher häufiger mit Verstopfung.

Gesunde Ballaststoffe

Ballaststoffe (aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten) binden Wasser im Verdauungstrakt und sorgen so für eine Erhöhung des Stuhlvolumens. Auf die Darmwände wird dadurch Druck ausgeübt und der Stuhlgang wird angeregt.

Spezielle Ballaststoffe können auch in Form von Nahrungsergänzungen eingenommen werden, z. B. Flohsamenschalen, Gerstengraspulver, Baobabpulver, Kokosmehl, Haferkleie, Inulinpulver etc.

Wie Sie sich gesund und ballaststoffreich ernähren können, zeigen Ihnen unsere Ernährungspläne, z. B. der Ernährungsplan zur Entgiftung oder auch der entzündungshemmende Ernährungsplan (ideal bei chronischen Entzündungen).

Überprüfen Sie, ob Sie Medikamente nehmen, die verstopfend wirken

Falls Sie regelmäßig Medikamente nehmen oder in letzter Zeit bekommen haben (z. B. Narkose), überprüfen Sie bei Verstopfung immer auch, ob eine Verlangsamung der Darmtätigkeit nicht gar zu den Nebenwirkungen dieser Medikamente gehören könnte.

Wenn ja, könnten Sie mit Ihrem Arzt über alternative Medikamente sprechen, die Sie u. U. besser vertragen. Zu den verstopfenden Medikamenten zählen u. a.:

Schmerzmittel (Opiate), Narkosemittel, Blutdrucksenker, Antazida (Säureblocker), Beruhigungsmittel, Antihistaminika (z. B. gegen Allergien), Hustenmittel, Antidepressiva, Eisenpräparate, Diuretika ("Wassertabletten"), krampflösende Mittel, Chemotherapeutika und häufiger Gebrauch von Abführmitteln.

Letzteres kann dazu führen, dass der Darm sich an die Abführmittel gewöhnt und immer mehr davon benötigt. Lässt man die Mittel weg, ist die Verstopfung letztendlich schlimmer als zuvor.

Dies gilt insbesondere für stimulierende Abführmittel, wie z. B. Bisacodyl, Natriumpicosulfat (z. B. Laxoberal) oder Sennesblätter/Senna. Sie regen die Darmmotilität künstlich an. Weniger problematisch sind Mittel wie Macrogol (osmotisch wirksame Abführmittel).

Trinken Sie mehr Wasser!

Wenn nicht ausreichend stilles Wasser getrunken wird, versucht der Körper, die erforderliche Flüssigkeitsmenge im Blut aufrecht zu erhalten, indem er das benötigte Wasser aus dem Stuhl entfernt. Dadurch wird der Stuhl hart und trocken – mit der Folge einer Verstopfung.

Wasser hingegen ist in der Lage, das Stuhlvolumen zu erhöhen, so dass der Stuhl leichter durch das Verdauungssystem transportiert und problemlos ausgeschieden werden kann. Koffeinhaltige Getränke sowie Alkohol eignen sich nicht als Wasserersatz. Sie können dehydrierend auf den Körper wirken und auf diese Weise eine Darmträgheit begünstigen.

Unterdrücken Sie nie den Stuhldrang!

Oftmals wird der Stuhldrang unterdrückt, da man beispielsweise öffentliche Toiletten nicht benutzen möchte oder weil der Zeitpunkt gerade ungünstig erscheint.

Unterdrückt man wiederholt den Stuhlgang, kann das zu einer Unempfindlichkeit des Darmes führen. Mit der Zeit merkt man den Stuhldrang nicht mehr oder nicht mehr so deutlich und die Darmträgheit wird immer schlimmer.

Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und geben Sie dem Stuhldrang rechtzeitig nach. Nehmen Sie sich außerdem Zeit für einen ungestörten Toilettengang. Stressen Sie Ihren Körper nicht.

Wenn Sie nur noch schwach einen Stuhldrang wahrnehmen, gehen Sie öfter zur Toilette und probieren, ob Stuhlgang möglich ist, auch wenn sich zunächst nur wenig Stuhl zeigt oder gar keiner.

Im Laufe der Zeit wird Ihr Darm merken, dass der Stuhlgang nicht mehr unterdrückt wird, sondern erwünscht ist. Der Stuhldrang wird dann mit der Zeit wieder deutlicher.

Vermeiden Sie Stress!

Manche Menschen reagieren auf psychische Belastungen wie Umgebungswechsel oder unbefriedigende Arbeits- oder Familienverhältnisse mit Durchfall, andere mit Darmträgheit. Achten Sie trotz stressiger Lebenssituation auf ein gutes Stressmanagement, damit der Stress nicht womöglich eine Verstopfung auslöst.

Halten Sie feste Essenszeiten ein!

Regelmäßig eingenommene Mahlzeiten fördern die normale Verdauungstätigkeit und können dabei helfen, eine Verstopfung zu verhindern.

Hausmittel bei Verstopfung

Wenn all das nicht hilft und Sie nachhelfen müssen, dann können Sie entweder zu bewährten verdauungsfördernden Hausmitteln greifen, die eine Obstipation meist nach etwa 24 bis 48 Stunden beheben können oder auch zu einem natürlichen Abführmittel.

Die besten Hausmittel, die eine Darmträgheit beheben können, finden Sie hier: Hausmittel bei Verstopfung, wozu auch der Stuhlgang in der natürlichen Hocksitzhaltung gehört.

Natürliche Abführmittel

Natürliche Abführmittel stellen wir in unserem Artikel Natürliche Abführmittel bei Verstopfung vor. Dort erfahren Sie nicht nur, welche natürlichen Abführmitteln es gibt – vom Einlauf über Rizinusöl, Glaubersalz, Triphala und Magnesiumcitrat bis hin zu Sennesblättern, Faulbaumrinde und Xylit – sondern auch wie diese eingesetzt werden können.

Außerdem besprechen wir im Abführmittel-Artikel, für wen welches Abführmittel geeignet ist, welche Nebenwirkungen Abführmittel haben können, welches Abführmittel beim Fasten ideal ist und vieles mehr.

Vitamin C bei Darmträgheit

Bekannt ist auch, dass Vitamin C ab einer gewissen Dosis zu Durchfall führen kann. Bei Verstopfung ist die leicht abführende Eigenschaft des Vitamins sehr praktisch.

Wenn Sie also Vitamin C zu Hause haben, dann nehmen Sie davon zunächst 2 bis 3 g und schauen, ob Ihnen diese Dosis genügt, um entspannt zur Toilette gehen zu können.

Denn wer zu Darmträgheit neigt, reagiert bei Vitamin C erst in höheren Dosen mit Durchfall. Testen Sie also aus, welche Vitamin-C-Dosis für Sie ideal ist, um einen normalen Stuhlgang zu haben.

Die herkömmlichen Brausetabletten sind vermutlich nicht hoch genug dosiert. Greifen Sie zu hochwertigen Vitamin-C-Präparaten, die pro Tablette/Kapsel 1 g Vitamin C enthalten.

Ein Einlauf beendet Darmträgheit in 15 Minuten

Der Einlauf gehört sowohl zu den Hausmitteln gegen Darmträgheit als auch zu den natürlichen Abführmitteln, denn er wirkt sehr schnell, meist schon innerhalb von 15 Minuten oder schneller.

Es ist damit kein großer Einlauf (auch hoher Einlauf) gemeint, sondern ein Einlauf, bei dem nur eine kleine Menge Wasser eingesetzt wird (z. B. 200 ml mit Klistier).

Das Wasser weicht den harten Stuhl auf und aktiviert die Darmperistaltik, so dass Stuhlgang meist innerhalb weniger Minuten möglich ist.

Während viele andere Maßnahmen gegen die Verstopfung eher langfristig bzw. frühestens innerhalb von 24 Stunden wirken (z. B. Pflaumen, Leinsamen), hilft ein Einlauf sofort.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Abführmittel, das bekanntlich ebenfalls sehr schnell wirkt, hat ein kleiner Einlauf – korrekt durchgeführt – keinerlei schädliche Nebenwirkungen. Im Gegenteil.

Bei einem Einlauf werden auch die Darmwände gereinigt und es werden schädliche Bakterien und deren Bakteriengifte ausgeschieden, so dass letztere nicht mehr über die Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen können und infolgedessen auch nicht mehr zu Gesundheitsbeschwerden beitragen können.

Wie Sie einen Einlauf durchführen können, lesen Sie in unserem Artikel Der Einlauf und seine Wirkungen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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