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  • Frau leidet an Sodbrennen, verursacht durch sauren Reflux nach dem Pizzaessen
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Sodbrennen natürlich loswerden – Die besten Hausmittel

Sodbrennen kann unterschiedliche Ursachen haben. Meist nehmen Betroffene Säureblocker – und das Problem scheint kurzfristig gebannt. Doch sobald die Medikamente abgesetzt werden, kommt das Sodbrennen zurück. Wir zeigen ganzheitliche Lösungen, die bei Sodbrennen langfristig helfen können.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 26 Mai 2026
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Bei Sodbrennen helfen natürliche Hausmittel

Sodbrennen kann nur nach besonders schwer verdaulichen Mahlzeiten auftauchen - oder aber regelmäßig. Die üblichen Medikamente helfen meist nur kurzfristig oder solange man sie eben einnimmt. Zu einer Heilung führen sie nicht.

Natürliche Hausmittel und Maßnahmen helfen hier viel besser, denn sie sorgen langfristig dafür, dass man in absehbarer Zeit ganz ohne Mittel auskommt, das Sodbrennen also verschwindet oder deutlich gebessert wird.

Die Magensäure ist nicht das eigentliche Problem

Meist wird bei Sodbrennen die Magensäure verantwortlich gemacht. Die Magensäure aber ist ein essentieller Bestandteil unseres Immunsystems. Sie ist als erste Instanz für die Vernichtung von möglicherweise mit der Nahrung eintreffenden schädlichen Bakterien und Parasiten zuständig und reduziert auf diese Weise die Gefahr von Infekten.

Die Magensäure ist auch ein wichtiger Faktor im Verdauungsprozess. Sie macht zum Beispiel Proteine leichter verdaulich, aktiviert das proteinverdauende Enzym Pepsin und sorgt dafür, dass Nähr- und Vitalstoffe besser aufgenommen werden können.

Die Magensäure hat also eine sehr große Bedeutung für den Menschen, nicht nur für die Gesundheit seines Verdauungssystems, sondern für die Gesundheit des ganzen Organismus.

Dennoch wird sie bei Sodbrennen wo immer möglich blockiert und neutralisiert.

Das ursächliche Problem ist aber nicht die Magensäure. Sie ist lediglich das, was schließlich schmerzt, wenn sie die Speiseröhre emporsteigt. Denn dort gehört sie ja auch nicht hin.

Warum Antazida und PPI meist nur kurzfristig helfen

Bei Sodbrennen kaufen sich die meisten Menschen zunächst ein freiverkäufliches sog. Antazidum. Das sind basische Salze, die die Magensäure direkt vor Ort im Magen neutralisieren und daher schnell wirken, z. B. Natriumhydrogencarbonat (Natron), Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat.

Helfen diese Mittel nicht mehr so gut, geht man zum Arzt und erhält dort meist einen Protonenpumpenhemmer (PPI) verordnet. Das sind Säureblocker mit den Wirkstoffen Omeprazol, Pantoprazol o. ä.

PPI wirken ganz anders als die üblichen Antazida. Sie werden in den Blutkreislauf aufgenommen und gelangen in die Magenschleimhaut. Dort blockieren sie die Belegzellen.

Diese Zellen produzieren die Magensäure. Werden sie jetzt geblockt, wird keine oder nur noch wenig Magensäure gebildet.

Im Gegensatz zu den Antazida wirken die Säureblocker nicht sofort, wenn sie geschluckt werden. Denn es dauert ein Weilchen, bis sie im Darm resorbiert und über die Blutbahn in die Magenschleimhaut und dort in die Belegzellen gelangen.

Säureblocker – das Milliardengeschäft mit dem Sodbrennen

Säureblocker sind ein Milliardengeschäft. Sie gehören zu jenen Medikamenten, die weltweit am häufigsten eingenommen werden. Zwar soll durch die PPI die Zahl der Magenentfernungen durch Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre reduziert werden können. Gleichzeitig werden immer mehr – auch langfristige – Nebenwirkungen diskutiert, die sich nach PPI-Einnahme beobachten lassen.

Viele dieser Nebenwirkungen sind die Konsequenzen eines künstlich herbei geführten Magensäuremangels.

Zu den zahlreichen Nebenwirkungen der Säureblocker lesen Sie bitte unseren Artikel PPI - Der Teufelskreis der Säureblocker. Sie finden ihn, wenn Sie ganz nach unten scrollen, bei den weiterführenden Artikeln.

Akute Hausmittel gegen Sodbrennen – schnelle Linderung ohne Medikamente

Bis die unten vorgestellten ganzheitlichen Maßnahmen helfen, wird immer wieder Sodbrennen auftreten.

Die folgenden Tipps können akut helfen. Probieren Sie aus, welches Mittel bei Ihnen am besten wirkt:

Heilerde oder Bentonit, eingeweichte Leinsamen oder Flohsamen, Kartoffelsaft, ein paar Mandeln zu Brei kauen, Sango Meeres Koralle in Wasser trinken, eine Tasse Bergtee trinken, Melatonin nehmen - unseren Artikel Alternativen für Säureblockerlesen.

Die wahren Ursachen von Sodbrennen

Sodbrennen kann verschiedene Ursachen haben:

Hastiges Essen, mangelhaftes Kauen, zucker- oder fettreiche Mahlzeiten, industriell verarbeitete Nahrungsmittel, falsch zusammengestellte Mahlzeiten, eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori und viele mehr. Einige stellen wir nachfolgend vor:

Chronische Übersäuerung als versteckte Ursache

Eine chronische Übersäuerung ist die Folge einer insgesamt ungesunden Ernährungs- und Lebensweise. Diese latente Übersäuerung des Körpergewebes kann dann aus naturheilkundlicher Sicht auch zu einer Übersäuerung des Magens führen – und zwar folgendermaßen:

Parallel zur Salzsäure erzeugen die Magenschleimhautzellen (Belegzellen) gleichzeitig immer auch Natriumhydrogencarbonat. Dabei handelt es sich um eine basische Substanz, die als körpereigener Säurepuffer fungiert.

Während die Salzsäure im Magen entsteht, wird das Hydrogencarbonat ins Blut abgegeben und dient im Gewebe und in den Organen als Puffersubstanz, die jene Säuren neutralisiert, die bei Stoffwechselprozessen in den Zellen entstehen.

Liegt nun eine chronische Übersäuerung im Organismus (also im Gewebe und (noch) nicht im Magen!) vor, dann ist der Puffer-Bedarf besonders hoch und die Magenschleimhautzellen produzieren viel Natriumhydrogencarbonat.

Wenn aber im Magen viel Natriumhydrogencarbonat gebildet wird, dann wird natürlich auch viel Säure gebildet – obwohl diese vielleicht gerade gar nicht gebraucht wird, da es nichts zu verdauen gibt.

Und so kann eine chronische Übersäuerung des Gewebes zu einer Übersäuerung des Magens, zu Sodbrennen und langfristig möglicherweise auch zu einer Magenschleimhautentzündung oder einem Magengeschwür führen.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für eine gesunde basische Ernährung

Sodbrennen durch Magensäuremangel – die oft übersehene Variante

Obwohl man Sodbrennen eher mit einem Magensäureüberschuss in Verbindung bringt, kann auch ein Magensäuremangel zu den Ursachen gehören.

Die Magensäureproduktion soll bei Menschen spätestens ab einem Alter von etwa 50 ohnehin stark nachlassen. Dies gehöre zum normalen Alterungsprozess, heißt es.

In der Naturheilkunde ist man hingegen der Meinung, dass eine jahrzehntelange chronische Übersäuerung des Körpergewebes nicht nur zu einem Magensäureüberschuss, sondern auch zu einem Magensäuremangel führen kann.

Denn die latente Übersäuerung erschöpft die Belegzellen, die in all der Zeit reichlich Natriumhydrogencarbonat als Puffersubstanz bilden mussten, so sehr, dass sie irgendwann nur noch eingeschränkt funktionsfähig sind und folglich auch nur noch wenig Magensäure bilden können (1).

Allerdings lässt sich ein Magensäuremangel längst nicht nur bei Menschen über 50 beobachten. Auch viele jüngere Menschen leiden unter einem Magensäuremangel.

Daneben kann auch eine Gastritis Typ A zu einem Magensäuremangel führen.

Wie kann Sodbrennen durch Magensäuremangel entstehen?

Ein säurearmer Magen muss sich besonders stark bemühen, um den Speisebrei möglichst effektiv mit der vorhandenen kleinen Säuremenge zu vermischen. Dazu braucht er zwei Dinge: Zeit und heftige Mischbewegungen.

Der Speisebrei liegt also lange im Magen, was Gärprozesse fördert. Bei diesen Gärprozessen entstehen Säuren. Gleichzeitig versucht der Magen, mit Hilfe von unverhältnismäßig kräftigen Muskelkontraktionen den Speisebrei mit der vorhandenen kleinen Magensäuremenge zu vermischen.

Dadurch nun passiert es immer wieder, dass Teile des Speisebreies, der jetzt reichlich Säuren enthält, in die Speiseröhre gedrückt werden und dort ein brennendes Gefühl hinterlassen.

Wenn Menschen mit diesem Problem Antazida oder gar PPI nehmen, dann verschlimmert dies die Beschwerden langfristig.

Lesen Sie alles über Magensäuremangel in unserem Artikel Magensäuremangel erkennen und natürlich behandeln.

Magensäuremangel oder Magensäureüberschuss?

Wenn Sie nicht wissen, ob Sie an einem Magensäuremangel oder -überschuss leiden, nehmen Sie ein konzentriertes Bitterstoffpräparat ein (z. B. * Bitterpulver oder * Bitterliebe-Tropfen).

Wenn dieses zu Sodbrennen führt, liegt eher ein Magensäureüberschuss vor. Liegt bei Ihnen dagegen ein Magensäuremangel vor, dann wirken sich Bitterstoffe äußerst angenehm und lindernd aus.

Natürlich könnten Sie den Test auch mit * Betain-HCl (Salzsäurekapseln) durchführen. Nur ist dieses bei Magensäureüberschuss deutlich unangenehmer als ein Bitterstoffpräparat.

Bei Magensäuremangel wären alle drei genannten Präparate nicht nur für den Test geeignet, sondern auch optimal zur Behandlung.

Refluxkrankheit

Als weitere Ursache für Sodbrennen wird oft die Refluxkrankheit genannt (GERD = Gastroösophageale Refluxkrankheit). "Reflux" heißt Rückfluss, womit der Rückfluss des sauren Speisebreis aus dem Magen in die Speiseröhre gemeint ist.

Das Problem soll hier der Ringmuskel sein (ein Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen). Er schließt nicht mehr richtig, heißt es.

Da die Schleimhaut der Speiseröhre nicht für ständige Säure-Attacken ausgestattet ist, kann sie sich je nach Intensität und Häufigkeit des Sodbrennens früher oder später entzünden, was man dann Refluxösophagitis nennt.

Warum aber schließt der Ringmuskel nicht mehr richtig? Weiter oben haben wir erklärt, wie bei einem Magensäuremangel Sodbrennen entstehen kann: Durch die starken Kontraktionen und Mischbewegungen der Magenwand.

Diese übermäßig starken Magenwandkontraktionen könnten nun so groß sein, dass der Ringmuskel immer wieder aufgedrückt wird, so dass die Refluxkrankheit möglicherweise bei manchen Menschen die Folge eines länger bestehenden Magensäuremangels ist.

Überlastung und Husten - mögliche Ursachen von Reflux

Ein anderer Grund für die häufig diagnostizierte Refluxkrankheit und dem ungenügend schließenden Ringmuskel ist die Hiatushernie. Dabei handelt es sich um einen Zwerchfellbruch. Dieser führt dazu, dass sich der Magen nach oben in den Brustkorb verlagern kann. Dadurch öffnet sich der Ringmuskel und saurer Speisebrei kann nun in die Speiseröhre gelangen.

Eine Hiatushernie ist relativ häufig. Mögliche Gründe dafür sind eine Überlastung des Zwerchfells, z. B. wenn zu schwer gehoben wird oder wenn bei Dauerhusten stark gehustet wird. Auch eine Schwangerschaft kann zu einer Hiatushernie führen.

Verstopfung - mögliche Ursache von Reflux

Eine weitere Ursache für eine Hiatushernie und damit für Sodbrennen ist eine chronische Verstopfung. Denn das häufige und starke Pressen beim Stuhlgang erhöht den Druck im Bauchraum und kann so eine Hiatushernie verschlimmern oder verursachen.

Bei Verstopfung helfen nicht nur Bewegung, Probiotika, Ballaststoffe und reichlich Wasser, sondern auch die richtige Haltung auf der Toilette. Dies ist die sog. Hocksitzhaltung. Alle Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel Hocksitzhaltung - Für einen normalen Stuhlgang.

* Hier gibt es den richtigen Hocker dazu.

Fehlhaltungen

Fehlhaltungen, z. B. langes Sitzen mit Rundrücken können Blockaden in der Brustwirbelsäule und Verspannungen im Zwerchfell verursachen. Dies erhöht den Druck auf Magen und Speiseröhre und so auch auf die Schließmuskel.

Beobachten Sie sich gut, erinnern Sie sich immer wieder an eine gute Haltung bzw. einen Haltungswechsel.

Starker Stress

Chronischer Stress kann den Magenausgang verkrampfen, das Zwerchfell verspannen, die Verdauungszeit verlängern und dadurch den Druck auf den Oberbauch erhöhen. Sodbrennen entsteht.

Bei Sodbrennen gehört daher ein gutes Stressmanagement unbedingt zum Therapiekonzept. In unseren beiden Artikeln Stress reduzieren - 14 Tipps für ein entspanntes Leben und Vagusnerv aktivieren - Der Schlüssel zur Entspannungfinden Sie zahlreiche Hinweise und Vorschläge dazu.

Blähungen

Blähungen können den Magen nach oben drücken und so Sodbrennen begünstigen.

Wenn Sie Blähungen haben, überprüfen Sie Ihre Ernährungs- und Lebensweise. Wenn Sie selbst die Ursachen nicht finden, suchen Sie einen Ernährungsberater auf oder sprechen Sie auch Ihren Arzt an.

Medikamente

Manche Medikamente können Sodbrennen verursachen, z. B. Blutdrucksenker aus der Gruppe der Calciumkanalblocker (z. B. Amlodipin), progesteronhaltige Medikamente, trizyklische Antidepressiva, Anticholinergika - sie alle können den unteren Ösophagussphinkter entspannen und so zu Sodbrennen führen.

Überprüfen Sie daher die Nebenwirkungsliste Ihrer Arzneimittel, falls Sie welche nehmen und gleichzeitig an Sodbrennen leiden.

Zu enge Kleidung

Dieser Punkt wird gerne unterschätzt, ist aber in einer Zeit der Shapewear aktueller denn je. Enge Kleidung erhöht den Druck im Bauchraum und kann so zu Sodbrennen führen.

Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Bei manchen Personen können auch Unverträglichkeiten, wie eine Histaminintoleranz, Fructoseintoleranz oder eine Gluten- oder Lactoseintoleranz durch Gasbildung oder Entzündungsreaktionen einen Reflux triggern.

Zu allen Unverträglichkeiten finden Sie bei uns umfangreiche Informationen. Geben Sie einfach das gesuchte Wort in unsere Suche ein.

Atemmusterstörungen

Wenn jemand überwiegend flach in die Brust atmet oder viel durch den Mund statt durch die Nase, wird das Zwerchfell kaum oder nicht vollständig eingesetzt. Das führt dazu, dass das Zwerchfell dauerhaft weniger bewegt wird, es eine erhöhte Grundspannung entwickelt und sich der Druck im Bauchraum verändert.

Ein unbewegtes Zwerchfall kann wiederum den unteren Speiseröhrenschließmuskel ungünstig beeinflussen, die Lage des Magens verändern und so Reflux/Sodbrennen begünstigen.

Mit gezielten Atemübungen können Sie das Zwerchfell entspannen, die Atmung normalisieren und damit auch refluxbegünstigende Druckverhältnisse verbessern.

Beispiel 1: Auf den Rücken legen, Knie angewinkelt. Eine Hand auf den Brustkorb, eine auf den Bauch. Durch die Nase einatmen – nur die Bauchhand soll sich heben, Brust bleibt ruhig. Langsam ausatmen (ebenfalls durch die Nase), Bauch senkt sich. 5–10 Minuten täglich.

Beispiel 2: (Lippenbremse; reguliert das Ausatmen, senkt Druck in der Brust, entspannt den Schließmuskel) Durch die Nase einatmen. Durch fast geschlossene Lippen langsam ausatmen, als würden Sie eine Kerze sanft bewegen wollen. 1–2 Minuten, besonders hilfreich bei Atemstress.

Beispiel 3: (4–6-Atmung zur Regulierung des Nervensystems; aktiviert den Parasympathikus, löst Atemmusterstörungen durch Stress) 4 Sekunden einatmen, 6 Sekunden ausatmen - der längere Ausatemzug entspannt automatisch das Zwerchfell.

Übergewicht

Übergewicht ist einer der stärksten Risikofaktoren für Sodbrennen. Denn oft ist es so, dass der Bauchraum komprimiert wird, der Magen nach oben gedrückt wird, das Zwerchfell weniger Bewegungsfreiheit hat und somit der Druck auf den unteren Speiseröhrenschließmuskel steigt.

Übergewichtige haben deutlich häufiger Sodbrennen als Normalgewichtige.

Schnelle Gewichtsabnahme

Wenn Sie abnehmen möchten, dann tun Sie es aber besser langsam und bewusst. Denn schnelles Abnehmen kann Sodbrennen fördern, weil der Körper sich zu abrupt umstellen muss. Die Fettpolster rund um den unteren Speiseröhrenschließmuskel werden dabei sehr schnell abgebaut, sodass der Schließmuskel kurzfristig weniger stabil ist.

Gleichzeitig geraten wichtige Verdauungshormone aus dem Gleichgewicht, was die Magenentleerung und die Muskelspannung zusätzlich beeinflusst. Auch Verdauung und Darmbeweglichkeit reagieren empfindlich auf Crash-Diäten.

Beim langsamen Abnehmen geschieht all das deutlich gleichmäßiger, sodass sich Gewebe, Hormone und Verdauung besser anpassen können — deshalb verursacht eine moderate Gewichtsreduktion in der Regel kein Sodbrennen.

* Unser Ernährungsplan zum Abnehmen hilft Ihnen beim langsamen Abnehmen.

Ganzheitliche Hausmittel und Maßnahmen bei Sodbrennen

Schon oben bei den Ursachen haben wir etliche Maßnahmen aufgeführt, die gegen Sodbrennen helfen können. Weitere Maßnahmen stellen wir nachfolgend vor.

Manche Maßnahmen klingen unspektakulär. Doch sind genau das oft die wirkungsvollsten – und zwar nicht nur bei Sodbrennen, sondern auch bei vielen anderen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, u. a. bei Gastritis.

Unterschätzen Sie die anschließenden Tipps also nicht!

Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen

Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie Ihre Mahlzeiten!

Richtig kauen und bewusst essen – die Basis jeder Sodbrennen-Therapie

Kauen Sie langsam und schlucken Sie erst, wenn jeder Bissen flüssige Konsistenz hat. Vollkornreis hat beispielsweise erst nach 50 bis 60 Kaubewegungen die Konsistenz, um geschluckt werden zu können. Auch Nüsse benötigen ähnlich viel Kauarbeit. Bei einem Blattsalat mit Kräutern können es noch mehr Kaubewegungen sein, bevor geschluckt wird.

Nahrung, die bereits weich oder flüssig ist (Suppen, Breie, gesunde Smoothies etc.), müssten natürlich nicht gekaut werden, aber sie sollte ausgiebig eingespeichelt werden.

Je besser die Nahrung gekaut und eingespeichelt wird, umso weniger Arbeit hat der Magen und um so besser kann die Nahrung weiterverarbeitet und verwertet werden, um so geringer ist das Risiko eines Mikronährstoffmangels und um so höher die Chance, dass sich der Magen wieder regeneriert.

Trainieren Sie das sorgfältige Kauen konsequent. Sie werden vom nachfolgend äußerst angenehmen Gefühl im Magen und Bauchbereich regelrecht begeistert sein.

Essen Sie erst, wenn Sie hungrig sind

und nie aus Langeweile oder weil es der Zeitplan so vorschreibt.

Essen Sie nicht zu heiß und nicht zu kalt!

Der Magen wird die Nahrung erst dann optimal verarbeiten können, wenn sie Körpertemperatur hat.

Trinken Sie nichts zum Essen

Trinken Sie eine Stunde vor dem Essen oder erst wieder eine Stunde nach dem Essen, da Getränke die evtl. ohnehin spärlich vorhandene Magensäure und Verdauungssäfte noch weiter verdünnen würden.

Darmsanierung: Der effektivste Weg gegen wiederkehrendes Sodbrennen

Eine Darmsanierung beinhaltet mindestens drei Komponenten: Bentonit oder Zeolith, Flohsamenschalenpulver und ein gutes Probiotikum.

Alle drei sind hervorragend dazu geeignet, nicht nur den Darm, sondern das gesamte Verdauungssystem und damit auch den Magen zu sanieren und ferner die Schleimhäute zu regenerieren.

Bentonit (oder Zeolith) binden die überschüssige Magensäure und saugen im Organismus Gifte aller Art auf (auch die Stoffwechselgifte des Helicobacter pylori), um sie mit dem Stuhl auszuscheiden.

Flohsamenschalenpulver erhöht die Darmperistaltik und kann somit – wenn mit viel Flüssigkeit eingenommen – eine mögliche Verstopfung beheben, die bei einer vorliegenden Hiatushernie bekanntlich die Ursache des Sodbrennens sein kann.

Ein hochwertiges Probiotikum (z. B. Combi Flora SymBio) kann ebenfalls die Verdauungstätigkeit regulieren und wirkt sich überdies auf alle Magen-Darm-Beschwerden sehr positiv aus. Es kann sogar dabei helfen, H. pylori zu verdrängen.

* Hier finden Sie ein komplettes Programm zur Darmreinigung (mit allen drei Komponenten).

Mumijo – das unterschätzte Naturheilmittel für Magen und Speiseröhre

Mumijo (auch Shilajit genannt) ist ein altes russisches und auch ayurvedisches Naturheilmittel mit entgiftender und heilender Wirkung. Insbesondere auf das Verdauungssystem wirkt sich Mumijo aufgrund der enthaltenen Humin- und Fulvinsäuren sehr heilsam aus.

Die Substanz, die offenbar nur an wenigen Orten der Welt gesammelt werden kann, stärkt die Magenschleimhaut, heilt Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre und sorgt für eine Regeneration der Darmschleimhaut.

Mumijo nimmt u. a. überschüssige Säure im Magen auf und schützt auf diese Weise die Magenschleimhaut vor säurebedingten Schäden.

Details zu Mumijo lesen Sie in unserem Artikel Mumijo – Das schwarze Gold der Berge.

Helicobacter pylori eliminieren

Falls bei Ihnen der Magenkeim Helicobacter pylori gefunden wurde und bekämpft werden soll, lesen Sie unseren Artikel Magenbeschwerden natürlich behandeln.

Dort werden zahlreiche natürliche Maßnahmen gegen Helicobacter pylori vorgestellt - darunter bestimmte Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und auch spezielle Probiotika.

Verstopfung beheben

Falls Sie gleichzeitig an Sodbrennen und Verstopfung leiden, sollten Sie zuallererst die Verstopfung beheben (denken Sie an das oben Gesagte über die Hiatushernie).

Lesen Sie dazu unseren Artikel Hausmittel gegen Verstopfung.

Allerdings wird eine Verstopfung meist schon durch die oben genannte Darmsanierung samt Ernährungsumstellung behoben sein.

Stellen Sie bei Sodbrennen Ihre Ernährung um!

Entscheidend bei Sodbrennen ist natürlich die richtige Ernährung. Stimmt die Ernährung, werden Sie kaum mehr Sodbrennen haben. Setzen Sie daher als eine der wirksamsten Maßnahmen schnellstmöglich die folgenden Punkte um:

Die wichtigste Regel

Essen Sie keine Fertiggerichte mehr! Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten wann immer möglich aus frischen Zutaten selbst zu. Fertigprodukte, die sich vielleicht nicht vermeiden lassen (z. B. Brot, Butter, Öle, Essig etc.) sollten Sie in hochwertiger Bio-Qualität im Naturkosthandel kaufen.

Die zweitwichtigste Regel

Reduzieren Sie Ihren Kohlenhydratverzehr deutlich. Ungünstige Kohlenhydrate sind insbesondere Back- und Teigwaren aus Weißmehl sowie alle Produkte, die Haushaltszucker enthalten.

Hochwertiges Bio-Vollkornbrot ohne Zusatzstoffe ist in kleinen Mengen ok, aber immer nur gut gekaut.

Oder Sie backen Ihr Brot selbst - nach unserem * online Backkurs ist das auch für Anfänger gar kein Problem mehr.

Die drittwichtigste Regel

Lassen Sie Ihre Nahrung so natürlich wie möglich. Vermeiden Sie also langes Kochen, Frittieren sowie Braten bei hohen Temperaturen. Dämpfen oder dünsten Sie Ihre Mahlzeiten besser.

Die viertwichtigste Regel

Beobachten Sie genau, nach welchen Lebensmitteln sich bei Ihnen Sodbrennen entwickelt und überlegen Sie sich, an was es liegen könnte.

Beispiel: Nüsse werden im Allgemeinen gut vertragen. Röstet man Nüsse jedoch und serviert man sie in einem Gericht zusammen mit Fett, dann scheinen sie – zumindest bei etlichen Menschen – extrem rasch Sodbrennen zu verursachen.

Auch manche Kombinationen können problematisch sein. Isst man die Lebensmittel hingegen einzeln für sich, sind sie oft verträglich.

Kritische Kombinationen könnten die folgenden sein: Milchprodukte mit Getreide (Käsebrot, Pizza, Lasagne, Milchreis, Müsli), Getreideprodukte mit Zucker (Marmeladebrot, Honigbrot, Kuchen, Obstkuchen) u. a.

Die fünftwichtigste Regel

Hören Sie mit mehrgängigen Menüs auf. Ihr Magen hasst kunterbunte Mischungen aus vielen verschiedenen Nahrungsmitteln, von denen jedes einzelne oft schon für sich allein gegessen eine Katastrophe darstellt, wie z. B. dieses beliebte Menü:

Aperitif, Salat mit Fertigdressing, Pizza, Rotwein, Eisbecher, Kaffee. Essen Sie also einfacher, z. B. gedämpfte Gemüse mit Kräutern, Meersalz und etwas Öl.

Dazu entweder Kartoffeln, Hirse oder Quinoa ODER Tofu oder Tempeh.

Die sechstwichtigste Regel

Gewöhnen Sie sich Desserts aller Art ab. Schon allein die Berücksichtigung dieser Regel wird Ihren Gesundheitszustand um gleich mehrere Grade verbessern. Falls Ihnen dieser Punkt Probleme bereitet, lesen Sie unseren Artikel Ausstieg aus der Zuckersucht.sie finden ihn ganz unten, wenn Sie bis unter die Kommentare scrollen.

Die siebtwichtigste Regel

Reduzieren Sie Ihrem Magen zuliebe Ihren Kaffeekonsum. Alkohol trinken Sie gar nicht mehr.

Brauchen Sie Hilfe bei der Ernährungsumstellung?

Wenn Sie sich mit einer Ernährungsumstellung überfordert fühlen, helfen Ihnen unsere Ernährungspläne. Diese gibt es zu unterschiedlichen Themen und Krankheitsbildern.

Wenn Sie einfach "nur" Ihre Ernährung darm- und magenfreundlicher gestalten möchten, können Sie jeden unserer Ernährungspläne wählen.

Hier finden Sie * alle unsere Ernährungspläne.

Die allerwichtigste Regel von allen

Lesen Sie das hier nicht nur durch, setzen Sie es auch um! Denn nur dann wird Ihr Sodbrennen auch wirklich verschwinden.

Bauchmassage und Bettkeil – einfache Hausmittel mit großer Wirkung

Eine Bauch-Selbstmassage ist sehr leicht erlernbar, kostet nichts (außer ein paar Minuten Zeit) und hat eine enorme Wirkung auf die Magen-Darm-Gesundheit - und zwar meist sofort.

Details zur Durchführung der Bauchmassage lesen Sie in unserem Artikel Die Bauchselbstmassage - Wirkung und Anleitung.

Ein Bettkeil hebt den Oberkörper an (idealerweise um bis zu 15-20 cm). Das verhindert, dass Magensäure während der Nacht in die Speiseröhre zurückläuft. Viele Menschen berichten über deutlich weniger brennende Schmerzen, Aufstoßen oder nächtliches Säuregefühl.

Ein einfaches dickes Kopfkissen oder ein Keil, der nur den Kopfbereich erhöht, ist nicht geeignet, da dies die Wirbelsäule abknicken würde.

* Eine Lösung ist ein Anti-Reflux-Bettkeil, der die Liegefläche ab Bettmitte erhöht.

PPI absetzen: So kommen Sie sicher von Säureblockern weg

Nun könnte es sein, dass Sie längst PPI gegen Ihr Sodbrennen und Ihre Magenbeschwerden einnehmen. Und es könnte sein, dass Sie aufgrund dieses Artikels diese Medikamente lieber nicht mehr nehmen möchten.

Protonenpumpenhemmer (PPI) führen zu einer Art Abhängigkeit, wodurch es auch zu einer Art Entzugserscheinung kommt, wenn Sie die Medikamente einfach absetzen. Dies äußert sich so, dass der Magen nach dem Absetzen mehr Magensäure produziert als je zuvor.

Dies liegt am Gastrin - ein Hormon, das die Belegzellen zur Magensäureproduktion anregt. Unter dem Einfluss von PPI wurde immer mehr Gastrin ausgeschüttet. Denn die Belegzellen reagierten nicht (sie standen ja unter PPI-Einfluss).

Wenn jetzt die PPI nicht mehr eintreffen, dann wird – entsprechend der inzwischen großen Gastrinmenge – auch eine große Magensäuremenge produziert und man bekommt meist extreme Beschwerden mit Reflux und Sodbrennen.

Daher kommen so viele Menschen von ihren PPI nicht mehr weg. Gleichzeitig müssen sie alle paar Jahre die erforderliche Dosis erhöhen, da die ursprüngliche Dosis nicht mehr wirkt. Jetzt aber werden Nebenwirkungen natürlich immer wahrscheinlicher.

PPI sollten folglich – besonders wenn sie sehr lange eingenommen wurden – nur langsam ausgeschlichen werden (kontinuierlich wird die Dosis reduziert), was oftmals gar nicht so einfach ist.

In unserem Artikel Alternativen für Säureblocker stellen wir viele Möglichkeiten vor, die Ihnen beim Absetzen von PPI helfen können.

Fazit: Sodbrennen langfristig ohne Medikamente loswerden

Bei Sodbrennen ist es somit wichtig, die jeweils individuellen Ursachen herauszufinden. Anschließend kann man die passenden Hausmittel nehmen und die entsprechenden Maßnahmen umsetzen.

Medikamente braucht man dann oft keine mehr. Und wenn man bereits Säureblocker nehmen musste, kann man sie bewusst und gut geplant auch wieder ausschleichen.

Hinweis:

Dieser Artikel enthält Informationen aus der Erfahrungsheilkunde. Die Erfahrungsheilkunde hält sich immer an den obersten Grundsatz, dass durch ihre Anwendung kein Schaden verursacht wird. Allerdings ist es nicht immer möglich, die überlieferten Aussagen durch wissenschaftliche Studien zu belegen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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