Zentrum der Gesundheit
  • Eine Frau nimmt zur Entsäuerung ein Basenbad
6 min
2 Kommentare

Mit einem Basenbad entsäuern - Gesundheit beginnt zu Hause

Basenbäder sind Bestandteil vieler Entsäuerungsprogramme. Sie helfen dabei, Säuren auszuleiten und den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren. Man nimmt zum Entsäuern ein- bis zweimal wöchentlich ein warmes Basenbad oder auch kurweise täglich ein basisches Fußbad.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 07 Mai 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Basenbad - kleiner Aufwand, große Wirkung

Basenbäder sind schon seit Jahrtausenden bekannt für ihre heilsamen Wirkungen. Früher reisten die Menschen quer durch die Lande, um Mineralbäder, Salzseen oder heiße Quellen aufzusuchen und dort ein entspannendes und heilsames Bad zu nehmen.

Denn wer kennt es nicht, dieses wohlige Gefühl, wenn man sich ins warme Wasser sinken lässt. Häufig lassen Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und auch Unterleibsschmerzen deutlich nach. Die Anspannung schwindet. Zurück kehren die Lebenskräfte und man fühlt sich wie neu geboren.

Basenbad für die Entsäuerung zu Hause

Wie praktisch, dass wir heute unsere heiße Quelle in der eigenen Wohnung haben und keine tagelangen Reisen mehr auf uns nehmen müssen, nur um ein wohlverdientes Basenbad zur Entsäuerung zu nehmen (1).

Sie brauchen folglich nichts weiter als eine Badewanne und einen basischen Badezusatz für die Entsäuerung über die Haut. Dazu die eine oder andere Kerze, entspannende Musik, eine Tasse Kräutertee – und der Stress hat keine Chance.

Basenbad aus Mineralien, Basen oder Kristallsalz

Die Grundlage für ein Basenbad bilden Badezusätze, die eine oder mehrere der folgenden Zutaten enthalten können:

-Mineralien in Form der Sango Meeres Koralle

-Mineralien in Form von basischen Carbonaten, z. B. Natriumhydrogencarbonat (Natron), Natriumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Kaliumbicarbonat etc.)

-Natürliches Salz (z. B. Kristallsalz oder Meersalz)

Basenbad mit der Sango Meeres Koralle

Die Sango Meeres Koralle ist eine natürliche Basenquelle, die daher auch ein wichtiger Zusatz vieler Basenbäder ist. Sie besteht insbesondere aus Calcium- und Magnesiumverbindungen und macht somit aus dem Badewasser ein basisches Mineralwasser, das auch den Gelenken gut tut und Entspannung bei stressbedingten Erkrankungen bringt.

Basenbad mit dem Stresskiller Magnesium

Nimmt man ausreichend Magnesium zu sich, dann wird man weniger stressanfällig. Das bedeutet, die stressauslösenden Reize aus der Umgebung lösen keine oder nur noch verminderte Stressreaktionen aus. Mit genügend Magnesium erlebt man einen tieferen Schlaf, eine verbesserte Konzentration und optimierte Muskel- und Nervenfunktionen.

Bei einem Bad nimmt man natürlich nur wenig Magnesium über die Haut auf. Doch profitiert man dennoch vom Magnesiumgehalt des Basenbades, da es eine übermäßige Austrocknung der Haut verhindert, weshalb das wertvolle Mineral dazu beitragen kann, die Schuppenbildung und auch den Juckreiz bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte zu verringern.

Magnesium kann im Basenbad in Form von Magnesiumcarbonat oder Magnesiumsulfat enthalten sein.

Basenbad mit Natron

Natriumhydrogencarbonat oder Natron ist eine basische Verbindung, die häufig zur Entsäuerung eingesetzt wird. Natriumhydrogencarbonat wird den pH-Wert Ihres Badewassers erhöhen.

Messen Sie den pH-Wert vor und nach Ihrem Basenbad mit Hilfe von pH-Wert Teststreifen. Sie werden feststellen, dass der pH-Wert Ihres Badewassers nach einer Stunde Badezeit gesunken ist. Dies wird häufig als Beleg für eine erfolgreiche Entsäuerung angegeben.

Zwar werden über die Haut tatsächlich Säuren abgegeben, aber die Menge ist minimal. Der Hauptgrund für die pH-Veränderung des Wassers ist daher meist ein anderer: Das Wasser nimmt stets CO₂ (Kohlendioxid) aus der Raumluft auf. Und auch die Haut gibt CO₂ ab.

Dennoch kann die Zugabe von Natriumhydrogencarbonat ins Badewasser Vorteile haben - und zwar für die Haut:

Juckreiz wird gelindert (z. B. bei Neurodermitis, altersbedingten Juckreiz (Pruritus senilis)), die Hornschicht quillt auf, so dass sich Schuppen besser ablösen lassen (die Haut wird glatt und geschmeidig) und es werden säureliebende Keime (z. B. Candida, Malassezia) vertrieben.

Deshalb werden Natronbäder oder andere schwach basische Bäder auch therapeutisch eingesetzt. Wichtig ist, dass dies nur kurzzeitig gemacht werden soll, also wirklich nur als Therapie oder Kur gesehen werden soll (Vollbäder max. 1- bis 2-mal wöchentlich).

Für ein Vollbad würde man 50–100 g Natron verwenden bzw. so viel, dass das Badewasser einen pH-Wert von 7,8–8,5 erreicht (nicht höher). Die Badezeit in Natronbäder sollte 20-30 Minuten nicht übersteigen.

Für ein Fußbad nimmt man 1–2 TL pro Liter Wasser.

Wichtig ist, dass man sich danach nicht stark abduscht und innerhalb von 10–15 Minuten eine rückfettende Pflege aufträgt.

Basenbad mit Kristallsalz oder Meersalz

Salzbäder gelten schon seit dem Altertum als besonders hilfreich bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Ekzemen.

Aber auch bei rheumatischen Erkrankungen des Bewegungsapparates sind Basenbäder mit Natursalzen empfehlenswert. Das natürliche Kristallsalz wirkt leicht antibakteriell und entzündungshemmend.

Während Schaumbäder die Haut aufquellen lassen, sorgt das Basenbad mit natürlichem Salz dafür, dass die Haut besser durchblutet wird (4). Die Schuppenbildung lässt nach und Juckreiz geht zurück.

Was kommt noch ins Basenbad?

Zusätzlich zum basischen Badezusatz können Sie ein paar Tropfen ihres Lieblingsduftes in Form von naturreinen ätherischen Ölen in kontrolliert biologischer Qualität ins Badewasser geben. Lavendel- oder Melissenöl eignen sich am besten, da sie zusätzlich entspannend und krampflösend wirken.

Auf ein Vollbad in einer Badewanne der üblichen Größe genügen 5 bis 10 Tropfen des ätherischen Öls. Bei runden Badewannen evtl. mehr. Rühren Sie das ätherische Öl zunächst in etwas Honig oder in handwarmes Kokosöl und fügen Sie es erst dann dem Badewasser hinzu.

Wie nimmt man ein Basenbad?

Achten Sie für Ihr Basenbad auf die richtige Badewassertemperatur. Sie sollte 37 Grad nicht übersteigen. Da die Säureausscheidung über die Haut erst nach 30 Minuten einsetzen soll, wird für ein Basenbad meist eine Badezeit von mindestens 40 Minuten empfohlen.

Basenbäder können in Zeiten großer Stressbelastung oder auch während eines Entsäuerungsprogrammes bis zu dreimal wöchentlich kurweise (zwei bis vier Wochen lang) angewandt werden. Im Anschluss daran genügt 1 Basenbad pro Woche.

Für natronhaltige Bäder gilt eine geringere Anzahl und Dauer der Bäder - siehe oben im entsprechenden Abschnitt über Natronbäder.

Was macht man nach dem Basenbad?

Basenbäder entspannen tief und nachhaltig. Sie sind daher ideal für einen erholsamen Tagesabschluss geeignet.

Nach einem Basenbad cremen Sie sich mit einem hochwertigen Körperöl oder einer Körperlotion (zertifizierte Naturkosmetik) ein.

Packen Sie sich warm ein und lassen Sie den Abend in aller Ruhe ausklingen. Vermeiden Sie im Anschluss an ein Basenbad in jedem Falle Actionfilme oder ähnlich nervenaufreibende Freizeitaktivitäten.

Worauf sollte man bei Bluthochdruck achten?

Wenn Sie an Herzbeschwerden, Bluthochdruck oder Diabetes leiden, sprechen Sie vor einem Basenbad mit ihrem Hausarzt und erkundigen Sie sich, wie Sie Ihre Badeabende gestalten sollten, damit auch Sie nicht auf Basenbäder verzichten müssen.

In jedem Falle sollten Sie hier auf wohltemperiertes Wasser und auf kurze Badezeiten achten. Sicher berät Sie Ihr naturheilkundlich orientierter Arzt oder Heilpraktiker zu diesem Thema kompetent und ausführlich.

Wie wirken Basenbäder?

Basenbäder wirken weniger über eine direkte Säureausleitung regulierend auf den Säure-Basen-Haushalt als vielmehr über den Stressabbau. Denn Stress ist ein zentraler Störfaktor des Säure-Basen-Haushalts.

Chronischer Stress aktiviert die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Das bedeutet, Stresshormone (Cortisol) steigen und die Atemfrequenz, der anaerobe Stoffwechsel sowie der Sympathikotonus nehmen zu. Gleichzeitig nimmt die Entsäuerungskapazität der Nieren ab.

Das Ergebnis ist ein instabiler Säure-Basen-Haushalt (trotz konstantem Blut-pH). Das heißt, der Körper hält den Blut-pH zwar eng stabil , aber der Regulationsaufwand steigt massiv.

Ein warmes Basenbad nun aktiviert den Parasympathikus (den Teil des Nervensystems, das für Entspannung zuständig ist - Stichwort Vagusnerv). Die Blutgefäße weiten sich, Blutdruck und Herzfrequenz nehmen ab und die Atmung wird reguliert (über die Atmung wird permanent entsäuert, so dass eine ruhige Atmung für einen gesunden Säure-Basen-Haushalt entscheidend ist).

Der Parasympathikus wirkt direkt immunsystemmodulierend. Entzündungsfördernde Botenstoffe nehmen ab (endogene Säurelast sinkt) und die Barrierefunktion von Haut und Schleimhäuten verbessert sich (bei gestörter Barriere steigt die körpereigene Säurebildung).

All das zeigt sich in einem erhöhten Wohlbefinden, weniger Müdigkeit, einem klareren Kopf und besserem Schlaf.

Basische Fußbäder

Natürlich können Sie mit den genannten Badezusätzen auch ein Fußbad nehmen. Zur Entsäuerung nimmt man kurweise (z. B. 2 Wochen lang) täglich ein basisches Fußbad. Die Füße sollten 20 bis 30 Minuten im Wasser bleiben, bei empfindlicher Haut genügen 10 bis 15 Minuten.

Erfahrungsberichten zufolge können basische Fußbäder sogar gegen Nagelpilz und Fußpilz hilfreich sein und diesen bei konsequenter Anwendung zum Verschwinden bringen.

Wir wünschen Ihnen entspannende und erholsame basische Bade-Abende!

Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Update 6.2.2026

Wir haben den Abschnitt "Wie wirken Basenbäder?" hinzugefügt.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten
Kürzlich gestellte Fragen