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Zimt und Honig gegen Akne

Akne ist meist nicht nur ein vorübergehendes kosmetisches Problem. Akne gehört zu einem belastenden und nicht selten auch schmerzhaften Dauerzustand. Starke Medikamente werden verordnet – sowohl innerlich wie auch äußerlich. Manche funktionieren ganz gut, trocknen aber die Haut sehr stark aus. Wer auf der Suche nach einer natürlichen Möglichkeit ist, die Haut bei Akne tiefgründig zu reinigen, stößt früher oder später auf die Honig-Zimt-Maske. Wie wirken Honig und Zimt bei Akne und welche weiteren natürlichen Maßnahmen gibt es bei Akne noch?

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 06 Mai 2026
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Honig und Zimt: Alte Heilmittel für die Haut

Seit Jahrhunderten wird Honig als medizinisches Heilmittel verwendet, etwa zur Behandlung von Schuppen, Psoriasis (Schuppenflechte), Verbrennungen und Pilzinfektionen.

Aufgrund dieser offensichtlich so positiven Einflüsse auf die Hautgesundheit findet man ihn inzwischen in vielen Hautpflegeprodukten. Die Frage ist hier jedoch meist, ob die zugefügten kleinen Mengen überhaupt für eine Wirkung ausreichen.

Bei der Honig-Zimt-Maske erübrigt sich diese Frage, da sie fast nur aus Honig besteht.

Die Wirkung bei Akne

Der Hauptgrund für die Verwendung von Honig und Zimt bei Akne ist die antibakterielle Wirkung der beiden Komponenten. Denn bei Akne sind immer auch bestimmte Bakterien vorhanden, und zwar das Propionibacterium acnes.

Zwar gilt es nicht als Ursache der Akne, siedelt sich aber im Krankheitsverlauf an und verstärkt die vorhandenen Entzündungsprozesse.

Zusätzlich beschleunigen die Bakterien die Talgbildung und fördern auf diese Weise eine weitere Verstopfung der Hautporen, was die Akne verschlimmert.

Wie Honig Bakterien eliminiert

Honig verfügt sogar über mehrere antibakterielle Eigenschaften:

Die hohe Zuckerkonzentration verhindert die unkontrollierte Vermehrung der Bakterien. Auch entsteht ein saures Umfeld auf der Haut, wo es Bakterien schwerfällt zu gedeihen.

Honig enthält auch etwas Propolis (auch Bienenkittharz genannt), das bekannt ist für seine gute antimikrobielle Wirkung. Propolis ist jener Stoff, mit dem die Bienen im Bienenstock kleine Ritzen und Öffnungen verschließen.

Propolis wirkt nicht nur gegen eindringende Bakterien, sondern auch gegen Pilze, Parasiten und Viren und schützt somit das Bienenvolk vor Krankheiten und Seuchen.

Wie Zimt der Haut hilft

Auch Zimt wirkt antimikrobiell. Gemäß einer indischen Studie, die im Jahr 2013 im International Journal of Pharmaceutical Science Invention veröffentlicht wurde, kann das Gewürz unter anderem Escherichia coli, Staphylokokken sowie Candida albicans töten oder zumindest unterdrücken.

Es verfügt überdies über adstringierende Eigenschaften. Dadurch werden die Hautporen zusammengezogen, was zu einer glatteren und weicheren Haut führt.

* Hier finden Sie Hautpflegemittel für Akne-Haut.

Honig und Zimt aus wissenschaftlicher Sicht

Das Zusammenwirken von Honig und Zimt in Form einer Gesichtsmaske wurde noch nicht untersucht, zumindest nicht nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden. Studien zur Wirkung der Einzelstoffe gibt es jedoch viele, allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen und Erfolgen:

Im April 2011 erschien im Asian Pacific Journal of Tropical Biomedicine eine Arbeit, die gezeigt hatte, dass Honig Enzyme enthält, die Wasserstoffperoxid bilden. Dieses wiederum ist an der antibakteriellen Wirkung mitbeteiligt.

Allerdings haben nicht alle Honigarten diese Eigenschaft. Manukahonig beispielsweise besitzt die entsprechenden Enzyme. Doch wirkt er noch über andere Wirkmechanismen antibakteriell.

In einer Studie vom Februar 2016 zeigten Forscher hingegen, dass die Anwendung eines 90-prozentigen Kanukahonigs (Kanuka ist eine mit Manuka verwandte Leptospermum-Art) mit 10 Prozent Glycerin – nach dem Waschen mit einer antibakteriellen Seife – nur bei 4 von 53 Patienten zu einem besseren Ergebnis in Bezug auf ihre Akne führte als das Waschen mit der Seife allein.

Im April 2016 wiederum erfuhr man im Journal of Microbiology, Immunology, and Infection, dass einige Honigarten aus dem Iran genauso gut antibakteriell wirken wie so manche Antibiotika (Sulfonamide).

Doch zeigten sich auch bei den anderen untersuchten Arten sehr gute Wirkungen, ganz gleich ob diese aus Italien, Malaysia, Schottland oder Neuseeland stammten.

Im Mai 2013 erschien zum Thema Zimt ein Review, für den die Forscher 70 verschiedene Studien untersucht und analysiert hatten. Sie schrieben, dass das Gewürz sehr gute wundheilende Eigenschaften besitzt sowie auf die Haut auch eine Anti-Aging-Wirkung ausübt.

Es ist daher in jedem Falle ein Versuch wert, bei Akne mit dem jeweiligen Hautarzt eine mögliche Anwendung einer Honig-Zimt-Maske als Begleitmaßnahme zu besprechen. Die Maske wird folgendermaßen hergestellt:

Die Honig-Zimt-Maske

Wählen Sie in jedem Fall einen natürlichen Bio-Honig, der kalt geschleudert, also nicht erhitzt wurde. Produkte aus dem Supermarkt wurden meist hitzebehandelt, so dass ihre enzymatische Wirkung gering sein wird.

Die Einwirkzeiten und Anwendungsarten der Honig-Zimt-Maske sind äußerst verschieden, so dass jeder Patient die für sich selbst passende Methode auswählen kann:

Nehmen Sie 2 EL Honig und mischen Sie ihn mit 1 EL Zimt, bis eine pastenartige Konsistenz entstanden ist.

Geben Sie zunächst einen kleinen Klecks auf Ihren Handrücken und warten Sie 10 Minuten, um zu sehen, ob sich eventuell eine allergische Reaktion zeigt, z. B. Rötung, Schwellung, Juckreiz – denn beide Komponenten gelten für manche Menschen als Allergene. Wenn dies für Sie nicht zutrifft, können Sie die Maske wie folgt anwenden:

Tragen Sie die Paste nach der Gesichtsreinigung mit zuvor desinfizierten Fingern oder mit einem Wattepad auf Ihre Haut auf – entweder nur direkt auf die einzelnen Pickel oder flächig auf das gesamte Gesicht.

Sie können die Maske nun bei der ersten Anwendung 10 Minuten einwirken lassen und bei späteren Anwendungen die Einwirkzeit verlängern. Manche Patienten lassen die Honig-Zimt-Maske sogar über Nacht auf der Haut. Die geläufigste Einwirkzeit sind 30 Minuten.

Anschließend wird die Haut rasch mit warmem Wasser abgewaschen. Vermeiden Sie eine übermäßige Anwendung von warmem Wasser, da es die Haut austrocknen kann. Erfrischen Sie Ihre Haut daher nach dem Abwaschen mit einem Guss kaltem Wasser.

Die Honig-Zimt-Maske kann ein- oder zweimal wöchentlich aufgetragen werden.

Weitere naturheilkundliche Maßnahmen bei Akne

Bei der Behandlung der Akne geht es u. a. darum, die Haut sauber zu halten. Gleichzeitig gilt es zu verhindern, dass sie austrocknet. Sie muss also mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden, ohne dass dabei die Poren verstopft werden. Zusätzlich zur Honig-Zimt-Maske könnten bei einer Akne die folgenden Maßnahmen eingesetzt werden:

Teebaumöl

Verwenden Sie eine fünfprozentige Teebaumöllösung und tragen diese punktuell auf die Pickel auf.

Grünteeextrakt

Tragen Sie eine zweiprozentige Grünteeextraktlotion auf. Diese könnte insbesondere bei einer milden bis gemäßigten Akne hilfreich sein. Eine Grünteeextraktlotion können Sie selbst herstellen. Grünteeextrakt und eine Lotionbasis erhalten Sie z. B. bei Spinnrad inkl. Rezept.

Alpha Hydroxy Säuren

Dabei handelt es sich um natürliche Fruchtsäuren, die helfen können, verstopfte Poren zu klären und die Hautregeneration zu beschleunigen. Alpha Hydroxy Säuren liegen naturgemäß beispielsweise in einem Papayafruchtextrakt vor, den es bei Herstellern für Kosmetikzutaten gibt (ebenfalls z. B. Spinnrad).

Reine Olivenölseife

Bei Akne kann man zur täglichen Gesichtsreinigung eine reine Olivenölseife testen, z. B. die Aleppo-Seife, eine reine Olivenölseife ohne jegliche Zusätze. Sie wirkt sich auch sehr vorteilhaft bei Psoriasis und Ekzemen aus.

Die Seife hat einen außergewöhnlichen Effekt und hinterlässt ein angenehmes Gefühl ohne jede Austrocknung. Sie einen können auch Ihren eigenen Gesichtsreiniger selbst herstellen.

Wie sich Zimt bei innerlicher Anwendung auf die Gesundheit auswirkt – ob bei Krebs, Diabetes oder Übergewicht – lesen Sie im Artikel Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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