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Blut von Veganern schützt achtmal besser vor Krebs

Blut von Veganern schützt achtmal besser vor Krebs

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(Zentrum der Gesundheit) – Wissenschaftler stellten schon vor Jahren fest, dass das Blut von vegan lebenden Menschen achtmal besser Krebszellen bekämpfen kann als das Blut von jenen, die sich ganz normal ernähren. Eine rein pflanzliche Ernährung also – die von vielen als extrem bezeichnet wird – ist tatsächlich extrem, nämlich extrem gesund und kann dieser Studie zufolge besser vor Krebs schützen als das, was gemeinhin als normal und richtig gilt.

Vegane Ernährung: eine Krebsdiät?

Die vegane Ernährung wird immer beliebter. Immer mehr Menschen testen eine rein pflanzliche Ernährung und sind von den positiven Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden begeistert. Meist regulieren sich schon nach wenigen Wochen die zuvor ungünstigen Blutwerte, wie z. B. das Cholesterin oder der Blutzuckerspiegel. Auch Übergewicht wird abgebaut und der Blutdruck pendelt sich wieder ein. Schon allein diese Erfolge sind beeindruckend.

Doch zeigen auch immer mehr Studien, dass eine vegane Ernährung sogar vor Krebs schützen kann, was aus Sicht der Schulmedizin äusserst überraschend sein muss, da es in deren Augen doch eigentlich gar keine "Krebsdiät" geben darf. Eine dieser Studien stammt von Dr. Dean Ornish von der University of California in San Francisco.

Vegane Ernährung gegen Prostatakrebs

Dr. Ornish wurde schon in den 1980er Jahren durch die Veröffentlichung seiner inzwischen berühmten Ornish-Diät bekannt. Würde man dieser Ernährungsweise folgen, so Ornish, könne man Herzoperationen vermeiden, die normalerweise aufgrund von arteriosklerotischen Veränderungen der Herzgefässe erforderlich würden (z. B. Herzklappen- oder Bypass-OPs).

Die Ornish-Diät besteht aus einer veganen und vollwertigen Ernährung mit einem nur geringen Fettanteil. Um zu sehen, ob und wie genau diese Ernährungsform, die sich in Herz-Kreislauf-Angelegenheiten längst bewährt hat, vor Krebs schützen kann, untersuchte das Team um Dr. Ornish 93 Männer mit Prostatakrebs im Anfangsstadium. Das Ergebnis wurde im Jahr 2005 im Fachmagazin Journal of Urology veröffentlicht.

Die Studienteilnehmer hatten anfangs alle einen PSA-Wert zwischen 4 und 10 ng/ml. Auf dem Gleason-Score (histologische Beurteilung des Prostatagewebes nach Biopsie) erreichten sie Werte von bis zu 7. (Bei Werten von 2 bis 4 werden die entsprechenden Tumoren meist nur zufällig entdeckt, bei Werten ab 8 handelt es sich dagegen um aggressive schnell wachsende Tumoren).

Die Ernährungsstudie bei Prostatakrebs

Ein Teil der Männer (Gruppe 1) setzte umfassende Änderungen in der Ernährung und Lebensweise um, der andere Teil der Männer (Gruppe 2) blieb bei der ursprünglichen Ernährungs- und Lebensweise (der typischen amerikanischen Durchschnittskost).

Die Männer aus Gruppe 1 erhielten genaue Anweisungen für ihre künftige Lebens- und Ernährungsweise, die folgendermassen aussah:
 

Das Essen war geschmackvoll und der erforderte Lebensstil problemlos umsetzbar, so dass keiner der Teilnehmer die einjährige Studie abbrach.

Das Ergebnis: Vegane Ernährung schützt achtmal besser vor Krebs

Am Ende der Studie – nach einem Jahr – war der PSA-Wert in Gruppe 1 nur um 4 Prozent gestiegen, in Gruppe 2 um durchschnittlich 6 Prozent. In Gruppe 2 mussten sich ausserdem 6 Patienten aufgrund eines sehr hohen PSA-Wertes einer üblichen Krebstherapie unterziehen. In Gruppe 1 war dies bei keinem der Patienten nötig.

Ausserdem untersuchte man, wie schnell die Krebszellen im jeweiligen Blutserum der Männer wachsen konnten oder andersherum, wie gut das Blut der Männer in der Lage war, die Krebszellen in Schach zu halten.

Es zeigte sich, dass das Wachstum der Prostatakrebszellen im Blut der vegan und gesund lebenden Männer achtmal stärker gehemmt werden konnte als im Blut der "normal" essenden und lebenden Männer.

Die PSA-Werte und Krebszellwachstumsraten standen im direkten Zusammenhang zur Art der Ernährungs- und Lebensweise. Je konsequenter sich ein Mann an die Vorgaben gehalten hatte, umso niedriger war sein PSA-Wert und um so geringer das Krebswachstum.

Bestimmte Ernährung hilft bei der Bekämpfung von Brustkrebs

Weitere Studien mit ähnlichem Versuchsaufbau bestätigen diese Ergebnisse, zum Beispiel im Falle von Brustkrebs. Eine entsprechende Untersuchung wurde schon 2006 in Nutrition and Cancer beschrieben. Auch hier hatten die Teilnehmerinnen (alle mit Brustkrebsdiagnose) eine fettarme und ballaststoffreiche Ernährung praktiziert sowie zusätzlich 30 bis 60 Minuten pro Tag mit Walking verbracht.

Man konnte bereits nach 14 Tagen eine dramatische Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte gegen den Krebs beobachten. Das Krebswachstum hatte sich signifikant verlangsamt und die Fähigkeit des Blutes, Krebszellen zu bekämpfen, hatte zugenommen.

Der eine oder andere könnte nun denken, dass dies möglicherweise nur auf das neu eingeführte Sportprogramm zurückzuführen sei, denn Sport ist auch tatsächlich ein mächtiger Faktor im Kampf gegen den Krebs. Doch gab es bereits eine Untersuchung, die sich der Angelegenheit angenommen hatte und die entsprechenden Zweifel aus dem Wege räumte.

Im Jahr 2003 hatte man Prostatakrebspatienten in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe trieb verstärkt Sport, die andere Gruppe ernährte sich gesund (pflanzenbasiert, fettarm und ballaststoffreich) und die dritte Gruppe tat beides.

Man stellte fest, dass auch Sport allein zu einer Unterdrückung des Krebswachstums beitragen konnte. Die vegane Ernährung jedoch hatte eine doppelt so starke Kraft, Krebszellen zu töten – und zwar auch dann, wenn sie ganz ohne begleitende sportliche Aktivitäten umgesetzt wurde.

Vegane Ernährung zur Krebs-Prävention

Oft heisst es, Krebs sei einfach nur Pech oder Schicksal. Kaum weist man dann auf die Ernährungs- und Lebensweise als Möglichkeit der Prävention hin, stösst man nicht selten auf Ablehnung oder gar Aggression. Denn man wagt es, dem einzelnen Menschen auch einen gewissen Grad an Eigenverantwortung zu übertragen.

Viele wollen davon nichts hören. Schade, denn auch wenn die Ernährungs- und Lebensweise selbstverständlich nicht zu hundert Prozent vor Krebs schützen kann, so hat sie doch einen immensen Einfluss auf den Organismus und nachweislich auch auf das Krebsrisiko. Folglich können wir jeden Tag neu entscheiden, ob wir unserem Körper schaden möchten oder ob wir ihm – mit der passenden Ernährungs- und Lebensweise – lieber Gutes tun wollen.

Und die vegane Ernährung kann nachweislich sehr viel Gutes tun – wie auch schon im Jahr 2009 im Journal of the American Dietetic Association zu lesen war:

Eine gut geplante vegetarische Ernährung ist einschliesslich veganer Ernährungsformen gesund, versorgt mit den erforderlichen Nährstoffen und dient der Vorbeugung und Therapie bestimmter Erkrankungen."

Zu diesen Krankheiten gehören neben u. a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes auch der Krebs.

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Quellen:


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