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Die tödlichen Pilzsporen verbreiten sich still und heimlich..
Die tödlichen Pilzsporen verbreiten sich still und heimlich..

Tödlicher Pilz infiziert immer mehr Menschen

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(Zentrum der Gesundheit) - An einer neuen infektiösen Pilzmutante starben in den USA bereits 6 von 21 infizierten Menschen. Der Pilz war von Kanada in den Nordwesten der USA gewandert und ist jetzt auf dem Weg nach Kalifornien.

Gefährliche Mutante infiziert auch völlig Gesunde

Wissenschaftler der Duke University in North Carolina melden das bislang ungeklärte Erscheinen einer neuen infektiösen Pilzmutante in Kanada und dem Nordwesten der USA. Es handle sich um eine Variante des Hefepilzes namens Cryptococcus gattii (C. gattii). C. gattii stammt ursprünglich aus den Tropen und niemand weiß, wie er von dort nach Kanada gelangt sein könnte, geschweige denn, wie er im kalten Klima überleben konnte.

Der Pilz wird durch die Luft übertragen und befällt normalerweise nur Menschen mit einem schwachen Immunsystem oder auch Transplantationspatienten, die immunsuppressive Medikamente einnehmen. Den Forschern zufolge scheint die Mutante jedoch bevorzugt gesunde Menschen zu infizieren.

Tödlicher Pilz hat Kalifornien im Visier

C. gattii tauchte 1999 auf Vancouver Island in Kanada auf und tötete dort 19 von 218 infizierten Menschen, was einer Letalitätsrate von 8,7 Prozent entspricht. In den folgenden Jahren breitete sich der Pilz in ganz British Columbia aus, wanderte schließlich in die USA und bis ins Jahr 2009 gehörten schon Washington und Oregon zu seinem Revier. Aufgrund der zwar verhaltenen, aber durchaus vorhandenen Wanderfreude des Pilzes, wird vermutet, dass er augenblicklich auf dem Wege nach Nordkalifornien sein könnte.

Hohe Sterblichkeitsrate

Allerdings ist der Pilz längst nicht mehr derselbe. Der ursprüngliche Stamm von Vancouver Island hat sich auf gefährliche Art und Weise in eine für Mensch und Tier tödliche Mutante verwandelt. In Oregon infizierte der neue Pilzstamm 21 Menschen, von denen 6 an der Bekanntschaft mit dem Pilz verstarben. Das entspricht einer Sterblichkeitsrate von besorgniserregenden 25 Prozent.

Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass es sich bei den 6 Todesfällen – laut einem Bericht des Magazins National Geographic – um angeblich zuvor vollkommen gesunde Menschen gehandelt haben soll.

Regionale Bedrohung

Das Fachmagazin PLoS Pathogens berichtet, dass der neue Pilz momentan Menschen in der ganzen nordwestlichen Pazifikregion infiziert und dass sich sein Radius immer weiter vergrößert. Obwohl der Pilz ursprünglich in tropischen und subtropischen Regionen entdeckt wurde, scheint er eine Strategie entwickelt zu haben, mit der er auch in gemäßigten Regionen hervorragend überleben kann. Das, was auf Vancouver Island begann, ist somit längst zu einer regionalen Bedrohung geworden.

Die Symptome

Die Ansteckung mit der neuen Mutante von C. gattii erfolgt über das Einatmen der Pilzsporen. Zu den Symptomen der sog. Kryptokokkose – wie man die Infektion mit C. gattii und verwandten Pilzstämmen nennt – gehören hartnäckiger Husten, starke Schmerzen in der Brust, Atemnot, Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Fieber und Nachtschweiß.

Die Symptome können erst Wochen oder Monate nach dem Kontakt mit dem Pilz auftreten und machen auch vor Haustieren nicht halt. Im Verlauf der Erkrankung verstärken sich die Symptome zusehends, so dass eine frühzeitige Identifizierung des Pilzes die Heilchancen deutlich verbessert.

Laut der Seuchenschutzbehörde von British Columbia gäbe es weder vorbeugende Maßnahmen noch zuverlässige Behandlungsmethoden, doch könne mittels Antimykotika (Anti-Pilz-Medikamente) das Todesrisiko verringert werden. Eine gute Nachricht gibt es jedoch auch bei dieser Schreckensmeldung: Der Pilz soll sich offenbar nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

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Flüchtlinge aus dem Labor?

Vermutlich ist das Erscheinen von Cryptoccus gattii in Kanada nicht ganz so rätselhaft wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Pilze der Gattung Cryptococcus besiedeln gerne den Darm von Vögeln und können daher fliegenderweise leicht in andere Regionen gelangen. Allerdings statten die in den Tropen heimischen Vögel dem kühlen Kanada sicher eher ungern einen Besuch ab, so dass hier höchstens eine Einschleppung des Pilzes durch den Import von Vögeln bzw. Geflügel denkbar wäre.

Viel wahrscheinlicher jedoch ist, dass C. gattii und verwandte Pilzarten in Kanada oder den USA längst zu Versuchszwecken in Laboratorien gehalten werden und von dort schließlich entkamen. Dies würde auch C. gattiis Talent zur schnellen Anpassung an die nördlichen Klimaverhältnisse erklären, da Laborindividuen bekanntlich mit allerlei Besonderheiten und speziellen Fähigkeiten ausgestattet werden.

Pilze als Atommüllschlucker

Pilze der Gattung Cryptococcus leben deshalb in manchen Laboratorien, weil Wissenschaftler entdeckt hatten, dass sie in der Lage sind, radioaktive Strahlung direkt in Energie umzuwandeln. Folglich suchen die Forscher nun fieberhaft nach Möglichkeiten, diese Pilze wirkungsvoll einzusetzen.

Denkbar wäre beispielsweise ihre Verwendung für die Beseitigung von Atommüll. Auch wäre es durchaus möglich, Cryptococcus unter Umständen als eine Art Weltall-Koch zu engagieren, da der Pilz mit Hilfe der kosmischen Strahlung Nahrung für Astronauten produzieren könnte. Gründe für C. gattiis Anwesenheit in Kanada und den USA gibt es also genügend.

Und genau aus denselben Gründen besteht immer und überall die Gefahr, dass fremdartige Mikroorganismen – ganz gleich welcher Art – plötzlich in Umlauf geraten und Menschen, die gegen diese ungewohnten Winzlinge noch keine Immunität besitzen, infizieren und krank machen können.

Vorbeugung ist möglich

Doch auch wenn die Behörden behaupten, es gäbe keine Möglichkeit zur Prävention, so gibt es sie natürlich immer und jederzeit. Selbst die Aussage, dass C. gattii auch völlig gesunde Menschen treffen könne, gilt es kritisch zu hinterfragen. Schließlich ist nicht bekannt, inwiefern der Gesundheitszustand der Infizierten, die vor der Infektion mit C. gattii rundum gesund gewesen sein sollen, tatsächlich überprüft wurde und ob eine mögliche anderweitige latente Erkrankung oder Immunschwäche wirklich hundertprozentig ausgeschlossen wurde.

Wer sich vor Infektionen mit unbekannten Erregern schützen möchte, kann das Risiko einer Erkrankung also sehr wohl durch eine sorgfältige und intensive Stärkung seiner körpereigenen Abwehrkraft enorm minimieren. Dass dies mit ein oder zwei Vitaminpillen pro Tag nicht erreicht werden kann, dürfte klar sein. Das Programm zum Aufbau eines hochleistungsfähigen Immunsystems, das mit Überraschungen aller Art zurecht kommt, umfasst deutlich mehr.

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