Blase

D-Mannose – Das natürliche Mittel gegen Blasenentzündung

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 15.08.2019
D-Mannose – Das natürliche Mittel gegen Blasenentzündung
© Swapan - Fotolia.com

D-Mannose ist eine Zuckerart, die mit Glucose verwandt ist, aber im Körper kaum verstoffwechselt wird. D-Mannose wird stattdessen mit dem Urin ausgeschieden. Auf ihrem Weg durch die Blase bindet die D-Mannose jene Bakterien an sich, die Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen verursachen. Die lästigen Bakterien verschwinden jetzt – gebunden an die D-Mannose – mit dem Urin in der Toilette. D-Mannose bietet sich nicht nur als Therapiekomponente bei Harnwegsinfekten an, sondern auch als Methode zur Prävention von immer wiederkehrenden Blasenentzündungen – natürlich ohne Nebenwirkungen.

Inhaltsverzeichnis

D-Mannose gegen Harnwegsinfekte

D-Mannose hilft gegen Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen und ersetzt nebenwirkungsreiche Antibiotika.

Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen sind entsetzlich lästig. Besonders beim Wasser lassen brennt und schmerzt die Blase – oft aber auch in Ruhe. Das Gefühl einer vollen Blase weicht einfach nicht, obwohl man auf der Toilette jeweils nur ein paar Tropfen von sich geben kann – und auch das nur unter Schmerzen.

Manchmal kann man nicht einmal mehr sitzen, so unangenehm ist das Gefühl im Unterleib. Es dauert daher nicht lange und man geht zum Arzt. Dieser aber greift in der überwältigenden Mehrheit aller Fälle zum Antibiotikum. Denn andernfalls, so warnt er, drohe eine Nierenbeckenentzündung, wenn die Bakterien in Richtung Niere aufsteigen.

Natürliche Alternativen bei Blasenentzündung

Doch gibt es auch andere – verträglichere – Möglichkeiten. Denn sehr viele Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen verschwinden bereits mit den hier vorgestellten ganzheitlichen Massnahmen: Nie wieder Blasenentzündung!

Der grosse Vorteil naturheilkundlicher Heilmethoden ist, dass sie bei konsequenter Durchführung mindestens ähnlich wirksam sind wie Antibiotika. Mit dem grossen Unterschied, dass naturheilkundliche Massnahmen keine negativen Nebenwirkungen mit sich bringen, gleichzeitig das Immunsystem stärken und somit zu einer echten Heilung beitragen. Eine erneute Infektion tritt daher mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit auf.

Nach einer Antibiotika-Therapie hingegen besteht die Gefahr, dass es aufgrund der nun in Mitleidenschaft gezogenen Darmflora zu einer Schwächung des Immunsystems kommt, oft zu Pilzinfektionen (Darmpilz und/oder Scheidenpilz )und nicht selten sehr bald zur nächsten Blasenentzündung.

D-Mannose wirkt wie Antibiotika – nur ohne Nebenwirkungen

Neben den im obigen Link genannten natürlichen Möglichkeiten zur Bekämpfung einer Blasenentzündung gibt es jedoch noch eine weitere Methode, die bei Harnwegsinfekten zuverlässig hilft: D-Mannose.

D-Mannose wirkt so gut wie Antibiotika, bringt keine Nebenwirkungen mit sich und kann sogar vorbeugend eingesetzt werden, damit die Blasenentzündung erst gar nicht wieder kommt.

D-Mannose ist – genau wie die Glucose (Traubenzucker) oder die Fructose (Fruchtzucker) – ein Einfachzucker. Die D-Mannose kommt natürlicherweise auch in Lebensmitteln vor, aber in deutlich geringeren Mengen als die bekannten Einfachzucker Glucose und Fructose.

Im Vergleich zur Glucose wird die D-Mannose nur sehr langsam resorbiert, etwa acht Mal langsamer als Glucose. Nur ein kleiner Teil der D-Mannose wird verstoffwechselt. Der Mannose-Grossteil wird mit dem Urin wieder unverändert ausgeschieden. Und genau das ist der grosse Vorteil der D-Mannose. Die D-Mannose fliesst nämlich jetzt mit dem Blut geradewegs zur Niere und von dort zur Blase.

Hier bindet sie jene Bakterien an sich (z. B. Escherichia coli), die für die meisten Harnwegsinfekte verantwortlich sind. Gebunden an die D-Mannose können sich die Bakterien nicht mehr an der Blasenwand festhalten. Den Bösewichten bleibt somit nichts anderes übrig, als sich mit dem Urin in die Toilette spülen zu lassen. Die Harnwege und die Blase werden im Laufe der D-Mannose-Therapie alsbald bakterienfrei und können endlich gesunden.

D-Mannose – Eine sichere Prophylaxe

Die hervorragende präventive Wirkung der D-Mannose konnte auch bereits in einer klinischen Studie in Kroatien bestätigt werden. Die Untersuchung fand im Zabok General Hospital in Zabok und im Clinical Hospital Center in Zagreb statt:

308 Frauen mit akuter Blasenentzündung stellten sich zur Verfügung. Alle Frauen hatten auch in der Vergangenheit immer wieder mit Harnwegsinfekten zu tun gehabt. Nach der üblichen Behandlung mit Antibiotika teilte man die Frauen in drei Gruppen auf.

Sechs Monate lang erhielt Gruppe 1 täglich 2 Gramm D-Mannose in 200 ml Wasser gerührt. Gruppe 2 erhielt im selben Zeitraum täglich 50 mg Nitrofurantoin (ein Antibiotikum). Gruppe 3 führte keine prophylaktischen Massnahmen durch und diente folglich als Kontrollgruppe.

Insgesamt erlitten im Studienzeitraum 98 der Frauen erneut eine Blasenentzündung. 62 davon gehörten zur Kontrollgruppe. Aus der Antibiotikagruppe bekamen immerhin 21 Frauen erneut eine Blasenentzündung und aus der D-Mannose-Gruppe nur 15 Frauen.

Über Nebenwirkungen klagten in den Gruppen 1 und 2 insgesamt knapp 18 Prozent der Patientinnen, allerdings sehr viel mehr in der Antibiotika-Gruppe als in der D-Mannose-Gruppe.

Die Forscher schlossen ihre Studie mit den Worten, dass sich D-Mannose sehr gut zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten und Blasenentzündungen eigne – gerade für Menschen, die unter ständig wiederkehrenden Blasenentzündungen leiden.

Selbstverständlich beschränkt sich der Einsatz der D-Mannose nicht nur auf die Prophylaxe. Die D-Mannose kann auch die Therapie einer akuten oder chronischen Blasenentzündung begleiten und in das ganzheitliche Massnahmen-Programm integriert werden.

D-Mannose bei seltener Erbkrankheit: CDG-Syndrom Typ 1

Auch für die seltene Stoffwechselkrankheit CDG-Syndrom Typ 1 könnte die D-Mannose ein wirksames Mittel sein. CDG steht für Congenital Disorders of Glycoprotein. Die Betroffenen dieser sog. erblich bedingten Erkrankungen der Glykosylierung leiden an sehr unterschiedlichen Symptomen, so dass sich kein einheitliches Krankheitsbild beschreiben lässt. Es können mehrere Organe oder nur ein einzelnes ganz bestimmtes betroffen sein.

D-Mannose kann bei Patienten mit CDG-Syndrom Typ 1 als Nahrungsergänzung eingesetzt werden und scheint dort die Unfähigkeit der Fibroblasten (Bindegewebszellen) zur Glykosylierung kompensieren zu können.

D-Mannose: Sicher und wirksam bei Harnwegsinfekten und Blasenentzündung

Die Haupteinsatzgebiete der D-Mannose jedoch stellen Infektionen der Harnwege und der Blase dar. Menschen mit häufigen Harnwegsinfekten sollten daher die sichere und wirksame Möglichkeit nutzen und mit der D-Mannose eigenständig den Kreislauf der immer wiederkehrenden Blasenentzündungen ein für allemal durchbrechen und beenden.

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Quellen

  • Hung, Chia?Suei, et al. "Structural basis of tropism of Escherichia coli to the bladder during urinary tract infection." Molecular microbiology 44.4 (2002): 903-915. (Strukturelle Basis des Tropismus von E. coli bei Blasenentzündungen)
  • Kranj?ec, Bojana, Dino Pape, and Silvio Altarac. "D-mannose powder for prophylaxis of recurrent urinary tract infections in women: a randomized clinical trial." World journal of urology 32.1 (2014): 79-84. (D-Mannose-Pulver zur Prophylaxe von wiederkehrenden Harnwegsinfekten bei Frauen: Eine randomisierte klinische Studie)
  • Davis, Joseph A., and Hudson H. Freeze. "Studies of mannose metabolism and effects of long-term mannose ingestion in the mouse." Biochimica et Biophysica Acta (BBA)-General Subjects 1528.2 (2001): 116-126. (Studien zum Mannose-Stoffwechsel und Auswirkungen von langfristiger Mannose-Einnahme bei Mäusen)
  • Alton, Gordon, et al. "Oral ingestion of mannose elevates blood mannose levels: a first step toward a potential therapy for carbohydrate-deficient glycoprotein syndrome type I." Biochemical and molecular medicine 60.2 (1997): 127-133. (Orale Einnahme von Mannose erhöht Mannosespiegel im Blut: Ein erster Schritt in Richtung einer möglichen Therapie des CDG-Syndroms)