Gesundheit

Darmpilz verursacht Ekzeme und juckende Hautirritationen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 12.07.2018
  • 8 Kommentare
Darmpilz verursacht Ekzeme und juckende Hautirritationen
© : chajamp - Fotolia.com

Ekzeme sind entzündliche Hauterscheinungen. Sie können ganz unterschiedlich aussehen und sich verschieden stark ausbreiten. Manche Ekzeme jucken, andere nicht. In manchen Fällen können Ekzeme auch hässliche Narben hinterlassen. Ekzeme verschonen kaum eine Altersgruppe und belästigen Babys, Kleinkinder, Teenager und Erwachsene gleichermassen. Oft erscheinen Ekzeme infolge eines Pilzbefalles im Darm – ohne dass der Patient von diesem Pilz wüsste. Wird der Pilz jedoch bekämpft, verschwindet auch das Ekzem.

Was sind Ekzeme?

Wenn Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder schon einmal mit Ekzemen zu kämpfen hatten, wissen Sie, wie nervenaufreibend und störend die juckenden Hautirritationen sein können. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten und Klassen von Ekzemen, wobei die am häufigsten auftretenden Ekzeme in der Regel als "Atopisches Ekzem" (früher: Neurodermitis) klassifiziert werden.

Im folgenden Artikel geht es jedoch nicht nur um Neurodermitis, sondern alle Arten von Ekzemen.

Einige Menschen leiden dabei nur für einige Stunden an einem leichten Jucken und Hautausschlag, der erst nach Monaten wieder auftaucht. Andere Patienten hingegen müssen sich mit langwierigem Juckreiz auseinandersetzen, was dazu führt, dass sie ihre Haut aufkratzen und auf diese Weise grössere Verletzungen entstehen, die zu hässlichen Narben werden können.

In 85 Prozent der Fälle tritt die Krankheit erstmals im Kindesalter auf. Aber auch erst später im Erwachsenenalter auftretende Ekzeme sind möglich. Bei der Hälfte aller betroffenen Kinder verschwindet das Ekzem von alleine wieder, während bei den anderen Betroffenen das Problem ein Leben lang bestehen bleiben kann.

Auslöser von Ekzemen

Bei jedem Patienten können andere Auslöser für das Ekzem verantwortlich sein. Das können bestimmte Seifen, Reinigungsmittel, starkes Schwitzen, Stress, bestimmte Kleidungsstücke, Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. eine Histaminintoleranz) oder ein besonderer Schmuck sein. Wenn diese Faktoren für Ekzeme verantwortlich sind, dann lässt sich hier auf recht einfache Weise etwas tun – nämlich indem die Auslöser vermieden werden.

Viele Menschen, deren Haut immer wieder Ekzeme entwickelt, leiden zusätzlich an Asthma, Allergien und/oder Heuschnupfen. Die blosse Behandlung der Symptome, ohne zugleich auf die zu Grunde liegenden Ursachen einzugehen, wird jedoch nur zu einer kurzfristigen Besserung beitragen – insgesamt aber in vielen Fällen den Krankheitsverlauf möglicherweise langfristig sogar verschlimmern.

Herkömmliche Behandlung von Ekzemen

Anti Candida Kapseln

Cortisonsalbe bei Ekzemen

Zu den herkömmlichen traditionellen medizinischen Behandlungsansätzen zählt unter anderem die Verwendung "topischer Steroide", also cortisonhaltige Salben. Sie können jedoch zum Ausdünnen der Haut sowie zu einer Schwächung des Immunsystems beitragen. Das wiederum kann zu vermehrten bakteriellen Infektionen führen. Infektionen werden meist mit Antibiotika behandelt. Eine Antibiotika-Behandlung bringt dann bei vielen Menschen wieder Pilzinfektionen mit sich. Jetzt sind wieder Präparate nötig, um den Pilz zu bekämpfen. Dabei wird das Immunsystem immer weiter geschwächt, so dass nach dem Absetzen der Medikamente sofort die nächste Infektion und der nächste Pilz in den Startlöchern wartet.

Immunsuppressiva bei Ekzemen

Manchmal werden bei Ekzemen auch so genannte Immunsuppressiva eingesetzt. Sie sollen das Immunsystem drosseln, da Ekzeme oft auch als erblich bedingtes Autoimmunproblem bezeichnet werden. Allerdings wirken sie nur, so lange man sie einnimmt. Zusätzlich können Immunsuppressiva weitreichende Nebenwirkungen mit sich bringen, wie Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen etc. Aus diesem Grund dürfen diese Medikamente nur 6 bis allerhöchstens 12 Monate eingesetzt werden.

Ekzeme und Candida-Pilz

Naturheilkundlich tätige Therapeuten stellen nun aber immer wieder fest, dass Menschen, die an entzündlichen Ekzemen leiden, von einem Darmpilz ( Candida albicans) befallen sind. Zwar lebt Candida bei den meisten Menschen im Darm, doch nur in sehr geringen Mengen. Problematisch wird Candida dann, wenn sich die Lebensbedingungen im Verdauungssystem für diesen Pilz verbessern, so dass er sich stark vermehren kann. Und genau Letzteres scheint gehäuft bei Ekzem-Patienten der Fall zu sein.

Einige neue Studien haben einen engen Zusammenhang zwischen Candida und dem Auftreten von Ekzemen nachweisen können:

  • Die Ursachen für eine gestörte Darmflora und damit für ein übermässiges Wachstum von Candida sind zunächst einmal eine falsche Ernährung und zwar eine solche, deren Basiszutaten aus industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln, aus Zucker, weissem Reis, Weissmehl etc. bestehen.
  • Wie oben schon erwähnt, ist eine weitere Ursache für die Ansiedlung von Pilzen eine Antibiotikatherapie. Nun erhalten manche Menschen sogar mehrmals im Jahr Antibiotika und sind damit prädestiniert für Pilzinfektionen aller Art.
  • Bekannt ist ferner, dass sich Candida-Pilze besonders gerne dort ansiedeln, wo auch eine Schwermetallbelastung z. B. aus Amalgamfüllungen vorliegt.
  • Stress und andere Faktoren, die die Immunabwehr senken, begünstigen ebenfalls das Pilzwachstum und sorgen für eine fehlgesteuerte Darmflora ( Dysbakterie).

Lesen Sie auch: Wie kann ich Schwermetalle ausleiten?

Wie Candida-Pilz zu Ekzemen führen kann

Pilze geben Stoffwechselgifte ab, welche nun – aufgrund der Dysbakterie - die Darmschleimhaut angreifen. Das können sie natürlich nur, weil die schützende Darmflora nur noch sehr unzureichend vorhanden ist. Es kann zu einer durchlässigeren Darmschleimhaut kommen (dem sog. Leaky-Gut-Syndrom). Das jedoch hat zur Folge, dass die Pilztoxine oder auch unvollständig verdaute Proteine in die Blutbahn geraten, was wiederum zu Autoimmunreaktionen und Allergien aller Art und darunter ganz besonders zu Ekzemen und Hautauschlägen führen kann. Dabei ist zu beachten, dass auf der Haut oft gar keine Candida-Pilze zu finden sind. Die Ekzeme treten lediglich aufgrund einer Empfindlichkeitsreaktion des Organismus auf die Pilztoxine auf.

Ganzheitliche Massnahmen bei Ekzemen

Bei Ekzemen könnte daher ein erster Schritt die Bekämpfung des Pilzes bzw. eine Regulierung der Darmflora im Rahmen einer einfachen, aber effektiven Darmsanierung darstellen. Bevor Candida jedoch blindlings bekämpft wird, sollte abgeklärt werden, ob nicht die oben erwähnte Schwermetallbelastung vorliegen könnte. Dann nämlich wird geraten, zunächst die Schwermetallbelastung zu reduzieren und erst anschliessend das Candida-Problem anzugehen.

Natürliche Massnahmen gegen Candida finden Sie weiter unten unter der Überschrift "Weitere themenrelevante Artikel". Daher soll nachfolgend nur eine kurze Übersicht genügen:

Denken Sie daran, dass eine Pilzbehandlung anfangs zu unangenehmen Symptomen führen kann, wie z. B. Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit etc. Das liegt daran, dass beim Abtöten der Pilze grosse Mengen Pilztoxine frei werden und den Körper belasten. Innerhalb von einer Woche sollten diese Symptome jedoch nachlassen und Ihr Zustand wird sich kontinuierlich bessern.

Ekzeme lassen sich durch diese Massnahmen meist reduzieren und der Juckreiz wird weniger. Bei manchen Menschen verschwinden die Ekzeme auch ganz. Sollten jedoch insbesondere seelische Faktoren zum Hautproblem geführt haben, ist unbedingt auch eine psychotherapeutische Betreuung zu empfehlen.

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Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 07.10.2017

Guten Tag, bei meiner Tochter wurde ein Darmpilz festgestellt. Sie soll nun eine strenge Diät machen, keinen Zucker, keine Hefe ect. . Können Sie mir eventuell Rezepte und weitere Infos geben. Sie bekam das Medikament Nystatin verschrieben. Vielen Dank

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Die Ernährung bei Darmpilz ist keine besondere Ernährung. Es handelt sich ganz einfach um eine gesunde und vollwertige Ernährung. Diese enthält naturgemäss keinen Zucker und auch keine anderen isolierten Kohlenhydrate (Weissmehl etc.). Ob Hefe tatsächlich ein Problem ist, ist eher nicht anzunehmen, da die Hefe z. B. im Brot ja nicht mehr aktiv ist. Nichtsdestotrotz gibt es inzwischen zahlreiche Brote ohne Hefe, z. B. aus reinem Sauerteig oder mit Backferment hergestellt. Auch viele Backpulver-Brotrezepte gibt es.

Die Ernährung sollte insbesondere aus Gemüse, Salaten und Vollkorngetreide bestehen. Auch Obst kann gegessen werden - natürlich nicht gerade die süssesten Trauben und auch keine Trockenfrüchte, aber Beeren sind kein Problem, auch dann und wann eine feste Banane kann gegessen werden. Genauso säuerliche Äpfel und Papayas und davon gleich einige der Kerne, da diese pilzfeindliche Wirkung besitzen - ganz ähnlich wie Granatäpfel.

Naturheilkundliche Massnahmen bei Darmpilz bestehen aus einer Darmsanierung, Zistrosentee und z. B. Olivenblattextrakt.

Rezepte finden Sie zahlreich auf unserer Seite in der Rezepterubrik, z. B. hier. Sollte in einem Rezept Kokosblütenzucker verwendet werden, kann dieser getrost weggelassen werden.

Alles Gute!

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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