Ernährungsplan bei Arthrose
Eine gesunde Ernährung kann sich sehr positiv auf eine Arthrose auswirken. Genauso kann eine ungesunde Ernährung Ihre Gelenkgesundheit verschlechtern, ja sie kann sogar eine Mitursache von Gelenkerkrankungen sein.
In Studien hat sich daher längst gezeigt, dass ungesund essende Menschen eher an Arthrose erkranken als Gesundheitsbewusste (4) und dass eine gesunde vegetarische Ernährung die Krankheit wieder bessern kann (5).
Auch weiß man, dass die Gefahr, eine Arthrose zu entwickeln, umso wahrscheinlicher ist, je weniger Vitamin C man isst (2). Und im Jahr 2001 hat eine Studie bereits ergeben, dass eine vegane und glutenfreie Ernährung bei Gelenkerkrankungen entzündungshemmende und damit lindernde Wirkung hat (6).
Die richtige Ernährung bei Arthrose – Die Kriterien
Ein Ernährungsplan bei chronisch erkrankten Gelenken sollte die folgenden Kriterien erfüllen:
Eine arthrosefreundliche Ernährungsweise sollte vorwiegend pflanzlich ausgerichtet sein, da tierische Lebensmittel häufig die entzündungsfördernde Arachidonsäure enthalten.
Demgegenüber liefert pflanzliche Kost eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und Vitalstoffe, die Entzündungen hemmen und den Körper bei Regenerationsprozessen unterstützen.
Des Weiteren wird eine weitgehend glutenfreie Ernährung empfohlen, da diese den Darm entlasten und folglich indirekt zur Entzündungshemmung beitragen kann.
Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung versorgt die Gelenke und Knorpel mit allen essenziellen Baustoffen und schützt sie. Zu diesen Baustoffen zählen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und gesunde Fettsäuren.
Es konnte in diversen Studien nachgewiesen werden, dass eine basenüberschüssige Ernährung signifikant gegen eine chronische Übersäuerung des Körpers wirkt, welche als Mitursache von Arthrose gilt.
Der Verzehr von Lebensmitteln, die einen hohen Gehalt an Antioxidantien aufweisen, wie beispielsweise Beeren, grünes Blattgemüse, Nüsse und hochwertige Öle, kann einen positiven Einfluss auf die Knorpelzellen haben. Einerseits werden sie vor oxidativem Stress geschützt, andererseits wird ihre Regeneration gefördert.
Des Weiteren ist eine darmfreundliche Ernährung mit probiotischen und präbiotischen Lebensmitteln von signifikanter Relevanz, da lediglich ein gesunder Darm die Aufnahme von Nährstoffen gewährleisten und Heilprozesse fördern kann.
Schließlich sollte der Speiseplan frei von schädlichen Substanzen sein. Alkohol, Zucker, Auszugsmehle, stark verarbeitete Produkte und ungesunde Fette fördern Entzündungen und beeinträchtigen die Gelenkgesundheit.
Eine ausgewogene Ernährung, die reich an frischen, natürlichen Inhaltsstoffen ist, bildet daher die Grundlage, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten.
Hilfreich zum Abnehmen
Zusätzlich sollte der Ernährungsplan bei Übergewicht dabei helfen, langsam und nachhaltig das Normalgewicht zu erreichen (wenn Sie Ihren Energiebedarf im Auge behalten!), so dass schon allein aus diesem Grund die Gelenke massiv entlastet werden.
Fettzellen produzieren überdies ständig entzündungsfördernde Stoffe, die Ihre Gelenkschmerzen immer wieder neu anfachen, so dass gilt: Je weniger Übergewicht, umso weniger Fettzellen und umso geringer die Entzündung.
Wann tritt eine Besserung ein?
Eine Arthrose entwickelt sich über Jahre hinweg. Daher können naturheilkundliche Massnahmen die krankhaften Veränderungen in den Gelenken nicht über Nacht zum Verschwinden bringen. Oft zeigen sich jedoch schon nach wenigen Wochen erste Erfolge, manchmal zeigt sich eine Besserung erst nach einigen Monaten.
Allerdings müssen selbstverständlich alle Bereiche eines ganzheitlichen Konzeptes berücksichtigt werden, wie wir in unserem Artikel Arthrose - mit natürlichen Maßnahmen verbessern beschreiben und in Ausschnitten auch weiter unten.
Da sich unser Ernährungskonzept aber auf den gesamten Körper sehr positiv auswirkt, lohnt es sich in jedem Fall, dabei zu bleiben.
* Hier erhalten Sie den 7-tägigen Ernährungsplan bei Arthrose zum Download.
Hinweise zum Ernährungsplan
Jeder Ernährungsplan sollte ganz individuell zusammengestellt werden und sich am Geschmack, den Vorlieben und Bedürfnissen des einzelnen Menschen orientieren. Unser Ernährungsplan bei Arthrose soll daher insbesondere als Anregung dienen, damit Sie eine Vorstellung bekommen, wie köstlich und abwechslungsreich eine gelenkgesunde Ernährung sein kann.
Das bedeutet, dass Sie unseren Ernährungsplan anpassen und verändern können. Sie können die Portionen vergrößern oder verkleinern – und Sie können einzelne Zutaten gegen andere austauschen, z. B. Brokkoli gegen Blumenkohl oder Spinat gegen Mangold oder Karotten gegen Pastinaken.
Sie sollten aber natürlich nicht ein gesundes Süßungsmittel einfach gegen Zucker austauschen o. ä.
Weitere ganzheitliche Maßnahmen bei Arthrose
Neben dem richtigen Ernährungsplan gehören zur ganzheitlichen Therapie außerdem die folgenden Komponenten:
Nahrungsergänzungsmittel
Bei Arthrose sollten Sie gezielt spezielle Nahrungsergänzungen einsetzen. Diese werden einerseits individuelle Vitalstoffmängel beheben und andererseits konkret gegen die Schmerzen vorgehen, die Entzündung hemmen, den weiteren Knorpelabbau verhindern und die Regeneration Ihrer Gelenke fördern.
Welche Nahrungsergänzungen für die Gelenke hilfreich sein können, lesen Sie in unserem Artikel Nahrungsergänzung bei Arthrose.
Entsäuerung
Die chronische Übersäuerung gehört häufig zu den Mitursachen der Gelenkerkrankung. Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel: Arthrose: Wie eine Entsäuerung helfen kann
Bewegung
Vergessen Sie in keinem Fall die Bewegung. Sie ist für die Gelenkgesundheit mindestens ebenso wichtig wie die richtige Ernährung. Ideal ist bei Arthrose das Trampolintraining, das Sie gemütlich von zu Hause aus durchführen können.
Es entlastet Knochen und Gelenke, verbessert die Knochenstruktur und sorgt für eine gute Versorgung des Gelenkknorpels mit Nährstoffen, Wasser und Sauerstoff. Schmerzen werden reduziert, die Entzündung nimmt ab und Muskulatur wird aufgebaut.
Zudem macht es sehr viel Spaß, erlaubt auch bei Übergewicht ein gelenkschonendes Training und verleiht ein wunderbares Gefühl der Schwerelosigkeit.
Wenn in Ihrer Nähe ein Pilates-Studio ist, sollten Sie sich dort unbedingt anmelden. In einer Studie zeigte sich, dass Pilates bei Arthrose besser hilft als Physiotherapie. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie nun nicht mehr zur verordneten Physiotherapie gehen sollten, sondern dass Sie zusätzlich Pilates praktizieren sollten.
Ideal wäre zunächst ein Personaltraining oder ein Training in sehr kleinen Gruppen, denn gerade bei vorliegenden Beschwerden sollten Sie individuell betreut werden und ein individuelles Trainingsprogramm erhalten.
Hinweis: Die im Text erwähnten Studien finden Sie unten sowie in den verlinkten weiterführenden Artikeln oder auch in unserem Hauptartikel Arthrose - mit natürlichen Maßnahmen verbessern.