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  • Getrockneter Oolong-Tee in einer weissen Schale
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Oolong Tee wirkt gegen Brustkrebs

Oolong Tee kann einer Studie zufolge Brustkrebszellen bekämpfen. Auch zeigte sich in Untersuchungen, dass Frauen, die viel Oolong Tee trinken, ein geringeres Brustkrebsrisiko haben.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 12 Mai 2026
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Kann Oolong Tee gegen Brustkrebs helfen?

Trotz aller Vorsorgeuntersuchungen, Screenings zur Früherkennung und modernster Therapien bleibt Brustkrebs nach wie vor die häufigste Krebsform und auch eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen.

Da die üblichen Therapien wie Chemo, antihormonelle Behandlung und Bestrahlungen starke Nebenwirkungen haben, wird fieberhaft nach Alternativen gesucht – sowohl zur Therapie als auch Prävention.

Gerade zu präventiven Zwecken wird oft der Grüntee empfohlen, da einige seiner Inhaltsstoffe krebshemmende Eigenschaften aufweisen. Studien zu anderen Teesorten und ihrer möglichen Wirkungen bei Brustkrebs sind hingegen rar.

Dr. Chunfa Huang, Professor und Internist an der Saint Louis University in Missouri untersuchte daher den Oolong Tee, einen halbfermentierten Tee, der in Sachen Fermentationsdauer zwischen Grün- und Schwarztee angesiedelt ist. Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse im November 2018 im Journal Anticancer Research.

Zwei Tees hemmen Brustkrebszellen – einer nicht

Huang und sein Forscherteam überprüften nun die Wirkung verschiedener Teeextraktarten (Grüntee, Schwarztee, Oolong Tee) auf sechs Brustkrebszelllinien, darunter ER-positive (besitzen Östrogenrezeptoren), PR-positive (besitzen Progesteronrezeptoren), HER2-positive (besitzen sog. humane epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptoren 2) und triple negative Brustkrebszellen (besitzen keine der drei zuvor genannten Rezeptoren).

Untersucht wurden die Lebens- und Teilungsfähigkeit der Zellen, mögliche DNA-Schäden und andere Merkmale in der Morphologie (Form) der Zellen. Die Grünteeextrakte und Oolong Teeextrakte konnten das Wachstum aller Brustkrebszelltypen stoppen (1). Schwarzer Tee und andere dunkle Teearten hatten hingegen keinen Einfluss auf die Zellen.

Professor Huang schlussfolgerte:

„Oolong Tee kann – genau wie Grüntee – zu DNA-Schäden in der Krebszelle führen, auch zu einem „Zerbrechen“ der Zelle und das Wachstum der Brustkrebszellen, ihre Ausbreitung und die Tumorbildung hemmen. Der Tee hat daher das Potenzial eines natürlichen krebshemmenden Mittels.“

Frauen, die viel von diesem Tee trinken, haben geringeres Brustkrebsrisiko

Zusätzlich überprüfte Huangs Team, wie sich der Konsum des Tees auf das Brustkrebsrisiko auswirkte. Es zeigte sich, dass Frauen aus der chinesischen Provinz Fujian (der ursprünglichen Heimat des Tees, weshalb man davon ausgeht, dass dort nach wie vor viel davon getrunken wird) ein um 35 Prozent niedrigeres Brustkrebsrisiko hatten und ein um 38 Prozent niedrigeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben – im Vergleich zu den Durchschnittszahlen ganz Chinas.

Untersuchte man nun konkret das Risiko von Oolong-Tee-Trinkerinnen, stellte sich heraus, dass Frauen, die regelmässig und viel von diesem Tee zu sich nahmen, ein um 25 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko hatten als die Frauen in Fujian und ein um 50 Prozent geringeres Risiko als der nationale Durchschnitt.

Oolong-Tee-Vieltrinkerinnen hatten überdies ein um 68 Prozent geringeres Risiko, vorzeitig an Brustkrebs zu sterben als Frauen, die den Tee nicht so gerne tranken.

* Hier finden Sie BIO-Oolong-Tee

Wie bereitet man Oolong Tee zu?

„Natürlich sind zu diesem Thema noch weitere Studien erforderlich”, sagt Huang. „Dennoch deutet die niedrigere Brustkrebszahl in Regionen, in denen viel von dem Tee getrunken wird, darauf hin, dass der Tee sehr gute Anti-Krebs-Eigenschaften hat. Wir können daher schlussfolgern, dass der Tee – genau wie Grüntee – eine wichtige Rolle spielen kann, wenn es darum geht, Brustkrebszellen zu hemmen und die Ausbreitung des Tumors einzugrenzen.“

Der Tee wird ähnlich wie Grüntee zubereitet. Man lässt Wasser kochen und übergiesst damit nach etwa 2 Minuten (wenn das Wasser nur noch etwa 80 Grad aufweist) den Tee (1 gehäufter TL pro 250 ml).

Auch sind mehrere Aufgüsse möglich. Den ersten lässt man 2 bis 4 Minuten lang ziehen, den zweiten 5, den dritten 7 Minuten – oder je nach persönlicher Vorliebe. Der Koffeingehalt nimmt mit jedem Aufguss natürlich ab, so dass die weiteren Aufgüsse auch am Abend getrunken werden können.

Um einen möglichst unbelasteten, also pestizidfreien Tee zu erwerben, sollte man auf Bio-Tee zurückgreifen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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