Gesundheit

Der Mythos vom Brustkrebs-Gen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 05.07.2017
  • 5 Kommentare
Der Mythos vom Brustkrebs-Gen
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Oder warum der Einfluss von Genen auf Brustkrebs so winzig klein ist. Brustkrebs und viele andere Krankheiten sollen sich – aufgrund bestimmter Gene – hartnäckig in der Familie halten und immer wieder – von Generation zu Generation – für denselben Schrecken sorgen. Eine neue Untersuchung hat diese Theorie in Frage gestellt und stattdessen entdeckt, dass nicht der Krebs vererbt wird, sondern eher die Verhaltens- und Ernährungsweisen, die schliesslich zum Krebs führen können.

Brustkrebsrisiko kann gesenkt werden – unabhängig von den Genen

Dr. Robert Gramling, Professor für Familienmedizin am medizinischen Zentrum der Universität von Rochester (URMC) und Autor der Studie, die in der Fachzeitung Breast Cancer Research veröffentlicht wurde, fand heraus, dass unabhängig davon, ob Frauen eine Familiengeschichte mit Brustkrebs vorweisen können oder nicht, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und die Vermeidung übermässigen Alkoholkonsums deren Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um einiges senken würde.

Sango Koralle

Nicht der Krebs wird vererbt, sondern der krebsfördernde ungesunde Lebensstil

"Es ist also nicht so, dass Frauen ein und derselben Familie ein und dasselbe Brustkrebsgen besitzen, sondern eher so, dass Frauen ein und derselben Familie, die gleichen Brustkrebs verursachenden ungesunden Verhaltensweisen pflegen und diese immer und immer wieder an nachfolgende Generationen weiter geben",

erklärte Gramling.

"Noch kann niemand konkret sagen, wie gross der Einfluss der Gene, der Umwelt oder der Verhaltensweisen auf die Entstehung einer Krankheit ist. Unsere Untersuchung jedoch zeigt, dass sich Frauen mit Hilfe einer gesunden Lebensweise schützen können – auch wenn eine genetische Prädisposition zu dieser oder jener (Krebs-)Erkrankung vorliegt."

Vorbeugung statt Früherkennung

Gramlings Studie beweist einmal mehr die Wichtigkeit der Brustkrebsvorsorge mit einem gesunden Lebensstil. Ein Konzept, das in den öffentlichen Brustkrebskampagnen, die ausschliesslich von Früherkennung, nicht aber von Vorbeugung sprechen, schlichtweg nicht vorhanden ist.

Dabei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie Frauen Brustkrebs vorbeugen können. Dazu gehört einerseits die Vermeidung von Giften, die regelmässige Ausleitung von Giften, Sport sowie andererseits die Versorgung mit besonderen Lebensmitteln (Lebensmittel, die aussergewöhnlich reich an Vitalstoffen sind und Lebensmittel, die spezielle Krebs verhindernde Substanzen enthalten).

Gesunder Lebensstil schützt – auch wenn Krebs "in der Familie liegt"

Manche Frauen scheinen sich mit dem Satz "Ich kann nichts dagegen tun, bei uns liegt das in der Familie" geradezu wohl zu fühlen. Sie leben lieber weiter in ihren ungesunden Tag hinein, statt eine Änderung ihrer Lebensweise herbei zu führen.

Andere Frauen aber möchten liebend gerne aktiv werden und wären glücklich, jemand würde ihnen sagen, dass sie die Kette immer wiederkehrender Krebserkrankungen in ihrer Familie tatsächlich eigenmächtig abreissen können, wenn sie nur beginnen, einen neuen und gesunden Lebensstil zu pflegen.

"Angesichts der Verzweiflung über ein angeblich vererbbares Risiko ist es absolut notwendig, dass unsere Wissenschaftler und Ärzte endlich die Zusammenhänge zwischen Krebsrisiko und Lebensweise begreifen und die Frauen daraufhin über Massnahmen aufklären, die sie ergreifen können, um ihr eigenes Erkrankungsrisiko zu senken," bemerkte Gramling.

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Kixotin schrieb am 25.07.2015

Hallo Zentrum für Gesundheit Team, Genau deswegen (weil mir niemand sagen kann, warum ausgerechnet ich nicht zu der Mehrheit der Frauen gehöre) denke ich, dass das auch auf andere Frauen zutrifft und sie andere Frauen genau so fehl leiten können (indem sie „andere“ Frauen oder auch Frauen im Allgemeinen ansprechen). Denn woher sollen denn Frauen wissen, ob sie zu den einen oder anderen Frauen gehören? Sollten Sie denn nicht als verantwortungsbewusste Autoren die Verantwortung nicht immer auf andere (in diesem Fall dem Professor Dr. Robert Gramling) schieben, sondern einsehen, dass sie zu der Verbreitung der Lüge/des Mythos oder was auch immer beitragen? MfG

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Kixotin
Niemand wird fehlgeleitet. Es wird eine Studie vorgestellt, derzufolge Frauen mit dem Brustkrebsgen ihr Risiko für Brustkrebs mit einer gesunden Lebensweise reduzieren können. Nichts weiter. Wer seine Lebensweise nicht ändern will, kann dies tun. Wer sie ändern will, kann es ebenfalls tun. Zusätzlich schliesst das Führen einer gesunden Lebensweise andere Vorsichtsmassnahmen nicht aus, da sie schliesslich ganzheitlich wirkt, also nie nur einem einzigen Zweck dient.

Es nützt übrigens nichts, wenn Sie Ihre Kommentare jeweils mehrfach zu posten versuchen. 1 x genügt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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