Kinder und Jugendliche

Haarausfall bei Kindern

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 08.10.2018
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Haarausfall bei Kindern
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Haarausfall hat nicht immer etwas mit dem Alter zu tun. Auch Kinder können schon an Haarausfall leiden. Ursachen kann es dafür viele geben. Manchmal ist es einfach nur die Frisur, wenn z. B. stets ein straffer Pferdeschwanz gebunden wird. Vitalstoffmängel kommen ebenfalls in Frage. Es können aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten sein, wenn das Kind wegen eines gesundheitlichen Problems in ärztlicher Behandlung ist. Natürlich sollte auch die Haarpflege überprüft werden, da Kinder besonders empfindlich auf bestimmte Chemikalien in Shampoos reagieren.

Inhaltsverzeichnis

Haarausfall stoppen mit nugrow

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Haarausfall bei Kindern verschwindet oft genauso schnell wieder wie er gekommen ist. Die Schulmedizin verschreibt Kindern mit Haarausfall oft Cortisonpräparate und/oder synthetische Substanzen zur Stimulierung des Haarwuchses. Diese Arzneimittel aber haben oft unangenehme Nebenwirkungen. Wenden Sie daher stattdessen lieber natürliche Behandlungsmethoden an, um Haarausfall bei Kindern zu bekämpfen. Sollten die Symptome dennoch anhalten, suchen Sie einen qualifizierten Homöopathen oder naturheilkundlichen Arzt auf, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Gründe für den Haarausfall bei Kindern

Eine Pilzinfektion der Kopfhaut, auch bekannt als Tinea capitis, kann bei Kindern enormen Haarausfall auslösen. Eine solche Infektion ist nicht gefährlich, aber unangenehm. Sie wird durch direkten Kontakt, etwa durch die gemeinsame Benutzung von Kämmen, Bürsten und Handtüchern übertragen.

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Kreisrunder Haarausfall bei Kindern

Beim sog. kreisförmigen Haarausfall oder Alopecia areata handelt es sich – wie der Name schon sagt – um scharf begrenzte runde oder auch ovale von Haarausfall betroffene Stellen. Sie können bei Erwachsenen und auch bei Kindern auftauchen. Oft erscheint eine solche kahle Stelle ganz plötzlich, also ohne Vorwarnung wie Juckreiz, Schmerz oder Rötung. Nur in manchen Fällen kündigt sich die Alopecia areata mit Beschwerden an.

Glücklicherweise wachsen die Haare meistens innerhalb eines Jahres wieder nach – ohne jede Behandlung. Die Ursache ist relativ unbekannt und im Augenblick rechnet die Schulmedizin diese Form des Haarausfalls zu den Autoimmunkrankheiten, also einer Fehlfunktion des Immunsystems, bei der das Immunsystem urplötzlich die Haarfollikel angreift. Tatsächlich entsteht kreisrunder Haarausfall in den meisten Fällen aufgrund eines Traumas, das das Kind erlebt hat.

Traktionshaarausfall

Diese Art von Haarausfall ist ein häufiger Grund für Haarverlust bei Kindern, insbesondere bei Mädchen. Diese Art von Haarausfall tritt auf, weil das Haar in irgendeiner Form misshandelt wurde – sei es durch starkes Kämmen oder auch durch ungeeignete Haargummis. Wenn Sie das Haar Ihres Kindes immer zu einem Pferdeschwanz zusammenbinden oder in Zöpfchen flechten, dann kann das – bei entsprechend empfindlichem Haar – bereits zu Haarausfall führen.

In solchen Fällen verliert das Kind Haare besonders am Stirnansatz oder an der Kopfseite. Chemische „Angriffe“ in Form von aggressiven Shampoos und anderen synthetischen „Haarpflege“-Produkten verursachen ebenfalls erheblichen Schaden am Haar Ihres Kindes.

Haarausfall kann auch das Ergebnis von kindlichen Zwangsneurosen sein. Wenn sich Kinder ihr Haar selbst ausreißen, führt das zu ungleichmäßigem Haarverlust. Krankheiten und emotionaler Stress können ebenfalls Haarausfall auslösen. In diesem Fall ist der Haarausfall meistens nicht von langer Dauer und die Haare werden wieder nachwachsen, sobald das Kind auf dem Wege der Besserung ist bzw. sobald die Stresssituation überwunden ist.

Viele Menschen glauben, dass Haarausfall bei Kindern mit frühkindlichem Krebs zusammenhängt. Doch verliert ein krebskrankes Kind üblicherweise erst dann sein Haar, wenn es mit Chemotherapie behandelt wurde oder Bestrahlungen erhalten hat. Die Krebsmittel lösen den Haarausfall aus und nicht der Krebs selbst.

Natürliche Behandlung von Haarausfall bei Kindern

Wenn bei Ihrem Kind Alopecia areata diagnostiziert wurde, konzentrieren Sie sich auf die Stärkung seines Immunsystems. Dazu gehört, dass Sie gefährliche Medikamente vorerst vermeiden. Sorgen Sie dafür, dass nährwertarme Fertiggerichte und industriell verarbeitete Produkte (Süßigkeiten, Zucker, Kakao, Milchprodukte, Wurst, verpackte Backwaren etc.) vollständig vom Speiseplan – am besten der ganzen Familie - verschwinden. Bereiten Sie Ihrem Kind eine gesunde Ernährung aus Mahlzeiten mit frischen Früchten, Trockenfrüchten, Gemüse, Nüssen und Kartoffeln zu. Besorgen Sie sich Bücher über gesunde Naschereien und leckere, aber gleichzeitig gesunde Gerichte, die Kinder begeistern.

Massieren Sie die Kopfhaut Ihres Kindes sanft und benutzen Sie dabei eine Kombination ätherischer Öle (z. B. Thymian, Lavendel und Zedernholz), die Sie in ein hochwertiges Basisöl wie z. B. Jojobaöl oder Traubenkernöl mischen.

Bei Traktionshaarausfall seien Sie besonders behutsam, wenn Sie die Haare des Kindes kämmen, bürsten oder trocknen. Benutzen Sie keine Haargummis, die das Haar beschädigen könnten. Vermeiden Sie außerdem schädliche Haarpflegeprodukte und besorgen Sie Ihrem Kind ein natürliches, reizstoffarmes und chemiefreies Shampoo.

Bei Pilzinfektionen wie Tinea capitis erlauben Sie Ihrem Kind bitte NICHT die gemeinsame Nutzung von Kämmen, Bürsten oder Handtüchern mit anderen Familienmitgliedern. Waschen Sie regelmäßig das Bettzeug in sehr heißem Wasser um es von den Pilzsporen zu befreien.

Mischen Sie ein paar Tropfen ätherischen Öls mit Jojoba-Öl und massieren Sie damit die Kopfhaut Ihres Kindes. Die besten ätherischen Öle, die sich gegen Pilzerkrankungen bewährt haben, sind zum Beispiel Teebaum, Zitronengras, Oregano, Lavendel, Myrtenheide und Patchouli. Verwenden Sie ausschließlich hochwertige und zu 100 Prozent reine ätherische Öle.

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Anonym schrieb am 16.09.2017

Hallo, meine Tochter , fast 9 hat deine blonde Haare . Seit fast 9 Monaten verliert sie vermehrt Haare, was sonst nicht der Fall war. Beim Kämmen am Morgen verliert sie teilweise 15-30 Haare, zwischendurch , also tagsüber hat sie immer bis zu 10-15 Haare auf dem Pullover und wenn ich sie Abend nochmal Kämme sind es teilweise wieder bis zu 10 Haare. Manchmal liegen auch welche auf dem Kopfkissen . Meine Frage : ist das noch normal? Überall liest man das auch bei Kindern 100 Haare normal sind, aber es ist eben anders als sonst. Sie fallen diffus aus. Ich habe nur Angst das man irgendwann etwas sieht, da so sondern und hell sind. Blutwerte würden bestimmt. Zu Beginn hatte sie Vitamin d Mängel, welcher aber mit Dekristol behandelt wurde und dann kam ja auch der Sommer . Ich denke daran kann es nicht mehr liegen. Es fallen auch ein paar kurze mit aus. Und wenn sie sich beispielsweise bei den Hausaufgaben konzentriert und sich dabei in die Haare fässt, fallen auch ein paar Haare aus. Normal finde ich das nicht, auch wenn es täglich nur um die "50" Haare sind .

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Haarausfall ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Natürlich gilt der Durchschnittswert von 100 verlorenen Haaren pro Tag nicht für alle Menschen. Man sollte die Zahl der verlorenen Haare immer im Vergleich zum Verlust an anderen Tagen bzw. zu anderen Zeiten sehen. Wer sehr dichtes Haar hat und immer 90 Haare pro Tag verliert, muss sich sicher keine Sorgen machen, wenn es dann zeitweise auch einmal 110 sind. Wer jedoch bislang kaum Haare verlor und plötzlich 50 am Tag, dann kann dies ein Zeichen sein, dass sich im Körper gerade etwas ändert, so dass es auch nur eine Phase sein kann.

Beobachten Sie die Situation. Bleibt der Haarausfall länger als 3 Monate bestehen und erkennen Sie, dass sich das Haar Ihrer Tochter auch sichtbar ausdünnt, suchen Sie Ihren Kinderarzt auf und besprechen mit ihm mögliche Massnahmen.

Haarausfall kann viele Ursachen haben: Angefangen bei profanen Dingen, wie der Frisur (straffer Pferdeschwanz), dem falschen Shampoo über Vitalstoffmängel, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Darmflorastörungen, Stoffwechselstörungen bis hin zu Nebenwirkungen von Medikamenten, Schwermetallbelastungen, seelischem Stress uvm.

Diese Ursachen klärt man gemeinsam mit dem Arzt ab und ergreift die dann passenden Massnahmen. Alles Gute!

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit