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33 min

Endometriose: Ursachen, Symptome und Lösungen

Die Endometriose wird oft erst spät diagnostiziert. Betroffene Frauen leiden nicht nur an immer wiederkehrenden starken Schmerzen, sondern stehen häufig auch durch das Unverständnis mancher Ärzte und Mitmenschen unter grossem psychischen Druck. Endometriose gilt offiziell als schwer behandelbar. Die Schulmedizin operiert oder verordnet Medikamente. Ganz vergessen wird dabei oft, wie wichtig und wirksam die Naturheilkunde ist. Wir erklären, wie eine Endometriose entsteht, welche Ursachen in Frage kommen, welche Symptome auftreten können und welche ganzheitlichen Therapiemöglichkeiten es gibt.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 11 November 2022

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Was ist eine Endometriose?

Der Begriff Endometriose stammt vom Wort Endometrium ab, dem Fachbegriff für die Gebärmutterschleimhaut. Die Gebärmutterschleimhaut befindet sich bei gesunden Frauen ausschliesslich in der Gebärmutter, baut sich dort im Laufe des Monatszyklus an der Gebärmutterwand auf und – wenn es zu keiner Befruchtung kommt – über die allmonatliche Blutung wieder ab. Gesteuert wird der Ablauf von verschiedenen Hormonen, den Geschlechtshormonen.

Die Endometriose ist eine Krankheit, bei der sich die Gebärmutterschleimhaut nicht nur in der Gebärmutterhöhle, sondern auch ausserhalb der Gebärmutter – z. B. an Blase, Darm, in den Eierstöcken und den Eileitern oder am Bauchfell bildet. Dabei können die Wucherungen nicht nur aussen an den jeweiligen Organen auftreten, sondern auch innerhalb. Man spricht dann von einer tiefen Endometriose oder einer tief infiltrierenden E..

Ist die Endometriose gutartig?

Die Wucherungen der Endometriose sind in den allermeisten Fällen gutartig. Doch können sie zu starken Bauch- und Rückenschmerzen und vielen weiteren Beschwerden führen, denn sie können nicht – wie die Schleimhaut in der Gebärmutter – während der Menstruation wieder abgebaut und über die Scheide ausgeleitet werden.

Zwar bluten die Wucherungen während der allmonatlichen Regel ebenfalls, doch kann das Blut den Körper nicht verlassen, so dass sich – je nach Ausprägung der Erkrankung – Blutgerinnsel im Bauchraum bilden, die sich am Eierstock zu blutgefüllten Zysten ausbilden können. Man nennt sie aufgrund ihrer bräunlichen Farbe auch Schokoladenzysten.

Wie kann ich selbst erkennen, ob ich Endometriose habe? Der Selbsttest

Ob Sie eine Endometriose haben, können Sie selbst nicht endgültig erkennen. Das kann nur ein Arzt. Sie können jedoch mit den folgenden Fragen erkennen, ob eine Endometriose u. U. eine mögliche Ursache Ihrer Beschwerden sein könnte. Beantworten Sie dazu die folgenden Fragen des Selbsttests und geben Sie sich für jedes Ja einen Punkt.

Bei mehr als 3 Punkten könnte die Krankheit möglicherweise vorliegen, bei mehr als 5 Punkten ist eine Endometriose sehr wahrscheinlich. Lassen Sie sich bei Ihrem Arzt entsprechend untersuchen, damit dieser eine eindeutige Diagnose stellen kann.

  1. Haben Sie so starke Schmerzen während Ihrer Regelblutung, dass Sie sich krank melden müssen?
  2. Sind Sie oft müde und erschöpft?
  3. Haben Sie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder auch bei gynäkologischen Untersuchungen?
  4. Haben Sie unregelmässige Blutungen?
  5. Versuchen Sie schon länger, aber erfolglos, schwanger zu werden?
  6. Sind Ihre Regelschmerzen manchmal so stark, dass Schmerzmittel nicht mehr wirken und Ihnen übel wird?

Welche Symptome hat die Endometriose?

Die Art und Schwere der Symptome einer Endometriose hängen davon ab, wo sich die Endometrioseherde ansiedeln, wie stark dies der Fall ist und auch wie aggressiv die jeweilige Form ist. Zu den Symptomen, die bei der Krankheit auftreten können, gehören die folgenden:

  1. Starke Schmerzen im Unterleib insbesondere in der Zeit vor und während der Regelblutung (Dysmenorrhö), teilweise auch in der Zeit um den Eisprung herum
  2. So starke Schmerzen, dass herkömmliche Schmerzmittel oft nicht wirken
  3. Schmerzen mit Übelkeit und Erbrechen
  4. Schmerzen, die in den Rücken und die Hüften ausstrahlen
  5. Chronische Schmerzen an jedem Tag
  6. Schmerzen beim Stuhlgang (Dyschezie) - vor und während der Menstruation Blut im Stuhl
  7. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  8. Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen
  9. Starke und lange Regelblutungen
  10. Zwischenblutungen und Schmierblutungen
  11. Plötzliche Ohnmacht bei starken Menstruationsschmerzen
  12. Ist der Darm betroffen, kann es Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung kommen.
  13. Ist der Harntrakt (Harnwege, Blase) betroffen (bei 1 bis 5 Prozent der Endometriose-Patientinnen), kann es zu Schmerzen beim Wasserlassen kommen, häufigen Harnwegsinfekten ( Blasenentzündung) oder Blut im Urin. Letzteres besonders während kurz vor oder während der Menstruation.
  14. Wenn Blase und/oder Darm von Endometrioseherden betroffen sind, kann es zwischen den einzelnen Organen zu Verklebungen kommen, was die Beschwerden verstärkt.
  15. Unerfüllter Kinderwunsch
  16. Müdigkeit und Erschöpfung

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren der Endometriose?

Die Ursachen der Endometriose kennt man noch nicht. Die Schulmedizin sucht einerseits nach einer möglichen genetischen Disposition (man vermutet also die Erbanlagen als wichtigen Risikofaktor), andererseits aber auch nach Möglichkeiten, wie die Endometriumzellen (Gebärmutterschleimhautzellen) die Gebärmutter verlassen haben könnten.

Diskutiert wird beispielsweise die sog. retrograde Menstruation, also eine Menstruation in die falsche Richtung. Während normalerweise die Gebärmutterschleimhaut bei der Menstruation über die Scheide den Körper verlässt, würden bei der retrograden Menstruation einzelne Endometriumzellen weiter in den Körper hinein, nämlich über die Eileiter in den Bauchraum wandern, sich dort ansiedeln und schliesslich Endometrioseherde bilden. Diese Wanderung der Endometriumzellen muss nicht während der Menstruation passieren, sondern kann auch um den Eisprung herum stattfinden.

Auch eine frühe erste Menstruation, kurze Menstruationszyklen, keine Schwangerschaft sowie wenige Stilltage gelten als Risikofaktoren.

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es aus Sicht der Naturheilkunde?

Aus naturheilkundlicher Sicht gehören zur Entstehung einer Krankheit noch viele andere Faktoren mehr dazu. Denn ein gesunder Körper würde die Ansiedlung und Vermehrung von Endometriumzellen im Bauchraum unterbinden, selbst wenn sie es schaffen sollten, die Gebärmutter zu verlassen.

In der Naturheilkunde überprüft man daher eher Faktoren, die den Organismus entsprechend irritieren und aus seinem gesunden Gleichgewicht werfen können, so dass er die Fähigkeit der Selbstregulation und Selbstheilung in manchen Bereichen verliert und es jetzt zu Störungen wie der Endometriose kommen kann.

Die Ursachen der Endometriose sind aus naturheilkundlicher Sicht die folgenden:

  1. Belastung mit Chemikalien, z. B. manche UV-Filter, Pestizide und andere Giftstoffe, die zu Störungen des Hormonsystems beitragen können
  2. Belastung mit Cadmium (Risiko für eine E. steigt um das 3,4-Fache), denn Cadmium gilt als sog. Metalloöstrogen, ein Metall mit östrogenähnlicher Wirkung
  3. Belastung mit Nickel (in einer Studie zeigte sich, dass Endometriose-Patientinnen erhöhte Nickelwerte hatten)
  4. Auch erhöhte Eisenspiegel scheinen das Endometriose-Risiko laut mancher Studien steigen zu lassen.
  5. Oxidativer Stress stellt ebenfalls ein Risikofaktor dar, während Antioxidantien einen gewissen Schutz bieten könnten ( 2 ).
  6. Vitalstoffmangel
  7. Stress
  8. Darmflorastörung
  9. Östrogendominanz (ein im Verhältnis zum Progesteron erhöhter Östrogenspiegel; ein Ungleichgewicht, das natürlich auch wieder Ursachen haben kann)
  10. Und viele weitere mehr

Kann ich trotz Endometriose schwanger werden?

Wenn durch die Wucherungen (Endometrioseherde) auch die Eileiter verkleben, kann die betroffene Frau unfruchtbar werden. Allerdings kann es auch durch die üblichen Endometriose-Operationen zu Vernarbungen und Verwachsungen kommen, die ebenfalls zu einer Undurchlässigkeit der Eileiter und so zur Unfruchtbarkeit führen können.

Die Krankheit ist somit bei 40 bis 60 Prozent der unfruchtbaren Frauen die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch. Häufig wird die Erkrankung daher erst im Rahmen der entsprechenden Untersuchungen entdeckt – auch bei Frauen, die zuvor keine Beschwerden hatten, denn eine E. kann auch symptomlos verlaufen.

Gleichzeitig weiss man, dass die Fruchtbarkeit der betroffenen Frauen "nur" um durchschnittlich 50 Prozent reduziert ist, was bedeutet, dass frau in vielen Fällen trotz der Wucherungen schwanger werden kann ( 34 ).

Was sind die Folgen der Endometriose?

Die Endometriose kann belastende Folgen haben, etwa Probleme in der Partnerschaft, Depressionen, Angstsymptome, Probleme am Arbeitsplatz bzw. in der Schule/Uni und ein eingeschränktes gesellschaftliches Leben.

Zwar handelt es sich bei der Endometriose um eine körperliche Erkrankung, doch wirkt sie sich in vielen Bereichen auch auf die Psyche, die Beziehung zum Lebenspartner und das soziale Umfeld der betroffenen Frauen aus. Die immer wiederkehrenden starken Schmerzen, die Erschöpfung und all die anderen Symptome führen dazu, dass man an vielen gesellschaftlichen Ereignissen (Feiern, Veranstaltungen, Treffen mit Freunden etc.) nicht teilnehmen kann. Auch am Arbeitsplatz, in der Ausbildung, der Schule oder an der Universität kommt es immer wieder zu Fehlzeiten. Gleichzeitig mangelt es oft an Akzeptanz oder Verständnis von Seiten der Ärzte und Lehrer, von Lebenspartnern, Freunden und Verwandten - nicht zuletzt aufgrund der noch geringen Bekanntheit der Endometriose und ihren Beschwerden.

Die Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. berichtet auf ihrer Website, dass 50 Prozent der Patientinnen Probleme in der Partnerschaft haben und genauso viele am Arbeitsplatz. Daher ist es wenig verwunderlich, dass knapp 50 Prozent der Betroffenen auch an Depressionen und sogar über 60 Prozent an Angstsymptomen leiden. Neben der medizinischen Behandlung ist daher immer auch eine psychische Betreuung erforderlich.

Wenn Sie diesbezüglich Hilfe benötigen, können Sie sich über das Beratungstelefon bei der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. melden, wo man Ihnen zuhört, Sie versteht und Ihnen bei der Ausarbeitung einer individuell funktionierenden Bewältigungsstrategie hilft und beisteht.

Ist die Endometriose gefährlich?

Häufig wird gefragt, ob die Krankheit gefährlich ist, womit meist gemeint ist, ob es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt oder ob sich die Wucherungen vielleicht auch zu Krebs weiterentwickeln können. Die Endometriose ist eine gutartige Erkrankung. Sie ist nicht gefährlich oder lebensbedrohlich, kann aber zu starken Schmerzen führen und beeinträchtigt die Lebensqualität stark.

Bekommt man Krebs durch Endometriose?

In manchen Fällen kann durch die Krankheit Krebs entstehen. In einer Studie von 2017 zeigte sich, dass das Risiko für Eierstockkrebs durch die Endometriose steigt, aber nicht das Risiko für Gebärmutterkrebs ( 31 ). Man hatte über einen Zeitraum von 18 Jahren etwa 200.000 Frauen und ihre Krankengeschichten beobachtet.

In einer Untersuchung von 2015 ergab sich, dass das Krebsrisiko von der Art der E. abhängt: Frauen mit Wucherungen an den Eierstöcken hatten ein viermal so hohes Eierstockkrebsrisiko als Frauen ohne E. Kam es im Verlauf der Endometriose zu einer Adenomyosis (Vergrösserung der Gebärmutter), dann stieg sowohl das Gebärmutter- als auch das Eierstockrisiko um das Fünffache. Wenn die Wucherungen an anderen Orten des Körpers vorkamen, dann erhöhte sich das Dickdarmkrebsrisiko um das 13-Fache. In Sachen Brustkrebs gab es durch die E. kein erhöhtes Risiko ( 32 ).

Wie viele Frauen haben Endometriose?

Von einer Endometriose sind schätzungsweise 10 bis 20 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen, so dass es die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung in dieser Altersgruppe darstellt. (Die häufigste Erkrankung ist das Myom der Gebärmutter).

Unter den Frauen, die an schmerzhafter Menstruation (Dysmenorrhoe) leiden, haben 40 bis 60 Prozent ihre Beschwerden aufgrund einer E., und unter den Frauen, die unfruchtbar oder eingeschränkt fruchtbar sind, leiden 20 bis 30 Prozent an der Krankheit ( 33 ).

Im Durchschnitt dauert es über 10 Jahre, bis die betreffenden Frauen eine Diagnose erhalten, bis also eine Endometriose als Ursache ihres jahrelangen Leidens festgestellt wird. Nicht selten haben diese Frauen eine regelrechte Ärzteodyssee hinter sich und mussten sich mehrfach anhören, ihre Beschwerden seien psychischer Natur oder es handle sich um ganz normale Zyklusbeschwerden, mit denen sie leben müssten.

Diagnose: Wie stellt der Arzt fest, dass ich Endometriose habe?

Allein anhand der Symptomatik kann niemand - auch kein Arzt - eine Endometriose diagnostizieren und auch nicht ausschliessen. Denn die Krankheit kann auch völlig ohne Symptome verlaufen, sie kann mit starken Schmerzen, aber auch mit schwachen Schmerzen, mit Dauerschmerzen oder mit sporadisch auftretenden Schmerzen einhergehen oder - je nach Form, Ort und Ausprägung der Wucherungen - ganz andere Symptome zeigen.

Lassen Sie sich daher nicht mit Sätzen wie Das-sind-normale-Zyklusschmerzen oder Das-ist-psychosomatisch abspeisen. Wechseln Sie - wenn Ihr Arzt Sie nicht ernst zu nehmen scheint - zu einem anderen Arzt.

Um herauszufinden, ob Sie eine Endometriose haben, ist eine gründliche Diagnostik erforderlich. Die Diagnose umfasst verschiedene Methoden:

  1. Befragung (Anamnese)
  2. Gynäkologische Untersuchung/Tastuntersuchung
  3. Transvaginaler Ultraschall zum Erkennen möglicher anderer Veränderungen, z. B. Zysten, die ähnliche Symptome verursachen könnten
  4. Letztendliche Sicherheit bringt erst eine Bauchspiegelung, die unter Vollnarkose durchgeführt wird. Dabei wird u. a. eine kleine Gewebeprobe entnommen (Biopsie), die unter dem Mikroskop begutachtet wird und eine Endometriose bestätigen kann.

Welche Laborwerte sind bei Endometriose wichtig?

Bestimmte Laborwerte, die konkret auf eine Endometriose hinweisen könnten, gibt es leider nicht. Allein eine Blutuntersuchung kann daher nicht darüber Aufschluss geben, ob die Krankheit vorliegt oder nicht.

Welchen Endometriose Grad habe ich?

Viele Frauen möchten wissen, welchen Endometriose-Grad sie haben. Die Einteilung der E. in Grade und Stadien ist jedoch alles andere als einfach, da es so viele unterschiedliche Lokalisationen und Intensitätsstufen gibt.

Die vier AFS-Stadien

Früher wurde die Endometriose nach den sog. AFS-Stadien der American Fertility Society (AFS) eingeteilt. Die AFS heisst inzwischen American Society for Reproductive Medicine (ASRM), so dass man auch von rASRM-Stadien lesen kann. Das kleine r steht für "revidiert" (aktualisiert). Die vier AFS-Stadien lauten:

  1. Grad I minimal
  2. Grad II mild
  3. Grad III moderat
  4. Grad IV schwer

Der ENZIAN-Score

Die AFS-Stadien beziehen sich meist jedoch nur auf die oberflächlich erscheinenden Herde, nicht auf die infiltrierenden Formen und Verwachsungen. Daher gibt es nun den sog. ENZIAN-Score, der auch diese infiltrierenden Formen inkl. der retroperitonealen Endometriose berücksichtigt. Bei der retroperitonealen Endometriose sind die Organe betroffen, die hinter (retro) dem Bauchfell (Peritoneum) liegen: die Nieren und Harnleiter.

Der ENZIAN-Score ist sehr umfassend, so dass seine Beschreibung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Sie können sich entsprechende Schaubilder jedoch auf der Seite der Stiftung Endometriose Forschung ansehen.

Einteilung der Endometriose nach betroffenen Organen

Oft klassifiziert man die Krankheit je nach Lokalisation, also nach den jeweiligen Organen, wo die Herde vorkommen. Es gibt somit die folgenden Endometriose-Typen:

  1. peritoneale Endometriose – das Bauchfell ist betroffen (oberflächlich bis tief)
  2. ovarielle Endometriose – die Eierstöcke sind betroffen (oberflächlich bis tief)
  3. tubale Endometriose – die Eileiter sind betroffen (aussen oder auch im Innern)
  4. tief infiltrierende Endometriose – Endometrioseherde, die mindestens 0,5 cm in andere Gewebe hineinwuchern
  5. Adenomyosis uteri bzw. Endometriosis interna – hier wuchern Zellen der Gebärmutterschleimhaut in der Muskelwand der Gebärmutter

Es wird ausserdem berücksichtigt, ob es sich um zarte oder sehr dichte Wucherungen und Verklebungen handelt.

Wie wird die Endometriose operiert?

Aus Sicht der Schulmedizin sollten die Endometrioseherde schnellstmöglich und vollständig operativ entfernt werden. Operiert wird bei der E. per Laparoskopie (Bauchspiegelung), die man – wenn Organe des Beckens im Fokus stehen – auch als Pelviskopie bezeichnet (pelvis = lat. für Becken). Eine Operation mit Bauchschnitt ist nur selten erforderlich. (Ob tatsächlich operiert werden muss, hängt von der Krankengeschichte der Frau ab und welche Alternativen sie schon probiert hat).

Zusätzlich zur Bauchspiegelung wird eine medikamentöse Behandlung empfohlen, um eine Rückkehr der Erkrankung nach der Operation möglichst lange zu verhindern. Oft erhalten betroffene Frauen aber auch schon vor der Operation Medikamente. Studien zeigten jedoch, dass dann das Risiko für eine Rückkehr der Wucherungen nach der Operation steigt (33).

Wie schnell kann eine Endometriose nach der Operation wiederkommen?

Bei vielen Frauen (6 - 67 Prozent) kann die E. nach der Operation wiederkommen - ein Beleg dafür, wie wenig ursächlich die Schulmedizin therapiert. Ob und wann die Wucherungen wiederkommen, ist sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Daher weist die genannte Prozentzahl auch eine so grosse Spanne auf. Diese Faktoren sind z. B.

  1. der Ort, wo die E. lokalisiert ist (siehe nächster Abschnitt)
  2. das Alter der Frau (je jünger, umso häufiger ein Rückfall)
  3. wie stark die E. schon ausgeprägt war (je schwerer die Krankheit vor der OP ausgeprägt war, umso wahrscheinlicher ein Rückfall)
  4. der Zeitraum, der in den jeweiligen Studien untersucht wurde (siehe nächster Abschnitt)
  5. Medikamente (Medikamente vor der OP erhöhen das Risiko für einen Rückfall)

Studie: Rückfall nach der Operation

Eine Studie ergab beispielsweise, dass die Endometriose innerhalb von zwei Jahren nach der Operation bei 19,1 Prozent der Frauen wieder kam. Nach fünf Jahren waren es bis zu 43,5 Prozent der Frauen (33).

Eine andere Untersuchung zeigte die Rückfallraten innerhalb von vier Jahren nach der Operation in Abhängigkeit von verschiedenen Endometrioseformen (33):

  1. Einen Rückfall erlitten 24,6 Prozent der Frauen mit Eierstockendometriose
  2. 17,8 Prozent der Frauen mit E. am Bauchfell
  3. 30,6 Prozent der Frauen mit Wucherungen nicht nur an der Oberfläche der Eierstöcke, sondern auch in den Eierstöcken
  4. 23,7 Prozent der Frauen mit Wucherungen nicht nur am Bauchfell, sondern auch an und in anderen Organen (Darm, Harnblase)

Muss man bei Endometriose operieren?

Wenn nach den Operationen die Endometriose immer wieder zurückkommt, fragen sich die betroffenen Frauen natürlich, ob man bei der Krankheit dann überhaupt operieren muss. Hier kommt es darauf an, wie stark ausgeprägt die Krankheit und ihre Symptome sind und welche Alternativen schon probiert wurden. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie nicht erst einmal naturheilkundliche Massnahmen (z. B. auch die hier weiter unten beschriebenen) testen können. Operieren kann man dann immer noch. Bei Endometriose muss also nicht immer operiert werden.

Doch auch nach der Operation ist es sinnvoll, naturheilkundlich aktiv zu werden, um das Risiko eines Rückfalles nach der OP bestmöglich zu reduzieren.

Welche Medikamente werden bei Endometriose verordnet?

Die bei Endometriose eingesetzten Medikamente bestehen insbesondere aus

  1. Schmerzmitteln (ASS, Ibuprofen, Diclofenac) und
  2. Hormonpräparaten.

Letztere unterdrücken den Menstruationszyklus bzw. die Aktivität der Eierstöcke (die Hormonbildung), wobei man gegenwärtig auch solche Mittel erforscht, die die Krankheit eindämmen und gleichzeitig den Zyklus aufrechterhalten sollen.

Für die Schmerztherapie wählt man insbesondere entzündungshemmende Schmerzmittel, da Endometriose-Schmerzen auch immer mit chronischen Entzündungsprozessen einhergehen.

Was ist eine Hormontherapie bei Endometriose?

Da das Wachstum der Endometrioseherde insbesondere vom Hormon Östrogen angetrieben wird, versucht man, den Östrogenspiegel medikamentös zu senken – wozu die folgenden Hormonpräparate zur Verfügung stehen:

  1. Gestagene: Gestagene sind synthetische Gelbkörperhormone; das körpereigene Gestagen heisst Progesteron
  2. Östrogen-Gestagen-Kombinationspräparate: Damit sind die Antibabypillen gemeint, die ohne Pause eingenommen werden
  3. GnRH-Analoga: GnRH ist die Abkürzung von Gonadotropin-Releasing-Hormone, einem Hormon, das im Hypothalamus im Gehirn gebildet wird und die Ausschüttung der beiden Hormone FSH und LH steuert. Diese beiden wiederum sorgen für die Bildung von Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken. GnRH-Analoga nun sind eine synthetische Variante des natürlichen GnRH – mit dem Unterschied, dass die Analoga unwirksam sind. Nimmt man die Analoga ein, stellt der Körper die Produktion seines eigenen GnRH ein, da er glaubt, es sei ja genügend vorhanden. Da die Analoga aber keine Wirkung haben, bleibt die Hormonproduktion in den Eierstöcken aus.

Was sind die Folgen der Hormontherapie?

Alle drei genannten Möglichkeiten versetzen die Frau mehr oder weniger in die künstliche Menopause, so dass sich auch die entsprechenden Wechseljahresbeschwerden einstellen können, z. B. Hitzewallungen, Schlafstörungen, Osteoporose etc.

Gerade bei den GnRH-Analoga kommt es bei längerer Einnahme fast immer zu einer Osteoporose, weshalb man sie nicht länger als 6 Monate einsetzen darf und begleitend meist niedrig dosiertes Östrogen verordnet wird, um die Nebenwirkungen möglichst gering zu halten. Nach Absetzen der GnRH kehren die Beschwerden häufig wieder zurück, weshalb man genau abwägen sollte, ob ein möglicher Nutzen die Risiken wert ist.

Was passiert, wenn die Endometriose nicht behandelt wird?

Die Symptome vieler Frauen sind so schwer, dass sich die Frage, was passiert, wenn die Endometriose nicht behandelt wird, gar nicht stellt. Denn ganz ohne Behandlung ist der Alltag in vielen Fällen nicht mehr zu bewältigen und die Lebensqualität ist schlecht. Ob man sich also überlegen kann, die Endometriose unbehandelt zu lassen, hängt von der Intensität der Beschwerden ab, vom Alter und dem persönlichen Umfeld.

  1. E. kann symptomlos verlaufen. Die Hälfte der betroffenen Frauen haben keine oder nur sehr milde Beschwerden ( 35 ). In diesem Fall ist eine Behandlung natürlich nicht nötig und es passiert nichts, wenn die E. nicht behandelt wird.
  2. Steht frau kurz vor den Wechseljahren - einer Phase, in der sich die E. zurückbildet - kann die Krankheit u. U. ebenfalls unbehandelt bleiben, es würde also ebenfalls zu keiner Verschlimmerung kommen, wenn die Endometriose nicht behandelt wird. Doch kommt es natürlich auch hier darauf an, wie es der betreffenden Frau geht.
  3. Hat frau nur milde Beschwerden und einen stressfreien Alltag (z. B. Homeoffice, bereits selbständige Kinder, verständnisvolles Umfeld etc.) muss ihre E.ndometriose u. U. nicht behandelt werden, weil die betreffende Frau evtl. sehr gut mit einer individuell wirksamen Bewältigungsstrategie zurechtkommt, bei der sie - je nach Beschwerdebild - verschiedene naturheilkundliche Massnahmen kombiniert, die wir nachfolgend vorstellen.

Kann sich die Endometriose von allein zurückbilden?

Unter "von allein" verstehen wir eine Rückbildung ohne jegliche Massnahmen von Seiten der Frau, also auch ohne naturheilkundliche Massnahmen.

Möglicherweise kann sich eine Endometriose auch wieder von allein zurückbilden. Dies betrifft dann die weniger aktiven Formen. Liegt hingegen eine eher aggressive Form vor, ist es unwahrscheinlich, dass diese einfach so von allein wieder verschwindet. Ob die Wucherungen aggressiv sind oder nicht, ist übrigens nicht an der Ausdehnung der Herde zu erkennen. So kann es durchaus sein, dass eine Frau mit Grad I (minimale Wucherungen) starke Symptome hat (aggressive Form), während eine Frau mit Grad III vielleicht so gut wie nichts bemerkt, weil sie eine weniger aktive E. hat.

Bildet sich die Endometriose in den Wechseljahren zurück?

In den Wechseljahren bildet sich die Endometriose ganz automatisch von allein zurück, da jetzt ja auch die Hormonproduktion nachlässt und der Zyklus eingestellt wird. Das aber ist natürlich kein Trost, denn wer mit 30 an starken Symptomen leidet, kann keine zwei bis drei Jahrzehnte warten, bis Linderung naht. Es geht bei dieser Frage also um eine Rückbildung der Krankheit in den fruchtbaren Jahren.

Ist Endometriose heilbar?

Da Endometriose bei einigen Frauen tatsächlich geheilt werden konnte, kann man die Erkrankung nicht grundsätzlich als unheilbar bezeichnen. Allerdings soll es sich dabei um Einzelfälle gehandelt haben.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht darauf konzentrieren, ob die Endometriose nun heilbar ist oder nicht. Das Ziel sollte hingegen heissen, eine überwiegend symptomlose E. zu erreichen, also die Symptome so zu lindern, dass sie erträglich sind, die Lebensqualität nicht einschränken und Lebenspläne nicht vereiteln.

Die beste Vorgehensweise ist dabei, die zu Ihrem Endometriosegrad und Ihren Symptomen passende Therapie zusammenzustellen. Unsere naturheilkundlichen Massnahmen sollten in jedem Fall Teil dieses Therapiekonzeptes sein.

Kann man eine Endometriose auch natürlich behandeln?

Eine Endometriose kann auch natürlich behandelt werden. Es stellt sich lediglich die Frage, ob die naturheilkundliche Behandlung ausreicht oder mit schulmedizinischen Verfahren kombiniert werden sollte. Die nun im Anschluss vorgestellten Mittel und Massnahmen für eine natürliche Behandlung der Krankheit sollen demnach nicht dazu führen, dass Sie die ärztlich verordnete Therapie abbrechen. Besprechen Sie vielmehr mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wie und ob Sie – falls Sie bereits schulmedizinisch therapiert werden – beides optimal miteinander kombinieren können.

Zu den vorgestellten natürlichen Massnahmen und Mittel liegen noch keine umfassenden klinischen Studien vor, die definitiv zeigen würden, dass dies oder das eine Endometriose endgültig heilen könnte. Dennoch zeigen die vorhandenen Studien Wirkmechanismen, die auf eine lindernde Wirkung hindeuten.

Die Wirkung kann jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich sein. Schliesslich liegt auch die Ursache bei jeder Frau woanders. Also gilt es, aus den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für jede Frau die individuell passenden auszuwählen und klug miteinander zu kombinieren.

Gibt es natürliche Mittel gegen Schmerzen bei Endometriose?

In unserem Artikel zu 6 möglichen Schmerztherapien bei einer Endometriose stellen wir verschiedene natürliche Mittel gegen die typischen Schmerzen bei E. vor. Diese Therapieformen haben sich in ersten Studien bei Endometriose-Patientinnen als hilfreich und insbesondere als schmerzstillend erwiesen. Dazu gehören etwa die Akupunktur, Cannabis, CBD-Öl, Sport, glutenfreie Ernährung und Reflexzonenmassagen. Lesen Sie die Details bitte im obigen Link nach.

Was ist die richtige Ernährung bei Endometriose?

Wie bei jeder Erkrankung, so spielt auch bei der Endometriose eine hochwertige, also vitalstoffreiche und pflanzenbasierte und damit vegane Ernährung aus frischen Zutaten eine grosse Rolle. Denn Frauen, die vitaminreich essen, erkranken offenbar seltener an E. wie eine Studie aus 2013 zeigte.

Besonders wirksam war eine Ernährung, die reich an Vitamin B1, Folsäure, Vitamin C und Vitamin E war ( 17 ). Schon weiter oben wiesen wir darauf hin, dass eine glutenfreie Ernährung bei einer E. Erleichterung bringen kann.

In einer Studie von 2020 wird von 12 Endometriose-Patientinnen und deren Erfahrungen mit einer Ernährungsumstellung berichtet. Sie alle waren in schulmedizinischer Behandlung. Da diese jedoch keine wirkliche Erleichterung brachte, fühlten sie sich gezwungen, selbst aktiv zu werden und änderten ihre Ernährungsweise auf individuelle Weise.

Die meisten Patientinnen erhöhten ihren Obst- und Gemüseverzehr und reduzierten gleichzeitig den Verzehr von Fertigprodukten, von glutenhaltigen Produkten, von Fleisch, Fisch und Milchprodukten. Es zeigte sich, dass die neue Ernährung viele Endometriose-Symptome deutlich lindern konnte. Die Frauen hatten mit weniger starken Schmerzen zu kämpfen, waren weniger müde und fühlten sich insgesamt gesünder ( 25 ).

Werfen Sie daher in jedem Fall einen Blick auf Ihre Ernährung und optimieren Sie diese. Kombinieren Sie beispielsweise eine vitalstoffreiche Ernährung mit einer glutenfreien Ernährung. Informationen dazu finden Sie in den vorigen Links. Auch eine Hormon-Diät, wie z. B. das sog. Seed Cycling – das Essen bestimmter Saaten im Einklang mit dem Monatszyklus – könnte bei einer Endometriose zum Einsatz kommen.

Wie entgiftet man bei einer Endometriose?

Eine Belastung mit toxischen Substanzen kann zur Entwicklung der Wucherungen beitragen. Eine regelmässige Entgiftung, z. B. einmal im Jahr ist daher aus naturheilkundlicher Sicht ein wichtiger Punkt in der Therapie. Eine Anleitung zur Entgiftung finden Sie im vorigen Link.

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Fallbericht einer 45-jährigen Frau aus Italien. Er wurde im Jahr 2015 von Forschern der Mailänder Universität veröffentlicht. Die Frau hatte drei Amalgamfüllungen. Da sich bei ihr eine Unverträglichkeit gegenüber den Amalgamfüllungen entwickelte (chronisches Brennen im Mundraum) und man auch in Speichel, Blut und Urin hohe Quecksilbergehalte feststellen konnte, liess sie die Füllungen entfernen. Anschliessend hörte nicht nur das Brennen im Mund auf. Auch die Schmerzen ihrer gleichzeitig vorliegenden Endometriose besserten sich plötzlich ( 22 ).

Falls Sie daher Amalgamfüllungen haben, könnte es sich lohnen, mit Hilfe von Speichel- und Urintests zu überprüfen, ob die Füllungen Quecksilber abgeben. Je nach Ergebnis könnte die Entfernung der Füllungen Ihre Endometriose bessern. Bei der Entfernung von Amalgam sollten bestimmte Regeln beachtet werden, so dass Sie den Eingriff nur bei einem entsprechend versierten Zahnarzt durchführen lassen sollten. Details zur Amalgamentfernung und Informationen, wie Sie einen passenden Zahnarzt finden können, erhalten Sie im vorigen Link.

Welche Vitamine helfen bei Endometriose?

Die Vitamine D, B6 und C können bei Endometriose hilfreich sein – meist insbesondere dann, wenn zuvor ein Mangel des entsprechenden Vitalstoffes vorlag. Denn dann ist der Mangel höchstwahrscheinlich auch eine Mitursache der Beschwerden.

Schon im Jahr 2007 führten italienische Forscher eine Studie mit 222 Frauen durch, die eine Endometriose-Operation hinter sich hatten und nun entweder Hormone bekamen oder ein Placebo oder aber ausgewählte Nahrungsergänzungen erhielten ( Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Probiotika ) ( 9 ).

Was die Schmerzen anging, hatten die Nahrungsergänzungen dieselbe Wirkung wie die Hormontherapie und brachten den Teilnehmerinnen eine höhere Lebensqualität als dies in der Placebogruppe zu beobachten war.

Vitamin D senkt Risiko für Endometriose

In Sachen Vitamin D liegen laut einer Übersichtsarbeit von 2019 kontroverse Studienergebnisse vor ( 4 ). In einer Studie von 2016 beispielsweise zeigte die Einnahme von wöchentlich 50.000 IE Vitamin D auch nach 12 Wochen keine merkliche Verbesserung in Sachen Endometrioseschmerz ( 3 ). Möglicherweise hätte man die Studie über einen längeren Zeitraum durchführen müssen, da sich gerade bei der Endometriose meist erst nach etlichen Monaten Besserungen infolge von Massnahmen zeigen und es ausserdem bei einem vorliegenden Vitamin-D-Mangel meist auch eine längere Zeit dauert, bis dieser behoben ist.

Der Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin-D-Spiegel und einem erhöhten Endometrioserisiko (und umgekehrt) gilt jedoch als belegt , da im selben Jahr eine Studie erschienen war, in der sich zeigte, dass Frauen, die einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel hatten, häufiger auch an Endometriose litten ( 5 ). Und eine Studie von 2013 bestätigte, dass Frauen mit einem höheren Vitamin-D-Spiegel eher vor der Krankheit geschützt blieben ( 18 ).

Die Optimierung der Vitamin-D-Versorgung bzw. die Behebung eines möglichen Vitamin-D-Mangels sollte daher in jedem Fall zur Therapie dazu gehören.

Vitamin B6 baut überschüssiges Östrogen ab

Vitamin B6 gilt als Vitamin, das überschüssiges Östrogen abbauen hilft. Bekannt wurde es aus einigen Studien als Mittel gegen das Prämenstruelle Syndrom (PMS), da es etliche PMS-Beschwerden lindern konnte – und zwar in Dosen zwischen 40 und 50 mg pro Tag (kombiniert mit 250 mg Magnesium) ( 10 ) ( 11 ). Da auch bei der Endometriose eine Östrogenproblematik vorliegt, könnte Vitamin B6 in Form eines B-Komplex-Präparates auch hier eingesetzt werden .

In einer weiteren Studie entdeckte man, dass Vitamin B6 bei akutem Menstruationsschmerz (100 mg für 4 Tage) den Prostaglandinspiegel (ein Botenstoff, der Schmerzen verursacht) und den Schmerz selbst reduzierte, was in der Placebogruppe nicht der Fall war ( 22 ).

Vitamin C lindert Schmerzen bei Endometriose

Natürlich kann auch Vitamin C bei der Endometriose eingesetzt werden. Denn wir haben es hier mit einer Erkrankung zu tun, die mit starken oxidativen und entzündlichen Prozessen in der Bauchhöhle einhergeht – und Vitamin C ist ein starkes Antioxidans mit antientzündlicher Wirkung ( 23 ).

In einer Studie von 2013 erhielten 59 Endometriose-Patientinnen zwischen 19 und 41 Jahren – sie alle litten an täglichen Schmerzen – über 8 Wochen hinweg eine Kombination aus 1000 mg Vitamin C und 1200 IE Vitamin E pro Tag oder ein Placebopräparat. Die Schmerzen besserten sich bei 43 Prozent der Vitamin-Frauen, die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr besserten sich bei 24 Prozent der Vitamin-Frauen. In der Placebogruppe hingegen verschlimmerten sich die Beschwerden bei einigen Patientinnen, während bei den übrigen keine Änderung der Beschwerden beobachtet werden konnte.

Auch anhand der Entzündungsmarker zeigte sich der positive Einfluss der antioxidativen Vitamine, da die Werte in der Vitamin-Gruppe deutlich sanken.

Daneben verhindert Vitamin C die Metastasierung und Verbreitung von bösartigem Gewebe, u. a. auch durch seinen die Angiogenese hemmenden Effekt. Angiogenese bezeichnet den Vorgang, wenn sich um oder in einem Tumor Blutgefässe bilden, damit sich dieser künftig eigenständig am Leben halten kann, was natürlich in jedem Fall verhindert werden soll.

Da es auch bei der Endometriose stets zu einer Wucherung und unkontrollierten Verbreitung von Gewebe kommt, sollte man bei der Therapie immer auch an Vitamin C denken. An Ratten zeigten sich Vitamin-C-Infusionen bereits als sehr hilfreich bei der Reduzierung der Endometriosewucherungen ( 21 ).

Wie Vitamin-C-Infusionen verabreicht werden, welcher Arzt dazu in der Lage ist, welche Präparate sich dazu eignen und vieles mehr zu dieser Thematik lesen Sie im vorigen Link.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind bei Endometriose wichtig?

Neben den Vitaminen gibt es noch weitere Nahrungsergänzungen, die bei Endometriose zu einer Linderung der Beschwerden beitragen können.

Curcumin hemmt Ausbreitung der Endometriose

Curcumin ist der gelbe Farb- und Wirkstoff aus der Gelbwurz, auch Kurkuma genannt – jenem Gewürz, das aufgrund seiner entzündungshemmenden, antioxidativen sowie immunsystem- und hormonregulierenden Eigenschaften inzwischen bei fast allen Beschwerden als Nahrungsergänzung eingesetzt werden kann. ( 7 )

Schon im Mai 2013 erschien eine Zellstudie, in der sich zeigte, dass Curcumin Endometriumzellen in ihrer Ausbreitung hemmte, da es in der Lage war, den Östrogenspiegel zu senken ( 6 ).

In einer Übersichtsarbeit von 2020 nun stellte man fest, dass Curcumin genau jene regulierenden Wirkmechanismen auslöst, die bei einer Endometriose erforderlich wären: Es hemmt die Entzündungen, lindert oxidativen Stress und hemmt die Angiogenese sowie die Anhaftung der Endometriumzellen an Gewebe ausserhalb der Gebärmutterhöhle ( 24 ).

Melatonin bessert die Krankheit

Bei betroffenen Frauen mit Endometriose zeigten sich in einigen Studien niedrige Melatoninspiegel ( 24 ). Tierstudien ergaben, dass sich die typischen Läsionen besserten, wenn die Tiere Melatonin erhielten, so dass Endometriose-Betroffene auch Massnahmen ergreifen könnten, um ihren Melatoninspiegel zu optimieren – wobei sich laut Quelle 24 die Kombination aus Melatonin und Curcumin in Bezug auf die Endometriose besonders empfiehlt.

Melatonin ist ein Hormon, das u. a. den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Wenn abends der Melatoninspiegel steigt, werden wir müde, am Morgen sinkt der Spiegel und wir werden langsam wieder munter. Weitere Vorteile eines gesunden Melatoninhaushalts und wie Sie ihn auf natürliche Weise erhöhen können, lesen Sie im vorigen Link.

Probiotika hemmen Endometriose

Probiotika bestehen aus probiotischen Bakterienstämmen, die zur Sanierung der Darmflora eingesetzt werden können. Längst ist bekannt, dass eine gestörte Darmflora zu zahlreichen Erkrankungen beitragen bzw. deren Heilung verhindern kann. Auch Endometrioseherde lassen sich vom Zustand der Darmflora beeinflussen.

Endometrioseherde aktivieren ständig das Immunsystem und fördern auf diese Weise die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen, aber auch von Wachstumfaktoren, womit sie den Weg für ihre eigene Ausbreitung und den typischen Schmerz ebnen, so Forscher der Saarland Universität in Homburg im Jahr 2016.

Probiotische Bakterienstämme können hier offenbar hilfreisch sein, da sie nicht nur den Östrogenstoffwechsel beeinflussen, sondern auch Entzündungen lindern und das Immunsystem beruhigen ( 12 ).

Schon im Jahr 2011 war eine Studie erschienen, in der man am Modell zeigte, dass ein bestimmter probiotischer Bakterienstamm (Lactobacillus gasseri) die Entwicklung von Endometrioseläsionen hemmen konnte, indem er die sog. Natürlichen Killerzellen aktivierte (eine Immunzellenart) ( 13 ).

Omega-3-Fettsäuren verringern Endometriose-Läsionen

Auch die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren gehören in die Therapie einer Endometriose – natürlich besonders dann, wenn Ihre Ernährung arm an diesen essentiellen Fettsäuren ist. In einer Laborstudie von 2015 zeigte sich beispielsweise, dass die Gabe von Omega-3-Fettsäuren Endometriose-Läsionen besser verringern konnte als Vitamin D ( 16 ) ( 20 ).

Schon in früheren Untersuchungen (2013) ergab sich, dass die Omega-3-Fettsäuren EPA dank ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften vor der Entstehung einer E. schützen konnte (zumindest die untersuchten Mäuse) ( 15 ).

Wie Sie Ihren Bedarf an Omega-3-Fettsäuren decken können, lesen Sie im vorigen Link, wo auch hochwertige Präparate vorgestellt werden.

Grünteeextrakt als natürliches Mittel

In der Naturheilkunde ist schon seit einigen Jahren der Extrakt aus Grüntee als gut verträgliches und natürliches Mittel gegen Endometriose und auch gegen Myome im Gespräch. Erste Studien mit Mäusen stammen aus dem Jahr 2013. Hier zeigte sich, dass die Gabe von Grünteeextrakt oder auch von Resveratrol die Zahl und den Umfang der Wucherungen verringern konnte ( 26 ).

Im Grünteeextrakt ist es insbesondere das sog. Epigallocatechingallat (EGCG), ein Pflanzenstoff, der ein Drittel des getrockneten Tees ausmacht. Es handelt sich um einen stark antioxidativen Stoff mit krebshemmender Wirkung, der sich aber auch positiv auf die Gesundheit der Blutgefässe auswirkt und auf diese Weise einer Arteriosklerose vorbeugen hilft.

Resveratrol ist besonders als Wirkstoff aus Trauben und Rotwein bekannt. Auch hier handelt es sich um einen antioxidativ wirksamen, krebshemmenden, nervenschützenden und sogar antidepressiv wirkenden Stoff. Beim PCOS ( polyzystischen Ovarialsyndrom ) konnte die Einnahme von Resveratrol den Hormonspiegel regulieren helfen, was auf seinen möglichen Einsatz bei hormonell bedingten Erkrankungen hinweist.

In einer weiteren Studie aus demselben Jahr zeigte sich bei Mäusen in einem vierwöchigen Zeitraum ebenfalls eine Unterdrückung der Endometriose, wenn man ihnen EGCG gab, also den isolierten Wirkstoff des Grünteeextraktes ( 27 ).

Auch eine französische Studie aus 2014 kam zu diesem Ergebnis ( 28 ). Allerdings beklagte man die schlechte Bioverfügbarkeit des Stoffes und sah in EGCG lediglich dann ein hilfreiches Arzneimittel bei Endometriose, wenn man es schaffen könnte, die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. Wie genau man das erreichen will, wurde nicht erläutert. Eine Studie von 2004 aber zeigte bereits, dass beispielsweise Piperin – der Wirkstoff aus schwarzem Pfeffer – die Bioverfügbarkeit von EGCG erhöhen könnte ( 29 ). Auch Vitamin C könnte als Wirkverstärker hinzugefügt werden.

*Einen hochwertigen Grünteeextrakt mit 170 mg reinem EGCG pro Kapsel plus Piperin und Vitamin C zur Erhöhung der Bioverfügbarkeit erhalten Sie hier: Grünteeextrakt tigovit (10 % Gutscheincode: ZDG). Der Koffeingehalt beläuft sich auf 7 mg pro Kapsel (40 % einer Tasse normalen Grüntee).

*Einen höherdosierten und entkoffeinierten Grünteeextrakt mit 375 mg EGCG pro Kapsel erhalten Sie hier: Grünteeextrakt

Welche Heilkräuter helfen bei Endometriose?

In der traditionellen Pflanzenheilkunde werden die typischen Frauenheilkräuter auch bei der Endometriose empfohlen. Himbeerblätter und der Frauenmantel etwa sind Heilpflanzen, die den Hormonhaushalt harmonisieren helfen, die Gebärmutter stärken und Schmerzen lindern.

Sie können aus den beiden Kräutern einen Tee zubereiten und davon täglich 1 bis 2 Tassen trinken, z. B. 6 Wochen lang, dann eine Pause von zwei Wochen einlegen, dann wieder 6 Wochen lang trinken usw.

Mönchspfeffer: Wirkung ungewiss

In Bezug auf eine mögliche Einnahme des Mönchspfeffers (Vitex agnus-castus, auch Keuschlamm genannt) bei Endometriose scheiden sich die Geister. Manche Experten raten vom Einsatz des Mönchspfeffers bei dieser Erkrankung ab, andere empfehlen ihn dagegen eindringlich. Mönchspfeffer wird bei unregelmässigen (kurzen) Zyklen, PMS ( Prämenstruelles Syndrom ) und Menstruationsbeschwerden höchst erfolgreich eingesetzt. Ganz besonders hilfreich hat er sich bei einer unzureichenden Produktion des Gelbkörperhormons erwiesen.

Viele Frauen, bei denen aufgrund dieses Problems ein unerfüllter Kinderwunsch bestand, wurden mit Hilfe des Mönchspfeffers innerhalb kürzester Zeit schwanger. Wenn also – abgesehen von der Endometriose – Ihr Gelbkörperhormonspiegel niedrig ist und Sie ausserdem sehr kurze Zyklen haben, bietet sich Mönchspfeffer an. Besprechen Sie seinen Einsatz am besten mit Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Hormontherapeuten

Vermeiden Sie Stress

Endometriose wird umso schmerzhafter, je verspannter der jeweilige Mensch und damit auch der Unterleib ist. Dauerhafter Stress lässt Stresshormone entstehen. Diese wiederum führen zu einem hormonellen Ungleichgewicht, was die Bildung der Endometriose beschleunigen kann. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie einerseits unnötigen Stress vermeiden und andererseits lernen, wie man entspannt mit Stresssituationen im täglichen Leben umgeht. Entspannungs- und Atemübungen sowie Meditation sind bei einer effektiven Stressbewältigung ausserordentlich hilfreich.

Auch verschiedene Massagen, Akupressur, Progressive Muskelentspannung etc. können helfen, Verspannungen aufzulösen. Demselben Ziel dienen warme Solebäder, warme Wickel oder Fangopackungen . Suchen Sie sich die Methode aus, die Ihnen am besten gefällt.

Auch gibt es gewisse Heilkräuter und Nahrungsergänzungsmittel, die den Organismus weniger stressanfällig machen können. Die Wurzel der Schlafbeere beispielsweise wirkt beruhigend, aber gleichzeitig entzündungshemmend und stärkend. In der ayurvedischen Medizin heisst die Schlafbeere Ashwagandha und gehört dort zu den am häufigsten genutzten Arzneimitteln. In Indien wird Ashwagandha statt Valium von gestressten Managern genommen. Rhodiola rosea ist ein weiteres sog. Adaptogen, also eine Pflanze, die stressresistenter machen kann.

Bewegung ist wichtig!

Sport und Bewegung gilt als wichtige Säule in der Endometriose-Therapie. Suchen Sie sich eine Sportart aus, die Ihnen gefällt, damit Sie am Ball bleiben und kein Stress entsteht oder ein ungutes Gefühl auftaucht, nur weil Bewegung angesagt ist und Sie keine Lust dazu haben. Wenn Sie nicht der Sportstyp sind, gehen Sie wenigstens regelmässig spazieren oder schwingen Sie auf Ihrem Trampolin. Gerade bei Endometriose ist letzteres (neben Yoga und Pilates) ideal. Die Mischung aus An- und Entspannung bringt Ihnen höchstmöglichen Gesundheits- und Trainingsnutzen bei einem nur geringen Aufwand.

Natürliche Hormontherapie

Manche Frauen vertragen die herkömmlichen Hormonpräparate, die ihr Arzt verordnet, nicht sehr gut. Wenn die Beschwerden so stark sind, dass allein ganzheitliche Massnahmen, die eher langfristig wirken, nicht ausreichen, bietet sich eine Therapie mit naturidentischen Hormonpräparaten an, z. B. in Form von Östrogen- und Progesteroncremes oder -gels.

Dazu ist jedoch die Unterstützung eines entsprechenden Hormontherapeuten nötig, da er die naturidentischen Hormonpräparate verschreiben muss. Diese werden sodann nach einem Hormon-Speichel-Test, bei dem der individuelle Hormonstatus der Frau bestimmt wird, dem persönlichen Hormonbedarf der Frau gemäss dosiert. Der Hormonstatus wird in regelmässigen Abständen überprüft (z. B. alle drei Monate), um die Hormondosis immer wieder dem aktuellen Status anzupassen. Einen Erfahrungsbericht finden Sie z. B. in der Broschüre der Endometriose-Vereinigung ( 19 ). Einen entsprechenden Therapeuten finden Sie z. B. hier.

Sie sehen also, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, eine Endometriose natürlich zu behandeln und den eigenen Körper bei diesem Beschwerdebild bestmöglich zu unterstützen.

Wo finde ich eine Endometriose Selbsthilfegruppe?

Der Austausch mit anderen Betroffenen hilft oft sehr. Bei der Endometriose-Vereinigung Deutschland e. V. finden Sie eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe. Sie können aber natürlich auch selbst eine Selbsthilfegruppe gründen oder anderweitig aktiv werden, um Leidensgenossinnen zu helfen und diese zu unterstützen.

Frankreich verspricht, die Endometriose näher zu erforschen

Während die Endometriose in Deutschland kaum Beachtung findet, sieht es in Frankreich mittlerweile ganz anders aus. Der französische Präsident Emmanuel Macron versprach im Januar 2022, man wolle mithilfe einer "nationalen Strategie die Endometriose und ihre Ursachen besser verstehen und dafür therapeutische Behandlungen finden." Dazu werde man wirtschaftliche Ressourcen freisetzen. Denn die E. sei kein alleiniges Frauenproblem, sondern ein Problem für die gesamte Gesellschaft ( 30 ).

Sicher sind die zahlreichen Demonstrationen betroffener Frauen in Frankreich nicht unbeteiligt an dieser Entwicklung und sorgten dafür, dass sich die Politik überhaupt erst mit der Thematik beschäftigte.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Quellen
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