Rotlichttherapie bei Menstruationsschmerzen
In Deutschland leiden laut einer Umfrage über 70 % der Frauen an Menstruationsschmerzen, also an Schmerzen und Unterleibskrämpfen während der Periode (1).
Wenn Betroffene ihre Beschwerden bei ihrem Arzt ansprechen, werden meist schmerzstillende Medikamente wie Ibuprofen oder Naproxen empfohlen. Die Mittel hemmen die Bildung von Prostaglandinen – jenen Botenstoffen, die für die schmerzhaften Gebärmutterkontraktionen verantwortlich sind.
Wenn bei jeder Periode starke Schmerzen auftreten, empfehlen viele GynäkologInnen auch hormonelle Verhütungsmittel, etwa die Antibabypille oder eine Hormonspirale. Diese dämpfen die körpereigene Hormonaktivität und damit auch die übermäßige Prostaglandinausschüttung während der Periode.
Zusätzlich haben sich Wärme, Bewegung und gezielte Entspannungstechniken bewährt, um Krämpfe zu lindern und die Durchblutung im Beckenbereich zu fördern.
Auch Magnesiumpräparate oder pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer können vielen Frauen helfen. Besonders angenehm ist bei Menstruationsschmerzen jedoch die Anwendung der Rotlichttherapie (RLT).
Immer häufiger wird Rotlicht gegen Menstruationsschmerzen eingesetzt
In den letzten Jahren wird zunehmend die Wirkung der Rotlichttherapie (RLT) bei Menstruationsschmerzen (und vielen anderen Erkrankungen und Beschwerden) erforscht und eingesetzt.
Dabei geht es nicht um die herkömmlichen Rotlicht-Wärmelampen, sondern um spezielle Geräte, die Rotlicht- und Nahinfrarotlicht in bestimmten Wellenlängen kombinieren.
Die Rotlichttherapie gilt als gut verträglich, hat im Gegensatz zu Schmerzmitteln und Hormonpräparaten keine Nebenwirkungen und kann bequem zu Hause durchgeführt werden.
Sie kann auch gut mit Schmerzmitteln kombiniert werden, falls diese noch nötig sein sollten, trägt aber meist dazu bei, dass die Medikamentendosis reduziert werden kann.
Wie entstehen Menstruationsschmerzen?
Die typischen krampfartigen Menstruationsschmerzen entstehen vor allem dadurch, dass sich die Gebärmutter wiederholt und teils sehr stark zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen.
Dieser Vorgang wird von den oben genannten Prostaglandinen gesteuert. Wenn zu viele dieser Botenstoffe ausgeschüttet werden, ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter übermäßig stark zusammen.
Es kommt zu einer Minderdurchblutung dieser Muskeln und daraufhin zu einer schlechteren Sauerstoffversorgung des Gewebes. Dies führt nicht nur zu Schmerzen und Krämpfen, sondern auch zu entzündungsähnlichen Reaktionen im Gewebe, was das Schmerzempfinden noch zusätzlich verstärken kann (2).
Die Rotlichttherapie zielt nun darauf ab, diese Prozesse zu mildern – z. B. durch Durchblutungsförderung und Entzündungshemmung im Beckenbereich.
Wie wirkt die Rotlichttherapie bei Menstruationsschmerzen?
Verschiedene Studien zeigen, wie die Therapie Menstruationsschmerzen lindern und das Befinden betroffener Frauen sehr positiv beeinflussen kann:
Reduktion der Menstruationsschmerzen schon nach 5 Tagen
In einer koreanischen Pilotstudie mit 31 Frauen wurden entweder kleine LED-Pads oder Placebo-Pads auf den Akupunkturpunkten CV4 und CV6 platziert. Die beiden Punkte befinden sich auf einer Linie zwischen Nabel und Schambein.
In der LED-Gruppe wurden die Punkte an 5 Tagen vor der Menstruation jeweils 20 Minuten bestrahlt, was bei über 80 % der Teilnehmerinnen bereits im ersten Zyklus zu einer deutlichen Schmerzreduktion führte.
Die Schmerzintensität blieb außerdem auch in den Folgemonaten signifikant niedriger als in der Placebo-Gruppe, in der nur minimale und vorübergehende Effekte beobachtet wurden.
Wirkung vergleichbar mit herkömmlichen Maßnahmen
In einer größeren randomisierten Doppelblindstudie wurden die Patientinnen mit einem tragbaren LED-Gerät (610 nm) über 20 Minuten täglich an zwei aufeinanderfolgenden Menstruationszyklen behandelt.
Das Resultat war eine durchschnittliche Schmerzreduktion um 30 % gegenüber dem Ausgangswert (3). Diese moderate, aber signifikante Verbesserung war vergleichbar mit etablierten Therapien (Schmerztabletten und hormonell wirksamen Maßnahmen).
Schmerzlinderung genauso gut wie mit Pille
Eine chinesische Studie verglich ähnliches LED-Rotlicht (630 nm; 20 Min/Tag auf CV4/CV6) mit einer hormonellen Standardtherapie (30 µg Ethinylestradiol/2 mg Dienogest). Das Licht erzielte hierbei eine gleichwertige Schmerzlinderung wie die Pille (4).
Menstruationsschmerzen nur noch halb so schlimm
Aus 2024 stammt eine placebokontrollierte Cross-over-Studie (2024) mit 46 jungen Frauen, die regelmäßig an Menstruationsschmerzen litten. Ein pulsierendes 630-nm-LED-Licht (oder ein Placebo-Licht) wurde 7 Tage lang (täglich 20 Minuten) vor und während der Periode auf den Unterbauch appliziert (5).
In der Behandlungsphase sanken die Menstruationsschmerzen signifikant stärker als unter Scheinbehandlung. Mehr als die Hälfte der Frauen erzielte mit der RLT eine Schmerzreduktion um mehr als 50 %.
Auch die Lebensqualität verbesserte sich im Vergleich zur Placebophase. Unter Einfluss der RLT verbesserte sich die Stimmung der Frauen und ihr Allgemeinbefinden und sie konnten eher ihren Alltagspflichten nachkommen (z. B. zur Schule/Uni/Arbeit gehen)
Therapie zeigt keine Nebenwirkungen
Nebenwirkungen traten in all den genannten Studien keine auf. Die vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass die RLT eine sichere und wirksame Ergänzung oder Alternative bei Menstruationsschmerzen (primärer Dysmenorrhoe) sein kann – insbesondere natürlich für Frauen, die Schmerzmittel oder Hormone ablehnen oder schlecht vertragen.
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Warum lindert Rotlicht Menstruationsschmerzen?
Die RLT zielt bei Menstruationsschmerzen darauf ab, die verhärtete Uterusmuskulatur zu entspannen und den gestörten biochemischen Kreislauf zu normalisieren.
In Tierstudien (Mäuse) beobachtete man beispielsweise, dass pulsierendes 630-nm-Rotlicht zu einer Normalisierung des Prostaglandin-Stoffwechsels führte – das schmerzfördernde PGF₂α wurde gesenkt und das krampflösende PGE₂ erhöht (6).
Zudem zeigte sich weniger oxidativer Stress und eine geringere Lipidperoxidation im Gebärmuttergewebe, was auf eine entzündungshemmende Wirkung hinweist.
Kontinuierliche Rotlichtbestrahlung verbesserte bereits makroskopisch die Durchblutung der Uterusmuskulatur und minderte Gewebeschäden in der Gebärmutter der Mäuse. Pulsierendes Licht war dabei effektiver als Dauerlicht.
Das von uns unten empfohlene Gerät verfügt auch über den passenden Pulsmodus, da dieser das Licht in tiefere Gewebeschichten vordringen lässt.
Rotlicht auch beim PMS hilfreich
Beim prämenstruellen Syndrom (PMS) kommt es sowohl zu körperlichen als auch zu emotionalen Beschwerden. Sie treten in den Tagen vor der Menstruation auf und verschwinden meist mit Beginn der Regelblutung.
Zu den Symptomen gehören Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Spannungsgefühl in der Brust, Müdigkeit und krampfartige Schmerzen im Unterbauch, aber auch Muskel- und Rückenschmerzen.
In manchen Studien zur RLT gegen Menstruationsschmerzen zeigte sich, dass bei vielen Teilnehmerinnen nicht nur Krämpfe und Schmerzen im Unterbauch gelindert wurden, sondern auch die typischen PMS-Symptome besser wurden, wie Muskel- und Rückenschmerzen, Brustspannen sowie Stimmungsschwankungen.
Dies spricht dafür, dass die genannten Wellenlängen der RLT das neuroendokrine System positiv beeinflussen könnte – möglicherweise durch eine Reduktion von Stresshormonen und eine ausgleichende Wirkung auf das vegetative Nervensystem.
Rotlicht bei Reizblase und chronischen Beckenschmerzen
Rot- und Nahinfrarotlicht kann laut erster Studien auch bei chronischen Beckenschmerzen lindernd wirken (7). Beckenschmerzen treten durch eine verspannte Beckenbodenmuskulatur oder auch bei Schmerzen bei einer Reizblase auf.
In den entsprechenden Untersuchungen wurden jedoch meist spezielle Lasersonden vaginal eingesetzt, um das Licht möglichst nah an die betroffenen Strukturen (z. B. Blase, Beckenboden) zu bringen.
Die Lichttherapie wirkte hier muskelentspannend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und neuronal modulierend. Letzteres bedeutet, dass die Regeneration geschädigter Nervenfasern angeregt wird.
Für RLT-Geräte, die transkutan (also von außen über die Haut) wirken und mit denen der Unterleib bestrahlt wird, ist eine solche direkte Tiefenwirkung auf die Blase oder das innere Becken nur begrenzt möglich.
Dennoch könnte die Kombination aus 850 nm Infrarotlicht und hoher Bestrahlungsstärke (wie beim FlexiPad – siehe unten) begleitend in die jeweilige Therapie integriert werden.
Welches Gerät eignet sich für Bauch und Unterleib?
Viele der in Studien eingesetzten Rotlichtgeräte sind medizinische Prototypen oder spezialisierte Laser- oder LED-Systeme, die in dieser Form nicht im Handel erhältlich sind. Das von uns empfohlene heilys® FlexiPad bietet jedoch eine gute Alternative:
* Hier erhalten Sie das mobile Lichtpad für die entsprechenden Rotlicht-Anwendungen am Bauch und Unterleib.
Das Lichtpad kombiniert genau die Wellenlängen (660 nm und 850 nm), die in klinischen Studien als wirksam beschrieben wurden, mit einer ausreichend hohen Bestrahlungsstärke und einer großflächigen, flexiblen Anwendung – ideal für den Unterleib und Bauchbereich, aber auch für den unteren Rücken.
Auch die empfohlenen Sitzungsdauern von 10–20 Minuten lassen sich im Alltag problemlos umsetzen. Damit erfüllt das FlexiPad alle technischen Voraussetzungen, um die in der Forschung beobachteten Wirkmechanismen auch zuhause nutzbar zu machen.
Wie oft und wie lange setzt man die Therapie ein?
Beginnen Sie zunächst mit einer kurzen Sitzung von nur 5-10 Minuten, um zu sehen, wie Sie die RLT vertragen. Fällt der Test positiv aus, wendet man das Licht meist in Sitzungen von 15 bis 20 Minuten an. Achten Sie jedoch immer auch auf die Anwendungsempfehlung des jeweiligen Herstellers!
Bei Menstruationsbeschwerden könnten Sie folgendermaßen vorgehen:
Akute Beschwerden
Bei akuten Menstruationsschmerzen: 1- bis 2-mal täglich für jeweils 15–20 Minuten, z. B. morgens und abends.
Chronische Beschwerden
Bei regelmäßigen Menstruationsbeschwerden, die also nicht nur ab und an, sondern bei jeder Periode auftreten (Dysmenorrhoe), starten Sie ab 5 bis 7 Tage vor der Periode mit der Rotlichttherapie (15-20 Minuten täglich) und führen Sie die letzte Anwendung am 2. Blutungstag durch.
Fazit: Rotlichttherapie hilft bei Menstruationsschmerzen
Die RLT ist somit eine sehr gute nicht-invasive Maßnahme, um Menstruationsschmerzen und Unterleibskrämpfe zu lindern. Man kann die Therapie ohne medizinische Kenntnisse ganz entspannt und unkompliziert zu Hause anwenden und braucht meist auch weniger nebenwirkungsreiche Medikamente oder gar keine mehr.
Auch bei vielen anderen Beschwerden ist die RLT hilfreich, z. B. bei Haarausfall, bei Hashimoto, bei Schlafstörungen und bei muskulären Beschwerden im Sport. Spezielle Anwendungen im Gesicht helfen außerdem gegen Falten und sorgen für ein glatteres Hautbild.
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