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  • Vielzahl von Gewürzen und Kräutern auf einem Tisch

Gewürze verbessern Blutfettwerte

Bei hohen Blutfettwerten könnte eine bestimmte Gewürzmischung zur Senkung der Triglyceride beitragen - so eine Studie. Gewürze enthalten zahlreiche Wirkstoffe, darunter Antioxidantien, die zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wichtig sind. Geben Sie also zu fetthaltigen Speisen immer auch die hier vorgestellten Gewürze dazu.

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11 Dezember 2021

Gewürze senken Blutfettwerte

Wer gerne fett und/oder süss isst, hat häufig mit hohen Blutfettwerten (Triglyceriden) zu kämpfen. Bestimmte Gewürze und Kräuter können hier hilfreich sein und dafür sorgen, dass die Triglyceride gar nicht erst steigen, wie eine Studie von 2011 zeigen konnte.

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Triglyceride: Normalwerte

Neben dem Cholesterin werden auch die so genannten Triglyceride (Blutfette) durch fetthaltige Nahrung beeinflusst. Triglyceride sind die Hauptbestandteile von Fetten und Ölen, aber auch von unseren Zellmembranen. Triglyceride werden daher von all unseren Zellen benötigt, allerdings auch nicht im Übermass. Der normale Blutwert für Triglyceride sollte unter 150 mg/dl liegen.

Erhöhte Triglyceridwerte sind wie auch zu hohe LDL-Cholesterinwerte ein Risikofaktor für die Bildung von Arteriosklerose oder für andere Herz-Kreislauferkrankungen. Zu hohe Triglyceridwerte treten auf, wenn zu viel Fett oder auch zu viel Zucker gegessen wird oder wenn man an einer Fettstoffwechselstörung, einer Nierenerkrankung, einer Schilddrüsenunterfunktion, an Übergewicht oder an Diabetes leidet.

Wie Gewürze die Triglyceride reduzieren

Eine gesunde Ernährung beeinflusst das Cholesterin und die Triglyceride im Blut im positiven Sinne. Dazu gehören Nüsse, grünes Blattgemüse, Heidelbeeren, Gerstengras und Knoblauch. Auch Artischocken oder bestimmte Gewürze sind dafür bekannt, erhöhte Triglyceridwerte im Blut zu senken - wie nun auch eine Studie der Pennsylvania State University zeigte (4).

Sie untersuchten, inwiefern sich Gewürze, wie zum Beispiel Zimt, Oregano, Petersilie und Kurkuma, auf die Blutfette auswirken. Es zeigte sich, dass der Verzehr einer bestimmten Gewürzmischung dazu führte, dass der Körper weniger negativ auf den Verzehr von sehr fetthaltiger Nahrung reagiert.

Diese Gewürze senken die Blutfettwerte

Studienteilnehmer waren sechs übergewichtige, ansonsten aber vollkommen gesunde Männer im Alter von 30 bis 35 Jahren. Sie erhielten an zwei Tagen spezielle Mahlzeiten. Jede Mahlzeit wurde mit zwei Esslöffeln einer Gewürzmischung aus Rosmarin, Oregano, Zimt, Kurkuma, Schwarzem Pfeffer, Gewürznelken, Knoblauchpulver und Paprika gewürzt. Diese Gewürze zeigten wohl bereits in vorherigen Laborstudien eine sehr gute antioxidative Wirkung.

Die Mahlzeiten der Kontrollgruppe waren mit den Testmahlzeiten identisch - mit Ausnahme der genannten Gewürze. Über einen Zeitraum von drei Stunden nahmen die Wissenschaftler alle 30 Minuten Blutproben von den Teilnehmern. Dabei zeigte sich, dass die Blutfettwerte dank der Gewürze 30 Prozent geringer waren als in der gewürzfrei essenden Gruppe.

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Auch Insulinspiegel sinkt

Die Forscher fanden zudem heraus, dass die gewürzten Mahlzeiten im Vergleich zu den ungewürzten Speisen offenbar in der Lage sind, die Insulinproduktion des Körpers um 20 Prozent zu verringern, was auf die Wirkung der in den Gewürzen enthaltenen Antioxidantien zurückgeführt wurde.

Antioxidantien gegen chronische Krankheiten

Zahlreiche medizinische Studien der letzten Zeit deuten darauf hin, dass oxidativer Stress eine entscheidende Rolle bei Herzerkrankungen, Diabetes, Arthritis und anderen gesundheitlichen Leiden spielt.

Auch Professorin Sheila West - Leiterin der o. g. Studie - ist der Meinung, dass Antioxidantien wie diese aus den oben genannten Gewürzen sehr wichtig sein könnten, um oxidativen Stress zu mindern und so das Risiko auf chronische Erkrankungen zu verringern. Wie die Studie zeigte, genügen scheinbar schon geringe Mengen der Gewürze wie zwei Esslöffel, um eine entsprechende Menge an Antioxidantien zu sich zu nehmen.

Kräuterbitter für die Fettverdauung

Gewürze und Kräuter enthalten neben den wertvollen Antioxidantien zudem wichtige Bitterstoffe, die ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Fettverdauung haben. Aus diesem Grund wurden schon in den alten Klöstern Kräuterbitter zur Förderung der Verdauung eingenommen.

Bitterliebe für die Verdauung

Inzwischen gibt es viele hochwertige Bitterstoffpräparate, etwa den Kräuterbitter namens Bitterliebe, den es als Tropfen, Kapseln und Pulver gibt. Die enthaltenen Kräuter sind dafür bekannt, besonders nach einer reichhaltigen oder sehr fettigen Mahlzeit enorm wohltuend zu wirken: Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Wermut, Artischocke, Pomeranze, Ingwer, Kardamom, Curcuma, Löwenzahnwurzel, Schafgarbe, Fenchel, Schwarzkümmel und Lavendelblüten.

Geben Sie Ihrem Leben daher die richtige Würze und bleiben Sie gesund.

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Quellen
  • Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörung und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V. Tabelle 2 über Blutwerte
  • Internist im Netz - Ihre Experten für Innere Medizin Cholesterin im Blut
  • Internist im Netz - Ihre Experten für Innere Medizin Triglyceride im Blut
  • Skulas-Ray AC et al., A High Antioxidant Spice Blend Attenuates Postprandial Insulin and Triglyceride Responses and Increases Some Plasma Measures of Antioxidant Activity in Healthy, Overweight Men J. Nutr. August 1, 2011 vol. 141 no. 8 1451-1457