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  • Frau steht vor einem Rotlicht
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Rotlicht-Therapie nach einem Schlaganfall

Die Rotlicht-Therapie könnte Menschen nach einem Schlaganfall dabei helfen, geistig wieder fitter zu werden. Die Therapie verbesserte das Gedächtnis und die Konzentration und linderte depressive Symptome.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 25 März 2026
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Rotlicht nach einem Schlaganfall – sinnvoll?

Die Rotlicht-Therapie, auch Photobiomodulation genannt, arbeitet mit rotem bis nahinfrarotem Licht. Dieses Licht soll in den Zellen u. a. Schutzprogramme gegen oxidativen Stress, Entzündungen und den Zelltod anstoßen.

Deshalb wird die Methode schon länger bei neurologischen Erkrankungen erforscht – unter anderem auch beim Schlaganfall. Nach einem solchen leidet das Gehirn oft für längere Zeit unter oxidativem Stress, Entzündungsprozessen und einer gestörten Energieversorgung.

Die Autoren einer Studie von 2025 vermuten zudem, dass rotes Licht mit einer Wellenlänge von 630 Nanometern den Abbau von Formaldehyd fördern könnte (1). Das ist eine Substanz, die mit kognitivem Abbau und depressiven Symptomen in Verbindung gebracht wird.

Das Gedächtnis und die Stimmung verbesserten sich

In der Studie wurden 90 Schlaganfall-Patienten in zwei Gruppen eingeteilt. Beide Gruppen erhielten die übliche Standardtherapie nach einem Schlaganfall sowie eine Elektrotherapie mit Elektropads.

Die eine Hälfte wurde zusätzlich 3 Monate lang fünfmal wöchentlich jeweils für 30 Minuten mit Rotlicht (630 nm) über einen Helm und einen Bauchgurt behandelt. Bei der Kontrollgruppe wurden die Geräte nicht eingeschaltet.

Am Ende der Studie konnten sich die Teilnehmer der Rotlicht-Gruppe besser konzentrieren, Informationen besser verarbeiten und schnitten bei Gedächtnis- und Denkaufgaben insgesamt besser ab als die Kontrollgruppe. Auch depressive Beschwerden gingen stärker zurück.

Bei der Angst, den Alltagsfunktionen und allgemeinen psychiatrischen Beschwerden gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen.

So lässt sich die Therapie zuhause anwenden

Die Therapie kann man mit einem Rotlicht-Heimgerät ergänzend zur normalen Reha gut ausprobieren. In der Studie wurde ein tragbares System mit Helm und Bauchgurt verwendet – kaufen kann man es nicht. Es gibt jedoch als Alternative unterschiedliche Geräte in verschiedenen Größen.

Wichtig ist, dass Sie ein LED-Gerät wählen, das eine Wellenlänge von 630 nm aufweist. Stellen Sie das Gerät so auf, dass Sie bequem davor sitzen können und richten Sie es vor allem auf den Kopfbereich. In der Studie wurden die Sitzungen jeweils fünfmal pro Woche für 30 Minuten durchgeführt. Es kam nicht zu Nebenwirkungen.

* Dies wäre z. B. ein passendes Gerät, das einen Großteil des Körpers bestrahlen kann, inkl. des Kopfes.

* Dies wäre z. B. ein Bauchgurt mit Rotlicht, der auch sehr gut bei Schmerzen im unteren Rücken oder Unterleib verwendet werden kann.

Achten Sie auch auf die Angaben des Herstellers bezüglich des Abstands und der empfohlenen Dauer. Diese können sich je nach Gerät unterscheiden.

Fazit: Rotlicht nach einem Schlaganfall hat Potenzial

Für Personen, die nach einem Schlaganfall unter Konzentrationsproblemen, Gedächtnisschwäche oder gedrückter Stimmung leiden, ist diese Therapie eine spannende Option.

Bauen Sie sie am besten als ergänzende Maßnahme in Ihr Reha-Konzept ein – also zusätzlich zu Bewegung, Ergo- und Physiotherapie, Logopädie usw.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel Rotlicht-Therapie – Wirkung und Anwendungen.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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