Die Anzeichen von Pankreaskrebs sind oft unscheinbar
Bauchspeicheldrüsen- oder Pankreaskrebs bleibt in frühen Stadien oft unbemerkt. Beschwerden treten oft erst dann auf, wenn der Tumor zu wachsen beginnt. Die Symptome können sich je nach Lage des Tumors unterscheiden.
Für diese Krebsart ist zudem typisch, dass die Beschwerden auch viele andere, deutlich harmlosere Ursachen haben können. Genau das macht sie so schwer zu erkennen (1).
Schmerzen im Oberbauch oder Rücken
Zu den häufigsten Anzeichen gehören Schmerzen im Bauch oder Rücken. Diese werden oft als dumpf oder auch ziehend beschrieben. Häufig beginnen sie im Oberbauch und strahlen in den Rücken aus.
Manche Betroffene berichten, dass die Schmerzen nach dem Essen stärker werden oder sich im Liegen verschlimmern. Beim Vorbeugen können sie sich dagegen etwas bessern.
Gelbsucht ist ein wichtiges Warnsignal
Ein wichtiges Anzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist Gelbsucht. Dabei verfärben sich die Haut oder der weiße Teil des Auges gelblich. Oft kommen dunkler Urin, heller Stuhl und Juckreiz hinzu.
Diese Beschwerden entstehen vor allem dann, wenn bereits ein Tumor im Kopf der Bauchspeicheldrüse den Gallengang blockiert. Dann kann die Gallenflüssigkeit nicht mehr normal abfließen.
Bei Gelbsucht sollte man immer möglichst rasch einen Arzt aufsuchen.
Ungewollter Gewichtsverlust und fehlender Appetit
Viele Betroffene nehmen vor der Diagnose deutlich ab, ohne dies kontrollieren zu können. Häufig kommt gleichzeitig noch Appetitlosigkeit hinzu.
Die Bauchspeicheldrüse spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung. Sie produziert Verdauungsenzyme und gibt sie in den Dünndarm ab. Dort helfen sie, Fette, Eiweiß und Kohlenhydrate aus der Nahrung aufzuspalten.
Wird diese Funktion durch den Tumor gestört, kann der Körper Nährstoffe schlechter verwerten – vor allem Fette werden dann schlechter verdaut. Dies kann zum sogenannten Fettstuhl führen.
Dabei kommt es zu Verstopfungen, Durchfall oder auffällig hellem, fettigem und übelriechendem Stuhl. Hinzu kommen manchmal Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen.
Weitere mögliche Anzeichen von Pankreaskrebs
Manchmal zeigt sich Bauchspeicheldrüsenkrebs auch durch neu aufgetretenen Diabetes, starke Müdigkeit, Schüttelfrost oder Fieber.
In einer Studie von 2024 mit rund 254.000 Erwachsenen fanden die Forscher bei rund 770 Personen mit neu aufgetretenem Diabetes innerhalb von zwei Jahren Bauchspeicheldrüsenkrebs (2).
Ebenfalls sind Blutgerinnsel in den Venen möglich. Diese können sich etwa durch Schmerzen, Rötung und Schwellung bemerkbar machen und sind ein medizinischer Notfall.
Beschwerden im fortgeschrittenen Stadium
Für eine Studie von 2025 teilten Forscher die Beschwerden von 164 Bauchspeicheldrüsenkrebs-Patienten in Symptomgruppen ein (3):
Patienten mit Symptomen wie Gewichtsverlust, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen hatten zu rund 79 Prozent Krebs im Stadium IV und die kürzeste Überlebenszeit.
Personen mit Gelbsucht, dunklem Urin, Juckreiz oder Fettstuhl hatten dagegen eine längere Überlebenszeit – womöglich, weil die Symptome auffälliger sind und der Krebs daher früher diagnostiziert wird.
Fazit: Anzeichen von Pankreaskrebs früh abklären lassen
Die Anzeichen von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind oft nicht eindeutig und können viele Ursachen haben. Nicht jeder Betroffene entwickelt alle genannten Symptome. Gerade die Mischung aus mehreren eher unscheinbaren Beschwerden macht diese Krebsart tückisch.
Es geht nicht darum, hinter jedem Symptom gleich das Schlimmste zu vermuten. Aber es lohnt sich, Symptome abklären zu lassen. Wenn nichts Ernstes dahintersteckt – umso besser! Andernfalls wird die Ursache früh erkannt, was die Chance einer erfolgreichen Behandlung erhöht.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Hauptartikel Bauchspeicheldrüsenkrebs – Ursache und Prävention auf unserer Seite. Nutzen Sie die Suchfunktion.