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  • Gemüse schützt vor Krebs

Gemüse-Fans sterben seltener an Krebs

Gemüse sorgt für ein längeres Leben! So zumindest das Ergebnis einer britischen Studie, die kürzlich in einer renommierten Fachzeitschrift veröffentlicht wurde. Dabei wurde die Lebens- und Ernährungsweise von über 65.000 Menschen untersucht. Jene, die besonders gern frisches Obst und Gemüse assen, starben eindeutig seltener an Krebs, Herzkrankheiten oder anderen Todesursachen.

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21 Juni 2021

Obst und Gemüse: Fünf Portionen sind gut, sieben Portionen sind besser

Ernährungswissenschaftlicher predigen ja schon seit Jahrzehnten die gesundheitsförderlichen Eigenschaften von Obst und Gemüse. Fünf Portionen pro Tag seien ideal, heisst es, um ausreichend mit Antioxidantien, Ballaststoffen und vielen Vitaminen versorgt zu sein.

Doch was ist eine Portion? Ganz einfach: Etwa 80 Gramm. Ein kleiner Apfel also beispielsweise oder zwei mittlere Möhren.

Wiegen Sie am besten einmal einige Obst- und Gemüsesorten ab. Und Sie werden sehen, dass es nicht sehr viel ist, wenn Sie fünf Mal pro Tag eine solche Portion essen.

Ja, Sie werden wahrscheinlich schon zum Frühstück gleich zwei Portionen essen (z. B. eine Banane und einen Apfel in Ihrem Müsli). Dann folgt eine weitere Portion als Snack am Vormittag (z. B. ½ Gurke zum Vollkornbrötchen). Und zum Mittagessen gibt es zwei weitere Portionen (160 Gramm Gemüse Ihrer Wahl). Schon hätten Sie die fünf Portionen zusammen.

Möglicherweise essen Sie aber mehr Gemüse zu Mittag, trinken nachmittags noch einen grünen Smoothie und am Abend essen Sie eine Gemüsesuppe oder ein Stück Gemüsepizza. Dann sind Sie bereits bei mindestens sieben oder mehr Portionen Obst und Gemüse.

Und genau solche Menschen, die sieben Portionen (etwas mehr als 500 Gramm) Obst und Gemüse pro Tag essen, leben länger als Obst- und Gemüsemuffel, fanden britische Wissenschaftler vom Department of Epidemiology & Public Health des University College London unlängst heraus.

Länger leben mit mehr Obst und Gemüse

Mit anderen Worten: Das Sterberisiko (an allen Todesursachen) konnte allein durch den Verzehr von täglich sieben Portionen Obst und Gemüse um 40 Prozent gesenkt werden – im Vergleich zu jenen Personen, die nur eine oder weniger als eine Portion Obst und Gemüse pro Tag assen.

Für besagte Studie befragten die beteiligten Wissenschaftler 65.226 Menschen im Alter von über 35 aus der britischen Bevölkerung und begleiteten sie von 2001 bis 2013.

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Obst- und Gemüsemuffel sterben früher

Während die Obst- und Gemüse-Abstinenzler in dieser Zeit relativ zahlreich an den unterschiedlichsten Todesursachen starben (und zwar in jeder Altersklasse), konnte das Todesrisiko umso mehr reduziert werden, je mehr Obst und Gemüse die jeweiligen Personen assen.

So konnte mit sieben Portionen Obst und Gemüse das konkrete Risiko, an Krebs zu sterben, um 25 Prozent und das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um 31 Prozent gesenkt werden.

Gemüse ist besser als Obst

Gemüse scheine in Sachen Lebensverlängerung deutlich wirkungsvoller und gesünder zu sein als Früchte, berichteten die Forscher.

Ass man nämlich zwei bis drei Portionen Gemüse pro Tag, sank das Sterberisiko um 19 Prozent. Ass man hingegen dieselbe Menge Früchte, dann sank das Sterberisiko nur um 10 Prozent.

Ausserdem seien es frische und möglichst naturbelassene Früchte und Gemüse, welche in der Lage seien, die Lebensspanne des Menschen zu verlängern.

Obst aus der Dose verkürzt das Leben

Dosenfrüchte oder gekaufte Fruchtsäfte hatten indessen keinen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Im Gegenteil. Wer diese stark verarbeiteten, zuckerreichen und ballaststoffarmen Produkte lieber als frische Lebensmittel ass, erhöhte damit sein Sterberisiko gar um 17 Prozent.

Schon drei Portionen Obst und Gemüse sind gut

Die Studie zeigt, dass Personen, die sieben Portionen Obst und Gemüse täglich essen, im Vergleich zu Obst- und Gemüsemuffeln erstaunliche gesundheitliche Vorteile haben,

so Studienautor Dr. Oyinlola Oyebode.

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Oyebode beruhigt aber auch jene, die meinen, niemals sieben Portionen Obst und Gemüse täglich vertilgen zu können. "Schon bis zu drei Portionen Obst und Gemüse pro Tag haben in unserer Studie zu einem signifikant niedrigeren Sterberisiko geführt."

Doch sind sieben Portionen Obst und Gemüse gar nicht so viel, nämlich nur etwa 560 Gramm.

Legen Sie sich einfach bereits am Morgen jene Früchte und Gemüse zurecht, die Sie im Laufe des Tages essen möchten. Auf diese Weise müssen Sie nicht ständig überlegen, ob Sie nun bereits genug Obst und Gemüse gegessen haben oder nicht.

Weiss Ihr Körper, was er braucht?

Lassen Sie sich ausserdem nicht von der "Mein-Körper-weiss-was-er-braucht"-Fraktion irritieren. Diese nämlich verkündet immer wieder, dass man sich bloss nicht an irgendwelche Ernährungsregeln halten solle.

Ideal sei hingegen, das zu essen, worauf man Lust habe, da der Körper sehr gut wisse, was gut für ihn ist und was nicht.

Nun, im Grunde sind wir umgeben von Menschen, die nach diesem Motto leben.

Sie haben Lust auf Hotdogs, Tafelbrötchen, Chips, Schokoriegel, Kuchen etc. und essen all das natürlich auch – im Glauben, ihr Körper rufe nach all diesen Dingen.

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Nicht wenige davon fühlen sich aber ganz und gar nicht gut, sind übergewichtig, obwohl sie das definitiv nicht sein möchten und leiden an den unterschiedlichsten Beschwerden.

Das ist deshalb so, weil unsere Körper schon lange nicht mehr wissen, was sie brauchen bzw. ihre Signale von uns völlig missverstanden werden.

Wir essen das, was wir kennen und was wir von Kindesbeinen an gewöhnt sind. Das aber ist nicht immer gut. Und es ist schon gar nicht das, was unsere Körper brauchen.

Es geht daher zunächst einmal darum, sich sehr wohl mit Hilfe von Ernährungsrichtlinien langsam wieder zu erinnern, was wirklich gesund ist und was der Körper wirklich braucht. Erst dann kann auch die Kommunikation zwischen Körper und Verstand funktionieren.

Gehen Sie also schrittweise vor! Das Überspringen eines Schrittes würde nur zum Stolpern führen.

Wie Sie Tag für Tag mehr Gesundheit in Ihren Alltag einbauen können, erfahren Sie hier: 30 Tipps für Ihre Gesundheit

Anregungen für eine gesunde Ernährung finden Sie hier: Die basenüberschüssige Ernährung

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Ramona, Absolventin

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Quellen
  • Oyebode O, Gordon-Dseagu V et al., Fruit and vegetable consumption and all-cause, cancer and CVD mortality: analysis of Health Survey for England data, Journal of Epidemiology & Community Health, März 2014, (Verzehr von Früchten und Gemüsen und die Gesamtsterblichkeit, die Sterblichkeit infolge von Krebs und von Herzerkrankungen: Analyse einer Gesundheitsbefragung)
  • Naturalnews