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  • Jungendlicher trinkt ein gesüsstes Getränk
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Zuckerhaltige Getränke erhöhen das Risiko für Angststörungen

Zuckerhaltige Getränke erhöhen offenbar das Risiko für Angststörungen bei Jugendlichen. Eine neue Meta-Analyse zeigt: Wer regelmäßig Softdrinks, Energy-Drinks oder gesüßte Säfte konsumiert, entwickelt deutlich häufiger Angstsymptome.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 20 Mai 2026
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Wer zuckerhaltige Getränke mag, leidet häufiger an Angst

Jugendliche mit hohem Konsum zuckerhaltiger Getränke haben ein um 34 Prozent erhöhtes Risiko für Angststörungen (1). Zu diesem Ergebnis kommt eine neue systematische Übersichtsarbeit, die im Journal of Human Nutrition and Dietetics erschien.

Als „hoher Konsum“ galt in den untersuchten Studien meist mindestens ein zuckerhaltiges Getränk täglich – häufig auch mehrere Softdrinks oder Energy-Drinks pro Tag. „Wenig Konsum“ bedeutete dagegen seltenen oder gar keinen Konsum solcher Getränke.

Die Forschenden werteten neun internationale Studien aus den Jahren 2000 bis 2025 aus und fanden dabei einen deutlichen Zusammenhang zwischen mit Zucker gesüßten Getränken und psychischen Belastungen.

Welche Getränke gelten als kritisch?

Zu den untersuchten Getränken zählten nicht nur klassische Softdrinks wie Cola oder Limonade, sondern auch Energy-Drinks, gesüßte Fruchtsäfte, gesüßter Tee und Milchgetränke (Milchshakes, Schokomilch etc.).

Insgesamt umfassten die Studien Daten von Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren.

Sieben der neun analysierten Studien berichteten über einen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen süßen Getränken und Angstzuständen. Zwei Studien fanden dagegen keinen statistisch relevanten Effekt.

Süße Getränke trösten und beruhigen kurzfristig

Die Ergebnisse zeigen zwar einen Zusammenhang, aber nicht zwangsläufig, dass die gezuckerten Getränke konkret Angststörungen verursachen.

Es könnte auch sein, dass Jugendliche mit bestehenden Angstproblemen häufiger zu süßen Getränken greifen – etwa um negative Gefühle zu kompensieren. Denn Zucker aktiviert Belohnungssysteme im Gehirn, was sich subjektiv zunächst tröstend oder beruhigend anfühlt. Stress wird kurzfristig überdeckt und die Stimmung steigt.

Deshalb greifen viele Menschen bei Belastung gezielt zu gezuckerten Produkten. Anschließend aber kann es zu starken Gegenreaktionen kommen – und genau diese fördern Angstgefühle.

Wie Zucker die Psyche beeinflusst

Gerade sehr zuckerhaltige Getränke führen oft zu schnellen Blutzuckerspitzen — und anschließend zu einem raschen Abfall des Blutzuckerspiegels. Diese Schwankungen können zu Nervosität, Zittrigkeit, innerer Unruhe, Herzklopfen und Konzentrationsproblemen führen – und damit Symptome auslösen, die sich ähnlich anfühlen wie Angst.

Hinzu kommt der hohe Koffeingehalt vieler Energy-Drinks. Koffein aktiviert das zentrale Nervensystem und kann insbesondere bei empfindlichen Jugendlichen Angstreaktionen fördern. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass hohe Koffeinmengen mit Panikattacken, Schlafproblemen und erhöhter Stressreaktion verbunden sein können.

Darüber hinaus diskutiert man in der Forschung mögliche entzündliche Prozesse sowie Veränderungen im Dopamin- und Serotoninsystem, die sich durch einen dauerhaft hohen Zuckerkonsum einstellen könnten.

Fazit: Reduzierter Zuckerkonsum könnte Angststörungen vorbeugen

Allerdings könnten in den genannten Studien auch andere Faktoren die Ergebnisse beeinflusst haben. Dazu zählen Schlafmangel, Bewegungsmangel, soziale Belastungen, familiäre Probleme oder insgesamt ungesunde Ernährungsgewohnheiten.

Trotz dieser Unsicherheiten schreiben die beteiligten Wissenschaftler, dass ein reduzierter Konsum zuckerhaltiger Getränke nicht nur körperliche Vorteile bringen würde, sondern möglicherweise auch die psychische Gesundheit Jugendlicher verbessern und Angststörungen lindern oder vorbeugen könnte.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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