Zentrum der Gesundheit
  • Glückliche Frau zeigt Vitaminpille zu Hause
2 min
Kommentare

Coenzym Q10 bei Depressionen

Coenzym Q10 wird für die Energieproduktion benötigt. Diese ist bei Depressionen oft gestört. Studien zeigen, dass die Einnahme einer Nahrungsergänzung mit Coenzym Q10 bei Depressionen in die Therapie integriert werden könnte.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 20 April 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Wie Coenzym Q10 bei Depressionen helfen könnte

Coenzym Q10 spielt eine zentrale Rolle bei der Energieproduktion in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen. Außerdem handelt es sich um ein wirkungsvolles Antioxidans und ist daher als Anti-Aging-Mittel bekannt.

Der Körper kann Coenzym Q10 selbst herstellen, aber die körpereigene Produktion kann gestört sein. Das scheint bei Menschen mit Depressionen der Fall zu sein.

Außerdem gehen Depressionen mit verstärkten Oxidations- und Entzündungsprozessen einher, wodurch Coenzym Q10 verstärkt verbraucht wird. Aus diesem Grund weisen Menschen mit Depressionen niedrigere Coenzym-Q10-Spiegel im Blut auf als gesunde Personen.

Da oxidativer Stress und vermehrte Entzündungen Depressionen begünstigen und verstärken, könnte Coenzym Q10 als entzündungshemmendes Antioxidans hilfreich sein. Außerdem fördert Coenzym Q10 die Energieproduktion in den Nervenzellen und wirkt der mitochondrialen Dysfunktion entgegen, die mit Depressionen einhergeht.

In unserem Beitrag Coenzym Q10 – der gesundheitliche Nutzen erfahren Sie mehr über die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten einer Nahrungsergänzung mit Q10. Sie finden den Artikel ganz unten, wenn Sie unter die Kommentare scrollen.

Moderate Linderung von Depressionen

Eine systematische Übersichtsarbeit vom November 2025 hat 5 randomisierte Studien mit insgesamt 474 Probanden mit Depressionen analysiert (1). Coenzym Q10 kam entweder als Monotherapie oder Begleittherapie zum Einsatz.

Die Dosierung betrug 100 bis 500 mg Coenzym Q10 täglich über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen.

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Coenzym Q10 bei Depressionen eine moderate Linderung bringen kann. Um konkrete Aussagen bezüglich der Dosierung und Dauer machen zu können, seien jedoch weitere Studien notwendig.

Wichtig beim Kauf von Coenzym Q10

Coenzym Q10 gibt es in zwei verschiedenen Formen: Ubiquinon und Ubiquinol. Letztere wird häufig als die Form mit der höheren Bioverfügbarkeit bezeichnet, aber die Studienlage ist hier nicht eindeutig. Ubiquinol ist also nicht klar besser als Ubiquinon, dafür aber deutlich teurer. (Details zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel Coenzym Q10 - Der gesundheitliche Nutzen).

Achten Sie beim Kauf vor allem darauf, dass das Präparat keine Trenn-, Binde-, Süßungsmittel und Konservierungsstoffe enthält. Eine Herstellung in Deutschland oder in der EU ist auch ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Die empfohlene Dosierung beträgt bei Coenzym Q10 100 – 200 mg täglich. In den Studien der Übersichtsarbeit wurden zwar teilweise höhere Dosen verwendet, hier konnte aber keine bessere Wirkung beobachtet werden.

* Hier finden Sie Coenzym Q10 in Kapseln mit 200 mg pro Tagesdosis.

Fazit: Coenzym Q10 kann die Behandlung von Depressionen unterstützen

Coenzym Q10 scheint Depressionen moderat lindern zu können. Die Wirkung ist nicht stark genug, um klassische Antidepressiva zu ersetzen. Als Begleittherapie aber wäre Q10 gut geeignet.

In unserem Beitrag Depressionen – Natürliche Maßnahmen erfahren Sie, welche weiteren natürlichen Ansätze bei Depressionen helfen können.

Spende

Ihre Spende hilft uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten