Zentrum der Gesundheit
  • Frau sitzt entspannt und isst Pizza
14 März 2022
1 min

Stress macht dick

Unter Stress nehmen viele Menschen zu. Das ist nicht neu, denn bei Zeit- und Leistungsdruck isst man oft nicht ausgewogen. Nach einem anstrengenden Tag hat man meist weder Zeit noch Nerven, um in aller Ruhe gesunde Lebensmittel einzukaufen geschweige denn diese in ausgewogene Speisen zu verwandeln. Aber das allein ist nicht der Grund für stressbedingtes Übergewicht. Wissenschaftler der Ohio State University (OSU) haben jetzt herausgefunden, warum Stress zu Übergewicht führen kann.

Kostenlosen Newsletter abonnieren

Mit Ihrer Anmeldung erlauben Sie die regelmässige Zusendung des Newsletters und akzeptieren die Bestimmungen zum Datenschutz.

Bei Stress werden weniger Kalorien verbrannt

Getestet wurden an der Ohio State University (OSU) gesunde Frauen, die unter Aufsicht speziell zusammengestellte, fettreiche Mahlzeiten zu sich nahmen. Vor und nach dem Essen kontrollierten die Forscher, wie schnell die Kalorien im Körper der Frauen verbrannt wurden und wie sich die Blutzucker- und Insulinspiegel, die Blutfettwerte sowie der Cortisolspiegel veränderten ( 1 ).

Laut der in der Fachzeitschrift Biological Psychiatry veröffentlichten Studie verbrannten jene Probandinnen, die am Vortag eine oder mehrere Stresssituationen erlebt hatten, im Vergleich zu den Teilnehmerinnen, die 24 Stunden vorher nichts Stressiges erlebt hatten, deutlich weniger Kalorien – im Durchschnitt in 7 Stunden 104 Kalorien weniger. Für die Forscher steht demnach fest: Nach Stress kann der Körper weniger Kalorien abbauen. Aber nicht nur das.

Erhöhte Insulinwerte hemmen Fettverbrennung

Zudem konnte nachgewiesen werden, dass die gestressten Frauen höhere Insulinwerte als die nichtgestressten hatten.

Ein erhöhter Insulinpegel hemmt jedoch die Umwandlung von Fett in Energie. Bei hohen Insulinspiegeln verläuft daher die Fettverbrennung nur unzureichend. Folglich wird viel mehr Fett im Gewebe eingelagert und man nimmt zu.

Gesunde Snacks statt ungesundes Fast Food

Jan Kiecolt-Glaser, Leiter der Studie und Professor für Psychiatrie und Psychologie an der Ohio State University gibt zu bedenken:

"Unsere Studie führt zu dem Schluss, dass Stress über längere Zeit zu Gewichtszunahmen führen kann."

Kiecolt-Glasers Kollegin, die Ernährungswissenschaftlerin Martha Belury, ebenfalls Professorin an der OSU, rät:

"Im Leben lässt sich Stress nicht immer vermeiden. Aber eins können wir tun, und zwar immer gesunde Nahrung in unseren Kühlschränken und Schränken vorrätig haben, so dass wir bei Stress schnell etwas Gesundes essen können und nicht zu ungesundem Fastfood greifen müssen."

Zwar ändert sich natürlich auch dann der Stoffwechsel in Stresszeiten, doch nimmt man mit gesunden Snacks meist weniger Kalorien zu sich. Sie aktivieren überdies den Insulinspiegel nicht noch zusätzlich, führen meist zu einer Senkung der Blutfettwerte und helfen dem Organismus aufgrund ihrer Vitalstofffülle, besser mit Stress zurecht zu kommen, ja möglicherweise können gesunde Snacks die negativen Stressfolgen sogar zu einem Teil kompensieren, so dass sich auch eine stressbedingte Gewichtszunahme im Rahmen halten wird.

Rezepte für gesunde Snacks

Schnelle gesunde Mahlzeiten, die zum Teil auch schon am Wochenende vorbereitet werden können und dann im Kühlschrank auf Sie warten, finden Sie hier:

  1. Schnelle gesunde Rezepte

Liebe Leserinnen und Leser,
Hier haben Sie die Möglichkeit, bei unseren Artikeln einen Kommentar zu hinterlassen. Wir freuen uns über Lob, aber auch über konstruktive Kritik. Wenn Sie Kritik anbringen, geben Sie bitte auch die Quelle/Studie an, auf die Sie sich beziehen.
Lieben Dank, Ihre Redaktion vom Zentrum der Gesundheit

Quellen
  1. (1) Kiecolt-Glaser J, "Weighty Issue: Stress and High-Fat Meals Combine to Slow Metabolism in Women", Journal Biological Psychiatry, Juli 2014, (Stress und fettreiche Mahlzeiten führen zu einem langsamen Stoffwechsel bei Frauen)