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Coenzym Q10 bei Fibromyalgie und Rheuma

Coenzym Q10 wird immer wieder als ergänzende Maßnahme bei rheumatischen Krankheiten und bei Fibromyalgie untersucht. Gerade bei Fibromyalgie konnte der Stoff in Studien Schmerzen, Müdigkeit und den Schlaf verbessern.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
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Wie Coenzym Q10 bei Fibromyalgie und Rheuma helfen kann

Coenzym Q10 ist ein körpereigener Stoff, der in den Mitochondrien eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung spielt. Zudem wirkt die Substanz antioxidativ und entzündungshemmend. Aus diesem Grund könnte sie bei Fibromyalgie und rheumatischen Erkrankungen interessant sein.

Dabei existiert Coenzym Q10 in zwei Varianten, die der Körper ineinander umwandeln kann: Ubiquinon und Ubiquinol.

Fibromyalgie ist ein chronisches Beschwerdebild, das sich durch viele verschiedene Symptome äußern kann – z. B. Schmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme.

Forscher vermuten, dass oxidativer Stress, entzündliche Prozesse und eine gestörte Funktion der Mitochondrien dabei eine Rolle spielen könnten. Ähnliche Überlegungen gibt es auch für rheumatische Krankheiten wie die rheumatoide Arthritis.

Studie: Wie wird Coenzym Q10 eingenommen?

Aus diesem Grund prüften Wissenschaftler in einer Übersichtsarbeit von 2024, wie sich die Substanz bei rheumatischen Krankheiten und Fibromyalgie auswirkt (1).

Es flossen 20 Studien mit rund 480 Teilnehmern in die Analyse ein: 15 Studien zu Fibromyalgie, drei zu rheumatoider Arthritis und zwei zum Antiphospholipid-Syndrom (eine Autoimmunerkrankung mit erhöhter Neigung zu Thrombosen).

Die Einnahme unterschied sich je nach Krankheit deutlich. Bei rheumatoider Arthritis wurden in allen drei Studien 100 mg täglich über 8 Wochen eingenommen. Beim Antiphospholipid-Syndrom erhielten die Teilnehmer 200 mg täglich über 1 Monat.

Bei Fibromyalgie war die Spannweite deutlich höher. Hier reichten die Dosierungen von 100 bis 400 mg täglich – am häufigsten wurden jedoch 300 mg pro Tag eingenommen. Die Einnahmedauer lag bei 6 bis 12 Wochen.

Je nach Studie kam der Stoff auch in unterschiedlicher Form zum Einsatz – etwa als Ubiquinol (das als besser bioverfügbar als Ubiquinon gilt) oder in Kombinationspräparaten gemeinsam mit Magnesium und Tryptophan, Ginkgo biloba sowie zusätzlich zum Arzneistoff Pregabalin.

Positive Signale bei allen drei Krankheitsbildern

Bei Fibromyalgie konnte die Substanz in den meisten Studien die Schmerzen, Müdigkeit, Stimmung, den Schlaf und die Anzahl der druckempfindlichen Schmerzpunkte am Körper verbessern. In mehreren Arbeiten besserten sich zudem verschiedene Marker für oxidativen Stress.

Bei rheumatoider Arthritis zeigten sich Verbesserungen bei der Krankheitsaktivität, bei Entzündungsmarkern sowie teilweise bei Schmerzen sowie bei geschwollenen und druckempfindlichen Gelenken.

Beim Antiphospholipid-Syndrom verbesserten sich vor allem Labormarker: Der oxidative Stress in Immunzellen nahm ab und mehrere Marker für Entzündungen und Gerinnselbildung gingen zurück.

* Hier finden Sie Coenzym Q10 in Kapseln mit 200 mg pro Tagesdosis.

Fazit: Coenzym Q10 als Ergänzung bei Fibromyalgie und Rheuma

Die Substanz könnte für Personen interessant sein, die ihre bisherige Behandlung sinnvoll ergänzen möchten – vor allem dann, wenn Schmerzen, Erschöpfung und Schlafprobleme eine Rolle spielen.

Und auch bei rheumatoider Arthritis oder dem Antiphospholipid-Syndrom könnte sich der körpereigene Stoff günstig auswirken.

In unserem Hauptartikel Coenzym Q10 – Der gesundheitliche Nutzen finden Sie viele weitere Informationen dazu.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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