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Knochenschwund - Entzündungshemmende Ernährung schützt

Knochenschwund und damit die Anfälligkeit für Knochenbrüche betrifft besonders Frauen nach den Wechseljahren. Doch kann man hier vorbeugend sehr viel tun. Auch wenn schon ein Knochenschwund eingesetzt hat, helfen ganzheitliche Maßnahmen, wie z. B. eine bestimmte Ernährung, den Knochenschwund zu stoppen und das Risiko für Knochenbrüche zu reduzieren.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 12 April 2026
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Entzündungshemmende Ernährung senkt Osteoporose-Risiko

Die National Institutes of Health NIH (Gesundheitsbehörden der USA) schätzen, dass allein in den USA mehr als 53 Millionen Menschen an Osteoporose leiden (4) oder – aufgrund einer bereits vorhandenen geringen Knochendichte – kurz davor sind, eine solche zu entwickeln. In Deutschland sind es 8 Millionen Betroffene.

Gerade die Osteoporose ist eine der Hauptursachen für Knochenbrüche bei älteren Menschen. Die typischen Osteoporose-Knochenbrüche betreffen die Hüfte, das Handgelenk und die Wirbelsäule. Brüche der Hüfte sind dabei besonders schwerwiegend, da sie Krankenhausaufenthalte und Operationen erfordern (1).

Häufig heißt es, dass eine Osteoporose einfach altersbedingt und somit für entsprechend veranlagte Menschen unausweichlich sei. Inzwischen aber stimmen viele medizinische Experten darin überein, dass einem Knochenschwund eindeutig vorgebeugt werden kann.

Eine neue Studie der Ohio State University bestätigt dies, da die beteiligten Wissenschaftler rund um Dr. Tonya Orchard, Assistenzprofessorin für Humanernährung, einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Osteoporose-Risiko entdeckten.

Die Ergebnisse der Untersuchung wurden Ende Dezember 2016 im Journal of Bone and Mineral Density veröffentlicht.

Entzündungshemmende Ernährung bessert Knochendichte

Orchard und ihr Team analysierten für ihre Studie die Daten der Women's Health Initiative (WIH) Study und verglichen darin die Werte der entzündungsfördernden Nährstoffe in der Ernährung der Probanden mit der Knochendichte und dem Aufkommen von Knochenbrüchen.

Die WIH ist die größte Gesundheitsstudie mit postmenopausalen Frauen, die jemals in den USA durchgeführt wurde. Es handelt sich dabei um Daten aus den Jahren zwischen 1993 und 1998.

Die Forscher nutzten den sog. Entzündungsindex der Ernährung DII (Dietary Inflammatory Index) und schauten nach Zusammenhängen zum Knochenbruch-Risiko (2).

Zur Verfügung standen die Ernährungsdaten von über 160.000 Frauen im Alter von durchschnittlich 63 Jahren, die bis zum Start der Studie noch nie eine Hüftfraktur erlitten hatten. Von 10.290 dieser Frauen lagen außerdem die Knochendichtewerte vor. Beobachtet wurden die Frauen nun über einen Zeitraum von 6 Jahren. Andere mögliche Einflusse wie Alter, Nationalität, Hautfarbe etc. wurden bei der anschließenden Auswertung berücksichtigt.

Die Forscher stellten in der Gruppe der hellhäutigen Frauen fest, dass Brüche der Hüfte umso häufiger waren, je mehr entzündungsfördernde Bestandteile eine Ernährung enthielt. Das Knochenbruchrisiko stieg dann sogar um 50 Prozent. Frauen hingegen, die eine entzündungshemmende Ernährungsweise praktizierten, verloren sehr viel weniger Knochendichte während des 6-jährigen Beobachtungszeitraumes (3).

Die entzündungshemmende Ernährung zur Knochenschwund-Prävention

Dr. Orchard und Kollegen schlussfolgerten, dass die Ernährung offenbar eindeutig die Knochengesundheit beeinflusse und Frauen ihr Risiko für Knochenschwund mit einer gesunden Ernährung reduzieren könnten.

Dazu sei eine qualitativ hochwertige, entzündungshemmende Ernährung erforderlich. Entzündungshemmende Bestandteile sind insbesondere sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe, bestimmte Mineralien (z. B. Magnesium) sowie Omega-3-Fettsäuren.

* Letztere werden am besten mit Algenöl aufgenommen (Algenöl flüssig oder Algenöl in Kapseln).

Entzündungshemmende Lebensmittel

Essen Sie viele Früchte, Gemüse und Salate. Wählen Sie Vollkornprodukte statt Auszugsmehle und essen Sie reichlich Nüsse und Saaten sowie Hülsenfrüchte und Pseudogetreide (Quinoa, Buchweizen).

Entzündungsfördernde Lebensmittel

Fleisch, Wurst und Geflügel gelten als entzündungsfördernd. Auch pflanzliche Öle mit hohem Omega-6-Gehalt (Sonnenblumenöl, Distelöl, Traubenkernöl, Sojaöl etc.) sollten nur in geringen Mengen gegessen werden.

Zucker und zuckerhaltige Produkte, alkoholische Getränke und Getreideprodukte aus Auszugsmehlen sollten Sie ganz meiden.

Kochkurse: Entzündungshemmende Ernährung

Abgesehen vom weiter oben verlinkten entzündungshemmenden Ernährungsplan haben wir für Sie noch viele weitere Ernährungspläne mit entzündungshemmender Wirkung, z. B. unsere Ernährungspläne bei Bluthochdruck, Arthritis und Arthrose sowie unser Ernährungsplan zur Entgiftung.

An unserer online Kochschule finden Sie zudem Kochkurse zur entzündungshemmenden Ernährung, z. B. unseren * Rohkost-Kurs oder unseren * basischen Kochkurs.

Fazit: Knochen brauchen keine Milchprodukte

Knochen brauchen also Lebensmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Milchprodukte hingegen sind für gesunde Knochen und eine gute Knochendichte nicht erforderlich.

Weitere Informationen rund um die Knochendichte lesen Sie in unseren Artikeln So können Sie Ihre Knochendichte erhöhen und Osteoporose-Prävention - Ganzheitliche Maßnahmen. Beide finden Sie, wenn Sie auf unserer Seite nachsehen. Nutzen Sie die Suchfunktion.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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