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Rotlicht bei Rückenschmerzen

Die Rotlichttherapie kann bei chronischen Rückenschmerzen helfen. Besonders angenehm ist es, dass man die Rotlichttherapie problemlos bei sich zu Hause durchführen kann. Wichtig ist, dass es sich um Rotlicht bestimmter Wellenlängen sowie kombiniert mit Nahinfrarotlicht handelt, also nicht um die herkömmlichen Rotlicht-Wärmelampen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 02 Mai 2026
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Rotlichttherapie bei Schmerzen im Rücken

Wenn Sie regelmäßig unter Rückenschmerzen leiden, kennen Sie das Dilemma: Medikamente helfen oft nur vorübergehend und bringen überdies Nebenwirkungen mit sich. Eine sanfte, aber dennoch wirksame Lösung kann die Rotlichttherapie (RLT) bieten.

Lange galt sie als Wellness-, Anti-Aging- und Longevity-Maßnahme, wird in letzter Zeit aber immer häufiger in klinischen Studien bei konkreten Beschwerden untersucht.

Welches Rotlicht ist gemeint?

Gemeint ist mit Rotlicht nicht die klassische Rotlichtlampe, die vor allem Wärme erzeugt. Moderne Rotlichtsysteme arbeiten hingegen mit gezielten Wellenlängen im Bereich von 660 nm (sichtbares Rotlicht) und 850 nm (Nahinfrarotlicht). Sie können tief ins Gewebe eindringen, ohne die Haut stark zu erwärmen.

Diese Wellenlängen aktivieren den Zellstoffwechsel, fördern die Durchblutung, stoßen Heil- und Regenerationsprozesse an und lindern Schmerzen (1).

Wie Rotlichttherapie bei chronischen Rückenschmerzen hilft

Mehrere Studien untersuchten die Wirksamkeit von Rotlichttherapie (RLT oder auch Photobiomodulation genannt) bei Rückenschmerzen, insbesondere bei chronischen Schmerzen im unteren Rücken.

Weniger Rückenschmerzen, mehr Beweglichkeit

Eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie von 2020 mit 148 Patienten zeigte, dass eine LED-Phototherapie mit der Kombination aus 630 nm und 850 nm über 2 Wochen (3 Anwendungen pro Woche) die Beschwerden chronischer unspezifischer Rückenschmerzen signifikant lindern konnte (2).

Die Schmerzstärke nahm ab, während Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit zunahmen. Die guten Ergebnisse hielten dabei teilweise bis zu 6 Monate an. Zusätzlich beobachteten die Teilnehmer eine Abnahme von Ermüdungserscheinungen und ihrer ängstlichen Gedanken in Bezug auf die Schmerzen.

Gerade bei chronischen Rückenschmerzen (und auch bei anderen chronischen Schmerzen) ist es oft so, dass Betroffene immer ängstlicher werden. Aus Angst vor weiteren Schmerzen bewegen sie sich immer weniger. Bewegungsmangel oder auch eine bestimmte Schonhaltung aber können die Schmerzen noch weiter verstärken. Daher sind Therapien, die diese Ängste reduzieren, als sehr positiv zu werten.

Weniger Rückenschmerzen und Besserung von Depressionen.

Oft entwickeln sich aufgrund von chronischen Schmerzen auch depressive Symptome. In einer kleinen Fall-Kontroll-Studie von 2018 besserten sich dank der Lichttherapie (RLT) nicht nur die Rückenschmerzen, sondern auch die Depressionssymptome (3).

Für die Studie erhielten 5 Patienten zur Physiotherapie auch eine Rotlichttherapie, während 5 weitere Patienten nur eine Physiotherapie erhielten. Für die Lichttherapie wurden über 5 Wochen hinweg die Wellenlängen 660 nm und 850 nm eingesetzt.

Schmerzen und Funktionalität besserten sich in beiden Gruppen gleichermaßen, aber die Depressionssymptome reduzierten sich in der RLT-Gruppe deutlich besser als in der reinen Physio-Gruppe.

Besserung bei Bandscheibenvorfall und Ischiasschmerzen

Auch akute Schmerzen im Rücken, z. B. durch einen Bandscheibenvorfall können von der Rotlichttherapie profitieren. An einer Studie von 2016 nahmen 60 Patienten mit diagnostiziertem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule teil. Sie litten an Rückenschmerzen und ausstrahlenden Schmerzen ins Bein (klassischer Ischiasverlauf).

Alle erhielten ein Übungsprogramm, aber nur ein Teil der Patienten erhielt zusätzlich eine Lichttherapie (unter anderem mit 850 nm LEDs).

In der Lichttherapie-Gruppe erlebten die Patienten deutlich stärkere Verbesserungen in Schmerzintensität und Beweglichkeit als die Gruppe, die nur die Übungen machte. Besonders in den ersten beiden Wochen war der Unterschied signifikant (4).

Warum hilft Rotlicht bei Rückenschmerzen?

Die bei der Rotlichttherapie eingesetzten Wellenlängen von 660 nm und 850 nm können Entzündungsbotenstoffe reduzieren, bei Nerven- und Muskelschmerzen schmerzlindernd wirken und die Gewebereparatur fördern (5).

Das Licht wird überdies in den Mitochondrien (unseren Zellkraftwerken) absorbiert, wodurch mehr Energie in den Zellen gebildet wird. Dies wiederum setzt Stickstoffmonoxid (NO) frei, was zur Gefäßerweiterung und zu einer besseren Durchblutung führt.

Infolgedessen werden Muskulatur und Nerven entlastet und verspannte Rückenmuskeln können sich entspannen, während entzündliche Prozesse in den Nervenwurzeln und dem umliegenden Gewebe gehemmt werden.

Zusätzlich geht man davon aus, dass die Lichttherapie nicht nur über die Haut auf das darunterliegende Gewebe wirkt, sondern auch Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem haben kann. Denn wie oben beschrieben führt die Therapie ja auch zu einer Besserung bei depressiven Verstimmungen.

Welches Gerät eignet sich für den Rücken?

Viele der in Studien eingesetzten Rotlichtgeräte sind Geräte, die es nur für wissenschaftliche Zwecke, aber nicht im herkömmlichen Handel gibt. Das von uns empfohlene heilys® FlexiPad bietet jedoch eine gute Alternative:

* Hier erhalten Sie das mobile Lichtpad für die entsprechenden Rotlicht-Anwendungen an Rücken und Unterleib/Bauch.

Bei diesem Gerät werden genau jene Wellenlängen (660 nm und 850 nm) eingesetzt, die in klinischen Studien als wirksam und hilfreich beschrieben wurden. Das Pad bietet eine ausreichend hohe Bestrahlungsstärke und man kann es für großflächige, flexible Anwendungen nutzen.

Es ist optimal für den Einsatz am unteren Rücken oder auch für Unterleibsbeschwerden oder Beschwerden im Bauchbereich geeignet und kann – ohne medizinische Kenntnisse – problemlos zu Hause für die Rotlichttherapie verwendet werden.

* Hier erhalten Sie auch andere Geräte für die Rotlichttherapie – ob für die Augen, die Schilddrüse, die Haut oder den ganzen Körper.

Wie oft und wie lange setzt man die RLT ein?

Starten Sie zur Therapie von Rückenschmerzen in der ersten Woche mit einer jeweils kurzen Anwendung, um die Verträglichkeit zu testen, z. B. 5-10 Minuten.

Bei guter Verträglichkeit beträgt die normale Anwendungsdauer 15-20 Minuten pro Sitzung. Achten Sie jedoch immer auch auf die Anwendungsempfehlung des jeweiligen Herstellers!

Je nach Beschwerdebild und ob akut oder chronisch, könnte man folgendermaßen vorgehen:

Akute Beschwerden

Bei Muskelverspannungen und akuten Rückenschmerzen: 1- bis 2-mal täglich für jeweils 15–20 Minuten, z. B. morgens und abends.

Chronische Beschwerden

Bei chronischen Rückenschmerzen: mindestens 3- bis 5-mal pro Woche oder auch täglich – über 3 bis 4 Wochen hinweg.

Dann pausieren und beobachten, wie sich die Schmerzen entwickeln. Nach einer Pause von 1 bis 2 Wochen erneut eine intensive Kur durchführen oder auch dauerhaft 3- bis 5-mal wöchentlich – so, wie es sich gut anfühlt.

Wichtig ist eine intensive Anfangsphase (z. B. 4 Wochen täglich), anschließend nach Bedarf oder kurweise.

Fazit: Rotlicht als sanfte Alternative bei Rückenschmerzen

Die Rotlichttherapie ist eine nicht-invasive Maßnahme, die allein oder begleitend zu anderen Therapiemethoden eingesetzt werden kann. Sie erfordert keine Vorkenntnisse oder besondere Voraussetzungen und kann von jedem durchgeführt werden.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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