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Rotes Fleisch erhöht das Krebsrisiko

Rotes Fleisch erhöht das Krebsrisiko

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(Zentrum der Gesundheit) – Der regelmässige Verzehr von rotem Fleisch, und hierzu zählt natürlich auch die daraus hergestellte Wurst, steht schon lange in Verdacht, das Krebsrisiko generell zu erhöhen. Vor allem an der Entstehung von Magenkrebs soll das rote Fleisch beteiligt sein. Hierfür wird das Hämeisen, das dem Fleisch seine rote Farbe verleiht, verantwortlich gemacht. Ist der Hämeisen-Anteil im Körper aufgrund regelmässig verzehrter roter Fleisch- und Wurstwaren zu hoch, kann dieses Eisen gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Hämeisen hat eine zellschädigende Wirkung

Hämeisen hat die Eigenschaft, Entzündungsprozesse im Körper auszulösen sowie bestehende Entzündungen immer wieder neu zu entfachen. Gelingt es dem Körper nicht, diese Prozesse einzudämmen, können sich chronische Erkrankungen bis hin zum Krebs entwickeln.

Hämeisen fördert Darmkrebs

Das Hämeisen hat noch eine weitere gefährliche Eigenschaft, denn es fördert im Darm die Bildung von speziellen Eiweissverbindungen (N-Nitroso-Verbindungen). Diese bilden freie Radikale, die zellschädigend sind und selbst vor der DNA (chemischer Aufbau der Erbinformation) im innersten der Zelle nicht halt machen. Sie stärken das Zellwachstum von Tumoren und haben daher eine kanzerogene Wirkung.1

Magenkrebsrisiko steigt durch rotes Fleisch

Im Rahmen der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC)-Studie wurde der Zusammenhang zwischen Hämeisen aus rotem und verarbeitetem Fleisch und einem erhöhten Magenkrebsrisiko untersucht. Eine vorherige Studie zeigte bereits, dass rotes und verarbeitetes Fleisch das Magenkrebsrisiko erhöhen kann. Die weiteren Untersuchungen2 ergaben schliesslich, dass eine Verbindung zwischen dem Hämeisen-Verzehr und dem Magenkrebsrisiko besteht.

Nieren- und Blasenkrebs durch Fleischverzehr

Die Weiterverarbeitung des Fleisches kann zusätzlich ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Vielen verarbeiteten Fleischwaren wie Schinken, Schinkenspeck, Salami, Bratwurst, Hot Dogs etc. werden Nitrate, Nitrite und andere Konservierungsmittel zur Haltbarmachung hinzugefügt.

Nitrate und Nitrite in der Nahrung stehen jedoch unter dringendem Verdacht krebserzeugend zu sein, da sie im Körper zu N-Nitroso-Verbindungen umgewandelt werden.

Dies wurde beispielsweise in der Studie von Dellavalle et al., (2013)3 gezeigt. Die Wissenschaftler stellten ein erhöhrtes Nierenkrebsrisiko durch den Verzehr von Nitrat und Nitrit aus Fleisch fest. Auch durch, Pökeln, Räuchern oder Grillen können die gefährlichen Nitrosamine entstehen.

Ferrucci et al., (2010)4 fanden in ihrer Studie nicht nur heraus, dass Nitrat und Nitrit aus verarbeitetem Fleisch krebserregen sind, sondern auch, dass es offenbar einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und einem erhöhten Blasenkrebsrisiko gibt.

Früher Tod durch verarbeitetes Fleisch

Eine weitere Studie aus Zürich5 zeigte, dass bereits der Verzehr einer Wurst pro Tag das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Krebs und andere Krankheiten enorm erhöht. Die Studie konnte belegen, dass durch den Verzehr von verarbeitetem Fleisch das Risiko eines frühen Todes durch die genannten Erkrankungen deutlich steigt.

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Speiseröhrenkrebs - erhöhtes Risiko durch rotes Fleisch

Eine spanische Langzeitstudie6 an der etwa 480.000 Probanden teilnahmen, untersuchte den Zusammenhang zwischen rotem Fleisch sowie daraus verarbeiteter Produkte und der Entstehung von Speiseröhrenkrebs. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass rotes Fleisch und verarbeitetes Fleisch das Risiko, einen Speiseröhrenkrebs zu entwickeln, eindeutig erhöht.

Langzeitstudie zu Gebärmutterschleimhautkrebs durch Fleischgenuss

Etwa 60.000 Frauen nahmen an einer gross angelegten Langzeitstudie7(von 1987 bis 2008) teil, die sich auf den Zusammenhang zwischen einem regelmässigen Fleischgenuss und der Entstehung von Gebärmutterkrebs sowie dessen Auswirkung auf die allgemeine Gesundheit konzentrierte. Die Probandinnen mussten sich vor Beginn der Studie einer eingehenden Untersuchung unterziehen.

Danach bekamen sie vierteljährlich Fragebögen zugesandt, in denen sie die Art und Menge des verzehrten Fleisches angeben (Geflügel, rotes Fleisch, Fisch, verarbeitete Fleischprodukte) sowie über ihren aktuellen Gesundheitszustand genaue Auskünfte erteilen mussten.

Die Auswertung sämtlicher Daten ergab, dass das Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken, bei jenen Teilnehmerinnen um bis zu 30 Prozent erhöht war, die das meiste Hämeisen über ihre Nahrung aufgenommen hatten.

Der statistische Vergleich bestimmter Fleischarten (beispielsweise Hühnchen vs. Rindfleisch) ergab schliesslich, dass der Verzehr von Leber das höchste Erkrankungsrisiko nach sich zog, denn die Leber enthält besonders viel Hämeisen.

Die Studie zeigte ausserdem, dass über die gesamten 21 Jahre hinweg eine steigende Eisenaufnahme (Hämeisen) parallel dazu auch die Anzahl der an Gebärmutterkrebs erkrankten Frauen erhöhte. Darüber hinaus liess die Auswertung der Daten den Schluss zu, dass Frauen mit einem hohen BMI-Wert, in Verbindung mit einem erhöhten Fleischkonsum, einem noch grösseren Risiko ausgesetzt waren, an Gebärmutterkrebs zu erkranken.

Fazit

Es gibt somit ausreichend überzeugende Argumente dafür, den Fleischkonsum grundsätzlich sehr einzuschränken. Dass ein regelmässiger Verzehr grösserer Mengen an rotem und verarbeitetem Fleisch das Risiko, generell an Krebs zu erkranken deutlich erhöht, scheint mittlerweile ausser Frage zu stehen.

Natürlich ist es nicht so, dass ein hin und wieder verzehrtes Stück rotes Fleisch oder eine daraus hergestellte Wurst gleich ein Krebsgeschehen im Körper auslöst. Hier macht es aber die Menge des Fleischverzehrs, denn es gilt als bewiesen, dass das Risiko, an Krebs zu erkranken, mit zunehmendem Fleisch- und Wurstkonsum erheblich steigt.

Wer dennoch nicht auf Fleisch verzichten möchte sollte zumindest einige der folgenden gesundheitsfördernden Massnahmen umsetzen:

  • Ernähren Sie sich überwiegend von pflanzlichen Lebensmitteln. Reduzieren Sie den Fleischkonsum auf ein Minimum.
  • Essen Sie möglichst oft frische Salate und Gemüse, damit Ihr Körper aufgrund der darin enthaltenen Nähr- und Vitalstoffe genügend Abwehrkräfte entwickeln kann.
  • Bevorzugen Sie Bio-Ware damit die Spritzmittel auf konventioneller Ware Ihren Körper nicht noch zusätzlich belasten.
  • Ihre Ernährung sollte ballaststoffreich aber dennoch leicht verdaulich sein. Bevorzugen Sie daher leicht verdauliche Getreidearten wie Naturreis, Hirse oder Hafer.
  • Bereiten Sie Ihre Mahlzeiten schonend zu, damit die zugeführten Nährstoffe ihre Qualität erhalten und möglichst viele Vitalstoffe Ihrer Gesundheit dienlich sein können.
  • Verwenden Sie zur Nahrungsergänzung ein hochwertgies Antioxidans. So können Sie Ihren Körper beim Kampf gegen die gefährlichen freien Radikale effektiv unterstützen.

Weitere Informationen zum Thema Ernährung als Krebs-Prophylaxe finden Sie unter folgendem Link: Ernährung gegen Krebs

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Quellen:



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