Tipps zur Prävention von Schlaganfällen

„Schlaganfälle sind keine Seltenheit, aber auch nicht unvermeidbar“, beginnt ein Artikel bei MedicalNewsToday, in dem Dr. Gary Bernardini vom New York-Presbyterian Queens Hospital Tipps zur Prävention von Schlaganfällen gibt.(2)

Schlaganfälle zählen zu den Top 5 der häufigsten Todesursachen und sind gar die häufigste Ursache für Dauerinvalidität, so Bernardini.

1. Blutdruck senken

Will man einen Schlaganfall verhindern, dann sollte man zunächst beim Blutdruck ansetzen und diesen – sollte er zu hoch sein – senken. Denn ein zu hoher Blutdruck gilt als der grösste Risikofaktor für Schlaganfälle.

Sie können Ihren Blutdruck mit diesen Massnahmen meist ganz ohne Medikamente senken. Sie sind also kein Opfer, sondern können selbst tüchtig am Rad des Schicksals drehen.

Schon allein der Glaube, sich nach einem überlebten Schlaganfall selbst gegen einen weiteren Schlaganfall schützen zu können, führt dazu, dass der systolische Blutdruck im Schnitt um die 6 mmHg niedriger ist als bei Menschen, die fürchten, einen weiteren Schlaganfall zu bekommen, so eine Studie(3), die bei der Stroke Association's International Stroke Conference 2019 vorgestellt wurde.

2. Übergewicht reduzieren und gesund essen

Wenn Sie übergewichtig sind, dann sorgen Sie dafür, dass Sie langsam aber sicher Ihr Normalgewicht erreichen können. Dazu ist eine gesunde Ernährung unerlässlich, die gleichzeitig den Blutdruck positiv beeinflusst.

Eine solche Ernährung sollte vitalstoffreich (Obst und Gemüse), vollwertig, pflanzenbasiert und salzarm sein (austesten, ob man zu den salzempfindlichen Personen gehört, bei denen der Blutdruck bei salzreicher Ernährung steigt bzw. bei salzarmer Ernährung sinkt).

  • Lesen Sie hier, wie Sie auf gesunde Weise Ihr Normalgewicht erreichen können: Tipps zum gesunden Abnehmen (Selbstverständlich unterstützt auch oben genannter Ernährungsplan das Abnehmen).

3. Bewegung

Regelmässige Bewegung ist ein unabhängiger Faktor, der das Schlaganfallrisiko reduziert, was bedeutet, dass regelmässige Bewegung auch dann das Schlaganfallrisiko reduziert, wenn man die anderen Tipps nicht umsetzt. Dr. Bernardini rät zu mindestens fünfmal wöchentlich Sport von moderater Intensität.

  • Eine einfache Methode, jederzeit für mehr Bewegung zu sorgen, ist das Mini-Trampolin, das überall Platz hat und einen sehr guten Trainingseffekt hat, ohne dabei die Gelenke zu belasten: Trainieren auf dem Trampolin

4. Wenig oder besser keinen Alkohol

Mehr als ein bis zwei Drinks pro Tag erhöhen nachweislich das Schlaganfallrisiko, so dass man Alkohol besser gar nicht trinkt.

5. Nicht rauchen

Wenn Sie rauchen, dann hören Sie damit auf! Raucher sind etwa viermal häufiger von Schlaganfällen betroffen als Nichtraucher – so die WHO. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie es allein nicht schaffen sollten und fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Massnahmen zur Rauchentwöhnung übernommen werden.

6. Lassen Sie sich regelmässig durchchecken!

Wenn Sie regelmässig Ihren Blutdruck, Ihren Cholesterinspiegel und Ihre Blutzuckerwerte überprüfen lassen, sehen Sie, wie Ihre naturheilkundlichen Massnahmen anschlagen.

Sie können sodann entscheiden, ob Sie eventuell noch mehr für Ihre Gesundheit tun müssen oder aber – wenn Ihre Werte immer besser werden – mit Ihrem Arzt gemeinsam über eine Reduzierung Ihrer Medikamentendosen sprechen, falls Sie bereits Medikamente einnehmen mussten.

7. Kümmern Sie sich um Ihre Vitalstoffversorgung!

Zusätzlich zu den oben genannten Punkten empfehlen wir unbedingt die Optimierung der Vitalstoffversorgung, damit mögliche Vitamin- oder Mineralstoffmängel aufgedeckt und behoben werden können, da Mängel zu kranken Blutgefässen und Bluthochdruck beitragen können und so das Schlaganfallrisiko erhöhen.

In einer Studie(1) von 2017 zeigte sich beispielsweise, dass das Risiko für einen Schlaganfall steigt, wenn man an einem Vitamin-D-Mangel leidet und dass die Prognose nach einem Schlaganfall deutlich besser ist, wenn die Patienten Vitamin D einnehmen.

8. Meiden Sie Lightgetränke

Lightgetränke können das Risiko für Gefässerkrankungen und Schlaganfälle erhöhen, wie man schon seit mindestens 2011 weiss. Wir stellten die entsprechende Studie schon hier vor:

Trinken Sie besser Mineralwasser, z. B. mit einem Schuss frisch gepressten Zitronensaft, selbst gemachte Eistees oder selbst gemachte Vitaminwässer.

Was sind die Symptome eines Schlaganfalles?

Wichtig ist überdies, die Symptome eines Schlaganfalles zu kennen, um keine Zeit zu verlieren (sollte es tatsächlich einmal so weit kommen) und sofort einen Notarzt zu rufen oder sich in die Klinik fahren zu lassen. Denn je länger man wartet, umso schlechter sind die Aussichten auf Genesung.

Die Hauptsymptome eines Schlaganfalles sind Probleme mit dem Sprechen, einseitige Lähmungen, Schwindel, Kopfschmerzen und auch einseitige Sehstörungen.

Wie testet man, ob eine Person einen Schlaganfall hat?

Mit dem sog. FAST-Test kann man überprüfen, ob jemand einen Schlaganfall hat: FAST ist eine Abkürzung aus dem Englischen und steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

  • Face: Bitten Sie die betreffende Person zu lächeln. Bei einem Schlaganfall ist dies oft nur einseitig möglich, was auf eine halbseitige Lähmung hindeutet.
  • Arms: Bitten Sie die betreffende Person, die Arme nach oben zu strecken. Bei einem Schlaganfall mit Lähmung können nicht beide Arme nach oben gestreckt werden.
  • Speech: Bitten Sie die betreffende Person, einen einfachen Satz zu sagen, den Sie vorsprechen. Hier zeigen sich Sprachstörungen, wenn ein Schlaganfall vorliegt.
  • Time: Der Betriff Time deutet darauf hin, sofort den Notarzt anzurufen (in Europa 112), wenn die ersten drei Symptome zutreffen.

Einen Schlaganfall verhindern

Wenn Sie die obigen Massnahmen konsequent in Ihr Leben einpassen, dann werden Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall verhindern können. Denken Sie dabei nicht, Sie müssten auf irgendetwas verzichten (ausser auf einen Schlaganfall). Ein gesunder Lebensstil ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn!

Nur wenn Sie im alten Fahrwasser bleiben, müssen Sie verzichten – nämlich auf Ihre Gesundheit! Geniessen Sie es daher, wie es Ihnen mit Ihrer neuen Ernährung, Ihren neuen sportlichen Angewohnheiten und vielen anderen gesunden Dingen mit jedem Tag ein bisschen besser geht!

Quellen

  • (1)Shuba Narasimhan, Prakash Balasubramanian, Role of Vitamin D in the Outcome of Ischemic Stroke- A Randomized Controlled Trial, J Clin Diagn Res. 2017 Feb; 11(2): CC06–CC10.
  • (2)New York-Presbyterian Queens, Stroke Awareness Month: Tips to Help Prevent and Respond to a Stroke, Mai 2019
  • (3)American Stroke Association News Brief - Poster WP521, Session P16, Stroke survivors' beliefs seem to reduce blood pressure, Januar 2019

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