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Ältere Menschen brauchen mehr Vitamine

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 05.10.2018
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Ältere Menschen brauchen mehr Vitamine
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Ältere Menschen sind eher von einem Vitalstoffmangel bedroht als jüngere – so eine Studie vom September 2016. Vitalstoffmängel aber erhöhen die Gefahr, an altersbedingten Beschwerden zu erkranken. Gleichzeitig erhöhen bestehende chronische Beschwerden den Vitalstoffbedarf. Im Alter ist es daher besonders wichtig, sich gesund und vitalstoffreich zu ernähren. Ein hoher Obst- und Gemüsekonsum kann – in Kombination mit ausgesuchten Nahrungsergänzungen – ältere Menschen vor einem entsprechenden Mangel schützen oder bestehende Mängel beheben und so Krankheiten vorbeugen.

Risiko für Vitaminmangel steigt mit dem Alter

Bei älteren Menschen ist die Vitalstoffversorgung oft grenzwertig. Die Hauptgründe sind einerseits eine vitalstoffarme Ernährung und andererseits häufige Magen-Darm-Störungen, die eine Resorption der Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Spurenelemente) erschweren. Auch manche Medikamente können zu einem Vitalstoffmangel führen – und oft sind es gerade jene Arzneimittel, die insbesondere von älteren Menschen eingenommen werden.

So kann beispielsweise Metformin – das bekannte Diabetesmittel – zu einem Vitamin-B12-Mangel- und Folsäuremangel führen. Auch das Rheumamittel Methotrexat kann einen Folsäuremangel mit sich bringen. Säureblocker einen Vitamin-B12-Mangel – und Diuretika (Wassertabletten) können einen Mangel an sämtlichen wasserlöslichen Vitaminen nach sich ziehen.

Studie: Ältere Menschen haben öfter Vitaminmängel

Es ist also kein Wunder, wenn ältere Menschen häufig an einem Vitaminmangel leiden. Die Fachzeitschrift Nutrients veröffentlichte zu diesem Thema im September 2016 die Ergebnisse einer europaweit durchgeführten Studie. Wissenschaftler rund um Wolfgang Stuetz von der Universität Hohenheim untersuchten das Blut von über 2.000 Probanden auf den Vitalstoffgehalt hin. Die Teilnehmer stammten aus sechs verschiedenen europäischen Ländern und waren zwischen 35 und 74 Jahre alt.

Leider beschränkten sich die Forscher auf die fettlöslichen Vitamine und Antioxidantien, während die Spiegel der wasserlöslichen (wie Folsäure und B-Vitamine) nicht untersucht wurden. Bei der Analyse der Blutwerte wurden Faktoren wie Landeszugehörigkeit, Jahreszeit, Cholesterinspiegel, Geschlecht, Raucherstatus, Körpermasse und Ernährungsgewohnheiten berücksichtigt. Unabhängig von diesen Faktoren konnte festgestellt werden, dass das Alter den Vitalstoffspiegel eindeutig beeinflusst und der menschliche Organismus mit zunehmendem Alter schlechter Vitalstoffe aufnimmt.

Mangel an Carotinoiden ist bei älteren Menschen weit verbreitet

In der Hohenheimer Studie zeigte sich sodann, dass ältere Menschen insbesondere an einem Alpha-Carotin- und Lycopinmangel litten.

Beide Vitalstoffe gehören zu den Carotinoiden, einer Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, die hauptsächlich in roten, orangefarbenen, gelben sowie grünen Gemüse- und Obstarten vorkommen. Carotinoide sind Antioxidantien, das heisst, sie schützen die Zellen vor freien Radikalen und reduzieren oxidativen Stress. Zudem haben sie eine krebsvorbeugende Wirkung und schützen die Haut vor UV-Strahlung.

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Alpha-Carotin in Lebensmitteln

Der Pflanzenfarbstoff Carotin besteht stets aus einer Mischung aus Alpha-Carotin, Beta-Carotin und Gamma-Carotin. Genau wie das Beta-Carotin, so schützt auch das Alpha-Carotin vor Krebs und Herzkrankheiten und gilt als Stoff mit lebensverlängernder Wirkung. Aus Alpha-Carotin kann der Organismus das Vitamin A herstellen. Dieses wiederum ist für seine heilende und schützende Wirkung auf die Augen und die Schleimhäute bekannt.

Alpha-Carotin kommt in grossen Mengen in grünen, gelben und orangeroten Gemüse- und Fruchtsorten vor, z. B. in den folgenden:

Lycopin in Lebensmitteln

Der Pflanzenfarbstoff Lycopin ist hingegen massgeblich für die rote Farbe in der Tomate verantwortlich. Reife Tomaten sind somit auch die Spitzenreiter aller Lycopin-Quellen und sollten regelmässig auf dem Speiseplan stehen. Weitere lycopinhaltige Lebensmittel sind rosa Grapefruits, Wassermelonen und Papayas.

Rezepte mit Carotin und Lycopin

Viele unserer Rezepte versorgen mit grossen Mengen Carotinoiden. Oft leiden ältere Menschen auch unter Zahnproblemen, so dass man in diesem Fall wunderbar auf Smoothies, Shakes, Chiapuddings oder Suppen zurückgreifen kann. Hier eine kleine Auswahl:

Leckere Tomaten-Rezepte mit viel Lycopin finden Sie hier: Lycopinreiche Tomaten-Rezepte

Quelle:

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Anonym schrieb am 30.09.2017

Hallo, mein Name ist Meike und ich lebe in Dresden. Ich möchte meinen Nährstoffstatus im Körper einmal überprüfen lassen, aber weiß nicht recht, welche Methode dafür sinnvoll ist. Haben Sie eine Rat für mich? Es sollte bezahlbar sein, was es bei meinem Hausarzt nicht ist. Er lässt jeden Stoff/vitamine/Mineralien im Serum bestimmen. Ich brauche einfach mal einen zuverlässigen Check Up, was Vitamine und Mineralstoffversorgung in meinem Körper angeht. Vielleicht können Sie mir ja einen Tip geben, ich orientiere mich seit Jahren auf Ihrer Seite, da ich ihren Informationen vertraue und ihre Produkte gut finde. Lieben Gruß

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Das Thema ist leider zu umfangreich, um es in wenigen Sätzen zu beschreiben. Wir haben aber bereits einen entsprechenden Infotext dazu in Arbeit, der vermutlich im November online gehen wird.

Ideal wäre es, wenn Sie in Ihrer Nähe einen Arzt mit orthomolekularmedizinischer Zusatzausbildung finden würden. Dieser kann Sie umfassend zum Vitalstoff-Check beraten.

Auch über das Labor von ganzimmun bzw. medivere diagnostics erhalten Sie Informationen zu Therapeuten, bei denen Sie sich Blut abnehmen lassen können und die dann die Probe an das Labor weiterleiten. Es werden ausserdem immer nur jene Werte gemessen, die Sie wünschen bzw. die erforderlich sind. Da jeder Wert einzeln berechnet wird, ist das natürlich immer eine Kostenfrage. Auch Test-Pakete gibt es, z. B. die wichtigsten Mineralstoffe zzgl. kl. Blutbild oder das Stressprofil. Vitamine werden meist einzeln erfasst und kosten pro Vitamin zwischen 20 und 40 Euro.

Manche Werte kann man inzwischen auch zu Hause testen.

Wenn Sie an Symptomen leiden, die auch auf einen Vitalstoffmangel hinweisen könnten, dann lässt sich evtl. so mancher Wert auch über die Krankenkasse abrechnen.

Von sog. Scan-Geräten, die ohne Probeentnahme den Vitalstoffstatus überprüfen und für z. B. 40 Euro einen Rundumcheck bieten, raten wir eher ab, da diese Geräte bislang nicht anerkannt sind.

Alles Gute!

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit