Selbstheilung

PCOS: Wie gesunde Ernährung half (Ein Erfahrungsbericht)

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 12.12.2018
  • 3 Kommentare
PCOS: Wie gesunde Ernährung half (Ein Erfahrungsbericht)
© istockphoto.com/skynesher

Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine Hormonstörung bei Frauen und belastet das Wohlbefinden enorm. Die betroffenen Frauen leiden an Übergewicht, Haut- und Haarproblemen, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit und vielem mehr. Die Schulmedizin hat als Lösung meist nur Hormonpräparate parat. Diese können zwar manche Symptome beheben, heilen aber können sie auf Dauer nicht und bringen überdies häufig Nebenwirkungen mit sich. Wie eine ganzheitliche Vorgehensweise selbst eine Hormonstörung wie das PCOS bessern kann, schrieb uns unsere Leserin Lea (vollständiger Name ist der Redaktion bekannt).

Inhaltsverzeichnis

Inositol

Seit 10 Jahren PCOS

Liebes Team von Zentrum der Gesundheit! Ich möchte meine Erfahrungen bzgl. Ernährungsumstellung und PCOS mit Ihnen teilen. Seit ich 13 bin, leide ich an PCOS, hatte so gut wie nie meine Periode. Dazu kamen viele andere Erkrankungen: Ständig litt ich an Durchfall, ausserdem seit der Pubertät an einer leichten Form von Epilepsie, an Cellulite, trockenem Haar, Gelenkproblemen - ich hatte so viele gesundheitliche Probleme, dass ich mir vorkam wie eine genetische Fehlkonstruktion.

Ich war total unsportlich und ständig unzufrieden und unglücklich. Dazu kam natürlich Übergewicht. Ich ass bei jedem Essen zu viel, vor allem bei ungesundem Essen - ich liebte Käse und Butter, ausserdem alles das mit (Weizen)mehl zu tun hatte. Und natürlich Zucker - am liebsten in Kombination mit Weizenmehl in einem saftigen Kuchen...

Während andere ein Brötchen, ein Stück Kuchen oder einen Teller Nudeln assen, ass ich stets drei. Nach jedem Essen hatte ich Magenschmerzen, konnte aber nicht vorher aufhören, weil ich so im "Fressrausch" war. Ein paar Stunden später sass ich oft mit Durchfall auf der Toilette und verfluchte mein Leben.

Kein Arzt klärt über die wirklichen Zusammenhänge auf

All die Krankheiten brachte weder ich, noch IRGENDEIN Arzt je in Verbindung mit meiner ungesunden Ernährung. Und ich war bei vielen Ärzten, das können Sie mir glauben. Damals war ich leider noch zu "arzthörig", um das Urteil der Ärzte zu hinterfragen.

Mit der Zeit wurde das zum Glück anders – ich beschäftigte mich, auch aufgrund meiner starken Hypochondrie und ständig wechselnden Gesundheitsbeschwerden, immer mehr mit Ernährung. Erst beschloss ich aus ethischen Gründen, Veganerin zu werden, dann las ich, wie gesund die vegane Ernährung gleichzeitig ist.

Von diesem Zeitpunkt an kam eine Lawine ins Rollen - meine Familie und ich beschäftigen uns seitdem immer mehr mit Ernährung, lernen immer mehr beim gesunden Kochen dazu. Vor 28 Tagen beschloss ich, endlich gegen mein PCOS anzukämpfen, denn mein letzter Eisprung war Anfang Juli - ich bin jetzt 22 und habe langsam Angst, unfruchtbar zu werden. Also recherchierte ich nochmals ausführlich im Internet - natürlich auch wieder auf Ihrer Homepage (ich liebe Ihre Homepage und bin hier Dauergast!).

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

Unglaubliche Ergebnisse nach Ernährungsumstellung

Ich beschloss, nicht nur Milchprodukte und Fleisch, sondern auch alles mit Weizen bzw. Gluten und Fertigprodukte von meinem Speiseplan zu streichen. Die Ergebnisse dieser Ernährungsumstellung sind unglaublich. Innerhalb einer Woche stabilisierte sich meine Verdauung enorm. Die ständigen Durchfallattacken sind passé, ich kann mich nun auf meine Verdauung verlassen und muss nicht mehr ständig Angst haben, aufs Klo rennen zu müssen.

Ausserdem geht es mir psychisch viel besser. Ich hatte oft mit starken Depressionen und Angstattacken zu tun, aber in letzter Zeit bin ich oft viel glücklicher und optimistischer als je zuvor. Meine Angstattacken sind weniger geworden, ich bin allgemein gelassener und motivierter, meine Probleme anzupacken. Ich hätte das niemals mit Ernährung in Verbindung gebracht!

Zudem bemerke ich andere Veränderungen, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte - im Umgang mit anderen Menschen bin ich gelassener und selbstbewusster, morgens bin ich viel früher wach und fit, ich habe den ganzen Tag über viel mehr Durst als früher (habe nie viel getrunken, nicht mal einen Liter am Tag, hatte einfach nie Durst!).

Meine Haare fühlen sich weich an - zum ersten Mal in meinem Leben. Ich hatte immer sehr strohiges, brüchiges, unschönes Haar, aber jetzt fahre ich gerne mit der Hand durch meine Haare. Niemals hätte ich gedacht, dass auch das mit Ernährung so unmittelbar zusammenhängt. Auch mein Übergewicht hat sich schon deutlich reduziert, ohne dass ich hungere.

Nach 30 Tagen Clean Eating wieder ein Eisprung

Und nun zum grössten Erfolg: Nach nicht mal 30 Tagen Clean Eating habe ich nun endlich wieder einen Eisprung gehabt! Der letzte Eisprung war, wie gesagt, Anfang Juli, und auch davor durfte ich wenn überhaupt alle paar Monate mit einer Blutung rechnen. Ich freue mich so unglaublich darüber, gleichzeitig finde ich es unfassbar und schockierend, was für eine grosse Rolle die richtige Ernährung bei PCOS (und all den anderen Krankheiten) spielt.

Schockierend deswegen, weil die meisten Menschen und vor allem Ärzte!!! überhaupt NICHTS davon wissen. Schlimmer noch, die vegane Ernährung wird sogar von vielen als ungesund bezeichnet! Die Gesellschaft sollte erfahren, dass sie sich krank essen - und nicht einfach krank sind! Und was noch wichtiger ist: Dass man sich gesund essen kann!

Ich bin so gespannt, ob meine Ernährungsumstellung zu einem anhaltenden Erfolg führen wird. Aber ich bin sehr optimistisch. Und nun hoffe ich, dass meine Geschichte Sie in dem bestärkt, was Sie tun und schreiben! Machen Sie bitte weiter so - für mich hat die Ernährungsumstellung mein Leben verändert! Und das verdanke ich auch Ihnen und Ihren tollen, aufrüttelnden Artikeln! Dafür möchte ich Ihnen tausendmal von Herzen danken!!!!!

Jetzt habe ich die Kraft, mich dem ungesunden Essen zu widersetzen

Durch Ihre Artikel ist mir so vieles bewusst geworden, so vieles hat plötzlich Sinn ergeben - zum Beispiel, warum ich so süchtig nach Gluten und Kasein war - warum es mir so schwer fiel (und fällt); auf ein morgendliches Käsebrötchen zu verzichten. Ich habe das nie hinterfragt, aber jetzt erscheint es mir ganz klar und logisch zu sein. Durch dieses Wissen habe ich die Kraft, mich dem ungesunden Essen zu widersetzen und weiterhin neue, gesunde Rezepte auszuprobieren. Ich hoffe, Sie können die Seite weiter ausbauen, und zu noch mehr Bekanntheit gelangen! Machen Sie weiter so! Liebe Grüsse aus T., Lea Wenn Sie mehr über das PCOS und ganzheitliche Massnahmen bei dieser Hormonstörung erfahren möchten, lesen Sie hier weiter:

Alles Gute! - Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

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Leserkommentare

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Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 27.08.2018

Liebes Team von Zentrum der Gesundheit,
ich schreibe sonst immer über die Kommentarfunktion, aber diesmal weiß ich nicht ob das so passend wäre und ich die Leser nicht damit verwirre.
Seit 1,5 Jahren habe ich die Ernährung umgestellt. Zuerst zuckerhaltiges weggelassen und seit diesem Januar esse ich fast basisch und entzündungshemmend. Der Schulmedizin bin ich ein Rätsel. Und ich hatte einen langen Weg bis ich erstmals zum Endokrinologen geschickt wurde jetzt vor kurzem. Ich habe überraschenderweise keine Insulinresistenz. Mittlerweile ist nur noch das Testosteron erhöht. Prolaktin nicht mehr. Ich habe außerdem Zwischenblutungen. Zuerst wurde länger auf PCOS getippt. Nun nachdem ich nicht insulinresitent bin ist der Endokrinologe verwirrt und meint PCOS ist es dann wohl doch nicht. Vmtl ist es einfach eine Veranlagerung vermehrt Testosteron zu bilden.
Ich habe sehr viele Ihrer Tipps seit diesem Jan auf der Homepage zu PCOS durchgeführt und seitdem habe ich Verbesserungen erfahren.

Ich verstehe nun nicht ob es ein PCOS auch ohne Insulinresitenz (evtl hat sich nach den Monaten auch diese Resistenz zurückgebildet) gibt und mit zwar regelmäßigem Zyklus wobei mit Zwischenblutungen (und in dieser Zeit Schmerzen, mittlerweile nur noch stärkeres ziehen) gibt. Im Ultraschall vor 1,5 Jahren wurden an jeder Seite der Ovarien je eine Zyste gesehen.
Irgendwo muss doch das Testosteron her kommen? Beim PCOS passiert doch genau das. Wäre ich nun Insulinresistent hätten die Ärzte die Diagnose PCOS dann gelassen. Kann es sein das nach mittlerweile fast 1,5 Jahren ich selber das PCOS fast ausgeheilt habe? Auch habe ich das Gefühl, das es mir ohne Zucker besser geht trotz keiner diagnostizieren Insulinresistenz.

Nach meiner bisherigen Gesundheits-Odyssee bitte ich Sie um eine Antwort. Es geht um keine Empfehlungen bzw virtuelle Behandlungen. Mir ist bewusst das Sie mir keine Empfehlungen geben dürfen. Aber bitte verstehen Sie, das ich mich in Anbetracht der ratlosen und unsicheren Ärzten auch mich selbst verstärkt um meine Gesundheit kümmern muss. Ich lese viel und schätze Ihre Artikel. Außerdem bin ich Fan von natur-und alternativer Medizin.

Die Frage ist welche Arten des PCOS gibt es? Würden auch Sie sagen das meine Situation untypisch für PCOS ist oder könnte das durchaus sein. Es gibt ja bestimmt verschiedene Arten.
Vielleicht können Sie Ihren online Artikel auch entsprechend erweitern.

In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

In unserem Haupt-Artikel über das PCOS wird erklärt, dass keinesfalls bei jeder PCOS-Patientin alle aufgeführten Symptome vorliegen müssen. Selbstverständlich gibt es daher auch PCOS-Formen ohne eine Insulinresistenz. Oft genügt es schon unregelmässige Blutungen zu haben und einen polyzystischen Eierstock oder hohe Spiegel männlicher Hormone, damit ein PCOS diagnostiziert wird. Der Zustand der Eierstöcke wird per Ultraschall überprüft, der Hormonspiegel (auch an die Schilddrüse denken - siehe Text) im Blut.

Ohne Zucker geht es den meisten Menschen besser - ob nun eine Insulinresistenz vorliegt oder nicht! Eine zuckerfreie Ernährung bessert sehr viele Beschwerden. Bleiben Sie daher dabei!

Selbstverständlich kann es sein, dass Ihre Massnahmen im Laufe der Zeit zu einer Besserung führen und die Selbstregulationsfähigkeiten des Organismus wieder herstellen. Wir würden Ihnen empfehlen, weiter ganzheitliche Massnahmen umzusetzen. Sollten Sie unter den Symptomen des PCOS zu sehr leiden, könnten Sie auch kurzfristig einen Arzt aufsuchen, der biodentische Hormone verordnet und testen, wie sich Ihre Beschwerden entwickeln.

Alles Gute!

Ihr ZDG-Team

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