Milch

Studie: Erhöhtes Prostatakrebs-Risiko durch Milch

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 08.11.2018
  • 2 Kommentare
Studie: Erhöhtes Prostatakrebs-Risiko durch Milch
© istockphoto.com/AndreyPopov

Nur wenige Dinge sind so umstritten wie der Einfluss von Kuhmilch und daraus hergestellter Produkte auf die Entstehung von Krebserkrankungen. Das Ergebnis einer neuen Untersuchung scheint jenen Experten Recht zu geben die der Meinung sind, Milchprodukte seien schädlich und sollten daher generell gemieden werden. Es hatte sich herausgestellt, dass jene Menschen die gerne Milch konsumieren, offenbar mit einem höheren Prostatakrebs-Risiko zu leben haben.

Inhaltsverzeichnis

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Fördert Kuhmilch Prostatakrebs?

Wissenschaftler am Europäischen Institut für Onkologie in Mailand und der Universität von Montreal verglichen 197 Prostatakrebs-Patienten mit einer gleichen Anzahl gesunder Menschen. Das Ergebnis wurde im Fachblatt The Prostate veröffentlicht.

Die Teilnehmer der Studie füllten einen Fragebogen aus, der Informationen über das Konsumverhalten der Patienten in Bezug auf über 200 Nahrungsmittel liefern sollte.

Schützen Hülsenfrüchte und Nüsse vor Prostatakrebs?

Die Auswertung der Bögen erbrachte, dass das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, umso höher war, je mehr Milch verzehrt wurden.

Dabei konnte dieses erhöhte Risiko nur bei Milch, weniger aber bei Milchprodukten festgestellt werden. Gleichzeitig konnte ein geringeres Erkrankungsrisiko bei denjenigen Personen festgestellt werden, die einen überdurchschnittlichen Konsum an Hülsenfrüchten, Nüssen, Fisch und Meeresfrüchten sowie von Vitamin E (alpha-Tocopherol) angaben.

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Wissenschaftler unschlüssig: Was in der Milch begünstigt Prostatakrebs?

Allerdings wurde bei der Studie die Qualität der Milch leider nicht in die Auswertung mit einbezogen. So berücksichtigten die Wissenschaftler nicht den Unterschied zwischen Milch, die von grasgefütterten Kühen stammte und solcher, die von getreidegefütterten Kühen produziert wurde.

Auch mögliche Milchkontaminationen mit Pestiziden oder Hormonen wurden nicht als mögliche Auslöser erwogen. Ausserdem wurden die Mechanismen, nach denen verschiedene Inhaltsstoffe der Milch mit jenen anderer Nahrungsmittel interagierten und damit das Erkrankungsrisiko beeinflussen könnten, nicht näher untersucht.

Die Wissenschaftler verblieben letztendlich unschlüssig, was genau in der Milch nun für das gestiegene Erkrankungsrisiko verantwortlich sein könnte.

Lesen Sie hierzu auch: Krebserregende Hormone in Milch

und: Vitamin D: Die neue Waffe gegen Prostatakrebs?

Milchcalcium beeinflusst Krebsentstehung nur grenzwertig

Sie schlossen lediglich das in der Kuhmilch vorhandene Calcium als Urheber aus. Eine in der Vergangenheit aufgestellte These hatte einen hohen Calciumkonsum mit einem erhöhten Krebserkrankungsrisiko in Zusammenhang gebracht.

Falls das Calcium an der Entstehung von Krebserkrankungen beteiligt wäre, so die Forscher, dann bestünde hier nur ein grenzwertiger Zusammenhang, der allerhöchstens zu einem leicht erhöhten Risiko führen könne. Unstrittig jedoch blieb die Tatsache, dass Milch beim Ausbruch von Prostatakrebs offenbar eine grosse Rolle spielt.

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Zuletzt kommentiert

Blackbfan schrieb am 04.07.2015

Hallo ZDG Team, Und wie sieht es mir Rohmilch aus? Ich glaube nämlich dass die nicht krebserregend ist. (nicht soviele Probleme verursacht..)

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Blackbfan
Eine entsprechende Untersuchung ist uns dazu nicht bekannt. Doch sind jene Substanzen, die als gesundheitsbedenklich und auch als prostatakrebsfördernd gelten, auch in der Rohmilch enthalten: Wachstumsfaktoren, Galaktose, Calcium und bestimmte (kuheigene) Hormone. Wachstumsfaktoren fachen das Wachstum von Tumoren an, Galaktose gilt als entzündungsfördernd und chronische Entzündungen stehen im Zusammenhang mit Krebs (und vielen anderen Krankheiten), zu viel Calcium inaktiviert Vitamin D, doch gilt Vitamin D als krebshemmend und Estronsulfat (Hormon) beschleunigt das Wachstum hormonbedingter Tumoren.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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