Magen
Sodbrennen einfach erklärt

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 03.04.2018
  • 2 Kommentare
Sodbrennen einfach erklärt
© istockphoto.com/fstop123

Der menschliche Körper besteht zu 70% aus Wasser. Wasser ist der ideale Trägerstoff für den Transport von Nährstoffen, biochemischen Stoffen und Sauerstoff innerhalb des gesamten Körpers. Dabei kann der auf Wasser basierende Trägerstoff sowohl saure als auch alkalische Eigenschaften haben, die auf der gestaffelten pH-Skala (potentia Hydrogenii) gemessen werden. Der Bereich von 1,0 bis 6,9 wird als saurer pH-Wert bezeichnet, der Bereich zwischen 7,1 und 14,0 als basischer pH-Wert.

Niedrige pH-Werte belasten den Körper

Der Wert 7,0 ist der neutrale pH-Wert. Je niedriger der pH-Wert im Körper ist, desto höher ist der Säuregehalt. Ein höherer pH-Wert deutet auf größere Alkalität hin. Den optimalen und gesunden pH-Wert erreicht das Blut mit der leicht alkalischen Marke 7,43.

Unausgeglichene pH-Werte führen zu großen Problemen

Für den Erhalt eines ausgeglichenen pH-Wertes im Blut spielt unsere ausgewogene und bewusste Ernährung eine zentrale Rolle. Die meisten Ernährungsgewohnheiten fördern den Anstieg einen ungesunden sauren pH-Wert. Dieser erhöhte pH-Wert kann zelluläre Aktivitäten und Funktionen stören und sogar unterbrechen.

Extrem saure pH-Werte können dabei zum Fortschreiten ernsthafter gesundheitlicher Probleme führen: Krebs, kardiovaskuläre Probleme, Diabetes, Osteoporose und Sodbrennen sind nur einige davon. Sodbrennen zählt zu den häufigsten Symptomen der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD)

Was ist Sodbrennen?

Sodbrennen wird im Volksmund auch als saure Verdauung bezeichnet. Es verursacht das Gefühl eines brennenden Schmerzes in der Brust, der sich ausgehend vom Brustbein bis hin zum Genick und Hals zieht. Schmerzen, Druck und Brennen können bis zu zwei Stunden andauern und verschlimmern sich meistens nach dem Essen. Biegen und Beugen des Oberkörpers, sowie das Tragen von enger Kleidung verstärken die Symptome meist noch.

Die Entstehung von Sodbrennen wird gefördert durch den Genuss von koffeinierten Getränken, Zitrusfrüchten, Schokolade, saurem Gemüse, fettigem Essen, Minze und stark gewürztem Essen. Auch Tabakkonsum kann Sodbrennen verursachen.

Basencitrat

Erwachsene von Sodbrennen besonders betroffen

Besonders bei Erwachsenen ist das Sodbrennen auf Grund der gastroösophagealten Refluxkrankheit sehr weit verbreitet, doch auch Kinder sind betroffen. GERD kann über den brennenden Schmerz hinaus auch Husten, Erbrechen und Probleme mit der Atmung hervorrufen. Die Entwicklung von Sodbrennen, sowie sämtliche Symptome, deren ein Ungleichgewicht der pH-Werte zugrunde liegt ( Übersäuerung) können die allgemeine Gesundheit des Menschen stark beeinflussen.

Der pH-Wert und seine Bedeutung

Der gesunde durchschnittliche pH-Wert des menschlichen Körpers liegt bei 7,0. Er variiert jedoch in den unterschiedlichen Organen und Körperteilen. So besitzt jeder Teil der Körpers einen individuellen pH-Wert und seine Funktionsweise hängt entscheidend davon ab, ob dieser optimale Wert aufrechterhalten werden kann. Messen Sie Ihren pH-Wert. Im angeschlossenen Shop finden Sie die passenden pH-Teststreifen dazu.

Die Verdauungssäfte im Magen sind mit einem pH-Wert von ca 2,0 extrem sauer. Durch die Reizung des unteren Teils der Speiseröhre durch die Magensäure kann das Sodbrennen entstehen.

Die Speiseröhre verfügt im Idealfall über einen höheren pH-Wert als der Magen. Ist nun der Ringmuskel der Speiseröhre geöffnet, so kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen und aufsteigen. Dieses Problem wird als saurer Reflux bezeichnet. Die Speiseröhre kann das extrem saure Milieu nicht ausgleichen und reagiert entsprechend gereizt. Bleibt dieser Reiz über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten, kann sie sich sogar entzünden und bleibende Schäden davon tragen.

Unbehandeltes Sodbrennen führt zu weiteren Problemen

Wird einem durch Übersäuerung entstandenen Sodbrennen nicht entsprechend entgegnet, so kann es weitere Komplikationen hervorrufen:

Die Verengung der Speiseröhre wird durch eine Beschädigung der Schleimhaut in Folge einer Überreizung durch die Magensäure verursacht. Im Selbstheilungsprozess legt die Speiseröhre Narbengewebe über die betroffenen Stellen, die eine Verengung des Durchmessers zur Folge haben können. Besonders große Nahrungsstücke können an den Verengungen hängen bleiben und verursachen unangenehme Schmerzen beim Schlucken.

Die Beschädigung der Speiseröhre kann zu ernsthaften Erkrankungen führen: Geschwüre und Entzündungenaus der Herpes-Familie sind häufig die Folge. Diese Wunden sind besonders schmerzhaft beim Essen.

Das Barrett Ösophagus ist ebenfalls eine ernsthafte Krankheit, die durch Sodbrennen entsteht. Sie kann durch eine Endoskopie diagnostiziert werden. Die Zellen in der Speiseröhre verändern sich, sobald sie kontinuierlich der Magensäure ausgesetzt sind. Menschen mit dem Barrett-Ösophagus tragen ein größeres Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

Die herkömmliche Behandlung von Sodbrennen

Die konventionelle Medizin setzt auf die Bindung der Säure im Magen, um das Sodbrennen zu reduzieren. Dazu werden synthetische Medikamente eingesetzt, die auch die Magensekretion vermindern.

Die Einnahme synthetischer Medikamente und säurebindender Mittel wie H2-Rezeptor Antagonisten, Alginaten und Protonenpumpenhemmer verhindern zwar die Entstehung überschüssiger Säure, lassen die Ursache des Sodbrennens dabei jedoch völlig außer Acht.

Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieser Behandlungsmethoden ist die gleichzeitige Hemmung der Natriumbicarbonat-Produktion in den Belegzellen des Magens durch die Medikamente. Beim Natriumbicarbonat handelt es sich um den körpereigenen Säurepuffer, der dringend zur Säurebindung benötigt wird.

Sodbrennen auf naturheilkundliche Weise begegnen

Eine weitaus bessere Methode, das Sodbrennen mit all seinen Folgeerscheinungen in den Griff zu bekommen, ist eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsweise.

  • Eine Ernährung mit überwiegend basenbildenden Lebensmitteln trägt schnell und effektiv zur Entsäuerung des Körpers bei.
  • Darüber hinaus sollten die bereits vorhandenen, überschüssigen Säuren durch entsprechende entsäuernde Nahrungsergänzungen gebunden und aus dem Körper geleitet werden.
  • Eine gleichzeitige Remineralisierung durch organische Mineralien füllt die geleerten Mineralstoffspeicher wieder auf und sorgt so für einen schnellstmöglichen Ausgleich des Säure-Basenhaushaltes.

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Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 21.10.2017

Im Zentrum der Gesundheit schreiben Sie, das Protonenpumpenhemmer, grasse Nebenwirkungen haben, eines ist mir allerdings schon klar, langanhaltender Streß macht einen saueren Magen, bei, mir hat man nach einer Magenspiegelung ein 4cm großes Magen- Geschwür festgestellt, jetzt hat man mir esomeprazol verschrieben, Morgens 40mg und Abends das gleiche und noch Antepsin suspension, die Ärztin sagte ich solle diese Medikamente 2 Monate benutzen und dann wieder eine Magenspiegelung, ein Prof.Dr. med. Richard Dodel von der Marburg Universität warnt aber vor längerer Einnahme, besonders für ältere Patienten, ich bin 71Jahre, ich nehme zusätzlich noch Tasigna täglich ein, wegen meiner chronisch-myeloischen-Leukämie, was gibt es für Alter- nativen damit das Magengeschwür abheilen kann? außerdem laut dem Professor, soll Vitamin B12 und Kalzium durch diese Protonenpumpenhemmer reduziert werden und der Verdacht besteht laut Prof. Dodel, insbesondere bei älteren Menschen eine 44% höhere Gefahr an Demenz und Alzheimer zu erkranken, ehrlich, mein Verstand brauche ich so lange ich lebe.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Wir haben in unserem Hauptartikel zu den Protonenpumpenhemmern Alternativen beschrieben, die man - wenn die Beschwerden ohne PPI zu stark sind - gut auch erst parallel zur PPI-Einnahme einsetzen kann, um die Medikamente baldmöglichst absetzen zu können. Bitte lesen Sie daher hier nach: PPI - Der Teufelskreis der Säureblocker

Dort finden Sie auch den B12-Mangel-Hinweis sowie viele weitere mögliche Nebenwirkungen. Vitamin-B12-Mangel kann jedoch auch generell bei Magenkrankheiten vorliegen. Da Vitamin B12 aber einfach eingenommen werden kann, ist dies noch das geringste Problem.

Da wir die ganzheitliche Sicht der Dinge vertreteten, empfehlen wir stets, die Ursachen der Krankheit zu ergründen und diese sodann mit passenden Massnahmen zu beheben, was meist in einer Änderung der Lebens- und Ernährungsweise resultiert. So tut dem Magen beispielsweise ganz besonders eine pflanzenbasierten Ernährung gut.

Alles Gute!

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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