Fleisch
Ursache von Nierenkrebs - Fleisch

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 14.08.2017
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Ursache von Nierenkrebs - Fleisch
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Fleisch kann die Ursache von Nierenkrebs sein. Ob Fleisch auch Ihr Krebsrisiko steigern kann, hängt von mindestens drei Faktoren ab: Wie viel Fleisch Sie essen, wie Sie das Fleisch zubereiten und wie es um Ihre Erbanlagen bestellt ist. Wie stark insbesondere die Zubereitungsmethode das Krebsrisiko durch Fleisch beeinflussen kann, zeigte eine Studie, die im November 2015 im Fachjournal Cancer veröffentlicht wurde. Dabei war es völlig einerlei, ob die Betroffenen gerne rotes Fleisch oder Geflügelfleisch assen. Beides konnte zur Ursache von Nierenkrebs werden.

Krebs: Die Ursache kann der Fleischverzehr sein

Cancer, das Fachmagazin der American Cancer Society veröffentlichte eine Studie, der zufolge eine fleischreiche Ernährung ohne weiteres die Ursache von Nierenkrebs sein kann.

Darüber, dass Fleisch infolge seines hohen Hämeisengehalts und der häufig zugesetzten Nitrite die Gefahr für Magen- und Gebärmutterkrebs verschärfen kann, hatten wir hier geschrieben: Rotes Fleisch erhöht das Krebsrisiko

Auch ein bestimmtes nur im Fleisch enthaltenes Kohlenhydrat gilt als mögliche Ursache von insbesondere Leberkrebs, wie wir hier erklärt hatten: Wie Fleisch Krebs verursacht

Selbst Lungen-, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsentumore tauchen häufiger auf, wenn viel Fleisch gegessen wird, wie man in der hier beschriebenen Studie beobachten konnte: Krebs durch Fleisch

Doch ist es nicht nur das Fleisch an sich, das krebserregend ist, sondern auch jene Stoffe, die sich erst während der Zubereitung im Fleisch entwickeln, die sog. heterozyklischen aromatischen Amine (HCA, HAA oder HA abgekürzt).

Wie diese zur Ursache von Blasenkrebs werden können, hatten wir bereits hier erklärt: Blasenkrebs durch Fleisch

Natürlich muss der einzelne Mensch auch eine entsprechend genetische Veranlagung für Nieren- oder Blasenkrebs besitzen, damit die schädlichen Stoffe einen solchen verursachen können. Liegt ein anderer genetischer Schwachpunkt vor, z. B. im Darm, dann könnten die genannten Faktoren die Gefahr eines Darmkrebses dramatisch erhöhen.

Und genau das war das Ziel der beteiligten Forscher: Sie wollten zeigen, wie die Ernährung gemeinsam mit den vorhandenen Erbanlagen das Krebsrisiko beeinflussen kann.

Glutenfreie Lebensmittel

Mögliche Ursache für Nierenkrebs: Die typisch westliche Ernährung

Das Nierenzellkarzinom (RCC) ist die häufigste Nierenkrebsform bei Erwachsenen. Die Zahl der Betroffenen nimmt in den USA und anderen Industrienationen derzeit kontinuierlich zu. Forscher vermuten, dass es der westliche Lifestyle ist, der hier als eine wichtige Ursache in Fragen kommen könnte, wie z. B. die typische Ernährung aus viel Fleisch, isolierten Kohlenhydraten (Zucker, Stärke, Weissmehle) und vielen verarbeiteten Lebensmitteln.

Das Forscherteam rund um Dr. Xifeng Wu vom University of Texas MD Anderson Cancer Center in Houston untersuchte die Ernährung sowie die genetisch bedingten Risikofaktoren von 659 Patienten, die unlängst eine Nierenkrebsdiagnose erhalten hatten sowie von 699 gesunden Personen, die der Kontrolle dienten.

Gegrilltes und gebratenes Fleisch besonders schädlich

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Nierenkrebspatienten viel mehr rotes Fleisch und auch Geflügelfleisch assen als die krebsfreie Kontrollgruppe. Auch nahmen die Krebspatienten mehr krebserregende Substanzen zu sich, die dann entstehen, wenn Fleisch bei hohen Temperaturen (beim Braten) oder über offenem Feuer (beim Grillen) zubereitet wird. Dazu gehören insbesondere die heterzozyklischen aromatischen Amine (HCA).

Dr. Wu erklärte:

"Unsere Studie liefert einen weiteren Beweis dafür, dass Fleisch – ob rot oder weiss – gemeinsam mit den Aminen PhlP (2-amino-1-methyl-6-phenyl-imidazo(4,5-b)pyridin) und MelQx (2-amino-3,8-dimethylimidazo(4,5-f)quinoxalin) bei der Nierenkrebsentstehung eine wichtige Rolle spielt."

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

Weniger Fleisch bedeutet: Eine Krebs-Ursache weniger

Die genannten Amine (HCA) stellen sehr bekannte Kanzerogene (krebserregende Stoffe) des Dickdarms und des Enddarms dar. Man weiss also schon sehr lange, dass gebratenes und gegrilltes Fleisch eine Ursache von Darmkrebs sein kann. Die vorliegende Studie weitet die Krebsgefahr nun auch auf die Nieren aus.

Obwohl die Studie natürlich nur eine begrenzte Patientenzahl miteinbezog, sind die Forscher der Meinung, dass ein reduzierter Konsum von gegrilltem oder anderweitig bei hohen Temperaturen zubereitetem Fleisch das Krebsrisiko drastisch reduzieren könnte.

Quelle:

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anonym schrieb am 30.04.2018

Sehr geehrtes ZdG-Team,

Ich habe für meine Mutter Curcumin Forte und Brokkolisprossen bestellt.
Nun meine Frage;
1)bei meiner Mutter hat man aufgrund Gallenstein die Gallenblase entfernt.
Könnte sie die Brokkolisprossen trotzdem problemlos einnehmen? Oder lieber nicht einnehmen? Sind Nebenwirkungen möglich?

2) kann sie Curcumintabletten einnehmen? Sie hat Bluthochdruck und nimmt ASS zur Blutverdünnung ein... und meine Frage; könnte sie die Curcumintabletten trotzdem nehmen?

Ich habe beide Produkte deshalb bestellt, weil bei ihr der Verdacht auf Nierenkrebs bzw Harnleiterkrebs besteht...

Mit freundlichen Grüssen

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Aus der Ferne lässt sich leider keine Einnahmeempfehlungen geschweige denn Garantien geben, dass keine Nebenwirkungen auftreten. Selbst bei ganz normalen Lebensmitteln kann es zu Unverträglichkeiten oder Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Für Nahrungsergänzungsmittel gilt dies genauso.

Am besten wäre es, wenn Ihre Mutter ihren Arzt oder Heilpraktiker befragen könnte, was er empfiehlt und ob es Wechselwirkungen/Gegenanzeigen geben könnte. Oder Sie erkundigen sich direkt beim Händler/Hersteller der Produkte.

Es tut uns leid, dass wir Ihnen hier nicht weiterhelfen können, doch wäre es nicht sehr verantwortungsvoll, einem Menschen zu Produkten zu raten, wenn man weder den Zustand des entsprechenden Menschen kennt noch die Dosierung seiner Medikamente noch seine Krankheitsgeschichte, auch nicht seine Lebens- und Ernährungsweise etc. Dies ist erst nach ausführlicher Anamnese möglich.

Lieben Dank für Ihre Verständnis!

Ihr ZDG-Team