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Ohne Frühstück gesund & schlank

Ohne Frühstück gesund & schlank

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(Zentrum der Gesundheit) – Frühstücken wie ein Kaiser soll man, so heisst es. Andernfalls habe man nicht ausreichend Kraft für den Tag und könne sich nicht bei der Arbeit oder in der Schule konzentrieren. Das Frühstücken soll überdies den Stoffwechsel anregen und beim Abnehmen helfen. Müssen sich Morgenmuffel also tatsächlich zum Frühstücken zwingen? Nein! Denn aktuelle Studien zeigen: Ohne Frühstück lebt man gesünder und schlanker!

Kinder nicht zum Frühstück zwingen!

Viele Menschen können am Morgen nichts Essbares sehen, geschweige denn zu sich nehmen. Ihr Appetit kommt erst im Laufe des Vormittags.

Trotzdem sind sie vor der ersten Mahlzeit höchst leistungsfähig und fit.

Handelt es sich dabei um Kinder, so werden diese nicht selten dazu genötigt, unbedingt zu frühstücken, bevor sie aus dem Hause gehen.

Denn schliesslich heisst es doch, dass Frühstücken wichtig sei, ja, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages darstelle und dass man sich ohne Frühstück nicht konzentrieren könne.

Das jedoch ist ein unbewiesenes Gerücht, wie aktuelle Studien zeigen.

Zwingen Sie Ihr Kind also nicht zum Frühstück! Es weiss selbst am besten, wann die optimale Zeit für seine erste Mahlzeit gekommen ist. Ja, es praktiziert sogar intuitiv einen sehr gesunden Essrhythmus – einen Essrhythmus, der auf Dauer sowohl gesund als auch schlank hält.

Sorgen Sie lediglich dafür, dass Ihr Kind dann, wenn es Hunger bekommt, einen gesunden und leckeren Proviant zur Hand hat.

Auch für Erwachsene lohnt sich das Frühstücken nicht wirklich. Ganz besonders nicht, wenn man abnehmen muss, etwas für die Gesundheit tun möchte oder womöglich bereits an chronischen Krankheiten leidet.

Frühstücken wie ein Kaiser? – Bloss nicht!

Dr. David Allison, Leiter des UAB Nutrition Obesity Research Centers in Alabama/USA und Forscher einer umfangreichen Studie über die Eigenschaften des Frühstückens bzw. Nichtfrühstückens in Bezug auf die Gesundheit und auf das Körpergewicht, erklärt:

"Zum Thema Fettleibigkeit und Abnehmen kursieren noch immer Gerüchte, die niemals wissenschaftlich bewiesen wurden. Eines dieser Gerüchte ist die angebliche Wichtigkeit des Frühstückens besonders für Übergewichtige, was sich in unseren Tests nicht bestätigen liess.

Wir sollten endlich aufwachen und jene Empfehlungen kritisch hinterfragen, die man uns ständig gebetsmühlenartig predigt und die der schlanken Linie nützen sollen, mit denen man aber ganz offensichtlich dick bleibt, wenn man sie umsetzt – wie Betroffene immer wieder am eigenen Leib erleben müssen."

Frühstücken hilft nicht beim Abnehmen

Wer abnehmen will, solle unbedingt schon früh morgens frühstücken, wird immer wieder empfohlen.

Dies kurble den Stoffwechsel an und verhindere Heisshungerattacken am Vormittag, so die dazu passende Erklärung.

Völlig falsch, wie die aktuelle Studienlage zeigt.

In Dr. Allisons Untersuchung wurden 309 übergewichtige und fettleibige, aber ansonsten gesunde Erwachsene in zwei randomisierte Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe sollte täglich frühstücken, die andere Gruppe sollte das Frühstück ausfallen lassen.

Die Forscher wollten konkret den Einfluss des Frühstückens auf die Gewichtsabnahme überprüfen.

Nach 16 Monaten zeigte sich kein Unterschied zwischen beiden Gruppen.

Wer also Gewicht verlieren will, muss sicher nicht frühstücken, wenn ihm nicht danach ist. Und wer ein Frühstückstyp ist, muss das Frühstück zu diesem Zweck auch nicht mit aller Gewalt ausfallen lassen.

Allerdings konnte in Dr. Allisons Studie beobachtet werden, dass Menschen, die frühstücken, insgesamt mehr Kalorien pro Tag zu sich nehmen als Menschen, die nicht frühstücken, was dann natürlich die Chance auf einen Gewichtsverlust im Vergleich zum Nichtfrühstücken sogar reduziert.

Geht man ohne Frühstück aus dem Haus, senkt man überdies auch seinen Ghrelinspiegel. Ghrelin ist ein Hormon, das auch als "Hungerhormon" bezeichnet wird. Ist der Ghrelinspiegel hoch, hat man grossen Appetit und Hunger – und isst entsprechend viel.

Je niedriger der Ghrelinspiegel dagegen ist, umso weniger isst man und umso besser nimmt man ab.

Frühstücken verbessert Stoffwechsel nicht

Ebenfalls unbewiesen ist das zugunsten des Frühstücks häufig genannte Argument, dass das Frühstück den Stoffwechsel anrege.

Das Nichtfrühstücken ist jedoch beispielsweise ein wichtiger Punkt beim intermittierenden Fasten.

Bei dieser Ernährungsweise isst man nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters, z. B. zwischen 11 und 17 Uhr – und es gilt als erwiesen, dass diese Ernährungsform den Stoffwechsel ankurbelt, die Fettverbrennung aktiviert und den Gewichtsverlust fördert.

Zur Anregung des Stoffwechsels ist es also deutlich besser, das Frühstück ausfallen zu lassen.

Frühstück – Oft die ungesündeste Mahlzeit

Natürlich ist nicht nur der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme fürs erfolgreiche Abnehmen ausschlaggebend, sondern auch die Art der Nahrung.

Da das Frühstück bei vielen Menschen die ungesündeste Mahlzeit des Tages darstellt, hilft hier natürlich der Verzicht besonders gut beim Abnehmen.

Meist werden zum Frühstück Lebensmittel mit hoher glykämischer Last verzehrt, sprich Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel im Nu in die Höhe treiben, wie z. B. Brötchen mit Nuss-Nougat-Aufstrich, Croissant mit Marmelade, Toast mit Honig, Donuts, Kuchen, gesüsste Müslis oder Cornflakes, Schokoladencrispies, zuckriges Crunchy etc.

Ein Frühstück dieser Art erhöht den Blutzuckerspiegel schnell, doch fällt derselbige anschliessend auch wieder rasant in die Tiefe, was nun wiederum rasch erneut zu Hunger führt.

Daher nehmen viele Leute ein oder zwei Stunden nach dem Frühstück ein zweites Frühstück ein, ja, sie müssen das tun, weil ihr tief gesunkener Blutzuckerspiegel sie dazu zwingt.

Andernfalls leiden sie an Unterzucker und damit an Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall bis hin zu Kopfschmerzen und Dauermüdigkeit – also an all jenen Symptomen, die man eigentlich bei den Nichtfrühstückenden vermutet hat.

Natürlich ist das zweite Frühstück selten besser als das erste. Oft besteht dieses aus einem süssen Teilchen vom Bäcker, einem belegten Weissbrötchen oder einem Schokoriegel. Dazu werden Softdrinks oder gesüsste Tees aus dem Tetrapack geschlürft.

Studien zeigten dann auch, dass Menschen, die nicht frühstücken oft einen höheren Energielevel und eine bessere Konzentrationsfähigkeit aufwiesen als die Frühstücksfraktion.

Ein Leben ohne Frühstück hat jedoch noch viele andere positive Auswirkungen.

Bessere Fettverbrennung ohne Frühstück

Dr. Richard Johnson – Autor von z. B. The Sugar Fix und Leiter des Fachbereichs für Nierenerkrankungen und Bluthochdruck an der Universität von Colorado – ist ein leidenschaftlicher Verfechter des Nichtfrühstückens.

Er begründet dies u. a. damit, dass der Organismus leichter in eine effizientere Fettverbrennungsphase wechseln könne, wenn das Frühstück übersprungen wird.

Natürlich rät er gleichzeitig – insbesondere Übergewichtigen – zu einer Reduktion des Kohlenhydratverzehrs (weniger Zucker, weniger Back- und Teigwaren) auf die Hälfte oder wenigstens auf zwei Drittel des bisherigen Kohlenhydratkonsums.

Während des "Fastens" am Vormittag empfiehlt Johnson ausserdem Sport, was die Fettverbrennung weiter fördere.

Sie werden sehen, wie ohne Frühstück sowohl Ihre Fettpölsterchen als auch mögliche Heisshungerattacken langsam aber sicher schwinden.

Gleichzeitig werden Sie sich immer leistungsfähiger, stärker und auch jünger fühlen.

Ohne Frühstück schlank & jung werden

Wer das Frühstück ausfallen lässt, normalisiert überdies seine Insulinsensitivität.

Reichlich Kohlenhydrate in der Nahrung fördern bekanntlich die Insulinresistenz. Das heisst, die Zellen können kaum noch Zucker aufnehmen und reagieren nicht mehr auf die Signale des Insulins (das den Zucker in die Zelle schleusen will).

Sie werden insulinresistent und befinden sich somit bereits in einer Vorstufe des Diabetes Typ 2.

Insulinresistenz erhöht jedoch auch die Gefahr für viele andere chronische Erkrankungen – angefangen bei Herz-Kreislauferkrankungen über Krebs bis hin zum profanen Übergewicht.

Insulin wird auch das Alterungshormon genannt.

Je höher nämlich der Insulinpegel, umso niedriger der HGH-Spiegel.

HGH (Human Growth Hormone) ist ein Fett verbrennendes Hormon mit zahlreichen Anti-Aging-Eigenschaften (verjüngende Eigenschaften). Spätestens ab einem Alter von 30 Jahren lässt die Ausschüttung von HGH nach, ab 60 wird nur noch sehr wenig HGH produziert.

Die Ernährung ist daran jedoch nicht unbeteiligt. Das heisst, man kann die HGH-Ausschüttung auch wieder ankurbeln, z. B. indem man das Frühstück links liegen lässt.

Dann nämlich stehen dem Körper keine schnell verwertbaren Kohlenhydrate zur Verfügung und er konzentriert sich auf die Verbrennung der vorhandenen Fettreserven.

Gleichzeitig sinken sowohl erhöhte Blutzucker- als auch erhöhte Insulinspiegel. Die Zellen erhalten infolgedessen wieder die Gelegenheit, sich zu regenerieren. Ihre Insulinsensitivität nimmt zu, der Körper wird rank und schlank und die Chancen, sich auch von chronischen Krankheiten zu erholen, steigen dramatisch.

Der sinkende Insulinspiegel provoziert nun die erhöhte Ausschüttung von HGH, dem Verjüngungshormon.

HGH kann sich jetzt wieder seinen Aufgaben widmen: Heilung, Regeneration, Knochenfestigkeit, Enzymproduktion, glatte Haut, feste Nägel, volles Haar, gesundes Herz, leistungsfähige Organe, vitale Sexualität etc.

Den Kohlenhydratgehalt Ihrer Ernährung können Sie übrigens sehr einfach reduzieren, indem Sie z. B. statt herkömmlicher Teigwaren auf basische Konjac Nudeln umsteigen.

Konjac Nudeln sehen aus wie Nudeln und schmecken wie Nudeln. Gleichzeitig sind Konjac Nudeln frei von Kohlenhydraten und liefern Ihnen pro 100 Gramm annähernd null Kalorien.

Konjac Nudeln gehören daher – genau wie Konjak Pulver – in jedes Programm, das der Gewichtsreduktion dient.

Ohne Frühstück - Weniger oxidativer Stress

Sogar oxidativer Stress wird reduziert, wenn man bis zum Mittagessen fastet.

Die zeitweise Nahrungskarenz sorgt nämlich dafür, dass die Menge an freien Radikalen in der Zelle und damit auch der zelluläre Schaden durch oxidativen Stress abnimmt.

Je weniger die Zelle jedoch unter oxidativem Stress leidet, umso langsamer verläuft der Alterungsprozess und umso geringer das Risiko für Krankheiten aller Art.

Damit nicht genug. Das Nichtfrühstücken ist noch aus einem anderen Grund DER Jungbrunnen schlechthin.

Ohne Frühstück einen klaren Geist

Wer nicht frühstückt, sorgt für eine gesteigerte Produktion eines körpereigenen Proteins namens BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor), das die Stammzellen im Gehirn dazu animiert, sich in neue Nervenzellen zu verwandeln.

Auch schützt das BDNF die Gehirnzellen vor jenen Veränderungen, die mit Alzheimer und Parkinson in Zusammenhang stehen.

Das Frühstück kann also getrost ausfallen, ohne dass man sich deswegen ein schlechtes Gewissen einreden lassen müsste.

Ohne Frühstück aus dem Haus!

Das Frühstück ist keinesfalls die wichtigste Mahlzeit des Tages. Im Gegenteil! Frühstücken schadet mehr, als dass es nützen würde.

Oder andersherum: Keine andere Mahlzeit birgt so viele wunderbare Eigenschaften, wenn man sie auslässt wie das Frühstück.

Vergessen Sie also den Satz, man solle bloss nicht ohne Frühstück das Haus verlassen, sondern tun sie genau das!

Hinweis für Menschen mit Hypoglykämie:

Natürlich sollten Menschen mit Hypoglykämie die Sache langsam angehen und zunächst ihren Zucker- und Kohlenhydratverzehr deutlich reduzieren, bevor sie dann auch endgültig das Frühstück streichen können.

In der Umstellungsphase kann das Kokosöl sehr gute Dienste leisten, da es aufgrund seiner mittelkettigen Fettsäuren – ähnlich wie Kohlenhydrate – vom Organismus als schnell verfügbarer Brennstoff genutzt werden kann – und zwar ohne dabei den Blutzuckerspiegel zu erhöhen.

Probieren Sie bei Unterzuckersymptomen daher einmal das Kokosöl, bevor Sie zu Einfachzuckern oder anderen Kohlenhydraten greifen.

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Quellen:



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