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  • Frau sitzt auf der Terasse mit mediterranen Gerichten
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Vegane mediterrane Ernährung lindert Fibromyalgie

Die mediterrane Ernährung gilt als sehr gesund. In einer Studie mit Fibromyalgie-Patientinnen zeigte sich, dass eine besondere Form der mediterranen Ernährung besonders vorteilhaft war: Die vegane mediterrane Ernährung. Wenn die Studienteilnehmerinnen rein pflanzliche Mittelmeerkost zu sich nahmen, ging es ihnen in vielerlei Hinsicht besser als mit der traditionellen mediterranen Ernährung.

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Bei Fibromyalgie: Mediterran – aber rein pflanzlich

Die mediterrane Ernährung besteht bereits zu einem großen Teil aus pflanzlichen Lebensmitteln. Im Mittelpunkt stehen Gemüse und Früchte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Olivenöl. Traditionell gehören jedoch auch Fisch, Geflügel, fettarme Milchprodukte und Eier sowie kleinere Mengen rotes Fleisch dazu.

Forscher der Universidad Francisco de Vitoria in Madrid wollten wissen, ob sich die gesundheitlichen Wirkungen dieser Ernährungsform noch verbessern lassen, wenn man die genannten tierischen Lebensmittel gegen pflanzliche tauscht.

Dazu führten sie die sogenannte FIBROVEG-Studie durch, eine randomisierte kontrollierte Studie mit Frauen, die an Fibromyalgie litten. Die Studienergebnisse erschienen in der Oktoberausgabe 2026.

Bei Fibromyalgie handelt es sich um eine chronische Schmerzerkrankung. Die Schmerzen können in verschiedenen Körperregionen auftreten – es sind eher Muskel- und Sehnenschmerzen, also keine Gelenkschmerzen. Häufig kommen Erschöpfung, Schlafstörungen sowie Konzentrations- und Gedächtnisprobleme hinzu.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Fibromyalgie – Die Schmerzkrankheit.

Vegane und traditionelle Mittelmeerkost im Vergleich

Die 22 Teilnehmerinnen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Hälfte ernährte sich sechs Wochen lang vegan-mediterran, die andere Hälfte traditionell mediterran. Die Frauen waren im Durchschnitt 43,5 bis 46 Jahre alt.

Beide Ernährungsformen enthielten gleich viele Kalorien und vergleichbare Anteile an Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett. Der wesentliche Unterschied bestand in den Protein- und Fettquellen:

In der traditionellen Gruppe stammten rund 60 Prozent des Proteins aus tierischen Lebensmitteln. Die vegane Gruppe aß stattdessen mehr Hülsenfrüchte und Nüsse, aber auch vegane Fleisch- und Milchalternativen.

Die Teilnehmerinnen der veganen Gruppe erhielten außerdem zweimal wöchentlich je 1000 µg Vitamin B12 in Form von Cyanocobalamin. Vitamin B12 ist jenes Vitamin, das man mit einer rein pflanzlichen Ernährung meist nicht in ausreichenden Mengen zu sich nehmen kann.

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LDL-Cholesterin sank mit veganer Mittelmeerkost stärker

Nach 6 Wochen war in der veganen Gruppe LDL-Wert von 93,6 auf 69,6 mg/dl gefallen. Bei den Frauen mit traditioneller Mittelmeerkost veränderte er sich dagegen nur von 93,4 auf 90,6 mg/dl.

Ein LDL-Wert von unter 100 mg/dl gilt bereits als vollkommen in Ordnung. Lediglich bei einem hohen Herz-Kreislauf-Risiko wollen Ärzte Werte unter 70 mg/dl sehen, bei sehr hohem Risiko soll der Wert sogar unter 55 mg/dl sinken. Mit der veganen Mittelmeerkost erzielten die Frauen also Werte, die oft erst mühsam mit Hilfe von Medikamenten erreicht werden.

Auch bei den Triglyceriden war die vegane Ernährung überlegen

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Triglyceriden (sie zählen wie das Cholesterin zu den Blutfetten). Diese sanken in der veganen Gruppe von durchschnittlich 123,5 auf 100,7 mg/dl. In der traditionellen mediterranen Gruppe gingen sie von 119,0 nur auf 107,6 mg/dl zurück.

Als in Ordnung gelten hier Werte unter 150 mg/dl. Die Werte verbesserten sich also auch hier noch weiter.

Bei Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin und Blutdruck gab es hingegen keine auffälligen Veränderungen und auch keine Unterschiede zwischen den Gruppen.

Die Blutfettwerte sinken oft auch automatisch, wenn man Übergewicht abbaut. Das aber war in der Studie nicht der Fall. Beide Ernährungsformen waren auch schon von vornherein so zusammengestellt, dass das Körpergewicht stabil bleiben sollte.

Die geänderten Blutfettwerte ergaben sich also aufgrund der Qualität der Ernährung und nicht aufgrund eines Kaloriendefizits.

Weniger Fibromyalgie-Schmerzen mit veganer Ernährung

Mit dem sog. Fibromyalgia Impact Questionnaire (FIQ) überprüfte man außerdem, wie sich die Ernährung auf die Fibromyalgie-Beschwerden auswirkte.

Beim FIQ handelt es sich um einen Fragebogen, der sämtliche Symptome (u. a. die Schmerzen) erfasst, die im Zusammenhang mit einer Fibromyalgie auftreten können.

Auch hier schnitt die vegane Ernährung besser ab. Auf einer Skala von 0 bis 10 sank der durchschnittliche Schmerzwert in der veganen Gruppe von 8,5 auf 7,3 Punkte. In der traditionellen mediterranen Gruppe stieg er dagegen von 7,0 auf 7,7 Punkte.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs mediterrane Ernährung

Warum könnte die vegane Ernährung vorteilhafter sein?

Eine gesunde und möglichst naturbelassene rein pflanzliche Ernährung kann über verschiedene Wege eine Fibromyalgie bessern:

Vegane Ernährung hemmt Entzündungen und reduziert oxidativen Stress

gilt insgesamt als entzündungshemmend. Sie reduziert also systemische Entzündungsprozesse und reduziert außerdem aufgrund ihres hohen Gehalts natürlicher Antioxidantien oxidativen Stress.

Vegane Ernährung bessert die Mikrozirkulation

Zudem verbessert diese Form der Ernährung die Funktion der Blutgefäße und somit die Mikrozirkulation (Durchblutung der feinsten Gefäße). Genau diese ist bei Fibromyalgie nämlich gestört und verstärkt Schmerzen.

Vegane Ernährung liefert mehr Ballaststoffe

Die vegane Gruppe nahm außerdem wesentlich mehr Ballaststoffe zu sich. Nach sechs Wochen lag die Ballaststoffzufuhr bei durchschnittlich fast 40 g pro Tag, bei traditioneller mediterraner Ernährung dagegen lag sie nur bei 26 g pro Tag.

Ballaststoffe gelten als cholesterinsenkend, so dass dies auch den beobachteten LDL-senkenden Effekt erklären könnte – zumindest teilweise. Im Darm fermentiert die Darmflora überdies die Ballaststoffe, wobei kurzkettige Fettsäuren entstehen.

Vegane Ernährung saniert Darmflora und reduziert über diesen Umweg die Schmerzempfindlichkeit

Fibromyalgie-Betroffene weisen häufig eine gestörte Darmflora und auch einen Mangel an kurzkettigen Fettsäuren auf. Eine gezielte Aktivierung der Bildung dieser Fettsäuren kann die Schmerzüberempfindlichkeit nachweislich senken – und zwar folgendermaßen:

Bei Fibromyalgie sind die körpereigenen Immunzellen im Gehirn (die Mikroglia) chronisch überaktiviert. Sie schütten permanent Entzündungsstoffe aus, die die Nervenbahnen extrem empfindlich machen. Ein sanfter Druck auf den Arm wird vom Gehirn dann fälschlicherweise als starker Schmerz interpretiert.

Kurzkettige Fettsäuren können diese überdrehten Gehirn-Immunzellen über die Darm-Hirn-Achse wieder in den "Ruhezustand" versetzen und die Entzündungen im Gehirn dämpfen. Auch fördern sie die Bildung von Serotonin im Darm, einem u. a. schmerzhemmenden Botenstoff.

Begleitend kann auch eine spezielle Rotlicht-Therapie helfen, wozu Sie in unserem Artikel Rotlicht bei Fibromyalgie lindert Schmerzen weitere Informationen finden.

Fazit: Bei Fibromyalgie am besten vegan und mediterran essen!

Es kann also einen mess- und spürbaren Unterschied machen, ob man nun traditionell mediterran oder rein vegan mediterran isst. Dies zeigte sich zumindest in der vorgestellten Studie bei Fibromyalgie.

Wenn Sie Unterstützung bei der Ernährungsumstellung benötigen, empfehlen wir Ihnen unsere rein pflanzlichen 7-Tage-Ernährungspläne, z. B. * den entzündungshemmenden Ernährungsplan mit zahlreichen mediterranen Gerichten. Sobald Sie sich einige Tage am Plan orientiert haben, fällt es Ihnen leicht, künftig auch eigenständig die passenden Gerichte zuzubereiten.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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