Ghee gegen Psoriasis

Die Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit, die zu den Autoimmunerkrankungen zählt. Sie äussert sich in grossflächigen schuppigen und rötlich entzündeten Hautarealen, die im Allgemeinen glücklicherweise nicht jucken.

In Bezug auf eine heilende Therapie ist die Schulmedizin – wie generell bei Autoimmunerkrankungen – auch bei der Psoriasis überfragt.

Psoriasis-Betroffene sind daher für jeden Strohhalm dankbar, der Linderung verschaffen kann – und zwar ohne die gravierenden Nebenwirkungen, die mit den üblichen schulmedizinischen Psoriasis-Arzneimitteln einhergehen.

Die ayurvedische Butter namens Ghee gehört zum ganzheitlichen Massnahmenkatalog, der bei Schuppenflechte eingesetzt wird und zu einer deutlichen Besserung des Hautbildes führen kann.

Ghee senkt Entzündungswerte

Im Frühsommer 2010 veröffentlichten Forscher der Ohio State University die Ergebnisse einer Untersuchung, in der sie auch eine ältere Studie aus dem Jahr 1999 vorstellten, die seinerzeit im Indian Journal of Dairy & Biosciences publiziert worden war.

Hier hatte sich gezeigt, dass Ghee die Hautsymptome der Psoriasis positiv beeinflussen konnte.

Patienten mit Schuppenflechte nahmen in dieser Studie sieben Tage lang täglich 60 ml medizinisches Ghee zu sich.

Interessanterweise besserten sich nicht nur die Symptome der Schuppenflechte. Darüber hinaus sank auch deren zuvor erhöhter Cholesterinspiegel merklich.

Da auch verschiedene Entzündungsmarker im Blut um durchschnittlich mindestens ein Viertel reduziert werden konnten, scheint das Ghee über eine entzündungshemmende Wirkung die Psoriasis lindern zu können.

Ghee senkt Arachidonsäure-Werte

So sanken beispielsweise in obiger Studie die Arachidonsäurewerte der Patienten während der Ghee-Tage deutlich. Und gerade die Arachidonsäure gilt als entzündungsfördernde Fettsäure. Werden ihre Werte gesenkt, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit für chronische Entzündungsprozesse.

Daher raten sogar manche Ärzte ihren Patienten mit Rheuma und Arthrose zu einer arachidonsäurearmen Diät. Vorliegende Studie weist darauf hin, dass dieser Rat auch für Psoriasis-Patienten sinnvoll sein könnte.

Beste Fette bei Psoriasis: Ghee und Omega-3-Fettsäuren

Da die Arachidonsäure in den meisten tierischen Lebensmitteln enthalten ist – aber nicht im Ghee – kann eine arachidonsäurearme Ernährung idealerweise umgesetzt werden, wenn man die Richtlinien der basenüberschüssigen Ernährung beachtet.

Ghee kann hierbei hervorragend als Fettquelle genutzt werden – und zwar besonders für die warme Küche, da es ein hocherhitzbares Fett ist.

Während des Herstellungsprozesses werden besondere jene Bestandteile der Butter entfernt (Eiweiss, Milchzucker, Wasser), die bei der Butter zu einem relativ niedrigen Rauchpunkt führen.

Ghee kann daher gut zum Braten, Backen und Frittieren verwendet werden.

Für die kalte Küche hingegen wählt man bei Psoriasis Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, da diese ebenfalls entzündungshemmende Wirkung aufweisen, wie z. B. das Leinöl, Hanföl und als Nahrungsergänzung das äusserst leicht verdauliche Krillöl in Kapselform.

Quellen

  • Dr. Hari Sharma et al., “The effect of ghee (clarified butter) on serum lipid levels and microsomal lipid peroxidation”, AYU (An International Quarterly Journal of Research in Ayurveda), Juni 2010, (“Der Effekt von Ghee (reinem Butterfett) auf Blutfettwerte und mikrosome Lipidperoxidation”)
  • Kumar MV, Sambaiah K, Mangalgi SG, Murthy NA, Lokesh BR. “Effect of medicated ghee on serum lipid levels in psoriasis patients”. Indian J Dairy & Biosci. 1999;10:20–3. (Auswirkung von medizinischem Ghee auf Serumfettwerte bei Psoriasispatienten)

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