Hirse
Hirse enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente und gehört zu den Basen bildenden Getreidesorten. Andere Getreidearten sind Säure bildend und können außerdem verschleimend wirken.
Hirse wird als Basen bildenes Getreide gehandelt und ist ebenso ein SchönheitselixierDas gesunde Getreide enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente und gehört zu den Basen bildenden Getreidesorten. Andere Getreidearten sind Säure bildend und können außerdem verschleimend wirken. Das kommt vor allem dann zum Tragen, wenn häufiger Getreide im täglichen Ernährungsplan auftaucht.
Gerade bei grippalen Infekten oder bei Atemwegserkrankungen ist die Schleim bildende Wirkung der Säure bildenden Getreidesorten zu beobachten. Überwiegend betrifft das die Getreidearten, wie Roggen und Weizen, die einen hohen Anteil an Gluten, auch Klebereiweiß genannt, enthalten. Auch Hafer und Gerste zählen zu den Getreidesorten mit hohem Glutenanteil.
Aufgrund der Tatsache, dass die Hirse zu den glutenfreien Getreidearten gehört, wird sie gerade von Personen, die Probleme mit Gluten haben, gegenüber anderen Getreidesorten bevorzugt. Dies betrifft insbesondere Personen, die an Magen Darm Problemen oder Zöliakie leiden und eine glutenfreie Ernährung einhalten müssen
Hirse ist nicht nur gesund sondern sie kann als Schönheitselixier eingesetzt werden. Der hohe Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen, der in der Hirse enthalten ist, ist für die Gesunderhaltung förderlich. Der hohe Beitrag an Silizium, der in dem kleinen Getreidekorn steckt, wirkt sich äußerst positiv auf die Schönheit der Haare und Fingernägel aus und sorgt für ein gesundes Hautbild. Das Silizium, in Form von Kieselsäure, wirkt also wie ein "kleiner Schönmacher".
Der größte Teil des Siliziums befindet sich bei der Hirse in der Spelze, von der das Hirsekorn umgeben ist. Allerdings ist diese Schale nicht genießbar, sodass sie vor dem Verzehr der Hirse abgerieben werden muss. Bestens dazu geeignet sind Schälmühlen. Auch wenn ein großer Teil des Siliziums in der Spelze steckt, ist das kleine Getreidekorn den anderen Getreidearten noch weit überlegen, was den Anteil an Kieselsäure betrifft und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes und der Haut-Stoffwechsel wird positiv beeinflusst.
Das Wachstum von Haaren und Fingernägeln wird gefördert und die Haut kann Feuchtigkeit besser binden. Auch für die Knochenbildung leistet Silizium gute Dienste. Eine weitere positive Eigenschaft ist die Reparaturfähigkeit der Kieselsäure. Durch ihre hohe Bindungskraft bei Bakterien und Viren, die Entzündungen verursachen können, ist sie ein wertvoller Helfer gegenüber diesen Entzündungserregern.

Aber die wertvollen Inhaltsstoffe der Hirse betreffen nicht nur das Silizium. Auch in puncto Eisen macht die Hirse eine gute Figur und zählt beim Eisengehalt zu den Spitzenreitern gegenüber anderen Getreidearten. So enthält das wertvolle Getreide zwei bis dreimal mehr Eisen als Weizen und liefert damit einen optimalen Beitrag für die Blutbildung. Täglich 50 g Hirse decken beispielsweise den Eisenbedarf. Besonders Frauen wissen diese positive Wirkung der Hirse zu schätzen.
Eisen hat im Körper aber noch andere Aufgaben zu erfüllen. So hilft das Spurenelement beim Sauerstofftransport, bei der Energiegewinnung und bei der Zellteilung. Für die Erfüllung all dieser vielfältigen Aufgaben ist eine ausreichende Eisenaufnahme für den Körper wichtig. Auch bei chronischer Müdigkeit ist Eisen ein wichtiger Helfer. Damit das Eisen vom Körper besser aufgenommen werden kann, sollte Vitamin C dazu gegessen werden.
Weitere wichtige Spurenelemente und Mineralstoffe, die in der Hirse enthalten sind, sind Calcium und Magnesium.
Neben diesen vielen Mineralstoffen und Spurenelementen enthalten die Hirsekörner etwa 70 % Kohlenhydrate, circa 10 % Eiweiß und bis zu 5 % Fett. Im Öl der Hirse sind Vitamin E, Provitamin A und verschiedene B-Vitamine enthalten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. In einigen Ernährungskonzepten wie beispielsweise bei Krebserkrankungen wird Hirse als leicht verdauliches Getreide empfohlen.
Hirse ist eine ideale Getreideart mit wertvollen Inhaltsstoffen und sollte öfters in den Speiseplan integriert werden.
Hier einige ausgesuchte Rezepte:
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tag schön dass ihr die hirse lobt. leider sind solche artikel aber wertlos wenn keine klaren begriffe verwendet werden. ihr schreibt über hirse und nennt zahlen, zb dass 50g den tägl. eisenbedarf decken würden. ja welche hirse denn? braunhirse? goldhirse? geschälte hirse? ungeschälte hirse?
es ist wertlose information wenn sie das nicht spezifizieren. normalerweise geht der grösste teil an mineralstoffen beim schälen verloren.
gruss t.müller
Hallo Herr Müller,
vielen Dank für Ihre Mail.
In unserem Text geht es um die Goldhirse. Dieser Sachverhalt wurde nicht explizit erwähnt, da es sich bei der Goldhirse um jene in unseren Breiten mit Abstand am häufigsten verzehrte Hirseart handelt. Auch ist uns keine andere Hirseart bekann, die - wiederum in unseren Breiten - im Handel angeboten wird und gekocht als Beilage verzehrt werden kann. Die ungeschälte Braunhirse hingegen wird lediglich als eine Art Nahrungsergänzungsmittel in feinst gemahlener Form und nur in sehr kleinen Mengen verzehrt. Gelegentlich wird sie auch in Form von Flakes oder Keimsaat angeboten, dies aber nur sehr selten und wenn, dann ausschliesslich im Fachhandel.
Jene Hirse also, die wir als eine Art Grundnahrungsmittel verspeisen können, muss immer geschält sein, da ungeschälte Hirse nicht geniessbar ist (es sei denn in jener fein gemahlenen Form wie die Braunhirse, aber dann - wie gesagt - nur in kleinen Mengen). Die angegebenen Mikronährstoffwerte gelten ebenfalls für die Goldhirse, was bedeutet, dass diese - trotz Schälprozess- noch als üppiger Vitalstofflieferant gelten kann.
Um jedoch weiteren Missverständnissen vorzubeugen, werden wir den betreffenden Artikel entsprechend optimieren :-)
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Liebes ZDG-Team, da Hirse ja - wie andere Getreidesorten - nicht gerade wenig Kohlenhydrate, aber solch positive Effekte durch das Silizium z.B., hat, wollte ich gerne fragen, ob ein täglicher Verzehr eher abzuraten wäre oder nicht? Ich ernähre mich jetzt seit einigen Monaten fast nur noch ohne Kohlenhydrate, aber habe nun die Tage etwas Hirse gegessen.
Gibt es für Hirse denn da auch so einen Richtwert, woran man sich halten könnte, wie viel man täglich bzw. wöchentlich verzehren sollte? Oder kann ich Hirse immer bedenkenlos essen, wenn es mir um dir Gesundheit geht (und nicht unbedingt nur darum kohlenhydratarm zu essen)?
Liebe Grüße, Alex
Hallo Alex,
vielen Dank für Ihre Mail.
Kohlenhydrate sind nicht immer und unbedingt schlecht. Wir raten von Kohlenhydraten insbesondere in ihren isolierten Formen (Industriezuckerarten, andere Süssungsmittel (Sirupe, Dicksäfte etc,), Auszugsmehle etc.) ab. Auch halten wir eine Ernährung, die Getreideprodukte (und hierzu gehört auch die Hirse) oder andere stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel als Grundnahrungsmittel betrachtet, für nicht empfehlenswert.
Wenn Sie jedoch Kohlenhydrate und hier insbesondere Hirse gelegentlich in Ihren Speiseplan integrieren, dann spricht nichts dagegen. Welche Menge für Sie dabei optimal wäre, hängt jedoch ausschliesslich von Ihrer Lebensweise ab und nicht von irgendwelchen pauschalen Richtlinien. Betrachten Sie die Hirse einfach als kleine Beilage, die Gemüse-Mahlzeiten ERGÄNZEN kann.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
Ich habe mir Hirse gekauft, um sie meinem morgendlichen Müsli beizufügen. Muss ich sie dazu erst einweichen? Ansonsten sind die Körner nämlich ganz schön hart.
Ich habe in anderen Müslirezepten immer nur von Hirseflocken gelesen. Ist das etwa die einzige Variante fürs Müsli?
Mit freundlichen GRüßen
Svenja
Liebe Svenja,
vielen Dank für Ihre Mail.
Hirseflocken können nach kurzem Einweichen oder - je nach Feinheitsgrad - auch sofort verzehrt werden. Wenn Sie jedoch ganze Hirsekörner gekauft haben, dann sind diese dazu gedacht, gekocht zu werden. Eine andere Möglichkeit wäre, die Hirsekörner zu mahlen und nach einigen Stunden Einweichzeit dem Müsli bezufügen. Allerdings ist diese Variante Geschmacksache.
Weitaus besser eignet sich als Beimischung zum Müsli die gekeimte Goldhirse, die man bereits fertig (gekeimt und hernach getrocknet) kaufen kann. Fazit: Zum Müsli eignen sich Hirseflocken oder gekeimte Goldhirse, als Beilage z. B. zu Gemüse eignen sich die Hirsekörner, nachdem sie gekocht wurden.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
hallo. Ich habe verschiedene Grundrezepte von Hirse gelesen. Auf manchen Verpackungen steht, dass die Hirse gründlich gewaschen werden sollte... auf anderen steht überhaupt nichts von waschen. Habe etwas davon gehört, dass Hirse nachteilige Bitter- oder Gerbstoffe enthalten würde.
Ist es also schlimm, wenn ich die Hirse nicht wasche? Und wie verhält es sich nun mit diesen Bitter- oder Gerbstoffen?
Danke! mfg christoph
Hallo Christoph,
gern beantworten wir Ihre Frage :-)
Hirse enthält insbesondere in ihrer Schale bestimmte Gerbstoffe, die im Körper des Menschen zu einer erschwerten Aufnahme von Mineralstoffen und/oder Spurenelementen führen können. Andere Stoffe (Saponine) können sich negativ auf die Blutqualität auswirken (meist nur bei Kindern unter einem Jahr oder bei Menschen mit einer erkrankten Darmschleimhaut). Da diese Substanzen ferner einen bitteren Geschmack besitzen, aber glücklicherweise wasserlöslich sind, wird empfohlen, die Hirse (und auch viele andere Samen wie z. B. Quinoa) vor dem Verzehr zu waschen.
Da die im Handel befindliche Hirse jedoch geschält ist, sind die unerwünschten Stoffe dort nur noch in sehr geringen Mengen vorhanden. Meist wird die Hirse ausserdem vor dem Abfüllen vom Hersteller vorgewaschen, weshalb es also auch von der Marke abhängt, ob die Hirse gewaschen werden sollte oder ob dies nicht mehr nötig ist.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit