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Die Top Ten der Medikamente und ihre natürlichen Alternativen

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 20.06.2018
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Die Top Ten der Medikamente und ihre natürlichen Alternativen
© istockphoto.com/PeopleImages

Unter den zehn am häufigsten verschriebenen Medikamenten Deutschlands finden sich Schmerzmittel, Blutdruckmedikamente, Cholesterinsenker, Säureblocker und das Schilddrüsenhormon Thyroxin. Bei fast jedem Beschwerdebild, das den Arzt eines der genannten Arzneimittel verschreiben lässt, gäbe es natürliche Alternativen. Diese könnten die jeweilige Erkrankung stark mindern, wenn nicht gar heilen, in jedem Fall aber so günstig beeinflussen, dass weniger Medikamente erforderlich wären und damit auch mit weniger Nebenwirkungen gerechnet werden müsste.

Zu den zehn am häufigsten verschriebenen Medikamente gibt es natürliche Alternativen

Die zehn am häufigsten verschriebenen Medikamente werden gegen Gebrechen eingenommen, an denen fast jeder Mensch früher oder später einmal leidet, und zwar:

  • gegen chronische Schmerzen (meist im Bereich der Gelenke),
  • Bluthochdruck,
  • einen zu hohen Cholesterinspiegel,
  • Magenbeschwerden sowie
  • bei einer Schilddrüsenunterfunktion.

Die Top Ten dieser Medikamente sieht (in Deutschland) daher so aus:

  1. Ibuprofen 400 mg (Schmerzmittel)
  2. Levothyroxin 50 und 100 µg (Schilddrüsenhormon)
  3. Pantoprazol 20 mg und mehr (Säureblocker für den Magen)
  4. Metamizol 125 bis 1.000 mg (Schmerzmittel, auch als Novalgin® bekannt)
  5. Ramipril 1,25 bis 10 mg (ACE-Hemmer gegen Bluthochdruck)
  6. Metoprolol 23,75 bis 200 mg (Betablocker gegen Bluthochdruck)
  7. Bisoprolol 1,25 bis 10 mg (Betablocker gegen Bluthochdruck)
  8. Simvastatin 5 bis 80 mg (Cholesterinsenker)
  9. Amlodipin 5 bis 10 mg (Kalziumantagonist gegen Bluthochdruck
  10. Diclofenac 25 bis 100 mg (Schmerzmittel)

Sicher kommt Ihnen das eine oder andere Medikament bekannt vor. Vielleicht nehmen Sie es auch selbst. Hat Ihnen Ihr Arzt gesagt, dass es eine natürliche Alternative dafür gäbe? Hat er gesagt, dass Sie die Medikamente u. U. gar nicht bräuchten (oder langfristig wieder absetzen können), weil er Ihnen eine andere – viel gesündere und verträglichere – Lösung anbieten könnte? Eine Lösung, die nur angenehme Nebenwirkungen hat und die – im Gegensatz zu Ihren Medikamenten nicht nur die Symptome unterdrückt, sondern sogar den Heilprozess anstossen kann? Nein, natürlich nicht.

Daher stellen wir Ihnen diese nun vor. Bitte nutzen Sie dazu auch die angegebenen Links, die Sie zu den entsprechenden Artikeln mit vielen Details zu den jeweiligen Alternativen der genannten Medikamente führen:

1. Alternativen für Schmerzmittel bei chronischen Schmerzen

Bei Schmerzen nach Operationen, Verletzungen und Unfällen oder bei akuten Schmerzen wie starken Zahn- und Kopfschmerzen sind die herkömmlichen Schmerzmittel natürlich ein Segen. In diesen Fällen werden Schmerzmittel meist auch nur kurzfristig eingenommen.

Unsere Alternativen beziehen sich hingegen vielmehr auf Schmerzen infolge chronischer Erkrankungen, wie Arthritis, Arthrose, Fibromyalgie und viele andere Erkrankungen, die mit zumeist entzündlichen Schmerzzuständen einhergehen. Die in diesen Fällen verordneten Medikamente, wie auch das genannte Ibuprofen, wirken insbesondere entzündungshemmend – und Entzündungen lassen sich auch wunderbar auf natürlichem Wege lindern.

Gerade bei Schmerzen im Gelenkbereich gibt es zahlreiche natürliche Alternativen, wozu etwa MSM, der organische Schwefel, gehört, genauso das CBD-Öl (Hanfextraktöl), der Weihrauch oder auch die Weidenrinde. Im Gegensatz zu den Medikamenten sind diese Mittel deutlich besser verträglich, wenn nicht gar gänzlich frei von Nebenwirkungen.

Weitere Tipps und Alternativen erhalten Sie, wenn Sie Ihre entsprechende Erkrankung in unsere Suche eingeben, z. B. Fibromyalgie, Arthrose oder Arthritis, denn allein mit der Einnahme eines Schmerzmittels sollte es ja nicht getan sein, wenn man tatsächlich eine langfristige Besserung der Beschwerden erzielen möchte.

2. Alternativen bei Schilddrüsenunterfunktion

Schilddrüsenerkrankungen wie die Schilddrüsenunterfunktion oder die Autoimmunerkrankung der Schilddrüse Hashimoto Thyreoiditis erfordern aus ärztlicher Sicht meist die Gabe von L-Thyroxin. Oft wird das Hormon vorschnell verschrieben, da sich mit ganzheitlichen Massnahmen die jeweiligen Funktionsstörungen der Schilddrüse oder anderer damit in Zusammenhang stehender Organe sowie auch das irritierte Immunsystem häufig wieder regulieren liessen.

Zu diesen Massnahmen gehören die richtige Ernährung, die Optimierung der Vitalstoffversorgung, die harmonisierende Lenkung des Immunsystems, ein gutes Stressmanagement, ggf. eine Entgiftung und viele weitere, die je nach Bedarf ganz individuell ausgewählt werden.

Schon bei der Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion sollte man vorsichtig sein und möglichst selbst viel darüber wissen, um Fehldiagnosen zu vermeiden.

Hanfextrakt

3. Alternativen für Säureblocker

Säureblocker vom Typ der Protonenpumpeninhibitoren (PPI) hemmen direkt in den Magenschleimhautzellen die Bildung der Magensäure. Sie wirken also ganz anders als Mittel, die die vorhandene Magensäure neutralisieren, wie z. B. Natron (Natriumhydrogencarbonat) oder Calcium-/Magnesiumcarbonate (z. B. Rennie).

Säureblocker erkennt man an der Endung -prazol im Namen des jeweiligen Wirkstoffs. Auf der Medikamentenpackung steht daher z. B. Pantoprazol, Omeprazol o. ä. In Dosierungen von 20 mg und darüber werden diese Mittel jährlich mehr als 20 Millionen mal verschrieben.

PPI wirken schnell und werden daher gerne eingenommen, oft zu gerne. Denn schafft man den Ausstieg nicht rechtzeitig, dann fällt es schwer, sie wieder abzusetzen. Versucht man es doch, so können sich erst recht Magenbeschwerden einstellen. Es kann sich also eine gewisse Abhängigkeit entwickeln, die man besser vermeidet.

Merkt man bereits, dass man ohne Säureblocker nicht mehr klarkommt, so sind entsprechende Massnahmen hilfreich, um die Medikamente langsam aber sicher wieder ausschleichen zu können. Beschrieben haben wir die Vorgehensweise im vorigen Link unter „Die zehn wichtigsten Schritte weg von Säureblockern“, wo Sie auch Vorschläge für Alternativen finden.

Zusätzlich sollte unbedingt insgesamt auf eine gute Magengesundheit geachtet werden, was oft mit sehr einfachen Tipps möglich ist, die lediglich etwas Zeit und Konzentration erfordern, wie z. B. das sehr langsame Essen und gründliche Kauen der Mahlzeiten, das Meiden von zu späten Abendmahlzeiten oder die richtige Kombination der verzehrten Lebensmittel.

Laut wissenschaftlicher Untersuchungen hilft eine bestimmte Ernährung übrigens besser als Säureblocker gegen die typischen Magensäurebeschwerden.

Säureblocker werden auch gerne als sog. Magenschutz verschrieben, etwa wenn man Antibiotika oder Schmerzmittel einnehmen muss, die andernfalls dem Magen schaden würden. Leider hat der „Magenschutz“ selbst so gravierende Nebenwirkungen, dass man sich hier quasi zwischen Sodom und Gomorrha entscheiden darf.

Wichtig ist auch hier, dass man die Mittel nur über einen kurzen Zeitraum einnimmt (zwei bis drei Wochen) und dann unbedingt wieder absetzt (am besten ausschleicht), wenn sie nicht mehr benötigt werden.

4. Alternativen bei Bluthochdruck

Ob ACE-Hemmer oder Betablocker, Medikamente gegen Bluthochdruck sind DER Renner der Pharmaindustrie. Allein der ACE-Hemmer Ramipril wird knapp 20 Millionen Mal pro Jahr verschrieben. Der Betablocker Metoprolol über 17 Millionen Mal – wobei all die anderen ACE-Hemmer, Betablocker und anderen Wirkstoffgruppen zur Blutdrucksenkung noch gar nicht mitgezählt sind.

Kaum ein Beschwerdebild ist jedoch so gut mit naturheilkundlichen Massnahmen zu bessern wie ein hoher Blutdruck. Zwar ist die ganzheitliche Vorgehensweise bei Bluthochdruck – die eine Änderung des Lebensstils und der Ernährung umfasst (einen Ernährungsplan finden Sie hier) – nicht ganz so einfach wie das Schlucken einer Tablette. Doch lohnt es sich allemal.

Denn nicht nur der Blutdruck wird sich bessern, Sie werden sich insgesamt fitter und leistungsfähiger fühlen, Ihr Übergewicht wird schwinden, Ihr Blutzucker wird sich einpendeln, chronische Schmerzen lassen nach und auch der Cholesterinspiegel wird sinken, womit wir auch schon bei den Statinen wären.

5. Alternativen zu Statinen (Cholesterinsenkern)

Auch Statine sind ein wichtiger Umsatzgarant der Arzneimittelindustrie. Am häufigsten wird in Deutschland mit über 14 Millionen Verschreibungen pro Jahr Simvastatin verordnet – was schon allein 200 Millionen Euro einbringt. Fluvastatin, Lovastatin und andere Statine sind hier noch nicht eingerechnet und dürften den Umsatz noch weiter kräftig ankurbeln.

Statine werden deshalb so häufig verordnet, weil so viele Menschen einen zu hohen Cholesterinspiegel haben, der wiederum als Risikofaktor für Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall gilt. Bis vor wenigen Jahren waren es noch nicht so viele Menschen.

Dann aber senkte man kurzerhand den Grenzwert, so dass von heute auf morgen die Zahl der potentiellen Statin-Kunden rasant stieg. Menschen, die zuvor einen völlig normalen Cholesterinspiegel hatten, litten plötzlich an Hypercholesterinämie und galten als behandlungsbedürftig.

Hier heisst es also, erst einmal gut zu überprüfen, ob im Einzelfall überhaupt Statine erforderlich sind. Wenn nämlich der Patient keine weiteren Risikofaktoren mit sich bringt und seine Gefässgesundheit stabil ist, bedeutet ein hoher Cholesterinspiegel nicht immer ein Problem – zumal Statine gravierende Nebenwirkungen mit sich bringen können. Einen interessanten Erfahrungsbericht zu diesem Thema haben wir hier veröffentlicht: Nebenwirkungen verschiedener Medikamente

Augenschäden bis hin zum grauen Star sind möglich, auch Demenz ist im Gespräch sowie eine schmerzhafte Muskelschwäche (weshalb Leistungssportler keine Statine nehmen dürfen) und die bei langfristiger Medikamenteneinnahme üblichen Nieren- und Leberschäden. Selbst das Risiko für Parkinson und Diabetes soll steigen, wenn man regelmässig zu Statinen greift.

Sobald Sie unseren Artikel zur natürlichen Senkung des Cholesterinspiegels durchgearbeitet und verstanden haben, werden Sie feststellen, dass sich all diese Nebenwirkungen in den meisten Fällen nicht annähernd lohnen – zumindest dann nicht, wenn Sie Spass daran haben, sich rundum wohl und gesund zu fühlen und auch gerne etwas dafür tun möchten.

Weitere Medikamente und ihre Alternativen

Weitere häufig verordnete Medikamente sind

Auch hier kann man oft mit natürlichen Methoden viel erreichen und braucht auf diese Weise weniger oder gar keine Arzneimittel mehr. Verfolgen Sie dazu bitte die obigen Links hinter den Krankheitsbegriffen.

Medikamente nicht plötzlich absetzen!

Wenn Sie bereits Medikamente einnehmen oder diese ganz neu verschrieben bekommen haben, dann besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, ob Sie stattdessen oder zusätzlich die vorgeschlagenen natürlichen Alternativen einsetzen können. Es ist also keine gute Idee, die Medikamente einfach so wegzulassen, nicht zuletzt deshalb, da ganzheitliche Massnahmen oft eine gewisse Zeit brauchen, bis sie wirken.

Schliesslich wird hier der Organismus nicht manipuliert, stattdessen wird er so lange unterstützt, entlastet und gefördert, bis er sein eigenes Gleichgewicht wieder findet und Heilprozesse in die Wege leiten kann. Dies gelingt selten innerhalb weniger Tage. Schliesslich wurde der Organismus auch nicht innerhalb kürzester Zeit krank. Jede Fehlfunktion und jeder überhöhte Wert entwickelt sich im Laufe von Jahren. Geben Sie Ihrem Körper daher die Zeit, die er benötigt.

Krank: Was tun?

Wenn Sie andere Krankheiten als die genannten haben und wissen möchten, was Sie im speziellen Fall tun können, dann finden Sie in unserem Artikel zur ganzheitlichen Vorgehensweise bei Krankheiten die erforderlichen Basismassnahmen und weitere Tipps für ein ganzheitliches Konzept.

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Quellen

  • WidO, Wissenschaftliches Institut der AOK, Arzneiverordnungsreport, abgerufen 14.5.2018, (Quelle als PDF)
  • Studien und andere Quellen zu den oben genannten Alternativen und ganzheitlichen Lösungen finden Sie in den jeweils verlinkten Artikeln in der Quellenangabe.