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  • Gedächtnisverlust aufgrund von Demenz.
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Mit Vitamin D weniger Ablagerungen im Gehirn!

Wer im mittleren Alter höhere Vitamin-D-Werte hat, könnte sich viele Jahre später über weniger Ablagerungen im Gehirn freuen dürfen. Das zumindest lässt eine Studie vermuten, die im April 2026 erschien. Die für Demenz typischen Ablagerungen korrelierten mit dem Vitamin-D-Spiegel.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 19 Juli 2026
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Niedriger Vitamin-D-Spiegel – Risikofaktor für Demenz

Niedrige Vitamin-D-Spiegel im Blut wurden bereits in der Vergangenheit mit einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz in Verbindung gebracht.

Frühere Studien, die diesen Zusammenhang untersuchten, taten dies jedoch meist bei Teilnehmern im höheren Lebensalter (58–73 Jahre). Wie sich der Vitamin-D-Spiegel im jüngeren bzw. mittleren Alter auf das spätere Demenzrisiko auswirkt, wusste man hingegen nicht.

Kann Vitamin D vor Ablagerungen im Gehirn schützen?

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der University of Galway (Irland) untersuchte in einer Studie von 2026 nun erstmals, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Serumspiegel gibt und dem Auftreten der typischen Alzheimer-Ablagerungen im Gehirn – und zwar noch bevor sich Demenz-Symptome zeigen (1).

Denn die Ablagerungen beginnen sich oft schon Jahrzehnte vor dem Auftreten klinischer Symptome im Gehirn anzusammeln.

Das Tau-Protein stellt gemeinsam mit Amyloid-Beta die beiden wichtigsten krankhaften Eiweißablagerungen bei der Alzheimer-Krankheit dar:

Amyloid-Beta lagert sich außerhalb der Nervenzellen zu sogenannten Plaques zusammen. Das Tau-Protein dagegen lagert sich innerhalb der Nervenzellen zu Neurofibrillenbündeln zusammen.

Studie: Ist ein Zusammenhang zwischen Vitamin D und Ablagerungen möglich?

An der im Fachjournal Neurology Open Access veröffentlichten Studie nahmen 793 Personen (53 % Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 39 Jahren teil. Eine Demenz hatte noch niemand.

Die Forscher maßen zu Beginn der Studie einmalig den Vitamin-D-Blutspiegel – und zwar das 25-Hydroxyvitamin D (Calcidiol). Das ist die im Blut zirkulierende Vitamin-D-Speicherform.

Als hoch galten Vitamin-D-Spiegel von über 30 ng/ml, niedrige Werte lagen darunter. Insgesamt 34 % der Teilnehmer hatten niedrige Vitamin-D-Serumspiegel.

Rund 16 Jahre später wurden bei den Teilnehmern Gehirnscans durchgeführt, um mögliche Ablagerungen zu entdecken.

Weniger Ablagerungen, wenn Jahre zuvor der Vitamin-D-Spiegel in Ordnung war

Bei der anschließenden Auswertung der Scans wurden auch weitere Faktoren berücksichtigt, die zur Entstehung von Ablagerungen beitragen können, darunter das Alter, das Geschlecht, der Body-Mass-Index, der Raucherstatus und das Vorliegen von Bluthochdruck, Diabetes sowie einer Depression.

Dennoch zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang konkret zwischen Tau-Protein-Ablagerungen und dem Vitamin-D-Spiegel und zwar besonders im entorhinalen Cortex und im unteren Temporallappen.

In diesen Gehirnregionen – sie sind entscheidend für das Gedächtnis und die Orientierung – hatten Menschen mit höheren Vitamin-D-Spiegeln weniger Tau-Ablagerungen.

Der entorhinale Cortex und der untere Temporallappen gehören zu den ersten Hirnregionen, in denen sich bei der Alzheimer-Krankheit Tau-Protein-Ablagerungen bilden.

Mit den Amyloid-Beta-Ablagerungen wurde hingegen kein Zusammenhang festgestellt.

Niedriger Vitamin-D-Spiegel: Behandelbarer Risikofaktor

„Ein höherer Vitamin-D-Spiegel im mittleren Lebensalter könnte vor der Entwicklung der Tau-Ablagerungen im Gehirn schützen. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist somit möglicherweise ein Risikofaktor, der modifiziert und behandelt werden könnte, um das Demenzrisiko zu verringern“, sagt Studienautor Martin David Mulligan (University of Galway).

Eine wesentliche Einschränkung der Studie besteht lediglich darin, dass der Vitamin-D-Spiegel im Blut nur einmal gemessen wurde.

Fazit: Schon früh Vitamin-D-Spiegel optimieren – und damit Risiko für Demenz reduzieren

Man kann also offenbar im mittleren Alter noch sehr gut manche Demenz-Risikofaktoren beeinflussen. Den eigenen Vitamin-D-Spiegel zu erhöhen, ist dabei eine der leichtesten Maßnahmen.

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Schließlich muss man nur den augenblicklichen Vitamin-D-Status bestimmen lassen, dann eine passende Nahrungsergänzung auswählen (z. B. individuell dosierbare Vitamin-D-Tropfen) und diese in der richtigen Dosis einnehmen.

Lesen Sie die wichtigsten Informationen, die Sie zur Optimierung Ihres Vitamin-D-Spiegels brauchen, in unserem Artikel Optimieren Sie Ihre Vitamin-D-Versorgung – 15 Tipps.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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