Zentrum der Gesundheit
Kresse - Alleskönner für Ihre Gesundheit

Kresse - Alleskönner für Ihre Gesundheit

Autor: , Letzte Änderung:

(Zentrum der Gesundheit) – Gartenkresse ist jenes würzig schmeckende Grünzeug, das meist zur Dekoration über kalte Platten gestreut wird. Kein Mensch denkt bei Kresse an ein Heilmittel. Genau das aber ist die Gartenkresse – und zwar sowohl die Pflanze wie auch ihre Samen. Beides kann zur Behandlung diverser Erkrankungen eingesetzt werden. Diabetes gehört genau so dazu wie Nierensteine, Magen-Darm-Beschwerden, Lungenprobleme, Menstruationsbeschwerden oder Krebs. Und das Beste: Gartenkresse lässt sich ausserordentlich preiswert und ohne viel Aufwand selbst ziehen.

Kresse: Weltbekanntes Naturheilmittel

Kresse gibt vielen Rezepten den entscheidend würzigen Frischekick. Ob Kartoffelsalat, gefüllte Eier, Fischgerichte, Suppen oder Pasta – mit Kresse schmeckt alles gleich noch einmal so gut.

Kresse peppt Speisen aber nicht nur geschmacklich auf. Sie gibt ihnen auch eine ordentliche Portion Gesundheit mit auf den Weg.

Kresse ist nämlich in Wirklichkeit eine äusserst starke Heilpflanze.

Im Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst, wird Kresse (Lepidium sativum) schon seit Jahrtausenden eingesetzt. Hier soll sie beispielsweise Durchfall, Muskelschmerzen und sexuelle Unlust bekämpfen.

Von Indien aus eroberte die Gartenkresse die Welt. Araber, Perser, Afrikaner und Europäer konnte sie mit ihrer gesundheitsfördernden Wirkung schnell überzeugen – einerseits mit ihrem interessanten Nährwert, andererseits mit ihren heilsamen Inhaltsstoffen.

Nährstoffreiche Gartenkresse

Hundert Gramm Gartenkresse enthalten 1,3 Milligramm Eisen, so dass Kresse – üppig verzehrt – zur Deckung des Eisenbedarfs (ca. 12 – 15 mg pro Tag) beitragen kann.

Auch mit Calcium ist die Kresse gut ausgestattet. Ihr Calcium-Gehalt liegt bei 81 mg pro 100 Gramm.

Ernährungsexperten empfehlen eine tägliche Vitamin-A-Aufnahme von 0,8 bis 1,0 Milligramm. Mit knapp 350 Mikrogramm pro hundert Gramm kann Kresse daher auch einen wichtigen Beitrag zur Vitamin-A-Versorgung leisten.

Und in Sachen Vitamin C decken schon 50 Gramm Kresse ein Drittel des täglichen Bedarfs.

Ähnlich sinnvoll ist der Verzehr von Kresse, wenn man seine Folsäureversorgung optimieren möchte, da schon 50 Gramm Kresse ein Sechstel des Folsäurebedarfs liefern

Zudem enthält Gartenkresse im Vergleich zu Blattsalaten viel Eiweiss. Während Feldsalat, Eissalat, Kopfsalat und Co meist nur zwischen 1 und 2 Prozent Protein liefern, besteht die Kresse zu über 4 Prozent aus Eiweiss.

Da also schon kleine Kresse-Mengen enorm zur Nährstoff- und Vitalstoffversorgung beitragen können, sollte die Gartenkresse so oft wie möglich auf dem Speiseplan stehen.

Sollten Sie gleichzeitig an so manchem Zipperlein leiden, kann es ausserdem sein, dass sich dieses durch häufigen Kresseverzehr verabschieden wird. Die Kresse nämlich wirkt sich bei sehr vielen Gesundheitsbeschwerden ausserordentlich heilsam aus – z. B. bei der Schilddrüsenüberfunktion.

Gartenkresse enthält Isothiocyanate, die bei einer Schilddrüsenüberfunktion dafür sorgen, dass nicht zu viel Jod in die Schilddrüse gelangt. Die Schilddrüse wird beruhigt und entspannt sich.

Für Diabetiker ist wichtig, dass die Kresse – als Extrakt eingenommen – überdies den Blutzuckerspiegel reguliert bzw. dafür sorgt, dass er nach den Mahlzeiten nicht so rasch steigt.

Doch auch für das Herz-Kreislauf-System ist die Kresse ein wahrer Schutzengel.

Kresse für das Herz-Kreislauf-System

Die Kresse besitzt gleich mehrere Eigenschaften, die sie zu einem hervorragenden Mittel zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen machen.

Neben ihrem antioxidativen Potential wirkt die Kresse beispielsweise "blutverdünnend". Sie hemmt also die übermässige Blutgerinnung, so dass die Thrombenbildung, die gerne zu Thrombosen und Embolien führt, verhindert wird. Dadurch reduziert die Kresse natürlich auch das Risiko für Infarkte und Schlaganfälle.

Gleichzeitig sorgt die Kresse dafür, dass sich die Gefässe entspannen und wirkt auf diese Weise Gefässverengungen entgegen.

Dies macht sich besonders bei erhöhtem Blutdruck bemerkbar.

Daher ist es kein Wunder, dass die Kresse einen blutdrucksenkenden bzw. blutdruckregulierenden Ruf hat.

Für eine merkliche Wirkung muss die Kresse aber täglich in relevanten Mengen verzehrt werden.

Wer übrigens nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen kann, sollte so häufig wie möglich Kressesamen kauen – heisst es.

Kresse unterstützt die Entgiftung

Oft kommt es bei Herzproblemen (Herzinsuffizienz) zu Wasseransammlungen im Körper. Auch hier kann die Kresse hilfreich sein:

In China und anderen Teilen Ostasiens werden Wasseransammlungen infolge einer Herzschwäche traditionell schon seit Jahrtausenden mit Kressesamen behandelt.

Und das ist auch kein Wunder, da Kresse – nicht nur die Samen, auch die Pflanze – eine eindeutig harntreibende Wirkung ihr eigen nennt.

Auf diese Weise kann die Kresse zur Entgiftung des Körpers beitragen. Denn durch das häufige Wasserlassen werden vermehrt Giftstoffe aus dem Organismus sowie konkret Ablagerungen aus der Niere gespült, die andernfalls Gesundheitsschäden auslösen könnten.

Täglich ein Teelöffel Kressesamenpulver mit etwa 30 Milliliter Wasser vermischt (anschliessend zwei Gläser Wasser trinken) soll zu diesem Zweck eingenommen werden.

Da Hautunreinheiten oft mit "verschlacktem" Blut in Verbindung stehen, zeigt sich häufig auch eine Besserung im Hautbild, wenn die Kresse ursprünglich nur zur Blutreinigung und Entgiftung eingesetzt wurde.

Kresse gegen Hautprobleme

Eine Paste aus zerstampften Kressesamen und Wasser kann, oberflächlich aufgetragen, direkt auch lokale Hautprobleme lindern.

Eine solche Paste eignet sich zur Behandlung von spröden aufgeplatzten Lippen, trockenen Hautstellen und sogar von Sonnenbrand.

Ähnlich hilfreich ist die Kresse in Bezug auf das Verdauungssystem:

Kresse bei Verdauungsbeschwerden und Appetitmangel

Durch ihre verdauungsregulierende und antimikrobielle Wirkung kann Kresse sowohl bei einer Magenverstimmung als auch bei Durchfall eingesetzt werden. Dazu eignet sich ein Gemisch aus Kressesamenpulver und Honig.

Sobald Kressesamenpulver nämlich mit Flüssigkeit in Berührung kommt, bildet sich ein Schleim, der sich wie ein Schutzfilm auf die Innenwände der Verdauungsorgane legt. Auf diese Weise hemmt die Kresse Irritationen bei Erkrankungen und Infektionen im Magen-Darm-Trakt.

Auch bei Verstopfung und Blähungen können Kressesamen in der beschriebenen Anwendung helfen.

Die antibakterielle Wirkung der Kresse macht man sich auch bei Problemen mit den Atemwegen zunutze:

Kresse bei Erkältungen

Sowohl akute als auch chronische Erkrankungen der Atemwege sprechen sehr gut auf eine Behandlung mit Kresse an. Hier wirkt die Kresse schleimlösend und entzündungshemmend, zudem weitet sie die Bronchien.

Gekaute Kressesamen lindern überdies Halsschmerzen, Husten und Asthmasymptome. Zu diesem Zweck sollten Betroffene dreimal täglich jeweils 1 Gramm Kressesamen kauen.

Praktischerweise hilft die Gartenkresse auch gegen erkältungsbedingte Kopfschmerzen (genauso gegen Migräne). Zu diesem Zweck sollten ebenfalls Samen gekaut werden.

Kresse ist aber nicht nur fein für Kranke, sondern auch für sehr gesunde Menschen. Stillende Mütter beispielsweise können ihren Babies mehr Milch bieten, wenn sie verstärkt zur Kresse greifen:

Kresse für stillende Mütter

Kresse fördert die Milchbildung bei stillenden Müttern.

Ein Teelöffel Kressesamen sollte dazu eine halbe Stunde lang in etwa 175 Milliliter Wasser gekocht und dann mit einem Teelöffel Honig vermischt getrunken werden, um die Milchbildung anzuregen.

Da Kressesamen hormonell wirksame Stoffe mit östrogenähnlichem Einfluss enthalten, hat die Kresse gleichzeitig die Fähigkeit, das Hormonsystem sanft zu regulieren und auch bei Zyklusproblemen oder Menstruationsbeschwerden zu helfen.

Die oben erwähnte antimikrobielle Wirkung der Kresse ist natürlich auch in der Stillzeit sehr willkommen, da sie Mutter und Kind vor lästigen Infekten schützt.

Doch wirkt die Kresse nicht nur gegen Husten- und Schnupfenkeime, sondern auch gegen Erreger von ganz anderem Kaliber:

Kresse gegen multiresistente Keime

In unserem Artikel Jeder Tag im Krankenhaus erhöht Infektionsrisiko finden Sie Informationen über multiresistente Krankheitserreger. Diese Bakterien sind gegen die Wirkung von Antibiotika immun.

Durch sie hervorgerufene Infektionen können mit den gängigen Methoden nicht behandelt werden und führen daher in etwa zehn Prozent der Fälle zum Tode.

Gartenkresse bekämpft Krankheitserreger jedoch selbst dann noch, wenn diese auf eine Behandlung mit Antibiotika nicht mehr ansprechen. So ist etwa bekannt, dass Kresse das Wachstum von Bakterienstämmen der Art Pseudomonas aeruginosa hemmt.

Pseudomonas aeruginosa kommen in feuchten Milieus, etwa in Dialysegeräten, vor und sind der in Deutschland am häufigsten vorkommende Krankenhauskeim: Etwa zehn Prozent aller Krankenhausinfektionen werden von diesen Bakterien hervorgerufen.

Sie können die verschiedensten Erkrankungen auslösen, meistens verursachen sie jedoch eine Lungenentzündung.

Sollte sich also ein Krankenhausaufenthalt nicht vermeiden lassen, dann nehmen Sie ein Tütchen Kressesamen mit und kauen davon 1 bis 3 Mal täglich eine kleine Menge (1/4 Teelöffel).

Dies empfiehlt sich ganz besonders dann, wenn Sie wegen eines Knochenbruchs in der Klinik liegen. Denn:

Kresse-Samen fördern die Knochenheilung

In Afrika werden Kressesamen traditionell bei Knochenbrüchen eingesetzt, da sie deren Heilung beschleunigen sollen.

Und was die alten Afrikaner längst wussten, wurde dann auch im Jahr 2007 in wissenschaftlichen Studien bestätigt und im Fachjournal Medscape General Medicineveröffentlicht.

Die Forscher mischten Kressesamen in das Futter von Kaninchen, die an Knochenbrüchen litten. Es zeigte sich, dass die Knochen dieser Kaninchen sehr viel schneller heilten als die der Kontrollgruppe, die keine Kressesamen erhalten hatte.

Viele der oben beschriebenen Heilwirkungen der Gartenkresse beziehen sich auf deren Samen. Doch wirkt die Kressepflanze ganz ähnlich.

Man wendet meist nur deshalb bevorzugt die Samen an (ausser man benötigt den Schleim), weil diese problemlos im Arznei- oder Vorratsschrank gelagert werden können und jederzeit griffbereit sind. Die Pflanze jedoch müsste man erst über etliche Tage hinweg ziehen.

Doch bietet die Kresse-Pflanze natürlich aus kulinarischer Sicht ganz andere Genüsse als die Samen.

Dabei ist nicht nur der Verzehr der Kresse-Pflanze ein Spass für die ganze Familie, sondern auch deren Anzucht, die selbst Kinder völlig unproblematisch übernehmen können:

Kresse selbst ziehen

Kresse kann wunderbar selbst gezogen werden. Sie benötigen dazu weder Balkon noch Garten. Denn die Gartenkresse wächst notfalls auch auf einem feuchten Küchenpapier auf einem Teller.

Besonders platzsparend und einfach ist der Kresseanbau mit Hilfe von Keimgeräten aus Ton oder Kunststoff. Mehrere Keimschalen werden hier über einander gestapelt, was den Kresseertrag nicht nur leicht, sondern auch ertragreich macht.

Für kleine Mengen eignen sich auch Kressesiebe. Sie bestehen in der Regel aus einem Edelstahlsieb in einem Keramik- oder Tongefäss. Die Samen werden direkt auf das Sieb gestreut.

Und wenn Sie grössere Mengen Kresse benötigen, etwa weil Ihre Familie so umfangreich ist oder weil Sie einfach täglich Kresse essen möchten, dann empfiehlt sich das Easygreen Sprossenzuchtgerät. Dort müssen Sie sich nicht einmal mehr um die Bewässerung kümmern. Alles läuft voll automatisch.

Säen Sie einfach täglich oder alle zwei Tage erneut Kresse aus und Sie können nach spätestens 10 Tagen täglich Kresse in der allerbesten und frischestmöglichen Bio-Qualität ernten.

Optimal ist es, wenn Sie die Kresse immer erst unmittelbar vor dem Verzehr ernten, z. B. für unsere köstlichen…

Gemüse-Kresse-Puffer

Zutaten:

  • 2 mittlere Möhren, fein gerieben
  • 150 g Knollensellerie fein gerieben
  • 2 EL gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 50 g Kresse gehackt
  • 4 EL Sojamehl mit 4 EL Wasser angerührt (oder für Nicht-Veganer 1 - 2 Eier)
  • Kräutersalz, Pfeffer, Muskat
  • Olivenöl

Zubereitung:

Möhren, Sellerie, Kresse und Mandeln/Haselnüsse mischen. Die Sojamehl-Wasser-Mischung unter das Gemüse rühren. Mit den Gewürzen abschmecken und alles gut verkneten.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus der Gemüsemasse Puffer formen und diese im Öl von beiden Seiten braten.

Dazu passen Salate aller Art oder auch ein Meerrettich-Dip

Guten Appetit!

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Quellen:



Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal