Frauenbeschwerden

Hitzewallungen reduzieren Brustkrebsrisiko

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 30.10.2018
  • 1 Kommentar
Hitzewallungen reduzieren Brustkrebsrisiko
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Viele Frauen leiden unter Hitzewallungen, wenn sie in die Wechseljahre kommen. Rasch werden Ärzte aufgesucht, Medikamente geschluckt und - wenn alles gut geht - verschwinden die Hitzewallungen. Was aber wäre, wenn Hitzewallungen einen biologischen Sinn hätten? Was wäre, wenn Hitzewallungen deshalb vom Körper produziert werden, um die Entstehung von Brustkrebs zu verhindern?

Inhaltsverzeichnis

Hitzewallungen korrelieren mit reduziertem Brustkrebsrisiko

Laut einer aktuellen Studie des Fred Hutchinson Krebsforschungszentrums in Seattle, Washington haben Frauen, die Hitzewallungen oder andere Symptome der Wechseljahre durchlebt haben, ein um 50 Prozent geringeres Risiko, an den am häufigsten auftretenden Formen von Brustkrebs zu erkranken als Frauen, die nie solche Symptome hatten.

In der Tat ist das Risiko für Brustkrebs umso geringer, je häufiger und je intensiver in den Wechseljahren Hitzewallungen auftraten.

Je stärker die Hitzewallungen, um so geringer das Brustkrebsrisiko

Die Ergebnisse dieser Studie, in der sich Forscher erstmals einem möglichen Zusammenhang zwischen Symptomen der Wechseljahre und dem Risiko für Brustkrebs gewidmet hatten, wurden kürzlich in der Zeitschrift Cancer Epidemiology Biomarkers and Prevention veröffentlicht.

Wir fanden insbesondere heraus, dass jene Frauen mit den stärksten Hitzewallungen - die Hitzewallungen war so stark, dass die Frauen des Nachts davon wach wurden - ein besonders geringes Risiko für Brustkrebs aufwiesen

sagte der Hauptautor der Studie Christopher I. Li, M.D., Ph.D. in einer Presseerklärung. Christopher I. Li ist Epidemiologe für Brustkrebs am Fred Hutchinson Krebsforschungszentrum in Seattle.

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Unglaubliche Reduktion des Brustkrebsrisikos

Dr. Li und seine Kollegen entdeckten eine unglaubliche Reduktion des Risikos für invasiv duktale Karzinome und invasiv lobuläre Karzinome(1) (die zwei häufigsten Brustkrebsarten) bei Frauen, die Hitzewallungen und andere Symptome der Wechseljahre erlebt hatten. Der Zusammenhang zwischen diesen Symptomen und einem verringerten Risiko für Brustkrebs änderte sich selbst dann nicht, nachdem die Forscher auch andere Faktoren berücksichtigt hatten, die eigentlich dafür bekannt sind, das Risiko für bösartige Tumoren in der Brust zu erhöhen, wie zum Beispiel Übergewicht und Hormonersatztherapien.

Die Studie

An der Studie, die vom Nationalen Krebsinstitut gefördert wurde, nahmen 1437 Frauen aus der Region Seattle teil. Die Frauen hatten ihre Wechseljahre bereits hinter sich. 988 der Studienteilnehmerinnen hatten zuvor die Diagnose Brustkrebs erhalten und 449 Frauen ohne Brustkrebs wurden als Vergleichsgruppe herangezogen.

Die Frauen wurden zu möglichen Symptomen während ihrer Wechseljahre befragt, wie zum Beispiel zu Hitzewallungen, Nachtschweiss, Schlafproblemen, Depressionen, Scheidentrockenheit, unregelmässige oder starke Menstruationsblutungen und auch zu Angstzuständen.

Hitzewallungen: Vorbeugendes Selbsthilfeprogramm des Körpers?

Während die Symptome der Wechseljahre mit Sicherheit eine negative Auswirkung auf die Lebensqualität haben, deutet unsere Studie jedoch darauf hin, dass sie durchaus auch positive Seiten haben können - vor allem, wenn die Reduktion des Risikos für Brustkrebs durch erlebte Hitzewallungen in weiteren Studien bestätigt werden würde

sagte Dr. Li.

Dann nämlich hätten diese Untersuchungsergebnisse das Potential, einerseits der Wissenschaft neue Erkenntnisse in Bezug auf mögliche Brustkrebsursachen zu ermöglichen und andererseits den Umgang mit den Symptomen der Wechseljahre so zu verändern, dass sie nicht mehr unterdrückt, sondern als vorbeugendes Selbsthilfeprogramm des Körpers betrachtet werden könnten.

Vertrauen in den Körper

Dr. Li und seine Kollegen stellten folgende Hypothese auf: Weil die Symptome der Wechseljahre durch sowohl Schwankungen als auch einen plötzlichen Abfall des Hormonspiegels auftreten, haben Frauen, die häufigere und stärkere Wechseljahresbeschwerden erleben, auf Grund ihres niedrigeren Östrogenspiegels auch ein geringeres Risiko für Brustkrebs. Das aber würde lediglich bedeuten, dass beides - Hitzewallungen und das verminderte Brustkrebsrisiko - einfach als Folge eines bestimmten Hormonstatus auftrete.

Daneben weist die Studie aber auch noch indirekt auf die verblüffende Möglichkeit hin, dass Hitzewallungen und andere Symptome der Wechseljahre auf noch unbekannte Weise die Entwicklung von Brustkrebs konkret hemmen könnten. Und so zeigt sich wieder einmal, dass ein gewisses Vertrauen in die Weisheit des eigenen Körpers gelegentlich wertvoller für die langfristige Gesundheit sein kann als der übereilte Gang zum Onkel Doktor.

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Zuletzt kommentiert

tindraonice schrieb am 15.02.2012

Zwei- und Vierbeiner werden bei uns möglichst art- und bedarfsgerecht ernährt, wir Menschen wenig Fleisch und auch bei den Zusatzstoffen bin ich achtsam. Die Fleischfresser in unserem Haushalt bekommen Fleisch (frisch), das sind Hund und Katz. Vor Jahren hatte unser Hund ein kleines Geschwür am Zahnfleisch, es wurde entfernt. Nichts bösartiges. Jetzt, JAHRE später bildet sich genau da ein aggressiver Tumor. Wir haben diesen mit alternativen Therapien mittlerweile so im Griff dass er kleiner wurde und im Moment nicht wieder wächst. Immer bevor der Tumor wieder etwas kleiner wird scheint es, dass er \"heiss\" wird und der Hund frisst dann auch Schnee wie um zu kühlen (ich weiss Hunde sollten keine Schnee fressen), es scheint ihm zu helfen. Ist keine \"Bewegung\" im Tumor ist Schneefressen kein Thema.

Es ist ja bekannt, dass Tumore Hitze nicht mögen! Deshalb gibt es ja auch Therapieformen, in welchen mit Fieber gegen Tumore gearbeitet wird. Ich bin überzeugt, dass jeder Eingriff in den Organismuss eine Narbe hinterlässt welche Blockaden aufbaut die dann für (grosse) Probleme sorgen können weil z.B. die Körperflüssigkeiten nicht mehr \"durchkommen\". Auch bin ich felsenfest überzeugt, dass die Natur alles bereit hat was wir benötigen; unsere Dummheiten kann sie jedoch auch nicht ausgleichen. Auch hier kann die Verantwortung nicht delegiert werden. Herzliche Grüsse und macht weiter mit Eurer tollen, informativen Seite!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe tindraonice,
vielen Dank für Ihre freundliche Mail und Ihren hochinteressanten Erfahrungsbericht!
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie einschl. Vierbeiner alles Gute,
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit