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Nahrungsergänzung
Probiotika bauen die Darmflora auf

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 08.09.2017
Probiotika bauen die Darmflora auf
© Master1305 - Shutterstock.com (Probiotika unterstützen die Darmflora)

Nützliche Bakterien helfen im menschlichen Darm bei der Verwertung von Nähr- und Vitalstoffen und halten schädliche Mikroorganismen - z. B. Hefepilze - im Zaum. Das ist längst bekannt. Jetzt aber stellten Wissenschaftler fest, dass die sog. guten Darmbakterien nicht nur den Fettstoffwechsel in der Leber ankurbeln (und dadurch den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen), sondern auch bei Entgiftungsprozessen eine äußerst wichtige Rolle spielen und somit in jeden Heilvorgang positiv eingreifen können.

Symbiose zwischen Darmflora und Organen

Laut einer neuen Studie, die kürzlich im Onlinemagazin der American Society for Microbiology - mBio - veröffentlicht wurde, scheinen die sog. "guten" Darmbakterien auch einen äusserst positiven Einfluss auf manche Organe und deren Funktionen auszuüben. Wissenschaftler vom Imperial College in London untersuchten die symbiotischen Beziehungen zwischen Darmbakterien und Organe. Sie beobachteten ferner, welche Veränderungen der Darmflora (bzw. der gesamten Körperflora) zu welchen gesundheitlichen Folgen führten.

Studie mit Probiotika

Für die Untersuchung setzten Studienleiterin Sandrine Claus und ihr Forscherteam spezielle Mäuse ein, die vollkommen frei von Mikroorganismen waren (sie besassen weder "gute" noch "schlechte" Bakterien).

Diese Mäuse wurden aus ihrer völlig keimfreien Umgebung genommen und in Käfige gesetzt, in denen zuvor Mäuse lebten, die eine ganz normale Mikroorganismen-Flora besassen. Schnell siedelten sich die Mikroorganismen in den vormals keimfreien Mäusen an. Über einen Zeitraum von 20 Tagen beobachtete man nun die Veränderungen im Stoffwechsel der Mäuse.

Gesunde Darmflora unterstützt die Leber

Die Besiedlung der Mäusedärme mit "guten" Bakterien löste u. a. mehrere positive Prozesse in der Leber aus, wie z. B. die Umwandlung von Zucker (Glukose) in Stärke (Glykogen) und Fett (Triglycerid) für die kurz- und langfristige Energiespeicherung, was automatisch einen positiven Einfluss auf sowohl den Blutzucker- als auch den Cholesterinspiegel nach sich ziehen kann.

ProbioStress

Probiotika aktivieren Entgiftungsprozesse

Die eingesetzten Probiotika regten in den Mäusen ausserdem ganz stark die Bildung und Aktivität eines essentiellen Enzyms namens Cytochrom P450 3A11 an, das wichtig für die Entgiftung des Körpers ist. Mit Hilfe des Cytochroms P450 werden beispielsweise die Wirkstoffe von pharmazeutischen Medikamenten entgiftet.

Bei diesem Versuch dürfte es sich um den ersten In-vivo-Beweis dafür handeln, dass es einen Zusammenhang zwischen einer bestimmten Bakterienfamilie und dem Fettstoffwechsel der Leber gibt,erklärte Claus.

Probiotika schützen vor Allergien

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Probiotika(1)Hautallergien bei Neugeborenen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorbeugen können, bei der Prävention und Behandlung von Durchfallerkrankungen hilfreich sind und bei ernsthaft erkrankten Patienten sogar Lungenentzündungen bekämpfen können.

Gesunde Darmflora - essentiell bei allen Therapien

Wenn jetzt die hilfreichen Winzlinge auch noch einen gesunden Ablauf des Fettstoffwechsels in der Leber fördern und darüber hinaus Entgiftungsprozesse aktivieren können, die für jeden Regenerations- und Heilvorgang absolut essentiell sind, sollte die Besiedlung der eigene Körperflora mit positiven Bakterienstämmen ein wichtiger Schritt sowohl bei der allgemeinen Gesundheitsvorsorge als auch bei der Therapie der allermeisten Krankheiten darstellen.

Die Voraussetzungen für eine gesunde Darmflora

Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass auch das hochwertigste Probiotikum(1) langfristig keinen Sinn macht, wenn sich die zugeführten nützlichen Bakterien im Verdauungssystem des Patienten nicht ansiedeln.

Dies tun sie nur, wenn ihnen ein angenehmes Milieu geschaffen wird, das ausreichend Besiedlungsräume, Nahrungsquellen und möglichst geringe Konkurrenz in Form von schädlichen Mikroorganismen umfasst. Andernfalls bleibt der positive Effekt - wenn überhaupt - nur solange bestehen, wie das entsprechende probiotische Präparat eingenommen wird.

Gesunder Darm in fünf Schritten

Mit Hilfe einer einfachen, aber nachhaltig wirksamen Darmsanierung in Kombination mit einer gesunden basischen Ernährung (die reich an präbiotischen Lebensmitteln ist) kann das ideale Milieu für eine dauerhafte Ansiedlung der höchst willkommenen Darmbakterien geschaffen werden. Der optimale Aufbau der Darmflora kann also folgendermassen durchgeführt werden:

  1. Wählen Sie ein hochwertiges Probiotikum.
  2. Nehmen Sie die Mineralerde Bentonit. Die regelmässige Einnahme von Bentonit führt zu einer beschleunigten Sanierung der Darmflora, da die adsorbierende Mineralerde den positiven Darmbakterien die begehrten Besiedlungsräume bietet.
  3. Flohsamenschalenpulver reinigt (gemeinsam mit Bentonit) das Verdauungssystem und entfernt dabei auch schädliche Mikroorganismen, so dass die unerwünschten Konkurrenzbakterien dezimiert werden.
  4. Setzen Sie die Richtlinien der basischen bzw. basenüberschüssigen Ernährung um.
  5. Ergänzen Sie Ihre Ernährung u. U mit präbiotischen Lebensmitteln(2). Präbiotika liefern den guten Darmbakterien die nötige Nahrung, damit sich die neu aufgebaute Darmflora auch reichhaltig vermehren und dauerhaft ansiedeln kann. Artischocken, Lauch und Zwiebeln wirken beispielsweise präbiotisch. Auch Inulin ist ein Präbiotikum. Es ist in manchen Gemüsearten z. B. Chicoree und Schwarzwurzeln vertreten, kann aber auch als Nahrungsergänzungsmittel verzehrt werden.

Die Punkte 1 bis 3 bilden zusammen ein hochwertiges Darmsanierungsprogramm. Wie ein solches Darmsanierungsprogramm konkret durchgeführt wird erfahren Sie in unserer Anleitung zur Darmreinigung.

Fussnoten

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Leserkommentare

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Zuletzt kommentiert

jonko schrieb am 24.06.2017

Ich habe schon viele Probiotika ausprobiert, aber von so gut wie allen kriege ich leichte Bauchschmerzen und der Darm fühlt sich einfach irritiert an. Kann es sein das ich einfach keine Probiotika vertrage oder was könnten sie mir empfehlen?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Jonko

Nicht jeder Mensch verträgt alles, und nicht jeder Mensch benötigt Probiotika. Es kommt immer darauf an, wo das Problem liegt, wie die aktuelle Situation des jeweiligen Menschen ist und was dieser erreichen möchte. Erst dann lassen sich Massnahmen finden, die zu diesem Menschen passen – ob dies nun Probiotika sind oder etwas ganz anderes. Wenn es alleinig um die präventive Symbioselenkung der Darmflora geht, dann kann bereits mit einer hochwertigen pflanzenbasierten und vitalstoffreichen Ernährung viel erreicht werden. Da Sie nicht schreiben, ob Sie auch schon Flüssigprobiotika getestet haben, wissen wir nicht, ob diese eine Alternative für Sie darstellen könnten.

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Quellen

  • Präbiotika sind im Gegensatz zu Probiotika keine lebenden Mikroorganismen, sondern umfassen bestimmte Stoffe, die den Mikroorganismen einer gesunden Darmflora als Nahrung dienen. Präbiotika pflegen also ein gesundes Darmmilieu, indem sie den nützlichen Mikroorganismen ausreichend und ideale Nahrung zur Verfügung stellen. Inulin beispielsweise ist ein solches Präbiotikum. Es handelt sich um ein Kohlenhydrat, das natürlicherweise in Chicoree, Schwarzwurzeln, Topinambur und in vielen anderen Pflanzen und Gemüse vorhanden sind.