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Sulforaphan gegen Autismus

Sulforaphan gegen Autismus

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(Zentrum der Gesundheit) – Sulforaphan ist ein Stoff, der besonders in Brokkoli und Brokkoli-Sprossen vorkommt. Laut aktueller Studienlage verbessert Sulforaphan ganz erheblich das Krankheitsbild von Autisten. Sulforaphan wirkt unter anderem gegen freie Radikale und bekämpft Entzündungen. Damit hebelt es einen Teil jener Mechanismen aus, die unter Verdacht stehen, Autismus zu fördern. Da Sulforaphan ausserdem gegen Krebs und Arthritis eingesetzt werden kann, liegt hier eines der potentesten Nahrungsergänzungsmittel unserer Zeit vor.

Autismus: Entwicklungsstörung mit schwerwiegenden Folgen

Autismus ist eine schwerwiegende Entwicklungsstörung, die schon im frühen Kindesalter auftritt und den betroffenen Menschen ein Leben lang prägt.

Autistische Menschen haben grosse Schwierigkeiten bei der sozialen Interaktion und sind mit den Anforderungen ihrer Umwelt überfordert. Zusätzlich fallen sie durch eine ungewöhnliche Ausdrucksweise auf (z. B. eigene seltsame Wortschöpfungen, häufiges Fragen oder auch stereotype Äusserungen, die nicht immer zur Situation zu passen scheinen) sowie durch ein allgemein andersartiges Verhalten.

Gleichzeitig sind die meisten Autisten aussergewöhnlich intelligent und/oder weisen sog. "Nischenbegabungen" auf, beispielsweise verfügen sie über ein fotografisches Gedächtnis.

Schätzungen zufolge leiden ein bis zwei Prozent der Menschen unter Autismus, die meisten davon sind Männer.

Risikofaktoren für Autismus

Autismus gilt als angeboren. Es gibt aber Faktoren, die die Erkrankung verschlimmern können.

Bevor wir daher zur Wirkung des Sulforaphans auf autistische Symptome kommen, möchten wir auf drei Aspekte eingehen, die nachweislich das Risiko für Autismus erhöhen oder einen bestehenden Autismus verstärken können, nämlich Gluten aus Weizen, eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora sowie bestimmte Medikamente inklusive Impfstoffe.

Autismus durch Weizen

Wissenschaftler fanden beispielsweise heraus, dass auffallend viele Autisten auch von einer Glutensensitivität betroffen sind. Gluten ist das Klebereiweiss aus Getreidesorten wie etwa Weizen, Dinkel und Roggen.

Bei einer Glutensensitivität – also einer Überempfindlichkeit gegen Gluten – kommt es (ähnlich wie bei einer Allergie) zu einer überschiessenden Reaktion des Immunsystems, sobald Gluten im Körper eintrifft.

Möglicherweise könnte diese Immunreaktion die Ursache dafür sein, dass die nun stark irritierten Zellen des Immunsystems nicht nur das Gluten, sondern auch Strukturen des Nervensystems angreifen und so Autismus oder autismusähnliche Symptome auslösen.

Mehr dazu erfahren Sie hier: Autismus durch Weizen?

Eine weitere Mitursache für Autismus wird im Zusammenhang mit der Darmflora vermutet.

Beeinflusst die Darmflora Autismus?

Mehrere wissenschaftliche Studien ergaben, dass die Darmflora autistischer Kinder stark verändert ist. Die Gründe dafür sind jedoch noch unklar.

Erfahren Sie mehr über den Einfluss der Darmflora auf Gefühle und Verhaltensweisen in unserem Artikel Der Darm steuert Emotionen.

Wie die Einnahme von Probiotika (nützliche Darmbakterien zum Aufbau einer gesunden Darmflora) Autismus lindern kann, lesen Sie in diesem Artikel: Probiotika für eine gesunde Darmflora (unter "10. Probiotika bei mentalen Leiden")

Doch können offenbar auch Medikamente zu einem erhöhten Autismus-Risiko führen – besonders wenn diese von der Mutter während der Schwangerschaft eingenommen werden.

Autismus durch Paracetamol in der Schwangerschaft

Das Risiko, dass ein Kind an Autismus leidet, ist erhöht, wenn die Mutter während der Schwangerschaft das freiverkäufliche Schmerzmittel Paracetamol eingenommen hat.

Der Hersteller bezeichnet das Präparat als unbedenklich. Allerdings haben norwegische Forscher herausgefunden, dass eine regelmässige Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft die Gefahr von Autismus und anderen Entwicklungsstörungen beim Kind um ganze siebzig Prozent erhöht.

Details zur Studie und eine mögliche Alternative finden Sie in unserem Bericht Autismus-Gefahr durch Paracetamol in der Schwangerschaft.

Ebenfalls in die Rubrik der Autismus-Risikofaktoren gehören Impfstoffe.

Impfungen erhöhen Autismus-Risiko

Impfungen sollen Erkrankungen verhindern, sind jedoch selbst auch nicht gerade harmlos.

So enthalten zahlreiche Impfstoffe Aluminium, das für seine Neurotoxizität bekannt ist. Das bedeutet, dass Aluminium Gehirn und Nervenzellen angreifen kann.

Eine Studie kanadischer Wissenschaftler zeigte, dass mit der Anzahl der verabreichten aluminiumhaltigen Impfstoffe auch die Autismus-Gefahr steigt.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier: Aluminium in Impfstoffen bedroht unser Gehirn

In unserem Artikel Ausleitung von Aluminium erfahren Sie, was Sie tun können, wenn Sie – oder Ihr Kind – bereits Aluminium im Körper haben und Sie dieses ausleiten möchten.

Neue Forschungen haben nun ergeben, dass ein bestimmter sekundärer Pflanzenstoff Autismus-Symptome lindern kann.

Sulforaphan: Ein Stoff gegen Krebs und Arthritis

Sulforaphan ist ein sekundärer Pflanzenstoff und vor allem in Kreuzblütengewächsen wie etwa Brokkoli, Rosenkohl und Radieschen oder deren Sprossen (Brokkoli-Sprossen, Kohl-Sprossen, Radieschen-Sprossen etc.) enthalten.

Zahlreiche Forscher haben bereits die gesundheitsfördernde Wirkung von Sulforaphan erkannt. So wirkt der Stoff beispielsweise stark antioxidativ, was bedeutet, dass er massiv gegen freie Radikale im Körper vorgehen kann.

Auf diese Weise senkt Sulforaphan das Krebsrisiko. Doch auch eine bereits bestehende Krebserkrankung – selbst im fortgeschrittenen Stadium – bekämpft Sulforaphan äusserst effektiv.

Da Sulforaphan auch eine stark entzündungshemmende Wirkung aufweist, lindert es gleichzeitig chronisch entzündliche Erkrankungen wie Arthritis und Asthma.

Sulforaphan gegen Autismus

Oxidativer Stress, also Schäden, die durch freie Radikale im Körper verursacht werden, gehört neben entzündlichen Prozessen und Schäden an der DNA (Erbgut), die übrigens auch von freien Radikalen herrühren können, zu denjenigen Mechanismen, die auch bei Autismus eine Rolle spielen sollen.

Das Forscherteam um Kanwaljit Singh vom Massachusetts Hospital for Children im US-amerikanischen Lexington wollte daher herausfinden, ob Sulforaphan nicht auch Autismus-Symptome lindern könnte.

Zu diesem Zweck führten sie eine Studie an vierundvierzig männlichen Autisten im Alter von dreizehn bis siebenundzwanzig Jahren durch.

Sie teilten die Studienteilnehmer nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen ein. Die Kontrollgruppe bestand aus fünfzehn Teilnehmern, die ein Placebo erhielten.

Die anderen neunundzwanzig Teilnehmer bekamen über achtzehn Wochen hinweg 9 bis 27 Milligramm konzentriertes Sulforaphan in Form eines Sulforaphan-Brokkoli-Sprossen-Extraktes – hergestellt aus Brokkoli-Sprossen, die drei Tage lang keimten.

Die Ergebnisse waren erstaunlich:

Sulforaphan schwächt Autismus-Symptome

In der Sulforaphan-Gruppe hatten sich die Autismus-Symptome nach Ablauf der 18wöchigen Studie um ein Drittel verbessert.

In der Kontrollgruppe verbesserte sich die Schwere der Symptome dagegen nur unerheblich.

Vier Wochen nach Ende der Studie hatte sich die Intensität der Symptome in der Sulforaphan-Gruppe denen in der Kontrollgruppe jedoch wieder angeglichen.

Das bedeutet, dass Sulforaphan die Symptome zwar lindern kann, die eigentliche Erkrankung jedoch nicht aus der Welt schafft, so dass die Einnahme von Sulforaphan dauerhaft fortgesetzt werden müsste.

Nichtsdestotrotz sind die Ergebnisse dieser Studie ein grosser Durchbruch in der Autismusforschung. Medikamentös lässt sich die Entwicklungsstörung nämlich bislang nicht behandeln.

Alternative Behandlungsangebote wie eine kognitive Verhaltenstherapie führen in der Regel ebenfalls zu wenig durchschlagenden Erfolgen.

Sulforaphan hemmt autismustypische Prozesse

Kanwaljit Singh und seine Kollegen erklären sich den Einfluss von Sulforaphan auf Autismus-Symptome mit unterschiedlichen Wirkmechanismen.

Neben der Bekämpfung von freien Radikalen und Entzündungen im Körper sorgt Sulforaphan zum Beispiel auch dafür, dass der Körper vermehrt Glutathion herstellt.

Dieses Tripeptid ist ein körpereigenes Antioxidans. Es stärkt unter anderem die Immunabwehr und erhöht die Durchblutung. Bei Autisten ist jedoch ausgerechnet die Glutathion-Synthese oft gehemmt, der Glutathion-Spiegel daher zu niedrig.

Auch die "Kraftwerke" der Körperzellen, die sogenannten Mitochondrien, funktionieren bei Autismus nicht richtig. Hier schafft Sulforaphan ebenfalls Abhilfe und fördert deren Funktionstüchtigkeit.

Brokkoli allein reicht nicht aus

Der natürliche Sulforaphangehalt von Brokkoli und anderen Kohlgemüsearten reicht übrigens nicht aus, um Autismus-Symptome lindern zu können.

Die Wissenschaftler arbeiteten mit einem hochdosierten Nahrungsergänzungsmittel mit konzentriertem Sulforaphan aus Brokkolisprossen.

Es genügt daher nicht, einfach ein bisschen Brokkoli täglich zu essen, um bei bestehenden Krankheiten oder Störungen vom darin enthaltenen Sulforaphan zu profitieren.

Um die 9 bis 27 Milligramm Sulforaphan täglich zu sich zu nehmen, die in der Studie zur Anwendung kamen, genügt die Einnahme von einer Tagesdosis (3 Gramm) Broccoraphan, einem Produkt aus Brokkolisprossen, das über besonders hohe Sulforaphanwerte verfügt.

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Quellen:



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