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Fünf ayurvedische Tipps, die Ihr Leben verändern

Fünf ayurvedische Tipps, die Ihr Leben verändern

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(Zentrum der Gesundheit) - Ayurveda ist das traditionelle und ganzheitliche Medizinsystem Indiens. Mehr als 5.000 Jahre reichen seine Wurzeln in die Vergangenheit zurück. Vielleicht sind Sie der Meinung, Ayurveda ist kompliziert und kann sicher nicht so einfach umgesetzt werden. Das aber stimmt nicht. Wir stellen Ihnen heute fünf ayurvedische Tipps vor, die Sie ganz einfach in Ihren Alltag einbauen können. Sie werden staunen, wie diese kleinen Veränderungen Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden verbessern können.

Ayurvedische Tipps für den westlichen Alltag

Ayurveda verbindet man oft mit aufwändigen Rezepturen und zeitintensiven Anwendungen. Und in der Tat, sehr viele ayurvedische Massnahmen erfordern reichlich Muße und werden am besten im Urlaub durchgeführt.

Unsere ayurvedische Tipps zeigen jedoch, dass Ayurveda auch über sehr viele Massnahmen verfügt, die jeder ganz einfach in seinen Alltag integrieren kann.

Doch warum sollte man überhaupt ayurvedische Tipps anwenden wollen? Was kann Ayurveda bewirken? Welche Vorteile haben ayurvedische Massnahmen? Und inwiefern unterscheidet sich Ayurveda überhaupt von unserer wohlbekannten westlichen Schulmedizin?

Ayurveda: Schneller als die Schulmedizin

Gute Ayurveda-Therapeuten können potentielle Gesundheitsprobleme lange vor den Messgerätschaften der Schulmedizin erkennen – was natürlich ein enormer Vorteil ist. Denn schliesslich gilt:

Umso eher ein gesundheitliches Defizit erkannt wird, umso leichter kann man es beheben bzw. ihm gleich im Vorfeld präventiv begegnen – und zwar mit einfachen und preiswerten Methoden.

Diagnostiziert wird im Ayurveda ohne Geräte. Der Therapeut nutzt die Pulsdiagnose und betrachtet gleichzeitig die Hautfärbung, den Hauttonus, den Zustand der Augen und das Aussehen der Zunge (Antlitz- und Zungendiagnostik).

Die Harmonisierung Ihrer Doshas

Zusätzlich werden dem Patienten zahlreiche Fragen zu dessen Lebensweise gestellt: Wie er sich ernährt, wie gut oder wie schlecht und wie lange er schläft, wie oft er sich bewegt und wie es ihm seelisch zumute ist.

Auf diese Weise stellt der Ayurveda-Arzt fest, welche Doshas (Pitta, Vata, Kapha) beim Patienten wie intensiv ausgeprägt sind und wo es mögliche Ungleichgewichte gibt.

Jedes der drei Doshas steht für ein bzw. zwei Elemente. Vata für Wind, Pitta für Feuer und Kapha für Erde und Wasser.

Obwohl nun jeder Mensch alle drei Doshas in sich vereint, dominieren meistens ein oder zwei Doshas, während die übrigen Doshas deutlich geringer ausgeprägt sind. Diese Ausprägung der Doshas bestimmt den Stoffwechseltyp des einzelnen Menschen, sein Temperament oder ganz allgemein seine Konstitution.

Der Ayurveda-Arzt wird nun mit Hilfe passender Ernährungsanweisungen und Kräuterzubereitungen die Doshas auszugleichen versuchen, was dem Menschen hilft, wieder seine gesunde innere Harmonie zu finden.

Panchakarma: Die Rundum-Reinigung

Sind die Doshas in einem derart starken Ungleichgewicht, dass es umfassenderer Massnahmen bedarf, wird eine Panchakarmakur anberaumt. Panchakarma beschreibt die legendäre und wirklich gründliche Rundumreinigung des Körperinneren unter ärztlicher Aufsicht.

Selten erfährt man, wie eine solche Kur tatsächlich abläuft, was man währenddessen tut, was man erlebt und wie man sich dabei fühlt. Lesen Sie bei uns einen Erfahrungsbericht aus erster Hand, wie ein Ayurvedakurgast die Panchakarmakur erlebt hat: Erfahrungsbericht einer Ayurvedakur in Deutschland

Viele Menschen, die Panchakarma erlebten und durchlebten, erfuhren radikale gesundheitliche Verbesserungen und nicht wenigen Menschen rettete Panchakarma schon das Leben.

Die indische Heilkunde heilt also, indem sie sich – im Gegensatz zur Schulmedizin – an den Naturgesetzen und natürlichen Dynamiken orientiert und diesen folgt. Der Wunsch, die Natur überbieten oder austricksen zu wollen – wie man das in der Schulmedizin oft beobachten kann – fehlt im Ayurveda somit völlig.

Fünf ayurvedische Tipps, die Ihr Leben verändern können

Möchten auch Sie ayurvedische Elemente in Ihren Alltag einfliessen lassen? Dann probieren Sie doch einmal die fünf ayurvedischen Tipps aus, die wir Ihnen heute vorschlagen und die Ihre Gesundheit – an Körper und Seele – nachhaltig verbessern können.

Unsere fünf ayurvedischen Tipps sind zudem nicht nur äusserst wirksam, sondern ausserdem ganz einfach und ohne grossen Aufwand umzusetzen. Viel Spass damit :-)

Ayurveda-Tipp Nr. 1: Ayurvedische Kräuter

Ayurveda-Zentren verfügen gewöhnlich über eigene Ayurveda-Apotheken, die jedem einzelnen Patienten jene Kräuter zur Verfügung stellen, die dieser in seiner augenblicklichen Situation gerade benötigt.

Ein Universal-Kräuter-Präparat, das sich für fast jeden Menschen und jede Konstitution hervorragend eignet, da es alle Doshas gleichermassen reguliert, ist Triphala. Es gehört zu den wichtigsten und am häufigsten verordneten Ayurveda-Kräutermischungen und ist daher unser erster ayurvedischer Tipp für Sie.

Triphala besteht aus drei verschiedenen ayurvedischen Früchten und wird oft auch Dreifrucht genannt.

Triphala fördert insbesondere die Verdauung, Ausscheidung und Entgiftung. Genau diese drei Aspekte sind es dann auch, die Triphala zu einem der beliebtesten ayurvedischen Tipps werden liessen, da sie – gemeinsam mit der richtigen Ernährung – den Schlüssel zur perfekten Gesundheit darstellen.

Wenn der Körper nämlich optimal verdaut, dann kommt er in den Genuss der richtigen Nährstoffkombinationen sowie aller benötigen Vitalstoffe. Kann er zudem alle Stoffwechselrückstände vollständig und rasch ausscheiden, sammeln sich keine Schlacken an. Wird der Organismus ausserdem regelmässig entgiftet, dann bleiben die Organe – bis ins hohe Alter – voll funktionsfähig und abwehrstark. Die Haut bleibt rein und die Sehkraft bleibt erhalten.

Aufgrund seiner universalen Einsetzbarkeit gilt unser ayurvedischer Tipp Nr. 1 – das Triphala – als so genanntes Rasayana, was soviel wie Verjüngungsmittel bedeutet.

Ayurveda-Tipp Nr. 2: Ayurvedische Ernährungstricks

Wie oben erwähnt, wird die Ernährung im Ayurveda gewöhnlich ganz individuell auf jeden einzelnen Menschen und seine Konstitution abgestimmt.

Fünf Regeln gelten jedoch für alle Menschen gleichermassen. Auch sie sorgen für ein optimales Verdauungsfeuer, gute Verwertung der Nahrung und heben damit den Energiepegel des Körpers.

Fünf ayurvedische Ernährungstipps:

  • Die grösste Mahlzeit des Tages sollte stattfinden, wenn die Sonne am höchsten steht, da dann auch die Verdauungskraft am stärksten ist. Das Frühstück sollte eher bescheiden ausfallen, da der Körper am Morgen noch mit der Entgiftungsarbeit beschäftigt ist.
  • Zu den Mahlzeiten sollte nichts getrunken werden, da dies das Verdauungsfeuer einschränken würde.
  • Generell sollten besser keine kalten Getränke genossen werden, sondern warme. Damit ist nun nicht unbedingt Kaffee oder Tee gemeint, sondern einfach Wasser. Warmes Wasser hat eine reinigende und verdauungsfördernde Wirkung und raubt dem Körper darüber hinaus keine Energie.
  • Unfermentierte Sojaprodukte sollten nicht gegessen werden. Fermentierte Sojaprodukte können in kleinen Mengen verwendet werden, wie z. B. Sojasauce, Tempeh oder Miso.
  • Früchte sollten am besten allein für sich gegessen und nicht mit anderen Lebensmittelgruppen gemischt werden.

Ayurveda-Tipp Nr. 3: Warmes Zitronenwasser

Ein weiterer sehr einfach umsetzbarer Tipp aus dem Ayurveda ist das morgendliche Trinken von warmem Zitronenwasser.

Man trinkt es unmittelbar nach dem Aufstehen. Dann nämlich ist der Organismus noch in der Ausleitungs- und Entgiftungsphase und noch nicht annähernd für die Nahrungsaufnahme bereit.

Das Trinken von warmem Zitronenwasser entschlackt somit den Organismus, säubert ihn, regt die Verdauung und Ausscheidung an und versorgt gleichzeitig mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen.

Für das warme Zitronenwasser erwärmt man ein gutes Wasser (gefiltertes Wasser oder kohlensäurefreies Quellwasser) und gibt pro Glas Wasser den Saft einer halben Zitrone hinzu.

Zuvor sollte die Zunge mit einem Zungenreiniger von den nächtlichen Schlacken gesäubert werden, die sich in einem weissen Belag zeigen.

Ayurveda-Tipp Nr. 4: Ingwer

Ein weiteres typisch ayurvedisches Getränk mit hervorragenden Auswirkungen auf die Gesundheit ist der Ingwer Tee. Dazu werden einfach zwei bis drei Scheibchen Ingwer oder auch frisch geriebener Ingwer mit 200 ml Wasser aufgekocht und dann mit dem Saft von ½ Zitrone und nach Wunsch mit einem Löffelchen Honig versehen.

Alternativ kann man ein Stückchen Ingwer auch einfach mit heissem Wasser im Mixer mixen, wiederum mit Zitronensaft und Honig würzen und geniessen.

Vom Ingwertee trinkt man zwei bis drei Tassen pro Tag. Lediglich reine Pitta-Typen, die schon genug Feuer in sich haben und nicht noch zusätzlich das Feuer des Ingwers benötigen, sollten keinen Ingwertee trinken.

Aus Ingwer kann man natürlich nicht nur Tee kochen. Man findet die scharfe Wurzel auch häufig in ayurvedischen Kochrezepten, beispielsweise im sog. Kichari, worum es in unserem nächsten Tipp geht.

Ingwer gilt als sehr starke Heilpflanze. Da er so gut entzündungshemmend wirkt, wird er auch bei sämtlichen entzündlichen Problemen eingesetzt, wie z. B. Arthritis und Colitis ulcerosa (chronisch entzündliche Darmerkrankung). Gleichzeitig soll Ingwer schmerzlindernd wirken: Ingwer als Schmerzmittel

Zusätzlich verbessert Ingwer die Verdauung – sowohl von Fett als auch von Proteinen – und lindert Blähungen. Er kann daher prima bei Völlegefühlen nach dem Essen getrunken werden.

Bei Übelkeit (auch bei Schwangerschaftsübelkeit) kann Ingwer wahre Wunder bewirken.

Darüber hinaus ist der Ingwer gegen Krebs genauso im Einsatz wie zur Blutverdünnung, sprich Thromboseprophylaxe.

Unser vierter Tipp aus dem Ayurveda ist also ein wirklich starkes Naturheilmittel, das so oft wie möglich genutzt werden sollte.

Ayurveda-Tipp Nr. 5: Kichari

Kichari ist ein dosha-balancierendes, also sehr ausgewogenes und nährendes Gericht, das der Regeneration und Verjüngung dient. Es kann immer mal wieder kurweise für bis zu zwei oder drei Wochen als Hauptmahlzeit oder natürlich auch einfach zwischendurch gegessen werden.

Während und nach der Panchakarma-Kur ist Kichari eine der wichtigsten Mahlzeiten, die auch während einer akuten Krankheit empfohlen wird.

Kichari ist – laut Ayurveda – ein perfekt ausgewogenes und heilendes Gericht, das Körper und Geist harmonisieren kann. Es besteht meist aus Basmatireis mit Mungbohnen oder Linsen sowie einer speziellen Gewürzmischung und Ingwer.

Kichari – Das Rezept

Zutaten:

  • 1 Tasse Basmati Reis (über Nacht in warmes Wasser eingeweicht)
  • ½ Tasse Mungbohnen (oder Mung Dal, über Nacht eingeweicht)
  • 1 Esslöffel Ghee
  • Je 1 Teelöffel Cumin ganz (Kreuzkümmel), Bockshornkleesamen und Senfsamen
  • 1 Teelöffel Kurkuma gemahlen
  • 1 Teelöffel Koriander gemahlen
  • 1 Prise (1/8 Teelöffel) Asafoetida (= Hing), kann auch weg gelassen werden
  • 1 – 3 Teelöffel frisch geriebener Ingwer (je nach Konstitution bzw. Geschmacksvorliebe)
  • 2 Tassen biologisches Gemüse: Hier ist alles möglich (je nach Jahreszeit und Geschmack) bis auf Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten, Auberginen, Kartoffeln und Paprika. Zum Beispiel: fein geschnittener Kohl, Möhren, Kohlrabi, Spinat, Mangold, Topinambur etc.

Zubereitung:

Ghee bei mittlerer Hitze in einem grossen Topf schmelzen lassen. Cumin, Bockshornkleesamen, Senfsamen und Ingwer zufügen und leicht anbraten. Reis und Mungbohnen (ohne Einweichwasser und gut abgespült) dazu geben und eine halbe Minute lang anbraten. Hitze reduzieren.

Jetzt Kurkuma, Koriander und Asafoetida unterrühren und weitere 30 Sekunden anbraten.

6 bis 8 Tassen oder bei Bedarf mehr Wasser hinzufügen (Kichari sollte konsistenzmässig wie eine dicke Suppe werden).

Dann die Wurzelgemüse dazu geben, abdecken und für 20 bis 30 Minuten köcheln. Anschliessend die Blattgemüse hinzufügen und für weitere 20 Minuten köcheln lassen. Jetzt ist das Kichari fertig. Es kann nun in dieser Form verzehrt werden. Man kann es aber auch noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischem gehackten Koriander und einer Zitronenscheibe servieren.

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